Dioxin – 8. Mai 2008 – 14:25
DJ Trichet: Verankerung der Inflationserwartungen hat höchste ... (drei)
Mit Blick auf die Preisentwicklung in der Eurozone erklärte der EZB-Präsident, dass der zuletzt verzeichnete kurzfristige Aufwärtsdruck auf die Inflation vor dem Hintergrund des starken Anstiegs der Energie- und Nahrungsmittelpreise angehalten habe. Für die kommenden Monate sei davon auszugehen, dass die Jahresänderungsrate der HVPI-Inflation deutlich über 2% bleiben und sich im Jahresverlauf 2008 nur allmählich abschwächen werde, sagte Trichet. Im April war die Jahresteuerungsrate in der Eurozone auf 3,3% von 3,6% im März gefallen.
Die Inflationsaussichten seien mittelfristig weiterhin eindeutig mit Aufwärtsrisiken behaftet, sagte Trichet. Diese Risiken umfassen seiner Auffassung nach die Möglichkeit weiterer Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln sowie mögliche Erhöhungen der administrierten Preise und indirekten Steuern. Zudem bestehe das Risiko, dass vom Lohn- und Preissetzungsverhalten der Unternehmen zusätzlicher Inflationsdruck ausgehen könnte. Trichet erklärte, die EZB werde die Lohntarifverhandlungen genau verfolgen.
Die monetäre Analyse, die ein lebhaftes Geldmengenwachstum zeige, bestätige darüber hinaus, dass auf mittlere bis längere Sicht Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität bestünden, sagte der EZB-Präsident weiter. Er betonte zudem, es gebe bislang es nur wenige Hinweise darauf, dass sich die Finanzturbulenzen stärker auf die Gesamtentwicklung der weit gefassten Geldmenge und der Kreditaggregate ausgewirkt hätten.
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297 25-313,
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