Tendenz: Freundlich

Tina Koch
Gordon Gecko – 13. April 2007 – 10:37
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Wall Street nach Anfangsverlusten erholt ... Eu-ropas Aktien etwas leichter, aber im Verlauf mit deutlicher Erholung nach Anfangsverlusten ... Tokio heute Morgen schwächer … Ölpreis erneut etwas höher … Euro heute Morgen erneut auf neuem Hoch ...

USA

Die amerikanischen Aktienmärkte haben sich von Anfangsverlusten zum Schluss hin deutlich erholt und freundlich geschlossen. Das Senti-ment war zunächst von den neuen US-Konjunkturdaten belastet. Die Importpreise waren mit 1,7% für März deutlich stärker als erwartet (0,6%) gestiegen. Dies ist zugleich der stärkste Anstieg seit Mai 2006. Die ebenfalls bekannt gegebenen Erstanträge auf Arbeitslo-senunterstützung sind mit einem Anstieg von 19.000 deutlich oberhalb der Schätzung ausge-fallen (-1.000). Auch der nochmals gestiegene Rohölpreis belastete. Der Ölpreis an der Nymex stieg um 3% oder 1,84 $ auf 63,85 $. Nach Ein-schätzung der IEA (Internat. Energie-Agentur) sind die Lagerbestände in den OECD-Ländern im 1. Quartal gesunken. Der Dow Jones stieg um 0,6% oder 68 Punkte auf 12.553 (Tief 12.428). Der S&P500 gewann auch 0,6% oder 9 Punkte auf 1.448. Der Nasdaq Composite ver-besserte sich um 0,9% oder 21 Punkte auf 2.480. Es wurden insgesamt 1,49 (nach 1,57) Milliarden Aktien gehandelt. Es gab 2.216 Kurs-gewinner und 1.092 -verlierer. Auffallendster Titel war Merck (+1,5% auf 46,33 $), die ihre 2007er Prognosen angehoben haben.
Heute stehen die Handelsbilanz, die Erzeuger-preise und der Uni Michigan an.

Deutschland und Europa

Der Euro-Stoxx-50-Index verlor 0,3 Prozent oder 13 Punkte auf 4.280. Der Stoxx-50, der auch Titel aus der Schweiz und Großbritannien um-fasst, büßte 0,3 Prozent bzw. 10 auf 3.777 Punk-te ein. Der DAX fiel im Tagestief um 66 Punkte auf 7.087.
Wenig Einfluss hatte die Entscheidung der Eu-ropäischen Zentralbank, den Leitzins unverän-dert bei 3,75% zu belassen. Dies war am Markt allgemein erwartet worden. Auch die erläutern-den Kommentare des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet brachten nach übereinstimmen-der Aussage von Beobachtern nichts Neues. ThyssenKrupp verbuchten einen Aufschlag von 2,6% auf 38,81 EUR. Händler verwiesen auf die positive Stimmung infolge eines Szenarios in der "Financial Times Deutschland". Demnach geht der Thyssen-Vorstand mittelfristig von 4 Mrd. EUR Vorsteuergewinn aus. Ein Analyst der Wertpapierhandelsbank Steubing sieht diese Höhe allerdings frühestens 2010, wenn die In-vestitionen in den USA und Brasilien abge-schlossen seien. Deutsche Post bauten im Ver-lauf die Gewinne aus, sie verteuerten sich um 2,6% auf 23,47 EUR. Lehman Brothers hat für die Aktie ein Kursziel von 27,50 EUR ausgeru-fen. Dagegen büßten Siemens nach der Ver-schiebung der Verselbstständigung der Tochter VDO 1,4% auf 84,25 EUR ein. DaimlerChrysler gerieten nach der Ankündigung der WestLB, ihren Anteil an dem Automobilkonzern von 14% unter 3% zu reduzieren, unter Abgabedruck. Die WestLB teilte jedoch mit, bei dem Geschäft han-dele es sich um eine reine Finanztransaktion für Kunden. DaimlerChrysler verloren 1,2% auf 61,27 EUR. MAN gaben um 0,8% auf 90,01 EUR nach. Der schwache Dollar könnte ein Grund für Gewinnmitnahmen gewesen sein. Bayer wurden wegen Gewinnmitnahmen um 1,6% auf 48,14 EUR gedrückt. Infineon legten laut einem Analysten dank einer aussichtsrei-chen technischen Lage um 2,2% auf 11,78 EUR zu.
Heute stehen keine volkswirtschaftlichen Daten an. Der DAX begann heute Morgen freundlich.

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