Stabilisierungstendenz setzt sich fort

Heiko Aschoff
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kwietsche3 – 29. April 2008 – 8:40
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Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stabilisierung an den Aktienmärkten setzte sich in den vergangenen zwei Wochen fort. Die neue Serie negativer Nachrichten im Bankensektor tangierte die Märkte kaum. Es bedarf wohl schlimmerer Nachrichten, um die Märkte erneut abstürzen zu lassen. Das alles sind ermutigende Zeichen.

Das Thema US-Rezession wird immer wieder gerne hoch gekocht in den Medien. Meine Meinung dazu kennen Sie längst. Die Börsen haben eine normale Abschwächung zu Jahresanfang eingepreist – nur erheblich schlechtere Nachrichten dürften die Märkte noch schockieren (siehe oben). Zwar dürfte es immer wieder ruppige Phasen geben, aber einen gnadenlosen Absturz kann ich mir aktuell bei der „Liquiditätsüberflutung“ nicht vorstellen.

Vor einigen Wochen hatte ich kurz darüber berichtet, dass in meinen Aktienscans sehr viele Transport- und Logistikaktien mit aller Gewalt nach oben wollen. Diese Branchen gelten als Konjunkturfrühindikator und bestätigen die obigen Aussagen. Vergleichen Sie das bitte mit dem üblichen „Rezessionsgejammer“ in vielen Zeitschriften und sonstigen Medien. Eine ähnliche Phase hatte ich vor vielen Jahren „live“ erlebt: die Aktien stürzten bei besten Konjunkturnachrichten ab. Monate später stellten die Volkswirte hoch und heilig fest: Rezession! Da hatten wir die Erklärung. Nur stiegen VORHER die Märkte schon längst wieder – in einer katastrophalen Nachrichtenlage. Der Dow startete von rund 2.300 Punkten (laut Medienkonsens hoch bewertet) durch auf weit über 10.000 Punkte. Die Geschichte muss sich nicht wiederholen. Ich möchte nur darauf hinweisen, das Börsenkurse und das „erlebte mediale“ Umfeld nicht zwangsläufig im Einklang laufen…Wer das nicht berücksichtigt, gefährdet sein Anlagekapital.

Werfen Sie einen Blick auf den Dow Jones Transport Index als bewährten Frühindikator (da er als Sammelbecken für Transport- und Verkehrsaktien dient). Er ist auf dem Wege der Genesung. Erst wenn er wieder deutlich fällt und tiefere lokale Tiefs ausbildet, müssen wir uns ernstlich Sorgen machen.

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Ihr Heiko Aschoff
Diplom-Kaufmann
www.institutionell.INFO