kwietsche3 – 19. August 2008 – 8:23
Die vergangene Woche stand im Zeichen einer Konsolidierung. Der Deutsche Aktienindex verlor per Saldo über 1,7%. Aus technischer Sicht hat sich das Bild eingetrübt und auch aus sentimenttechnischer Sicht stehen die Ampeln zwangsläufig nicht mehr gerade auf grün.
Die Technik
Die letzte Woche stand nun einmal mehr im Zeichen einer Konsolidierung. Bis auf nur 125 Punkte hat sich der DAX wie erwartet an die obere sekundäre Abwärtstrendlinie herangearbeitet. In dieser Phase musste abgewartet werden, ob der Trendfolger MACD sein jüngstes Verkaufsignal auf Wochenbasis negieren würde. Das ist bislang noch nicht geschehen, wenngleich der MACD kurz vor einem Kaufsignal steht. Auf Tagesbasis droht nun aber wieder ein Abkippen zur Südseite. Das formaltechnische Ziel von 6.930 Punkten hat zwar immer noch Gültigkeit (siehe ältere Kommentare), doch wird die Luft nun deutlich dünner. Hier kommt es nun wirklich darauf an, ob der DAX die 6.264er Marke verteidigen kann.

Die letzte Woche angesprochene 1-2-3- Bodenformation, die mit einem Tagesschluss über 6.577 Punkte vollendet wurde, entpuppte sich als Fehlsignal. Das brachte der DAX auch unter Druck und ließ ihn seine tertiäre Aufwärtstrendlinie brechen. Bislang lieferte der 38-Tagedurchschnitt guten Support. Fällt dieser jedoch auch, dann steht die 6.264er Marke zur Disposition. Mit dem jüngsten Kursverlauf könnte man schon eine Bärenflagge interpretieren zumal auch das Umsatzverhalten passt.
Die Umsätze nahmen in der Aufwärtsbewegung ab und mit Bruch der Trendlinie gab es deutlich höhere Umsätze. Nun, das formaltechnische Ziel aus dieser Formation läge bei rund 5.500 Punkten und damit im alten Zielbereich von 5.400 bis 5.600 Punkten (siehe ältere Kommentare).

Das Sentiment
Das taktische animusX®-Sentiment schlägt einen Haken gen Süden. Das jedoch knapp unterhalb der oberen Extremzone. Auffallend, dass sich wieder mehr und mehr Investoren in das Lager der Unentschlossenen flüchten. Dieses legt nun von 33 auf 43% zu.


In der abgelaufenen Woche ist erstmals wieder leicht investiert worden. Die durchschnittliche Investitionsquote legt leicht zu und die Cahsbestände wurden etwas abgebaut. Letzte Woche schrieb ich:
„Sollte die 6.577er Marke nachhaltig gebrochen werden
könnten vor allem unterinvestierte Investoren Probleme bekommen.“
Gegebenenfalls hatten in der Tat einige Investoren ihre Chance genutzt. Sollte dem wirklich so sein, sehen diese sich nun einem Fehlsignal gegenüber. Dann müsste eine Entscheidung her – die Reisleine ziehen oder „hoffen“. Letzteres wäre sicherlich der schlechteste Ratgeber. Dennoch, menschlich wäre es allemal. Dann aber gebe es einen späteren Exit und dieser könnte wirklich die 6.264er Marke als Trigger haben. Das würde den DAX dann noch einmal eine Etage tiefer bringen.
Fazit
Letzte Woche schrieb ich: "Der DAX bewegt sich weiterhin wie erwartet gen Norden. Grundsätzlich ist die obere sekundäre Abwärtstrendlinie machbar, jedoch muss er jetzt auch Flagge beweisen. Hier steht die 6.577er Marke im Fokus. Ein Tagesschluss darüber lässt noch einmal Druck in Richtung Norden erwarten. Die kurzfristigen Indikatoren jedoch warnen, hier muss jetzt jederzeit mit einem Fehlsignal gerechnet werden. Dieses hätte umso schlimmerer Folgen, wenn der DAX die jüngste Aufwärtstrendlinie bricht. Übergeordnet bleibt es bei der Aussage, dass die gegenwärtige Situation für mich lediglich eine Gegenbewegung im übergeordneten Abwärtstrend darstellt.“ Keine wesentlichen Veränderungen - die Einschätzung bleibt zunächst bestehen mit: Strategisch und taktisch neutral.