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XETRA-START/Dynamisch abwärts - DAX am März-Tief

Dax-30
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Dioxin – 5. September 2008 – 10:15

DJ XETRA-START/Dynamisch abwärts - DAX am März-Tief

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt nimmt die Abwärtsdynamik am Freitag im Verlauf des Vormittaggeschäfts wieder zu. Der DAX verliert gegen 10.52 Uhr 1,8% oder 112 auf 6.167 Punkte. Damit steht er genau am März-Tief von 6.168 Punkten. Sollte er dieses nachaltig unterschreiten, wäre ein Test des Jahrestiefs vom Juli bei knapp 6.000 Punkten wahrscheinlich, heißt es im Handel. Sollte der DAX nach oben laufen, lägen bei 6.310 und 6.380 Punkten Widerstände.

"Die Baisse ist hartnäckig", so eine Händlerin mit Blick auf die neue Abwärtswelle, die den DAX seit Donnerstagnachmittag erfasst hat. Viele Fondsmanager hätten auf den Abschwung am Donnerstag im späten Geschäft nicht mehr reagiert und bauten nun Bestände ab. Das gebe allen denen Unrecht, die vor den wichtigen US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag mit einer Seitwärtsbewegung gerechnet hatten. Die Daten können die Märkte erfahrungsgemäß durcheinanderwirbeln. Volkswirte erwarten im Mittel ihrer Prognosen einen Rückgang der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 75.000 gegenüber dem Vormonat.

"Nachrichten gibt es praktisch nicht, so dass wir weiter die Wall-Street-Vorgaben einarbeiten", sagt ein Marktteilnehmer. Nach Börsenschluss in Deutschland hatte der Dow-Jones-Index noch um 0,8% nachgegeben, der S&P-500-Index war noch einmal um 1,0% zurückgegangen. Auch die Entwicklung am japanischen Aktienmarkt belastet die Stimmung. Dort hatten nach dem Höhenflug des Yen gegenüber dem Euro die Exportwerte, aber auch die Finanzaktien unter Abgabedruck gestanden.

Als Anlass für den Rückschlag muss unter anderem die Europäische Zentralbank herhalten. Diese hatte am Donnerstag die Inflationsgefahren betont, außerdem fordert sie von den Banken nun höhere Risikoabschläge bei den hinterlegten Sicherheiten für die Kreditbeschafffung. Besonders Finanzaktien hatten daraufhin deutlich an Boden verloren.

Im Einzelnen verlieren am Freitag Allianz 2,4% auf 108,36 EUR, Commerzbank 2,4% auf 16,84 EUR und Deutsche Bank 1,7% auf 56,75 EUR. Hypo Real Estate fallen um 3,3% auf 15,87 EUR. Infineon und ThyssenKrupp geben ebenfalls mehr als 3% ab.

Vergleichsweise gut im Markt liegen VW mit einem Abschlag von 0,6% auf 199,58 EUR, hier setzen Anleger weiter auf eine Übernahme durch Porsche. Metro fallen lediglich um 0,8% auf 37,80 EUR nach. Händler meinen, Metro hätten die Erholung der vergangenen Wochen kaum mitgemacht. Anleger verkauften aber besonders solche Aktien, die sich zuletzt erholt hätten.

Fast unverändert im Markt liegen Conti mit 74,06 EUR zu 74,07 EUR, weil sich der Kurs weiterhin am Übernahmeangebot der Schaeffler-Gruppe orientiert.

Im MDAX fallen SGL Carbon nach einem Kurssturz des Konkurrenten Grafittech um 4,2% auf 35,58 EUR. ProSieben und Symrise verlieren ebenfalls mehr als 4%. Kein Druck ist mehr bei IVG zu sehen, die nach dem Kurseinbruch von der Wochenmitte nun um 0,5% auf 10,41 EUR steigen. Der MDAX fällt um 1,4%, der TecDAX um 2,3%.

-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217,
herbert.rude@dowjones.com
DJG/hru/raz

(END) Dow Jones Newswires

September 05, 2008 05:15 ET (09:15 GMT)

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