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Wall Street schließt freundlich - Happy End folgt Unsicherheit

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Dioxin – 13. März 2009 – 21:23
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DJ Wall Street schließt freundlich - Happy End folgt Unsicherheit

NEW YORK (Dow Jones)--Freundlich haben die US-Aktien zum Wochenausklang einen überwiegend richtungslosen Handelstag beendet und den Investoren damit die beste Handelswoche seit November beschert. Die Indizes bewegten sich lange um die Schlusstände des Vortags und drehten so mehrfach vom Minus ins Plus und zurück.

Der DJIA verbesserte sich schließlich um 0,8% oder 54 Punkte auf 7.224. Der Index hat damit in dieser Woche 8,9% zugelegt. Der S&P-500-Index erhöhte sich um 0,8% bzw 6 Punkte auf 757. Der Nasdaq-Composite-Index stieg um 0,4% oder 5 Punkte auf 1.432. Das Handelsvolumen an der New York Stock Exchange lag bei 1,61 (Donnerstag: 1,71) Mrd Aktien. Dabei standen den 1.917 Kursgewinnern 1.096 -verlierer gegenüber. 95 Titel notierten unverändert.

Die vor Handelsbeginn von technischen Analysten erwarteten Gewinnmitnahmen traten nicht ein. Die meisten Beobachter glauben allerdings nicht an eine länger anhaltende Erholung. Sie sprechen vielmehr von einer Bärenmarktrally in einem intakten Abwärtstrend. Von gesamtwirtschaftlicher Seite fehlen nach Einschätzung der WestLB bislang weitgehend die Nachweise für eine konjunkturelle Bodenbildung, die für eine substanzielle und nachhaltige Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten notwendig wäre. Damit scheint die Frage eher wann als ob die Notierungen wieder den Rückwärtsgang einlegen.

Positiv wurde im Handel aber die Stimmungsverbesserung an der Uni Michigan aufgenommen. Der vielbeachtete Indikator legte in der Komponente "Erwartungen" auf 53,0 Punkte zu und verbesserte sich damit gegenüber dem Februar-Wert von 50,5. "Die verbesserten Erwartungen sind wichtiger als der fast unveränderte Gesamtindex", sagte ein Händler: "Er lässt auf eine steigende Neigung zu Konsum und Investitionen schließen".

Angesichts des leeren Terminkalenders verlief das Geschäft ruhig. Im Blick stand der Finanzsektor, der sich - bei volatilem Verlauf - erholt zeigte. Als stützend erwiesen sich die Aussagen der Bank of America. Das Institut hat wie bereits die Citigroup und J.P. Morgan bekannt gegeben, in den ersten beiden Monaten des Jahres profitabel gearbeitet zu haben. Für das Gesamtjahr rechnet Bank of America mit einem Gewinn von 50 Mrd USD. Citigroup stiegen um 6,6% auf 1,78 USD, J.P. Morgan um 2,4% auf 23,75 USD, AIG um 22% auf 0,50 USD. Bank of America selbst gaben dagegen nach zwischenzeitlichen Aufschlägen 1,5% auf 5,76 USD ab.

General Motors, die in dieser Woche unter Abgabedruck standen, haussierten mit 25% auf 2,72 USD. Gesucht waren daneben defensive Werte, was als Zeichen eines nicht allzu großen Risikoappetits interpretiert wurde. So gehörten Versorger und Pharmawerte zu den gefragten Branchen. Im Dow verteuerten sich Merck & Co um 12,7% auf 27,07 USD.

DJG/DJN/raz
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March 13, 2009 16:23 ET (20:23 GMT)

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