EMERGING MARKETS – Warum die Profis jetzt kaufen!

F. Schulz
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Daxvestor – 17. März 2008 – 7:43
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In diesem Jahr haben Fondsanleger laut Emerging Portfolio Fund Research Inc. schon 14.3 Mrd. USD (bis Februar) aus Emerging Fonds abgezogen. Neuste Daten zeigen: die Kleinanleger flüchten zwar, doch die institutionellen Anleger nutzen die Situation zum Kauf.

Investierte der durchschnittliche „Globalfonds“ im Mai 2007 noch 5,8% in Emerging Markets Aktien, so erhöhte er die Emerging Markets Position bis Ende Januar auf 9% des Gesamtportfolios.

Die Gesellschaft ING Investment erhöhte z.B. in den vergangenen Wochen den Anteil von Emerging Markets Aktien in den internationalen „Largecap-Fonds“ von 8% auf 14% (das sind +75%!). Auch die Citigroup empfahl jüngst den Anteil der Emerging Markets aufzustocken und Standard & Poor's Equity Research sieht sogar „einen hervorragenden Einstiegszeitpunkt“ für Anleger, die die Rallye bisher verpassten.

Woher kommt die Zuversicht der Institutionellen in diesem rauen Marktklima?

Der wichtigste Grund: Die aktuelle Krise an den Finanzmärkten ist vor allem eine US-Krise. Sie betrifft zwar den Exportsektor der Emerging Markets, doch nicht so sehr wie gemeinhin angenommen. Bestes Beispiel ist die Außenhandelsbilanz von China: Die Emerging Markets insgesamt exportieren schon heute mehr nach China als in die USA. Betrugen vor 15 Jahren die Ausfuhren der Emerging Markets nach China noch 2% aller Exporte, so werden heute 16% aller Exporte an die Volksrepublik geliefert. Der US-Anteil unter den Emerging Markets Exporten ist in der gleichen Zeit von 23% auf 13% gesunken.

Entscheidend für die Zukunft der Emerging Markets ist also zunehmend wie die Binnenwirtschaft auf die US-Krise reagiert und hier gibt es weniger Grund zur Sorge, als es uns die Börsenkurse glauben lassen. Die Binnenkonjunktur der Emerging Markets könnte durch die US-Krise sogar angekurbelt werden, denn einerseits verbilligt der schwache Dollar den Konsum direkt und andererseits wirkt die drohende Exportschwäche wie ein Druckmittel auf die Regierungen um die Ausfälle im Außenhandel durch Maßnahmen im Inland auszugleichen. Neben direkten Investitionen stehen dabei übrigens auch Steuersenkungen ganz oben auf der Agenda einiger EM-Regierungen.

Fazit: Während die Kleinanleger ihre Emerging Markets Aktien nicht schnell genug loswerden können reagieren einige Fondsmanager sehr besonnen und nutzen die Korrektur zur Erhöhung des EM-Anteils im Fonds.

Erfolgreiche Investments in den Boom-Märkten der Zukunft wünscht Ihnen

Ihr

Florian Schulz

Chef-Redakteur Emerging-Markets-Trader

http://www.emerging-markets-trader.de

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