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Crash-Warnungen

Rene Wolfram
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Wolfram – 16. Januar 2008 – 12:05
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Es ist immer das gleiche Spiel, es ändert sich nie auch nur ein wenig.
Nachdem die Märkte gestiegen sind hagelt es Kaufempfehlungen und nachdem sie ins Bodenlose gefallen sind, kommen Crashwarnungen.
Letztlich ist es so, dass hier einfach die jüngste Vergangenheit in die Zukunft projeziert wird.
Das macht freilich wenig Sinn, denn eine Crashwarnung hilft Ihnen jetzt nicht mehr soviel.
Sie wäre und war vor Wochen und Monaten angebracht, als Sie davon noch hätten profitieren können.

Sie sollten solchen Bauernfängern nicht erliegen und teures Geld für Informationen bezahlen, die Sie selbst bereits kennen.
Vielmehr trennt sich in solchen Phasen die Spreu vom Weizen, wenn nämlich in die Zukunft gerichtete Aussagen getroffen werden, die nicht einfach nur die Vergangenheit nach vorn projezieren.

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass mein Asset Value Modell seit Oktober bis zum heutigen Tag unverändert auf "Korrektur", "Schwäche" oder "Crash" steht.
Wie man es nennen möchte bleibt jedem selbst überlassen.
Ich hatte immer wieder in Updates darauf verwiesen, dass das Modell anzeigt, dass Aktien ein erhebliches Risiko zur Unterseite und ein geringes Potenzial zur Oberseite haben.
Das hat sich auch durch die jüngsten Verluste NICHT geändert.
Wir haben eine intakte und wahrscheinlich noch eine Weile andauernde Korrektur.
Sehr kurzfristig zeichnet sich in einigen meiner Systeme ein antizyklisches Einstiegssignal ab, was aber angesichts der Indikation des Asset Value Modells erneut nur eine technische Reaktion bringen wird.
Die Zeit für einen massiven Einstieg ist daher noch nicht gekommen.
Ich handele solche Kaufsignale wegen der Indikation des Asset Value Modells stets nur mit halber Positionsgröße und die Shortsignale mit normaler Größe.

Zur Orientierung: Im S&P haben wir ab 1365/70 Pkt ein deutlich erhöhtes Reaktionspotenzial nach oben.
Ob es dabei eine starke oder eine schwache Erholung geben wird, ist natürlich anhand des Systems nicht abzusehen.
Rechnen Sie nicht mit allzuviel.

Generell sind die Strukturdaten sehr uneinheitlich.
Der Bullish%-Index von Investors-Intelligence zeigt mit einem Wert von 28% ein noch negativeres Sentiment, als im März 2003, als die Rallye startete.
Die Odd Lot Short Sales zeigen andererseits, dass die Kleinspekulanten noch nicht in Panik verfallen sind.
Die Insider sind weiterhin bullish, aber das nützt uns im kurzfristigen Zeitfenster herzlich wenig, denn es kann hier durchaus Ausschläge von 10% und mehr geben und die steht realistisch betrachtet kaum jemand von uns durch.

Mein Rat: Man sollte angesichts der negativen Daten des Asset Value Modells die Cashquote weiterhin sehr hoch halten. Gegenwärtig würde ich keinesfalls mehr, als 5-10% in den Aktienmarkt investieren. Zur Orientierung: Im Sommer/Herbst 2006 war meine Quote bei 40-45%- also um einiges höher.

Wer meinen Jahresausblick gelesen hat ist auf die aktuelle Schwäche vorbereitet und weiß auch, was ich für die nächsten Wochen und Monate erwarte.
Darüber hinaus sind meine Kunden natürlich stets über die aktuellen Indikationen meiner Systeme informiert und erhalten ganz konkrete Trades präsentiert, die sie (auf eigenes Risiko selbstverständlich) umsetzen können oder als Anregung verstehen können.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!

mit freundlichen Grüßen

René Wolfram
www.market-timing.de