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MORNING BRIEFING - USA/Asien

Deutschland
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Dioxin – 7. Juni 2012 – 6:30
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DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Börsenbetreiber Nasdaq zieht Konsequenzen aus dem Debakel beim Start der Facebook-Aktie. Wie Nasdaq-Chef Robert Greifel dem Wall Street Journal sagte, will die Technologiebörse betroffene Händler für die technischen Unregelmäßigkeiten beim Börsengang des sozialen Netzwerks mit insgesamt 40 Millionen US-Dollar entschädigen. Die Führungsspitze der Nasdaq "schulde der Branche eine Entschuldigung" für die technischen Probleme beim Facebook-Börsengang, sagte Greifel. Trotz der öffentlichen Entschuldigung reagierten Anleger an der Wall Street mit Buh-Rufen auf die Ankündigung. Investmentfirmen monierten, dass das Entschädigungs-Angebot nicht ausreiche, um die tatsächlichen Verluste zu decken. Sie und ihre Kunden hätten wegen der Software-Pannen beim Facebook-Start insgesamt mehr als 100 Millionen Dollar verloren.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US
14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: -3.000 auf 380.000
zuvor: +10.000 auf 383.000

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %
S&P-500-Future 1.318,40 +0,22%
Nasdaq-Future 2.551,50 +0,06%
Nikkei-225 8.645,83 +1,32%
Hang-Seng-Index 18.742,57 +1,20%
Shanghai-Composite 2.314,16 +0,20%
Kospi 1.846,27 +2,47%
S&P/ASX 200 4.107,80 +1,29%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Hoffnungen auf expansive geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken in Europa und den USA sorgen am Donnerstag an den asiatischen Finanzmärkten für neue Zuversicht. Die Börsen der Region legen nach sehr festen Vorgaben der Wall Street und aus Europa zu und am Devisenmarkt zeigt sich der Euro mit Ständen um 1,2560 Dollar auf seinem zuletzt erhöhten Niveau stabil. "Der Markt beginnt, politische Reaktionen einzupreisen und die Erwartungen steigen, dass noch vor der Wahl in Griechenland etwas passiert", erklärt Fondsmanager Tim Schroeders von Pengana Capital in Australien die wieder deutlich gestiegene Risikobereitschaft der Akteure. In Sydney sorgen zusätzlich gut ausgefallene Arbeitsmarktdaten für Kauflaune. Eine Zinssenkung der EZB habe es am Vortag zwar nicht gegeben, EZB-Chef Draghi habe aber klar signalisiert, dass die Notenbank Gewehr bei Fuß stehe, gegebenenfalls rechtzeitig zu handeln, betonen Marktteilnehmer. In den USA sagte der Präsident der Notenbankfiliale von Atlanta, Dennis Lockhart, weitere geldpolitische Maßnahmen müssten sicherlich erwogen werden, sollte das inländische Wachstum zum Stillstand kommen

US-NACHBÖRSE

Ein schwächer als erwartet ausgefallener Quartalsbericht hat der Aktie von Men's Wearhouse am Mittwoch im nachbörslichen US-Handel schwer zugesetzt. Das Papier brach auf nasdaq.com bis 19.59 Uhr Ortszeit um 18,5 Prozent ein. Achillion Pharmaceuticals verbilligten sich um 7,3 Prozent auf 6,00 Dollar, nachdem das Unternehmen den Rücktritt der medizinischen Leiterin Elizabeth A. Olek mitgeteilt hatte.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 12.414,79 2,37 286,84
S&P-500 1.315,13 2,30 29,63
Nasdaq-Comp. 2.844,72 2,40 66,61
Nasdaq-100 2.546,32 2,36 58,82

Vortag
Umsatz (Aktien) 0,86 Mrd 0,71 Mrd
Gewinner 2.690
Verlierer 377
Unverändert 73

Positive Vorgaben aus Europa und die Hoffnung auf neuerliche Wirtschaftsstimuli ließen die US-Aktienmärkte kräftig zulegen. Die Kurse bauten ihre Gewinne im späten Handel noch etwas aus, nachdem die US-Notenbank ihren Konjunkturbericht "Beige Book" veröffentlicht hatte. Demnach setzt die US-Wirtschaft ihre moderate Erholung fort. Gesucht waren besonders die Sektoren Rohstoffe, Energie und Finanzen, die in den vergangenen Wochen stärker als andere Segmente unter der Angst vor einer Konjunkturschwäche gelitten hatten. Aktien von Bauunternehmen profitierten von guten Quartalszahlen, die das auf Eigenheime spezialisierte Unternehmen Hovnanian Enterprises (+18,2 Prozent) vorgelegt hatte. Home Depot gewannen 3,4 Prozent, nachdem sich die Baumarktkette höhere langfristige Ertragsziele gesetzt hatte.

TREASURYS

Änderung Rendite
10-Jährige 100-27/32 -29/32 1,658%
30-Jährige 105-15/32 -2-9/32 2,731%

Der Anleihemarkt litt unter der wieder erwachten Risikofreude der Anleger. Mit der Hoffnung, dass die Politik die Schuldenkrise in der Eurozone endlich entschlossen angehen werde, schwand das Interesse am vermeintlich sicheren Hafen der Staatsanleihen.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mi, 10.56 Uhr
EUR/USD 1,2570 -0,1% 1,2578 1,25143
EUR/JPY 99,8268 +0,1% 99,6932 99,02006
USD/JPY 79,4150 +0,2% 79,2650 79,107
USD/KRW 1171,2000 -0,3% 1174,7500 1173,18
USD/CNY 6,3613 -0,1% 6,3613 6,3613
AUD/USD 0,9962 +0,4% 0,9921 0,986015

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs.
WTI/Nymex 85,35 85,02 0,39 0,33
Brent/ICE 100,76 100,64 0,12 0,12

Der Ölpreis legte zu, obwohl die USA nach wie vor auf großen Ölvorräten sitzen, wie Daten des Energieministeriums zeigten. Stützend wirkte hier die Angst vor einem Ausfall iranischer Öllieferungen. Die Verhandlungen zwischen Iran und der EU im Atomstreit scheinen sich zu verzögern, was Zweifel an ihrem Erfolg geweckt hat. Der Juli-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI stieg um 0,9 Prozent bzw 0,73 US-Dollar auf 85,02 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent legte um 1,8 Prozent bzw 1,80 Dollar auf 100,64 Dollar zu.

METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs.
Gold (Spot) 1.621,82 1.617,93 +0,2% +3,89
Silber (Spot) 29,31 29,41 -0,3% -0,10
Platin (Spot) 1.464,25 1.461,60 +0,2% +2,65
Kupfer-Future 3,36 3,38 -0,5% -0,02

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

KONJUNKTUR JAPAN

Der Index der Frühindikatoren ist im April zum Vormonat um 1,3 Prozent gesunken. Der Index der gleichlaufenden Indikatoren sank um 0,2 Prozent.

KONJUNKTUR SÜDKOREA

Das BIP ist im ersten Quartal zum Vorquartal revidiert um 0,9 Prozent gestiegen und im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,8 Prozent. Damit wurden die vorläufigen Zahlen bestätigt.

KONJUNKTUR USA

Die US-Wirtschaft setzt einer Erhebung der Federal Reserve zufolge ihre moderate Erholung fort. Allerdings zeigten sich eine Reihe von Unternehmen besorgt über die verschärfte Krise in Europa und die politische Ungewissheit in den USA, wie aus dem aktuellen Konjunkturbericht "Beige Book" der US-Notenbank herbvorgeht. "Der wirtschaftliche Ausblick bleibt positiv, allerdings ist der Optimismus der Befragten gebremst".

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DJG/cln/gos

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June 07, 2012 01:30 ET (05:30 GMT)

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