Dioxin – 12. Oktober 2008 – 15:34
DJ GB/Banken nennen Montag Details zu gepl Kapitalmaßnahmen - WSJE
LONDON (Dow Jones)--Einige der größten britischen Banken werden voraussichtlich am Montagmorgen Details zu ihren geplanten Kapitalmaßnahmen mitteilen. Als Folge einer Beteiligung an dem Rettungsplan der britischen Regierung könnten dann auch einige Topmanager der Banken zum Rücktritt gezwungen werden, berichtet das "Wall Street Journal Europe" (WSJE) am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Im Rahmen der erwarteten Ankündigung werden die Banken Einzelheiten darüber nennen, wieviel Kapital sie von der Regierung und wieviel von Privatinvestoren in Anspruch nehmen wollen. Zu den Instituten gehören dem Blatt zu Folge die Royal Bank of Scotland plc (RBS), Barclays plc, HBOS plc und Lloyds TSB Group plc.
Infolge einer Ankündigung werde auch erwogen, die Börse in London am Montag nicht zu öffnen. Damit könnten Marktteilnehmer die Mitteilungen zunächst erst einmal verdauen, so das Blatt weiter. Dieser Plan sei allerdings noch nicht abgeschlossen worden, sagte eine mit der Situation vertraute Person dem WSJE.
An der Frankfurter Börse gebe es keine Pläne für eine Handelsschließung am Montag, sagte ein Sprecher der Deutschen Börse AG auf Anfrage von Dow Jones Newswires am Sonntag. Bereits am Freitag hatte sich die Börse gegen eine temporäre Stilllegung des Börsenhandels ausgesprochen.
Wie das WSJE weiter schreibt, könnte infolge einer Kapitalerhöhung bei der RBS der CEO Fred Goodwin zurücktreten. Intern habe er sich bereits für einen Rücktritt bereit erklärt, um den Weg für eine Kapitalerhöhung frei zu machen. Die britische Zeitung "Observer" schreibt am Sonntag, dass neben Goodwin auch Chairman Tom McKillop innerhalb der nächsten Wochen möglicherweise sein Amt abgeben wird.
Ein RBS-Sprecher wollte sich gegenüber dem Journal nicht zu den Informationen äußern. Die anderen Banken waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Barclays hatte am Freitag mitgeteilt, eine Reihe von Optionen zur Aufstockung ihres Kernkapitals (Tier 1 Capital) zu prüfen. Zu den in Erwägung gezogenen Möglichkeiten gehöre auch eine Kapitalerhöhung. Diese Überlegungen stünden im Zusammenhang mit den Verpflichtungen der britischen Banken, ihr Kernkapital um 25 Mrd GBP aufzustocken, hieß es.
Damit war das Londoner Institut die erste der vier großen britischen Banken, die sich zu möglichen Optionen in diesem Zusammenhang geäußert hat. Am Mittwochmorgen hatte das britische Finanzministerium einen Rettungsplan für die acht größten Banken des Landes bekannt gegeben. Die Finanzhäuser können demnach ihr Kernkapital aufbessern, indem sich Großbritannien über stimmrechtslose Vorzugsaktien an ihnen beteiligt.
Webseiten: http://www.wsje.com
http://observer.guardian.co.uk/
DJG/DJN/kla
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October 12, 2008 10:34 ET (14:34 GMT)
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