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AUSBLICK/Lanxess kämpft mit höheren Preisen gg Rohstoffkosten

Deutschland
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Dioxin – 11. November 2008 – 9:30

DJ AUSBLICK/Lanxess kämpft mit höheren Preisen gg Rohstoffkosten

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Reihenweise senken derzeit Unternehmen ihre Prognose für 2008. Auch bei der Lanxess AG wird deshalb der Ausblick besonders beachtet, wenn der Leverkusener Chemiekonzern am Donnerstag über das dritte Quartal berichtet. Bislang hat das Management ein bereinigtes EBITDA von über 700 Mio EUR in Aussicht gestellt. 2007 waren es noch 719 Mio EUR gewesen - darin waren jedoch 20 Mio EUR eines Bereichs enthalten, den Lanxess mittlerweile abgegeben hat.

Zudem soll der Umsatz 2008 operativ zulegen, und es soll keinen Geschäftsbereich mit einer Marge von unter 5% mehr geben. Diesen Ausblick wird Lanxess nach Einschätzung von Analysten trotz der deutlich verschlechterten Wirtschaftslage wahrscheinlich aufrechterhalten.

Denn mit deutlichen Preiserhöhungen hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten ungünstige Wechselkurse und rund 20% höhere Rohstoffkosten als vor Jahresfrist wohl nahezu ausgeglichen. Im Blickpunkt stehen nun neben dem Ausblick vor allem Aussagen zur Marktentwicklung - und zu den Erwartungen an das Umfeld im kommenden Jahr angesichts der weltweiten Finanzkrise.

Im Schnitt rechnen die elf von Dow Jones Newswires befragten Analysten für das dritte Quartal mit einem Umsatz von 1,68 (Vorjahr: 1,71) Mrd EUR, einem bereinigten EBITDA von 173 (175) Mio EUR und einem Nettoergebnis von 61 (75) Mio EUR. Der Umsatz ist durch Portfolioeffekte beeinflusst. So fehlt der Erlös der 2007 abgegebenen margenschwachen Kunststoffsparte Lustran Polymers; teilweise ausgeglichen wird das durch die Übernahme des Kautschukherstellers Petroflex.

Entscheidend für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung in den Monaten Juli bis September ist das operative Ergebnis EBITDA, also die Kennzahl, für die Lanxess auch die Ergebnis-Prognose abgibt. Ein Vergleich anderer Kennzahlen - wie dem berichteten EBIT oder dem Überschuss - mit denen von 2007 sei wegen der unterschiedlichen Einmaleffekte kaum sinnvoll, heißt es zum Beispiel in einer Studie der WestLB.

Webseite: http://www.lanxess.de
- von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15,
Richard.Breum@dowjones.com
DJG/rib/nas

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November 11, 2008 03:30 ET (08:30 GMT)

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