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Ein Schritt nach dem anderen...

Rene Wolfram
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Wolfram – 12. März 2008 – 0:16
Eingestellt in:

Die Abgeltungssteuer ist in den letzten Wochen und Monaten immer mehr ins Blickfeld der Anleger gerückt oder sagen wir gerückt worden.
Immer mehr Institutionen werben für Ihre Produkte mit dem Aufhänger "Abgeltungssteuer" und preisen ihre Produkte als die optimale Lösung an.

Jenen Anlegern, die sich darüber noch keine Gedanken gemacht haben sei gesagt, dass die Abgeltungssteuer, wie nahezu jede Steuer nur auf Gewinne zu entrichten ist.
Es nützt Ihnen herzlich wenig, wenn Sie ein Produkt mit einer auf die Abgeltungssteuer ideal abgestimmten Struktur erwerben, dieses Produkt aber keine Rendite abwirft oder gar Verluste erzielt.

Das alles ist meines Erachtens schön und gut, aber wenn Sie sich mal vor Augen führen, dass 90% der Anleger, die sich am Aktienmarkt versuchen, dauerhaft KEINE Gewinne erzielt, dann sollte eine Steuer auf Spekulationsgewinne das mit Abstand geringste Problem sein- meinen Sie nicht?

Es mangelt in erster Linie an der richtigen Ausbildung, der mentalen Fitness der Anleger und dem nötigen Durchhaltevermögen.
Ohne dies werden Sie niemals das Problem Abgeltungssteuer zu spüren bekommen, denn es wird kaum möglich sein dauerhaft profitabel zu handeln.
Setzen Sie sich also lieber ein paar Stunden pro Tag auf den Hosenboden und machen Sie sich Gedanken über Ihre Strategien und Ihre mentale Fitness im Umgang mit Ihren Trades, als zu versuchen 3% Steuer auf etwas zu sparen, was Sie ohne einen guten Tradingplan NIE betreffen wird.

Ehrlich gesagt habe ich derlei Diskussionen auch nie von den wirklich großen Anlegern/Tradern vernommen, denn diese fokussieren sich auf ihre Arbeit und wissen, dass sie in erster Linie an den eigenen Fehlern arbeiten müssen und vernachlässigen solche medial breitgetretenen Thematiken.
Natürlich gibt es zu dem Thema sicher auch hilfreiche Tipps und ich möchte diese hiermit nicht abwerten.
Doch wie so oft in Finanzsachen ist es m.E. auch hier so, dass die Kernprobleme einfach übergangen werden.
Es mangelt bei 90% erfolgloser Anleger nicht an den Steuerfinessen, sondern einfach an Erfolgsrezepten bzw. der richtigen Ausbildung.
Die 10% Anleger/Trader, die dauerhaft profitabel sind, verdienen so gut, dass es ihnen vermutlich auf ein paar Prozent mehr Steuer kaum ankommt.

Denken Sie mal darüber nach und achten Sie bei der Auswahl Ihrer Produkte in erster Linie auf die Qualität des Researchs und die Stabilität in unsicheren Zeiten und nicht auf irgendwelche Steuervorteile, in deren Genuß Sie mangels Qualität des Produkts vielleicht nie kommen würden.

Viel Erfolg und gute Trades wünscht Ihnen

René Wolfram
www.market-timing.de