Axel Mueller – 2. Dezember 2003 – 23:07
Die Suche nach der "richtigen" Bewertung des Gesamtmarkts oder einzelner Aktien begleitet die Anleger durch ihr gesamtes Börsenleben. Einigen Kritikern ist der Markt immer zu teuer.
So warnten im März diesen Jahres etliche Experten, dass eine Trendwende bei Aktien wegen der im Vergleich zu früheren Börsentiefs viel zu hohen Bewertung unwahrscheinlich sei.
Die warnenden Stimmen sind nicht verstummt, Anleger sollten sich davon aber auch heute nicht verunsichern lassen. Das "faire" Niveau für die Aktienmärkte lässt sich ohnehin nicht exakt ermitteln. Die dazu nötigen Daten (Unternehmensgewinne, Zinssätze) beziehen sich auf die Zukunft und sind damit stets mit Unsicherheiten behaftet. Allenfalls grobe Annäherungen an den fairen Wert sind möglich. Und gemäß dem häufig verwendeten Fed-Modell haben die Aktienmärkte durchaus noch Platz nach oben.
Über die Bewertung lassen sich vor allem Extremsituationen erkennen: Umsatzvielfache im hohen zweistelligen Bereich, wie sie um die Jahrtausendwende gezahlt wurden, sind ein klares Warnsignal. Im März diesen Jahres wurden dagegen selbst profitable Firmen unter ihrem Cash-Bestand gehandelt – eine eindeutige Unterbewertung.
Trend-Trader-Fazit
Befinden wir uns – wie derzeit – nicht in einer solchen Extremphase, dominieren andere Faktoren das Marktgeschehen, etwa die Nachrichten von Konjunktur und Unternehmensseite. In einer solchen Marktsituation sollten Anleger besser auf den laufenden Trend aufspringen. Doch wie sollte man sich jetzt genau verhalten?
Aktuell empfieht es sich zu warten bis die wichttigen Chartmarken (10.000 im Dow, 2.000 Im Nasdaq, 3850 im DAX) mit erhöhten Umsätzen (!!) durchbrochen werden! Erst dann dürfte die vielzitierte Jahresendrallye ihren Lauf nehmen!
Good Trades wünscht,
Rene Wolf,
www.Trend-Trader.de
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