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Konsequenzen aus der neuerlichen Zinssenkung

Rene Wolfram
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Wolfram – 31. Januar 2008 – 9:21
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Binnen weniger als zwei Wochen hat die FED den Leitzins um 1,25% gesenkt und ist somit massiv eingeschritten.
Die US-Indizes sackten daraufhin ab und Verunsicherung machte sich breit.
Die ohnehin schon negativ gestimmten Anleger mutmaßen nun, dass es sehr schlimm um die US-Wirtschaft bestellt sein muss, wenn die FED zu solch drastischen Maßnahmen greift.
Mag sein, mag auch nicht sein.
Hierzu kann man ganz sicher zwei Meinungen haben- die Wahrheit werden wir alle erst in einigen Jahren sehen.

Meines Erachtens versucht die FED hiermit einen Präventivschlag und will nicht erst dann handeln, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Auch mag man darüber streiten, was die Liquiditätsschwemme langfristig für Folgen haben wird- also auf Sicht von 3-5 Jahren.
Natürlich wird eine solche Ausweitung der Geldmenge, wie wir sie erleben irgendwann in einer Blasenbildung münden.
Ich vermute sogar, dass wir dadurch irgendwann gleich in mehreren Assetklassen Blasenbildungen beobachten werden.
Schließlich fließt das Kapital nicht nur in den Aktienmarkt (der bekommt sogar recht wenig davon ab), sondern auch Renten und insbesondere Rohstoffe erfahren dadurch neuerlichen Aufschwung.
Das kann zu einem ernsthaften Problem werden- ABER das sind die langfristigen Effekte- kurz- und mittelfristig schaut es anders aus.

Kurzfristig dominiert noch die Angst und man sollte sich daher nicht wundern, dass die Anleger trotz Zinssenkungen verkaufen.
Das ist die blanke Angst und es wird eine Weile dauern, ehe sich der Markt beruhigt und nachhaltig ansteigt.
Dann aber wird er sowas von gewaltig steigen, dass auch ich erstmals das Wort Blase in den Mund nehmen werde.
Wer mutig ist und etwas Fortune beim Timing seiner Einstiege in den nächsten 2-3 Monate hat (denn solange wird es noch ungemütlich bleiben), der kann die Entstehung einer Blase profitabel für sich nutzen und muss dann tatsächlich nur halten und warten, bis das Sentiment positiv und die Investitionsquoten hoch werden.

Wir haben derzeit noch einen positiven demographischen Trend, da die Echo-Boomer derzeit die Best-Ager stellen. Das dauert bis ca. 2009 an, wobei man auch nicht so blauäugig sein darf auf den Monat genau ein Hoch anhand der Demographie berechnen zu wollen.
Das ist nur eine grobe Orientierungshilfe.

Dann haben wir die Zinssenkungen, die Liquidität freisetzen und wir haben ein milliardenschweres Konjunkturprogramm der US-Regierung, das gerade erst bewilligt wurde.
Zudem ist das Sentiment außergewöhnlich negativ.
Die Privatanleger sind kaum investiert und steigen bei den kleinsten Unsicherheiten aus.
Die Cashquote der Fonds entspannt sich tendenziell wieder, wobei wir hier noch immer auf einem kritischen Niveau sind.
Aber die Tendenz stimmt positiv und wenn sich dieser Trend fortsetzt, dann haben wir in einigen Wochen/Monaten ein sehr gutes Umfeld, um in Aktien zu investieren bzw. investiert zu sein.

Kurzfristig dominiert Verunsicherung, mittelfristig wirken die Zinssenkungen und Programme positiv- Überspekulation folgt demnach erst noch, langfristig wird die Geldpolitik der USA wahrscheinlich größere Probleme bereiten.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und gute Trades

René Wolfram
www.market-timing.de