EU prüft weitere Strafzölle auf chinesische Stahlprodukte

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Dioxin – 8. Mai 2008 – 15:40

DJ EU prüft weitere Strafzölle auf chinesische Stahlprodukte

BRÜSSEL (Dow Jones)--Der Streit zwischen der Europäischen Union und China um Billigimporte von Stahlprodukten weitet sich aus. Auf Beschwerden europäischer Stahlfirmen hin habe die EU-Kommission eine Anti-Dumping-Untersuchung zu Einfuhren von Walzdraht aus China eingeleitet, sagte der Sprecher von Handelskommissar Peter Mandelson am Donnerstag in Brüssel. Betroffen sei auch Walzdraht aus Moldawien und der Türkei. Das Material wird vielseitig verwendet, etwa in der Bauindustrie für Drahtseile im Brückenbau, aber auch für Büroklammern.

Die Anti-Dumping-Untersuchung - die vierte ihrer Art in fünf Monaten wegen Stahl- bzw Metallprodukten aus China - soll zeigen, ob Walzdraht tatsächlich, wie von europäischen Herstellern behauptet, zu Preisen unter Gestehungskosten von China in die EU exportiert wird und ob die hiesigen Hersteller darunter spürbar leiden. Für die Prüfung hat Mandelson bis zu neun Monaten Zeit. Wenn die Mitgliedsstaaten zustimmen, könnte er dann vorläufige Strafzölle festlegen. Sechs weitere Monate später müssten diese endgültig beschlossen werden und würden dann fünf Jahre gelten.

Ausgangspunkt ist eine Klage des europäischen Stahlverbands Eurofer über Dumpingpreise der Konkurrenz. Dem Verband gehören u.a. ThyssenKrupp, Salzgitter, Corus und ArcelorMittal an. Strafzölle zu erheben ist zwischen den Mitgliedsstaaten indes stark umstritten. Auch Mandelson ist, weil äußerst handelsliberal, kein Freund davon. Europäische Unternehmen, die Stahl einkaufen, lehnen Sonderzölle ab, weil das ihre Kosten erhöhen würde.

DJG/dmt/frh/hab

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May 08, 2008 10:40 ET (14:40 GMT)

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