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DEVISEN/Euro wenig verändert - Warten auf Spanien

Deutschland
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Dioxin – 16. Juni 2010 – 16:28
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DJ DEVISEN/Euro wenig verändert - Warten auf Spanien

FRANKFURT (Dow Jones)--An den Devisenmärkten verändern sich die Kurse auch am Mittwochnachmittag nur noch wenig. Der Euro steht gegen 17.05 Uhr bei 1,2313 USD nach 1,2302 USD am Mittag. Händler sprechen von einer Verschnaufpause, nachdem der Euro zum Dollar in den vergangenen sechs Handelstagen deutlich zugelegt hat. Wie schon am Dienstagabend ist der Euro gegen 9.00 Uhr MESZ am Versuch, über die technische Widerstandsmarke bei 1,2350 USD zu springen, gescheitert und daraufhin etwas zurückgefallen. Auch zum Yen hat der Euro leicht nachgegeben.

"Konsolidierung ja, Trendwende nein", merkt Armin Mekelburg vom UniCredit zum Euro an. Risiko-Indikatoren wie die Volatilität an den Aktienmärkten oder die Risikoprämien im Anleihenhandel seien zwar auf dem Rückzug. Für eine "völlige Entwarnung" bewegten sie sich aber noch immer auf zu hohem Niveau. Die Blicke der Marktteilnehmer richten sich besonders intensiv auf Spanien, denn dort steht am Donnerstag eine Schlüsselauktion zehn- und dreißigjähriger Staatsanleihen auf der Agenda.

"Sobald sich die Anzeichen für eine mögliche Ausweitung der Schuldenkrise verstärken würden, in erster Linie Spanien betreffend, geriete die aktuelle Konsolidierungsbereitschaft kräftig ins Wanken", prognostiziert Mekelburg mit Blick auf die als risikoreich geltenden Währungen wie den Euro und die Dollars aus Neuseeland, Australien und Kanada. Auch der Gipfel der EU-Regierungschefs in Brüssel könnte am Donnerstag für Impulse sorgen, heißt es am Markt. Unterschiedliche Ziele Frankreichs und Deutschlands in den Vorstellungen zur Haushaltskontrolle könnten den Euro schwächen, so Händler.

Daten zum US-Immobilienmarkt sind am Nachmittag sehr schwach ausgefallen mit einem Minus der Neubauverkäufe um 10%. Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung sind dagegen besser ausgefallen als erwartet. Impulse könnten am Donnerstag von den US-Verbraucherpreisen, den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe und dem Konjunkturindex der Notenbank-Filiale in Philadelphia ausgehen, heißt es am Markt. Außerdem werden die US-Frühindikatoren veröffentlicht.

Aus technischer Sicht liegt oberhalb von 1,2350 USD laut einem Beobachter bei 1,25 USD ein weiterer technischer Widerstand für den Euro. Dort verläuft die gleitende Durchschnittslinie der vergangenen 38 Handelstage. Unterstützt sei der Euro bei den Tiefständen im Mai bei 1,2150 bis 1,2140 USD.

Die Feinunze Gold ist am Nachmittag in London mit 1.234,50 USD gefixt worden nach 1.235,50 USD zum Vormittag-Fixing.

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Europa Europa Europa
(17.05) (12.03) (7.30)
EUR/USD 1,2313 1,2302 1,2324
USD/JPY 91,40 91,63 91,47
EUR/JPY 112,57 112,71 112,74
EUR/GBP 0,8303 0,8306 0,8322
EUR/CHF 1,3899 1,3905 1,3929
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June 16, 2010 11:28 ET (15:28 GMT)

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