Experte sieht Banken wegen Finanzkrise in der Schuld

Unternehmensnews
Dioxin – 24. März 2008 – 11:50

Berlin (BoerseGo.de) - Der Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre und deutsche Wirtschaftswaise Peter Bofinger sieht das internationale Finanzsystem in der schlimmsten Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Dabei kritisiert der Experte in der Zeitung "Bild am Sonntag" die Vorgehensweise der Banken. Es sei verwunderlich, dass diese nun nach mehr Staat fordern. “Gerade diese haben in den vergangenen Jahren alles getan, um staatliche Regeln zu umgehen. Die Devise hat gelautet: Es müssen 25 Prozent Rendite her. Für sichere Anlagen gibt es aber nur 4 Prozent Zinsen. Deshalb wurden über fragwürdige Geschäftsmodelle hohe Risiken eingegangen. Wer auf der Landstraße eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 Km/h erreichen will, muss Begrenzungen überschreiten und Überholverbote ignorieren. Dies geht eine Zeit lang gut, aber früher oder später kommt der Crash. Anleger brauchen jedoch keine Angst um ihre Ersparnisse zu haben, zumal die kranken Banken rund um die Uhr professionell von den staatlichen Notenbanken betreut werden, ähnlich wie die Patienten auf der Intensivstation. In schlimmen Fällen wie der Mittelstandsbank IKB hilft der Staat zusätzlich mit Steuergeldern aus”, so Bofinger. Er fordert weiters, dass Kredite anstatt über exotische Zwischenhändler in Zukunft wieder stärker über traditionelle Banken laufen müssen.

(© BörseGo AG 2008, Autor: Huber Christoph, Redakteur, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)

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