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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Deutschland
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Dioxin – 22. November 2013 – 7:42
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DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ SPRUCH +++++

"Wichtiger ist, von wo man fällt, als wohin." (Lucius Annaeus Seneca)

+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Konjunkturaufschwung in Deutschland dürfte die Stimmung der Geschäftsführer und Manager im November weiter nach oben getragen haben. Für das ifo-Geschäftsklima rechnen von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen mit einem leichten Anstieg. Im Oktober hatte der wichtigste deutsche Frühindikator nach fünf Anstiegen in Serie ein wenig nachgegeben. Ökonomen erwarten, dass die Geschäftserwartung zulegt. Die Lagebeurteilung wird demnach ebenfalls steigen. Für die Volkswirte der Postbank ist die Eintrübung im Oktober ein vorübergehendes Phänomen gewesen. Im November sei ein Anstieg des Stimmungsbarometers zu erwarten, der maßgeblich von der Erwartungskomponente getragen sein sollte, heißt es weiter. Für die Ökonomen von BNP Paribas "weist die ifo-Uhr schon seit einiger Zeit eine Boomzeit aus", was sich im November nicht ändern dürfte. Die Wachstumsdynamik lege zu, sodass sowohl die Erwartung als auch die Lagebeurteilung ein Tick weit steigen sollten.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Keine wichtigen Termine angekündigt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE
08:00 Destatis, BIP 3Q (2. Veröffentlichung)
kalender- und saisonbereinigt
PROGNOSE: +0,3% gg Vq
1. Veröff.: +0,3% gg Vq
zuvor: +0,7% gg Vq
kalenderbereinigt
PROGNOSE: +0,6% gg Vj
1. Veröff.: +0,6% gg Vj
zuvor: +0,5% gg Vj

10:00 ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex November
PROGNOSE: 107,7
zuvor: 107,4
Lagebeurteilung
PROGNOSE: 111,6
zuvor: 111,3
Geschäftserwartungen
PROGNOSE: 104,1
zuvor: 103,6
- BE
15:00 Geschäftsklimaindex November
PROGNOSE: -7,0 Punkte
zuvor: -7,7 Punkte

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

Keine wichtigen Auktionen angekündigt.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX zuletzt +/- %
DAX 9.196,08 -0,07%
DAX-Future 9.217,50 +0,56%
XDAX 9.215,43 +0,57%
MDAX 16.099,10 -0,57%
TecDAX 1.135,29 -0,34%
Euro-Stoxx-50 3.044,34 -0,10%
Stoxx-50 2.889,57 -0,16%
Dow-Jones 16.009,99 +0,69%
S&P-500-Index 1.795,85 +0,81%
Nasdaq-Comp. 3.969,15 +1,22%
EUREX zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 140,89% +7

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Zur Eröffnung zeichnen sich am Morgen an Europas Börsen Kursaufschläge ab. "Risikoassets scheinen die Ängste vor einer Reduzierung der Wertpapierkäufe nach Veröffentlichung des Fed-Protokolls weitestgehend abgeschüttelt zu haben", sagt ein Händler. Der Dow hat am Vortag erstmalig in seiner Geschichte über 16.000 Punkte geschlossen. Für Bewegung könnte die Bekanntgabe der Zweitlesung des deutschen BIP für das dritte Quartal sowie die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex für November sorgen. Beim BIP rechnen Analysten damit, dass die erste Lesung von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal bestätigt wird. Beim ifo wird ein leichter Anstieg erwartet. Auf Interesse dürfte zudem das Treffen der Eurogruppe in Brüssel stoßen. Dabei dürfte es auch um die Entwicklung in Portugal und Griechenland geben. In beiden Fällen wird die Auflage neuer Rettungspakete nicht ausgeschlossen. Offenbar will Griechenlands Premier Antonis Samaras die Euro-Länder erneut bitten, Athen den Schuldenabbau zu erleichtern.

Am Vortag schlugen Europas Börsen keine klare Richtung ein. Gebremst wurde die Kauflust von schwachen französischen Konjunkturdaten und dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank. Aus diesem ging hervor, dass die Fed in den kommenden Monaten die monatlich Anleihenkäufe reduzieren könnte. Damit würde den Finanzmärkten nach Jahren einer immer lockereren Geldpolitik erstmals wieder Liquidität entzogen. Bundesanleihen legten nach zwei verlustreichen Tagen wieder leicht zu. Von der Konjunktur in der Eurozone gab es gemischte Signale: Eine Umfrage unter Einkäufern in Deutschland hat die beste Stimmung seit zehn Monaten zutage gefördert. In Frankreich ist dagegen der Einkaufsmanager-Index auf den niedrigsten Stand seit Juni gefallen. Kursbewegend waren vor allem Analystenkommentare. Goldman Sachs hat den Industrie- und den Chemiesektor abgestuft. Schneider Electric, Alstom und ABB gaben nach. Im Chemiesektor verloren unter anderem Air Liquide an Boden. Die größten Verlierer stellten die Rohstoffproduzenten. So verloren Anglo American, BHP-Billiton, Rio Tinto und Glencore Xstrata zwischen 1,1 und 1,6 Prozent.

DAX/MDAX/TECDAX

Auf einen schwachen Start folgte eine Erholung der Kurse. Die positive Stimmung unter deutschen Einkäufern stützte. Commerzbank (+3,5 Prozent) profitierten von einem Bericht, demzufolge US-Investoren an den risikoreichen milliardenschweren Anlagen der Bank interessiert sind. E.ON legten um 1,3 Prozent zu und RWE um 2,9 Prozent. Goldman Sachs hat die Kaufempfehlung für beide Aktien bekräftigt und die Kursziele erhöht. Allianz fielen dagegen um 1,3 Prozent. Die Citigroup hat die Aktie abgestuft, weil das Wachstumspotenzial in der Vermögensverwaltung in den nächsten Jahren gering sei. Mit BASF, Lanxess und K+S gaben die Aktien dreier Unternehmen aus dem Chemiesektor nach, den Goldman Sachs wie auch den Industriesektor abgestuft hatte. Siemens büßten daher 0,9 Prozent und ThyssenKrupp 1,9 Prozent ein. Südzucker brachen nach einer Gewinnwarnung um 9,2 Prozent ein. Gewinnmitnahmen drückten Sky Deutschland um 3,1 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 9.215 (XETRA-Schluss: 9.196) Punkte

Ruhig verlief der nachbörsliche Handel nach Aussage eines Händlers. Der Markt habe sich an der positiven US-Entwicklung orientiert. Bei den Einzelwerten standen Rhön-Klinikum im Fokus. Die B. Braun Melsungen AG hat Klage gegen den Verkauf von 43 Kliniken und weiteren Unternehmensteilen an Helios eingereicht. Für die Aktie von Rhön-Klinikum wurde eine Taxe von 21,60 zu 21,70 Euro genannt nach einem Schlussstand von 21,15 Euro.

USA / WALL STREET

Nach den jüngsten Abgaben haben die Indizes an der Wall Street wieder Fahrt aufgenommen und sind in Richtung ihrer Rekordhochs gestiegen. Der Dow-Jones-Index schloss zudem erstmals über der Marke von 16.000 Punkten. Die näher rückende Ernennung von Janet Yellen zur neuen US-Notenbankpräsidentin stützte die Kurse. Bei ihrer Anhörung im Senat hatte sich Yellen für eine Fortsetzung der extrem lockeren Geldpolitik ausgesprochen. Auch die Konjunkturdaten des Tages fielen überwiegend positiv aus und stützen die Vermutung, dass die US-Wirtschaft die Hilfe der Fed nicht mehr unbedingt braucht. GM stiegen um 1,1 Prozent. Die US-Regierung will bis zum Jahresende ihre restlichen Anteile verkaufen. Apple legten um 1,2 Prozent zu. Eine Jury entschied, dass Samsung dem iPhone-Hersteller weitere 290 Millionen Dollar für die Verletzung von Patenten zahlen muss.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 17.30 Uhr
EUR/USD 1,3478 +0,0% 1,3477 1,3476
EUR/JPY 136,1694 -0,1% 136,3300 136,0094
EUR/CHF 1,2317 +0,0% 1,2311 1,2320
USD/JPY 101,0400 -0,1% 101,1850 100,9330
GBP/USD 1,6195 +0,0% 1,6194 1,6160

Der Euro gibt zum US-Dollar am Morgen leicht nach, signifikanter sind die Bewegungen im Währungsppar Dollar/Yen. Denn nachdem die US-Devise im asiatisch geprägten Handel zunächst auf den höchsten Stand seit vier Monaten geklettert ist, kommt der US-Dollar am Morgen wieder zurück. Positive Arbeitsmarktdaten hatten die Überzeugung am Devisenmarkt genährt, dass die Fed mit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik kurzfristig Ernst machen könnte. Dies hatte den Dollar gestützt. Im asiatisch geprägten Handel zog der US-Dollar bis auf 101,355 Yen an, aktuell geht dieser bei 101,0305 Yen um.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs.
WTI/Nymex 95,14 93,85 -0,31 -0,30
Brent/ICE 109,85 110,08 -0,21 -0,23

Für den Ölpreis ging es mit den guten Daten vom US-Arbeitsmarkt kräftiger nach oben. Der WTI-Ölpreis notierte zum Settlement bei 95,44 Dollar, ein Plus von 1,7 Prozent. Mit Spannung werde auch auf die Atom-Gespräche mit dem Iran geschaut, ergänzte ein Teilnehmer.

METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs.
Gold (Spot) 1.243,70 1.237,70 +0,5% +6,00
Silber (Spot) 19,98 19,98 -0,0% -0,00
Platin (Spot) 1.395,50 1.388,20 +0,5% +7,30
Kupfer-Future 3,19 3,19 -0,1% -0,00

Der Goldpreis setzte seine Talfahrt fort. Der Preis für die Feinunze fiel zum Settlement um 1,1 Prozent auf 1.243,60 Dollar und damit erneut auf ein Viermonatstief. Wenn die Fed tatsächlich die geldpolitischen Zügel anzieht, dann wird Gold als Inflationsschutz weniger attraktiv, hieß es.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

EUROKRISE

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

November 22, 2013 01:42 ET (06:42 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Die griechische Regierung will mit einem Haushaltentwurf, der einen üppigen Primärüberschuss in Aussicht stellt, die Sparprüfer der Troika gütig stimmen. Mit dem ersten Überschuss seit einem Jahrzehnt hofft die Regierung, die Sparkommissare davon zu überzeugen, von weiteren Sparforderungen abzusehen. Nach Informationen der SZ wird Ministerpräsident Samaras bei seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel auch über Erleichterungen beim Schuldenabbau sprechen.

EU-GELDPOLITIK

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die jüngste Leitzinssenkung der EZB kritisiert. Beim Führungstreffen Wirtschaft der SZ sagte Weidmann, dass der EZB-Rat bei seiner Entscheidung nicht alle notwendigen Informationen gehabt habe.

RHÖN-KLINIKUM

Die B. Braun Melsungen AG hat Klage gegen den Verkauf von 43 Kliniken und weiteren verbundenen Unternehmen von Rhön-Klinikum an Helios eingereicht.

SOLARWORLD

Solarworld wird voraussichtlich schon in der nächsten Woche die Übernahme eines Großteils der Bosch-Solarsparte verkünden. Wie zwei mit den Plänen vertraute Informanten dem Wall Street Journal Deutschland sagten, sind sich die Vertreter von Bosch und Solarworld über das Geschäft in den wesentlichen Punkten einig. Nur Details seien noch zu klären.

UBS

hat sich im Skandal um mutmaßlich manipulierte Referenzzinssätze offenbar mit den europäischen Kartellwächtern geeinigt: Die Schweizer Großbank arbeitet mit den Behörden zusammen und wird im Gegenzug nicht selbst belangt, wie mit der Sache vertraute Personen sagten.

IPO/HILTON

Die Hotelkette will mit ihrem geplanten Börsengang im kommenden Monat offenbar deutlich mehr einsammeln als ursprünglich geplant. Das Volumen der Emission soll sich auf 2,25 Milliarden US-Dollar belaufen, wie eine mit der Sache vertraute Person sagte.

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DJG/cln/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

November 22, 2013 01:42 ET (06:42 GMT)

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