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XETRA-START/Sehr fest - Erholung bei Banken und Zyklikern

Dax-30
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Dioxin – 9. Oktober 2008 – 8:49

DJ XETRA-START/Sehr fest - Erholung bei Banken und Zyklikern

FRANKFURT (Dow Jones)--Getragen von einer Erholung der Banken und Zykliker ist der deutsche Aktienmarkt sehr fest in den Donnerstag gestartet. Unterdurchschnittlich entwickeln sich hingegen die als eher defensiv gelten Versorger- und Pharmawerte. "Die Lage ist aber trotz der sicher psychologisch wichtigen geldpolitischen Lockerungen am Vortag weiter so fragil, dass bereits die kleinste negative Nachricht zu einer Wiederaufnahme der Talfahrt führen kann", sagt ein Händler. Denn eine Rezession in den USA und Europa sei trotz der Zinssenkungen wohl ausgemachte Sache.

Zudem bleibe eine der Hauptursachen für die Refinanzierungsprobleme von Unternehmen, nämlich das fehlende Vertrauen der Banken untereinander, nach wie vor bestehen: "Das kann man eben nicht einfach verordnen." Dass Euphorie vollkommen unangebracht sei, zeige auch der Blick nach Asien, wo der Nikkei-225-Index im Handelsverlauf ins Minus gedreht sei.

Bis 9.40 Uhr steigt der DAX um 2,1% oder 108 Punkte auf 5.121. Aus charttechnischer Sicht ist der Index im Bereich von 4.750 Zählern unterstützt, auf Widerstand trifft er auf dem Niveau von 5.300 Stellen. In der zweiten Reihe zieht der MDAX um 3,1% bzw 175 Punkte auf 5.881 an, der TecDAX legt um 4,1% oder 22 Zähler auf 556 zu.

Neue Impulse für das Handelsgeschehen dürften besonders am Nachmittag von den dann erwarteten Konjunkturdaten ausgehen. Auf der Agenda stehen unter anderem die wöchentlichen Daten zum US-Arbeitsmarkt. Darüber hinaus sind die Lagerbestände und Großhandelsumsätze für August avisiert.

Nachrichten zu Einzelwerten sind am Donnerstag rar. "Selbst wenn es sie gäbe, würden sie von den makroökonimischen Rahmenbedingungen in den Schatten gestellt werden", sagt der Händler. Für die europäischen Finanzwerte hat sich die Lage bereits am Vortag mit der konzertierten Zinssenkung der wichtigsten Notenbanken weltweit aufgehellt.

Darüber hinaus werden die Papiere durch die nunmehr zusätzlich geschnürten Rettungspakete für den Sektor gestützt. So haben die Regierungen Frankreichs, Belgiens und Luxemburgs für Dexia ein zweites Rettungspaket in Form staatlicher Garantien vorgelegt, das bis Ende Oktober 2009 gelten wird. "Das beruhigt hinsichtlich der Liquiditätslage", so ein Händler.

Hypo Real Estate legen vor diesem Hintergrund um 9,9% auf 4,53 EUR zu, Commerzbank steigen um 8,4% auf 10,80 EUR zu und Deutsche Bank um 5,1% auf 40,95 EUR. Auch für einige der zuletzt herb abgestraften Zykliker geht es kräftig nach oben. Siemens steigen um 4,9% auf 51,48 EUR und K+S ziehen um 4,8% auf 39,36 EUR an.

Unterdurschnittlich entwickeln sich hingegen als defensiv geltende Papiere wie E.ON, für die es 2,8% auf 30,78 EUR nach unten geht. Merck KGaA verbilligen sich um 0,2% auf 70,58 EUR und Fresenius Medical Care geben um 0,7% auf 34,55 EUR nach.

In der zweiten Reihe stehen unter anderem Wirecard im Anlegerfokus, die um 13,5% auf 3,86 anziehen. Das Unternehmen, dem Anlegerschützer bilanzielle Ungereimtheiten vorgworfen haben, hat das Ergebnis einer Prüfung der Zahlen für 2007 durch die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young veröffentlicht.

Der Mitteilung vom Mittwochabend zufolge sind von den Prüfern "einzelne Punkte angesprochen worden". Davon seien weder Aussagekraft noch Richtigkeit der Bilanz wesentlich beeinträchtigt. Insgesamt hätten sich keine Hinweise auf irreführende Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht 2007 ergeben. Besonders die Formulierung, dass die Aussagekraft beziehungsweise Richtigkeit der Bilanz nicht wesentlich beeinträchtigt ist, sei schwammig, moniert allerdings ein Händler.

DJG/jej/ros

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October 09, 2008 03:49 ET (07:49 GMT)

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