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EM Stocks Review: Asiens Anleger lecken ihre Wunden

Emerging Markets
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Dioxin – 17. Dezember 2007 – 13:56
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Hongkong 17.09.2008 (www.emfis.com) An den asaitischen Börsen war heute kein klarer Trend zu erkennen. Bestimmendes Thema war die „Verstaatlichung“ des US-Versicherungsriesen AIG, die von den meisten Marktteilnehmern als positiv aufgefasst wurde. Dennoch blieben die Anleger nach den herben Einbrüchen der vergangenen Tage vorsichtig. Insbesondere in den späteren Handelsstunden verdüsterte sich das Sentiment wieder zunehmend. Auch die Tatsache, dass es an den chinesischen Börsen weiter stramm bergab ging, wurde als schlechtes Omen für den gesamtasiatischen Wirtschaftsraum wahrgenommen.

Der japanische Nikkei konnte sich heute von seinem gestern erreichten 3-Jahres-Tief leicht erholen. Er verbesserte sich um 1,2 Prozent auf 11.749 Punkte. Zwischenzeitlich legte er dabei um bis zu 2,3 Prozent zu, gab einen Teil dieser Aufschläge aber bald wieder ab. Der breitere Topix stieg um 0,4 Prozent auf 1121 Punkte. Gewisse Aufschläge ergaben sich unter anderem im derzeit vielbeachteten Finanzsektor. Hier stiegen Mitsubishi UFJ um 1,0 Prozent und Sumitomo Mitsui um 0,7 Prozent, während Mizuho Financial weitere 0,7 Prozent abgaben. Shinsei Bank brachen um 10,2 Prozent ein. Das Institut ist unter allen japanischen Banken am stärksten von der Pleite bei Lehman Brothers betroffen. Günstig eingesammelt wurden unter anderem einige Papiere im Elektroniksektor, nachdem sich der Dollar gegenüber dem Yen sichtlich erholt hatte. Canon etwa stiegen um 3,4 Prozent, Sony legten 3,7 Prozent und Sharp 1,8 Prozent zu. Im Halbleitersektor verbesserten sich Advantest um 4,0 Prozent. Im Autosektor belastete hingegen ein pessimistischer Ausblick von Toyota. Toyota selbst gaben 0,4 Prozent ab, Honda verbilligten sich um 1,5 Prozent und Nissan um 1,9 Prozent.

In Korea zeigte sich der Markt heute deutlich erholt. Der Kospi, der gestern um 6 Prozent eingebrochen war, legte heute 2,7 Prozent auf 1425 Punkte zu. Auch die Investoren aus Übersee kamen angesichts der deutlich zurückgekommenen Notierungen zurück. Das Handelsvolumen blieb allerdings moderat. Hohe Aufschläge gab es unter anderem bei den Titeln der Schiffsbauer, die zuletzt arg verprügelt worden waren. Hier zogen etwa Hyundai Heavy Industries um 10,4 Prozent an, Hanjin Shipping legten 8,0 Prozent zu. Auch bei den Broker-Werten fand ein ansehnlicher Rebound statt. Samsung Securities gewannen 6,5 Prozent und Mirae Asset & Securities 8,1 Prozent zu. Im Elektroniksektor erholten sich LG Electronics um 5,8 Prozent und LG Display um 5,0 Prozent. Die Aktie von Samsung Electronics verharrte dagegen unverändert bei 525.000 Won. Der Konzern hatte ein feindliches Übernahmeangebot für SanDisk abgegeben, das von dem amerikanischen Flash-Speicher-Produzenten zurückgewiesen worden ist.

Auch in Taiwan reagierte man positiv auf die jüngsten Entwicklungen in den USA. Allzuweit wollten sich die Anleger aber auch wieder nicht aus dem Fenster lehnen. Der TAIEX stieg angesichts dessen um 0,77 Prozent auf 5800 Stellen. Zwischenzeitlich wurde die 6000-Punkte-Linie wieder nach oben durchbrochen. Allerdings konnte dieses Niveau nicht lange gehalten werden. Gefragt waren unter anderem die Titel einiger Marktschwergewichte aus dem Technologiesektor. Hier gewannen etwa Taiwan Semiconductor 3,7 Prozent hinzu, United Microelectronics verbesserten sich um 1,0 Prozent. Daneben zogen Hon Hai Precision um 4,0 Prozent an, MediaTek gewannen 2,4 Prozent hinzu. Dagegen entwickelte sich der Finanzsektor uneinheitlich. Während Hua Nan Financial um 3,7 Prozent anzogen, rutschten Cathay Financial um 4,5 Prozent ab. Shin Kong Financial stürzten sogar um weitere 7 Prozent nach unten.

Entgegen dem Trend an den übrigen asiatischen Börsen stand die Hongkonger Börse heute weiter stark unter Druck. Der Hang Seng Index knickte um 3,6 Prozent auf 17.637 Zähler ein und landete damit auf seinem Tagestief. Insbesondere in den letzten Handelsstunden begann sich die Stimmung wieder deutlich einzutrüben. Heftige Einbußen mussten einmal mehr im China-Bankensektor hingegnommen werden. ICBC brachen um weitere 9,9 Prozent ein, China Construction Bank fielen um 8,1 Prozent und China Merchants Bank um 7,7 Prozent. Letzteres Institut hatte zuvor erklärt, für 70 Millionen Dollar Anleihen der mittlerweile insolventen Investmentbank Lehman Brothers zu halten. Auch im Immobiliensektor setzte sich der gestrige Verkaufsdruck fort. Dies brachte etwa Cheung Kong um 4,1 Prozent nach unten, Sun Hung Kai Properties gaben 3,8 Prozent ab. Dagegen verbiligten sich Sino Land im Vorfeld des Zahlenwerks lediglich um 0,7 Prozent. Unter den Titeln der Nahrungsmittelproduzenten griff der jüngste Babymilch-Skandal um sich, was Uni-President China um 6,9 Prozent und Want Want China um 9,1 Prozent nach unten brachte. Im Rohstoffsektor fielen PetroChina um 7,3 Prozent, CNOOC um 4,2 Prozent und Sinopec um 4,1 Prozent.

In China fiel der Shanghai Composite Index um 2,9 Prozent auf 1929 Punkte; der Shanghai A-Share Index gab 2,88 Prozent auf 2025 Zähler ab.