Unsere Meinung

R. Peeters
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kwietsche3 – 11. März 2008 – 9:25
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Der Januar zählt erfahrungsgemäß zu den besseren Monaten des Börsenjahres. Ein wesentlicher Grund ist die üppige Liquidität, die im Markt liegt. Viele Privatanleger sortieren "zwischen den Jahren" ihre Finanzen, verfügen wegen der Weihnachtsfeiertage oder dem Jahresultimo über diverse Bonuszahlungen oder nehmen sich zum Jahresstart vor, mehr für die Altersvorsorge zu sparen. Alle genannten Motive führen zu Mittelzuflüssen bei den Publikumsfonds, die diese Gelder wiederum anlegen. Wer die Börse im Januar 2008 gesehen und erlebt hat, kann sich nicht wirklich vorstellen, dass die üblichen Gesetzmäßigkeiten griffen. Obwohl angebotsseitig (etwa über Neuemissionen und Kapitalerhöhungen) praktisch nichts lief, purzelten die Kurse gehörig. Das spricht gegen die These einer saisonal bedingten starken Nachfrage. Und wie wir nun auch im monatlichen Kommentar des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) nachlesen können, floss im Januar auch kein Geld in Aktienfonds, im Gegenteil: Anleger zogen im 1. Monat des Jahres netto sogar gut 3 Mrd. Euro ab. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden noch 0,8 Mrd Euro angelegt, im Januar 2005 waren es sogar 1,3 Mrd. Euro, die netto zuflossen. Nutznießer waren die Geldmarktfonds, denen trotz niedriger Zinsen nahezu 6 Mrd. Euro netto zuflossen. Die Lage ist somit ernst, aber nicht hoffnungslos. Denn die riesigen Mengen "geparkter" Gelder (mittlerweile über 100 Mrd. Euro) sind eine Chance. Wenn die Anleger zuversichtlicher werden und ihre Gelder vom Geld- in den Aktienmarkt umschichten, käme reichlich Drive in den Markt. Woher ausgerechnet jetzt breite Zuversicht kommen soll, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

HERZLICHST IHR
PLATOW BÖRSENTEAM

mit freundlichen Grüßen
with kind regards

Roger Peeters
CEFA; Dipl.-Betriebswirt