kwietsche3 – 23. Januar 2008 – 13:30
Wenn Deutschlands zurzeit am meisten beachtete C-Promis in einigen Tagen wieder ihr "DschungelCamp" in Australien verlassen und sich in den Flieger gen Deutschland setzen, könnte die Lektüre der Presse einigen Kummer bereiten. Natürlich bzgl. der "eigenen" Schlagzeilen, aber auch hinsichtlich des Geschehens an der Börse, zumindest wenn die Promis irgendwelche Aktien oder Fonds besitzen. Einen derartigen Abschwung, wie er in den vergangenen drei Wochen über das Börsenparkett hinweg fegte, hatte wohl kaum ein Anleger auf dem Radar. Der im sonst starken Börsenmonat Januar aufgelaufene Verlust hat historischen Charakter. Für den höchsten Tagesverlust in Punkten (und sechsthöchsten prozentualen Einbruch) in der Geschichte des DAX am Montag gilt dies auch. In dieses graue Bild passt die am Montag veröffentlichte aktuelle DAI-Statistik. Wie das Institut berichtet, sank im 2. Halbjahr 2007 ggü. dem ersten Semester die Anzahl der Aktionäre deutschlandweit um 13,2% bzw. fast 0,6 Mio. Personen. Damit ist der Bevölkerungsanteil der Aktionäre mit nur noch 5,8% auf dem niedrigsten Stand seit 1996. Verkommt die Geldanlage Aktie zum Auslaufmodell? Wohl kaum, denn nur weil Aktien schneller auf drohende Finanzkrisen reagieren, heißt das nicht, dass andere Asset-Klassen ungeschoren davonkommen. Eben weil der Schuldenberg in den USA das Kernproblem der aktuellen Misere ist, ist zu bezweifeln, dass eine Bereinigung ihr Zentrum im europäischen Aktienmarkt findet. Über kurz oder lang werden wieder andere Faktoren gewichtiger, bis dahin bleibt es jedoch ungemütlich.
Herzlichst Ihr
Platow Börsenteam
mit freundlichen Grüßen
with kind regards
Roger Peeters
CEFA; Dipl.-Betriebswirt