Unsere Meinung

R. Peeters
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kwietsche3 – 17. März 2008 – 12:10
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Investoren brauchen momentan wahrlich starke Nerven. Nicht nur, dass der Aktienmarkt seit dem Jahreswechsel auf breiter Basis in die Knie gegangen ist (so liegt beispielsweise der deutsche Leitindex DAX seit Jahresbeginn rd. 20% unter Wasser). Auch die Verbreitung immer neuer Schreckensmeldungen aus dem Finanzsektor schlägt den Anlegern kontinuierlich auf den Magen.
Zum Wochenschluss mussten Börsianer gleich zwei dieser Tiefschläge verkraften. Donnerstag machte der nun wohl feststehende Kollaps des in den Niederlanden gelisteten Hypothekenfonds Carlyle Capital allen Bullen auf dem Parkett einen kräftigen Strich durch die Rechnung. Freitag setzte
die bekannte Investmentbank Bear Stearns, die bereits seit geraumer Zeit Gegenstand von Spekulationen ist, noch mal kräftig einen drauf. Die fünftgrößte US-Investmentbank hatte einige Tage zuvor noch Gerüchte über Liquiditätsengpässe zurückgewiesen und musste ihren Anteilseignern nun bitteren Wein einschenken. Freitagnachmittag gab Bear Stearns bekannt, dass eine Lösung für bestehende Geldnöte gefunden sei. Dieser Engpass sei jedoch erst in den vorherigen 24 Stunden angefallen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. So kann es nicht weitergehen. Wenn führende Manager aus dem Hause Bear Stearns noch vor Tagen Gerüchte über Liquiditätsprobleme als "lächerlich" bezeichnen und ihren ohnehin gebeutelten Aktionären nun solch eine bittere Pille verabreichen, dann besteht keine Hoffnung, dass auch nur eine Spur von Vertrauen in den Finanzsektor zurückkehrt. Das neuerliche Misstrauen wird jedoch die ohnehin mangelnde Kreditbereitschaft weiter einschränken. Ein gefährlicher Teufelskreis.

HERZLICHST IHR
PLATOW BÖRSENTEAM

mit freundlichen Grüßen
with kind regards

Roger Peeters
CEFA; Dipl.-Betriebswirt