Dioxin – 28. April 2008 – 16:26
DJ Brüssel fordert von Moskau Informationen wegen Fleischembargo
BRÜSSEL/MOSKAU (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat die russische Regierung aufgefordert, die Gründe für das jüngste Importverbot für Fleisch aus einigen EU-Staaten darzulegen. "Uns ist nicht ganz klar, was sie kritisieren", sagte eine Sprecherin der Kommission am Montag. Russland hat ihren Angaben zufolge der Kommission in der vergangenen Woche offiziell mitgeteilt, ein begrenztes Importverbot für Fleisch aus Belgien, Frankreich und Italien zu verhängen.
Nach Angaben der russischen Lebensmittelbehörde sind auch Fleischlieferungen aus Deutschland, Dänemark, Spanien und Ungarn betroffen. Es ließ sich von Seiten der Kommission am Montag nicht offiziell bestätigten, ob dies inzwischen auch von Moskau förmlich mitgeteilt wurde. In Deutschland soll von dem Embargo der Schlachtbetrieb Tönnies betroffen sein, in Dänemark Danish Crown.
Die Kommissionssprecherin sagte weiter, die russischen Behörden begründeten ihren Schritt damit, dass das Fleisch überhöhte Mengen von Antibiotika aufweise. Die betroffenen Mitgliedstaaten hätten auf den jeweiligen Ausfuhrzertifikaten angegeben, die EU-Vorschriften für die zulässige Menge an Antibiotika eingehalten zu haben, fügte die Sprecherin hinzu. Es sei nicht ganz klar, welchen Antibiotikaanteil Russland akzeptiere, heißt es in der Kommission. Der russische Ministerpräsident Viktor Zubkow hatte vor kurzem erklärt, die heimischen Fleischproduzenten müssten besser geschützt werden.
DJG/DJN/ang/apo
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April 28, 2008 11:26 ET (15:26 GMT)
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