Bund-Future mit Seitwärtsbewegung

Pfeiffer/Traub
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kwietsche3 – 22. Februar 2008 – 14:17
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Gegenüber der Vorwoche notiert der richtungsweisende Bund-Future zum Wochenschluss nahezu unverändert. Damit bewegt sich das Rentenbarometer seit nunmehr sechs Wochen innerhalb der Range von ca. 115,50 und 117,70 Punkten. Am Montag waren die Rentenmärkte aufgrund des amerikanischen Feiertags „Presidents Day“ zunächst ohne wichtige Impulse und Marktdaten in die Woche gestartet. Die deutliche Erholung der Aktienmärkte in Europa belastete allerdings den Bund-Future zum Wochenstart. Auch am Dienstag folgte das Rentenbarometer weitgehend den Vorgaben der Aktienmärkte. Der kräftige Anstieg der Rohölpreise auf neue Rekordhochs blieb allerdings ohne große Auswirkungen. Zur Wochenmitte sorgte der etwas stärkere Anstieg der US-Verbraucherpreise für einen Renditeanstieg. Die US-Baubeginne und Baugenehmigungen lagen im Rahmen der schwachen Erwartungen und deuten damit auf einen weiteren Abschwung am Immobilienmarkt hin. „Für die amerikanische Notenbank ist dies nun eine schwierige Situation. Auf der einen Seite die Inflationssorgen, die durch den Ölpreisanstieg und die Verbraucherpreise angeheizt werden. Auf der anderen Seite die schwachen Konjunkturdaten. Da ist es für die Fed zunehmend schwierig, die Waage zu halten“, so Sabine Traub, Leiterin des Rentenhandels an der Stuttgarter Börse. Aber auch die Position der europäischen Kollegen wird nach Ansicht der Rentenexpertin zunehmend schwerer. „Je mehr Staaten der Europäischen Währungszone angehören, desto schwieriger ist es, eine Geldpolitik umzusetzen, die allen Mitgliedstaaten gerecht wird“, so Traub.
Im Protokoll der letzten Sitzung der amerikanischen Notenbank, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, standen die Konjunkturrisiken erneut im Vordergrund. Die meisten Marktteilnehmer gehen auf der turnusmäßigen Sitzung im März von einer weiteren Zinssenkung um 50 Basispunkte aus.

Anlegertrends: Unternehmensanleihen mit guten Umsätzen

Bei der Betrachtung der Anleihenumsätze fallen in dieser Woche erneut die Unternehmensanleihen, auch Corporate Bonds genannt, auf. Sehr begehrt bei den Anlegern ist neben den Spitzenreitern der vergangenen Wochen, den Anleihen von Hornbach (WKN: A0C4RP) und HeidelbergCement (WKN: A0TP7J), eine Anleihe der Deutschen Telekom. Diese notiert aktuell bei 93,45 Prozent, woraus sich eine Rendite von 5,105 Prozent ergibt (WKN: A0DW8D). Ebenfalls gut nachgefragt wird eine Pfleiderer-Anleihe mit endloser Laufzeit (WKN: A0NTX1).
Der Bereich der niedrigverzinslichen Anleihen hat in dieser Woche Zuwachs bekommen. Die Dexia Kommunalbank ist nun mit zwei weiteren Titeln in Stuttgart vertreten. Eine Anleihe mit einem Kupon von 2,85 Prozent und einer Laufzeit bis zum 1. Februar 2012 (WKN: DXA0TK), sowie einen Bond, der am 15. Februar 2010 fällig wird und sich mit 2,1 Prozent verzinst (WKN: DXA0TM). Bei beiden Anleihen beträgt die kleinste handelbare Einheit 1.000 Euro. Die Papiere wurden bereits in die Bondbox aufgenommen. Seit heute ist ein neuer Jumbo-Pfandbrief der Landesbank Baden-Württemberg an der Börse Stuttgart notiert (WKN: LBW0PP). Der feste Kupon beträgt 4,00 Prozent. Am 26. August 2013 wird der neue Bond fällig. Das Emissionsvolumen liegt bei 1,5 Milliarden Euro. Die kleinste handelbare Einheit bei 1.000 Euro nominal.
Ebenfalls seit heute neu in Stuttgart: Eine Anleihe des Landes Holland (WKN: A0TRSC). Vier Prozent beträgt der feste Kupon. Die Neuemission wird am 15. Juli 2018 fällig. Die Commerzbank hat ihre Colibri-Familie erweitert und zwei neue Anleihen begeben. Die „Colibri Plus 27“ ist mit einer Laufzeit von 13 Monaten und einem vierteljährlichen Kupon von 3-Monats-Euribor plus 310 Basispunkte ausgestattet. Als Referenzunternehmen liegen 10 europäische Unternehmen wie beispielsweise France Telecom und Renault zugrunde (WKN: CB8RWA). Bei der „Colibri Plus 28“ fungieren die Allianz und BASF als Referenzunternehmen. Der Kupon beträgt 4,5 Prozent p.a. und wird jährlich ausgezahlt. Der Fälligkeitstermin der Anleihe ist der 22. März 2011 (WKN: CB9KQK). Im Falle eines Kreditereignisses bei einem der Referenzschuldner werden die Anleihen vorzeitig durch die Tilgung eines Barausgleichbetrages getilgt. Beide Neuemissionen haben eine kleinste handelbare Einheit von 1.000 Euro nominal. Ab kommenden Dienstag ist an der Stuttgarter Börse eine neue Anleihe des DAX-Titels E.ON handelbar. Die Neuemission verzinst sich mit einem variablen Kupon von 3-Monats-Euribor + 25 Basispunkte (aktuell 4,605 Prozent). Fällig wird die Anleihe am 19. Februar 2010. Die kleinste handelbare Einheit beträgt 50.000 Euro nominal (WKN: A0SMAG).