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Keine schnelle Entscheidung der Bundesnetzagentur zu Gasnetzen

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Dioxin – 16. Juni 2010 – 15:52

DJ Keine schnelle Entscheidung der Bundesnetzagentur zu Gasnetzen

BONN (Dow Jones)--Die Bundesnetzagentur rechnet nicht mit einem schnellen Abschluss des laufenden Anhörungsverfahrens zu Erlösobergrenzen der Jahre 2011 bis 2013 für die zehn deutschen Ferngasunternehmen. "Ein schnelles Ende der Anhörungsverfahren zeichnet sich aufgrund der laufenden Verhandlungen und Gespräche mit den Netzbetreibern nicht ab. Ob wir im Sommer endgültige Effizienzgrade und Erlösobergrenzen haben werden ist derzeit nicht absehbar", teilte ein Sprecher der Bonner Behörde mit.

Gerade bei der RWE-Gasnetztochter Thyssengas werden die endgültigen Effizienzbewertungen dringlich erwartet: Die Konzernmutter RWE AG will im Sommer den Verkauf des Netzes starten und benötigt hierfür die Planzahlen zu Erlösen und Effizienz der Thyssengas. "Bevor der Data-Room für Thyssengas nicht mit vollständigen Daten zur Verfügung steht, können wir uns keine genaue Vorstellung vom Wert des Unternehmens machen", sagte ein Sprecher des kommunalen Gasunternehmens Bayerngas, die in einem Konsortium mit fünf kommunalen Versorgern aus Nordrhein-Westfalen für das Thyssengas-Netz bieten will.

Vergangenen Monat hatte RWE-Finanzvorstand Rolf Pohlig erklärt, das weiterhin laufende Anhörungsverfahren der Bundesnetzagentur verzögere den Verkauf des Thyssengas-Netzes. Seinerzeit sagte Pohlig, er rechne damit, dass in wenigen Wochen Klarheit über die künftige Regulierung des Netzes herrsche.

Im März hatte RWE erklärt, dass es die Ausschreibung für den Verkauf des deutschen Gasnetzes auf das dritte Quartal 2010 vom ersten Halbjahr 2010 verschoben habe, da der Konzern weiterhin auf Entscheidungen zu Erlösobergrenzen und Effizienzzielen warte.

RWE hatte sich gegenüber der Europäischen Kommission zum Verkauf von Thyssengas verpflichtet. Im Gegenzug hatte die Brüsseler Behörde eine Untersuchung gegen den Essener Versorger wegen möglicher Wettbewerbsverstöße eingestellt.

Zu den anderen Ferngasunternehmen, die von der Entscheidung der Bundesnetzagentur betroffen sein werden, gehören die E.ON AG, die Wingas GmbH - ein Joint Venture der BASF-Tochter Wintershall AG und des russischen Gaskonzerns Gazprom -, die niederländische Nederlandse Gasunie NV, die dänische DONG Energy, die italienische Eni SpA, die französische GDF Suez SA, die norwegische StatoilHydro ASA sowie die ostdeutsche VNG Verbundnetz Gas AG.

Webseite: www.bundesnetzagentur.de

- Von Michael Lechner, Dow Jones Newswires,
+49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com
(Jan Hromadko hat zu diesem Bericht beigetragen.)

DJG/DJN/has/kla
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June 16, 2010 10:52 ET (14:52 GMT)

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