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S. Dosenovic
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dosenovic – 25. April 2008 – 8:15
Eingestellt in:

Zürich/Frankfurt/New York/Tokio

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

lassen Sie uns gemeinsam einen kurzen Blick auf die gestern veröffentlichten Wirtschaftszahlen werfen bevor wir uns den Entwicklungen auf den internationalen Terminmärkten widmen.

Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland notiert für den aktuellen Monat bei 102,4, nachdem er im Vormonat noch bei 104,8 gestanden hatte. Erwartet wurde er hingegen im Bereich von 104,4.
Der Index für die Geschäftslage notiert bei 108,4 nach zuvor 111,5 und erwarteten 111,0. Der Index zur Geschäftserwartung liegt nun bei 96,8 nach 98,4 im letzten Monat. Hier war von einem Stand von 98,0 ausgegangen worden.

Die saisonbereinigte Leistungsbilanz für die Eurozone weist im Februar einen Überschuss in Höhe von 4,3 Mrd. Euro aus, verglichen mit einem Minus von 7,9 Mrd. Euro im Vormonat ( Dieser Wert wurde von zuvor veröffentlichten -10,6 Mrd. Euro revidiert). Die Volkswirte haben für den aktuellen Monat mit einem Defizit in Höhe von 1,0 Mrd. Euro gerechnet. Ohne Bereinigung ergibt sich für den Berichtsmonat somit ein Plus in Höhe von 5,0 Mrd. Euro.
Die Handelsbilanz weist einen Überschuss in Höhe von 3,1 Mrd. Euro aus, die Dienstleistungsbilanz ein Plus von 5,1 Mrd. Euro aus, während sich die Einkommensbilanz nahezu ausgeglichen zeigt. Zu beachten ist, dass die Transferbilanz mit 4,3 Mrd. Euro defizitär ist.

Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im März um 0,3 Prozent gefallen. Erwartet wurde ein Ergebnis im Bereich von -0,5 bis +0,6 Prozent, nachdem im Vormonat die Auftragseingänge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern noch um 0,9 Prozent gefallen waren. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten -1,7 Prozent revidiert.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den Vereinigten Staaten auf 342.000 gefallen. Erwartet wurden 375.000 bis 377.000 neue Anträge nach zuvor 375.000. Der Wert wurde von 372.000 revidiert.

Die Zahl der Hausverkäufe ist in den Vereinigten Staaten im März um 8,5 Prozent auf 526.000 zurückgefallen. Die Volkswirte haben 580.000 bis 585.000 Hausverkäufe erwartet, nachdem im Monat zuvor 575.000 Hausverkäufe registriert worden waren. Bitte beachten Sie, dass damit die zuvor veröffentlichte Zahl von 590.000 nach unten revidiert worden ist.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte, die Nat Gas Inventories sind in der letzten Woche um 24 Bcf auf 1.285 Bcf geklettert. In der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den Vereinigten Staaten um 27 Bcf auf 1.261 Bcf gestiegen, im Vorjahr hatten sie bei 1.559 Bcf gelegen.

Die US-Börsen haben gestern ein wenig fester geschlossen. Der Dow Jones kletterte um 0,67 Prozent auf 12.848,95 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,64 Prozent auf 1.388,82 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq gewann der Composite-Index 0,99 Prozent auf 2.428,92 Punkte. Der NASDAQ 100 ging um 0,94 Prozent auf 1.924,58 Zählern höher aus dem Handel.
Die Papiere von Apple gewannen 3,70 Prozent auf 168,92 Dollar.
Die Aktien von Amazon.com verloren 4,30 Prozent auf 77,52 US-Dollar.
Starbucks büssten 10,64 Prozent auf 15,95 Dollar ein.
Zweijährige Anleihen gingen um 10/32 auf 99 15/32 Punkten tiefer aus dem Handel, sie rentierten mit 2,395 Prozent. Fünfjährige Anleihen büssten 20/32 Punkte auf 97 7/32 Punkte ein, ihre Rendite betrug 3,114 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 24/32 Punkte auf 97 8/32 Punkte, ihre Rendite lag bei 3,837 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gaben um 31/32 Punkte auf 97 12/32 Punkte nach, was einer Rendite von 4,558 Prozent entsprach.

Der deutsche Aktienindex verabschiedete sich nach einem volatilen Verlauf um 0,39 Prozent höher auf 6.821,32 Zählern aus dem Handelstag. In Dax-Titeln auf Xetra wurden rund 157,2 Mio. Aktien im Wert von rund 6,6 Mrd. Euro umgesetzt.
Der MDAX dagegen verlor 0,55 Prozent auf 9.181,51 Punkte. Der TecDAX büsste 0,45 Prozent auf 843,26 Zähler ein.
Die Papiere der Deutschen Postbank kletterten aufgrund der Gerüchte um den Kauf von Seiten der Deutschen Bank um 3,9 Prozent auf 57,96 Euro.
Die Titel von BMW verloren 0,9 Prozent auf 33,58 Euro.
Der Juni-Kontrakt auf den Bund gab um 40 Ticks auf 113,50 Prozent nach. Das gestrige Tagestief lag bei 113,48 Prozent, das Tageshoch bei 114,46 Prozent. Rund 1.269.878 Kontrakte wechselten gestern die Hände.

Nippons Börsen zeigten sich zum Beobachtungszeitpunkt stark.

Der Juni-Kontrakt im Crude Oil pendelt momentan im $115-$116-Bereich.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, richten Sie ihr Augenmerk bitte auf folgende Uhrzeiten, wenn die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten erfolgt:

10:00 Uhr MEZ: Hier sind die Bekanntgaben

- der Zahlen zum Geldvolumen in der Eurozone für März 2008 durch die Europäische Zentralbank (EZB)

- und die Referate Hansueli Raggenbass, Jean-Pierre Roth im Rahmen der Generalversammlung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) angesetzt.

16:00 Uhr: Der Tag wird durch die Veröffentlichung der endgültigen Zahlen zum Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan (Michigan University Consumer Sentiment) für April 2008 abgerundet. Zur Ihrer Orientierung: Erwartet wird der revidierte Verbraucherstimmungsindex im Bereich von 63,2 bis 64,2. Somit würde das vorläufige Ergebnis von 63,1 tendenziell nach oben revidiert werden. Im Vormonat notierte der Index bei 63,2.

Das Trademonster-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erfolgreichen Handelstag und ein erholsames Wochenende. Es folgen nun die Devisenhandelsstrategien für den heutigen Tag, die wir mit bestem Fachwissen und Expertise für Sie erstellen.

EUR/USD

Aktueller Kurs: 1,5685
Tageshandelsspanne: 1,5512-1,5751
Empfehlung: Short
Ziel: 1,5581

- Heute würden wir eigentlich gerne wieder die Nähe der 1,5888-Linie sehen um eine Short-Position zu etablieren, denn momentan ist die Stop-Loss-Setzung eine teure Geschichte. Sollte die obige Linie nicht angelaufen werden, müssen wir wohl den Bruch der 1,5815-Marke zunächst einmal in Richtung der 1,5792-Linie handeln. Wir schauen dann, ob und von wo es dann anschließend bis zu der 1,5775 geht. Wir tippen auf ein Herauskehren der Händler im 1,5810-1,5815-Bereich, bevor dann zum Schluss die 1,5775 angelaufen wird.- Alles in allem ein guter und nicht gerade komplizierter Tag. Nach dem Bruch der 1,5815-Marke auf die Verkäuferseite und die Tüte aufgehalten.

Heute versuchen wir im 1,5733-1,5751-Bereich zu verkaufen. Das Ziel liegt dann bei 1,5581.

Noch etwas Grundsätzliches: Wenn ich sage:/Wir versuchen/, dann bedeutet dass: Gucken, ob die Notierungen langsamer werden, umdrehen und es einen Trendwechsel gibt. Ich bin nicht Merlin, der Zauberer, der morgens vor einer Glaskugel sitzt. Also: Nicht blind befolgen, sondern als Anhaltspunkte nehmen. Jeder irrt sich und das ist auch gut so. Wenn ich gestern nach dem Bruch auf der Shortseite bin und die Position läuft, dann steige ich nicht bei 1,5776 aus, nur weil der Dosenovic gesagt hat, dass wir uns unten nach einer Long-Positionierung umsehen.

Dasselbe gilt für die Zielangaben. Die Ziele sind immer so genannt, dass sie von einem maximum profit ausgehen, das nennt sich positives Denken. Dass man, wenn die Position über 10-25 Pips im Plus ist, Stops nachzieht, Teile der Position schließt, sich die ersten Gewinne sichert und nicht blind auf die ganzen 150 Pips hofft, ist selbstverständlich.

Und jetzt: Good luck!

USD/CHF

Aktueller Kurs: 1,0369
Tageshandelsspanne: 1,0298-1,0372
Empfehlung: Flat
Ziel: k. A.

- Sehr schwer zu sagen im Moment. Ich würde nicht dagegen setzen, dass wir die 1,0284-Marke noch einmal sehen. Da könnte man leer verkaufen. Bis das nicht passiert ist, bleibt hier wohl eins: Siesta (Das wurde zu 1,0193 genannt.).- Gegen 10:00 Uhr war es dann soweit, die Nähe der Marke wurde aufgesucht und man konnte in Richtung der 1,0234-Linie arbeiten. So kann man den Leuten eine jede Menge Geld sparen. Als ich anfing, habe ich mein Geld noch mit Elliotwellen-Experten verzockt. Ich wäre damals froh gewesen, wenn irgendjemand eine Marke im Tageschart genannt hätte, an der man zumindest ein wenig Orientierung findet. Stattdessen labern alle nur dumm in der Gegend herum: Mein System sagt noch nichts, oh, das ist jetzt aber ein schwaches Signal, der RSI ist überverkauft, aber noch nicht ganz, der MACD hat geschnitten, aber irgendwie bin ich unsicher, die Fraktale... die Liste der Versagersprüche ist ewig.

Wir bleiben heute draußen.

EUR/JPY

Aktueller Kurs: 163,39
Tageshandelsspanne: 161,97-164,13
Empfehlung: Short
Ziel: 162,67

Wir sind gestern draußen geblieben.

Heute schauen wir, ob die 162,90-Marke nachgibt um eine kleine Position in Richtung der 162,67-Marke zu handeln.

Bitte ziehen Sie das Stop zügig nach.

GBP/USD

Aktueller Kurs: 1,9709
Tageshandelsspanne: 1,9532-1,9811
Empfehlung: Flat
Ziel: k. A.

- Heute handeln wir einen Bruch des 1,9720-1,9725-Bereiches mit einer kleinen Short-Position in Richtung der 1,9692-Linie. Schön wäre auch wieder ein Anlaufen des 1,9805-1,9811-Bereiches, bei entsprechendem Marktverhalten würden wir auch dort leer verkaufen. Im Falle der obigen Szenarien werden wir schauen, ob sich dort unten in unserem angegebenem Zielbereich etwas auf der Käuferseite machen lässt.- Der obige Einstiegsbereich wurde angelaufen, wir verbuchen einen dicken Gewinn.

Wissen Sie, was das Schönste an einem Pokerabend ist ? Wenn Sie die ganze Mannschaft komplett ausnehmen und nach drei Stunden sagen: “Ach ne, eigentlich habe ich keine Lust mehr.” Es sind ihre Blicke. Die muss man sich verdienen.

Ach ne, eigentlich habe ich keine Lust mehr.

EUR/GBP

Aktueller Kurs: 0,7940
Tageshandelsspanne: 0,7862-0,7988
Empfehlung: Flat
Ziel: k. A.

- Wir werden versuchen, wenn sich die Möglichkeit dazu anbietet, von dem 0,7988-0,7992-Bereich an in Richtung der 0,8028-Linie zu scalpen.- Das bot sich echt nicht an, es sei denn, man steht auf Masochismus.

Wir bleiben heute draußen.

Zitat des Tages

Wozu braucht man Zungenfertigkeit? Wer schnell mit dem Wort ist, macht sich oft unbeliebt. Wer nichts von Moral und Sittlichkeit weiß, wozu braucht der redegewandt zu sein? (Konfuzius)

Wichtiger Hinweis

Dieser Marktkommentar stellt keine Aufforderung zur Teilnahme an Devisengeschäften dar. Die hier dargestellten Marktanalysen werden von der forexone AG (www.forexone.ch) erstellt. Diese Analysen stellen keine Handlungsempfehlungen von TRADE MONSTER dar. Für die Richtigkeit der Daten und Analysen kann TRADE MONSTER keine Gewährleistung übernehmen. Sie soll Ihnen lediglich Informationen und Hilfen geben, kann und will aber eine gründliche Ausbildung bzw. Einweisung in den Handel mit Devisenkontrakten nicht ersetzen. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste, die aus Nutzung der hier dargestellten Inhalte und Informationen entstehen.

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