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MORNING BRIEFING - USA/Asien

Deutschland
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Dioxin – 16. März 2017 – 7:49

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Frühlingsanfang" geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Nur wenige Wochen nach dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump hat die US-Notenbank die Zinsen weiter erhöht. Der Leitzins steigt um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 0,75 bis 1,00 Prozent. Ökonomen und Börsianer hatten mit diesem Beschluss gerechnet. Die Währungshüter mit Fed-Chefin Janet Yellen an der Spitze erklärten in ihrem Begleittext, dass sie den Kurs schrittweiser Zinserhöhungen fortsetzen wollen, falls sich die Wirtschaft den Projektionen gemäß entwickelt.Im laufenden Zyklus ist es die dritte Zinserhöhung. Der Beschluss fiel mit einer Gegenstimme: Der Präsident der Minneapolis-Fed, Neel Kashkari, plädierte für stabile Zinsen. "Die US-Notenbank tippt auf die Bremse, steigt aber nicht in die Eisen", urteilte Martin Moryson, Chefvolkswirt bei Sal. Oppenheim. "Die Fed hat sich mit der Entscheidung ihre politische Unabhängigkeit einmal mehr unter Beweis gestellt. Im Wahlkampf hatte Donald Trump die Niedrigzinspolitik kritisiert. An seiner Reaktion auf die Entscheidung wird sich zeigen, ob auch Trump die Unabhängigkeit der Notenbank zu schätzen weiß." Die Fed hielt an dem projizierten Zinspfad für 2017 fest, es ist also davon auszugehen, dass die Währungshüter in diesem Jahr zwei weitere Zinsschritte folgen lassen. Im Markt hatte es im Vorfeld Stimmen gegeben, wonach die Fed auch ein Signal für drei Schritte geben könnte; dies passierte jedoch nicht.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US
13:30 Philadelphia-Fed-Index März
PROGNOSE: +30,0
zuvor: +43,3

13:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 241.000
zuvor: 243.000

13:30 Baubeginne/-genehmigungen Februar
Baubeginne
PROGNOSE: +0,8% gg Vm
zuvor: -2,6% gg Vm
Baugenehmigungen
PROGNOSE: -1,6% gg Vm
zuvor: +4,6% gg Vm

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- %
S&P-500-Future 2.384,30 +0,16%
Nikkei-225 19.590,14 +0,07%
Hang-Seng-Index 24.142,41 +1,47%
Kospi 2.150,08 +0,80%
Shanghai-Composite 3.263,94 +0,68%
S&P/ASX 200 5.785,80 +0,20%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Dank positiver Vorgaben aus den USA überwiegen am Donnerstag die positiven Vorzeichen an den ostasiatischen Börsen. Die zum Dollar erstarkte heimische Währung dämpfte an der Tokioter Börse etwas die Stimmung, denn sie mindert die Gewinne exportorientierter Unternehmen. Zu den Verlierern in Tokio gehören die Aktien der exportlastigen Automobilhersteller. Nissan fallen um 1,9 Prozent, zusätzlich belastet vom Dieselskandal beim französischen Partner Renault. Toyota und Honda sinken um je 0,6 Prozent. Aktien von Versicherern werden ebenfalls verkauft, nachdem die Renditen der US-Anleihen gefallen sind. Dai-Ichi Life verbilligen sich um 3,7 Prozent und T&D Holdings um 3,1 Prozent. Indexschwergewicht Samsung Electronics legt in Seoul um 1,2 Prozent zu. Das Unternehmen kündigte an, im Mai technische Details zu einem neuen Chip bekanntzugeben, der die Speicherkapazität digitaler Geräte deutlich verbessern soll. Eine überraschend deutlich gestiegene Arbeitslosenquote bremste den australischen Aktienmarkt.

US-NACHBÖRSE

Überraschend gute Geschäftszahlen haben am Mittwoch im nachbörslichen Handel die Aktie von Oracle beflügelt. Die Aktien des SAP-Wettbewerbers stiegen auf der Handelsplattform nasdaq.com um 5,9 Prozent. GoPro verbesserten sich um 8,8 Prozent, nachdem der Kamerahersteller einen optimistischen Ausblick gegeben hatte. Auch eine neue Entlassungsrundewerde die Produktentwicklung nicht negativ beeinflussen, versicherte GoPro. KCG Holdings legten nachbörslich um weitere 4,7 Prozent auf 17,70 Dollar zu, nachdem sie im regulären Geschäft schon um gut 23 Prozent nach oben geschossen waren. Wettbewerber Virtu Financial will KCG übernehmen und dafür einen Preis von 18,50 bis 20 Dollar je Aktie in bar zahlen. Tesla rückten um 2,1 Prozent vor. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen ist nach eigenen Angaben auf dem besten Wege, noch in diesem Jahr ein für breitere Käuferschichten erschwingliches Modell auf den Markt zu bringen. Dazu benötigt das Unternehmen jedoch 1 Milliarde Dollar, die über die Ausgabe von neuen Aktien im Volumen von 250 Millionen Dollar und Wandelanleihen für 750 Millionen Dollar aufgebracht werden sollen. Negativ wurde der Ausblick von Jabil Circuits aufgenommen. Zwar hatte das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet, doch wird im dritten Quartal aufgrund von Restrukturierungskosten voraussichtlich ein Verlust anfallen. Die Aktien des Apple-Zulieferers verloren 1,8 Prozent.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 20.950,10 0,54 112,73 6,01
S&P-500 2.385,26 0,84 19,81 6,54
Nasdaq-Comp. 5.900,05 0,74 43,23 9,60
Nasdaq-100 5.416,25 0,63 34,08 11,36

Vortag
Umsatz NYSE (Aktien) 913 Mio 749 Mio
Gewinner 2.652 1.006
Verlierer 407 1.980
Unverändert 28 73

Etwas fester - Die US-Notenbank hat der Wall Street einen Schub gegeben. Zwar war die Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte keine Überraschung. Doch die Währungshüter bleiben bei ihrem Zinspfad: insgesamt drei Erhöhungen sollen es voraussichtlich 2017 sein. Am Aktienmarkt war befürchtet worden, dass sich die Fed etwas harscher äußern könnte, nachdem die Teuerung angezogen hat und die Konjunktur weiter rund läuft. Golden Ocean reagierten positiv auf die Nachricht, dass das Unternehmen eine Flotte in Griechenland zukauft. Der Kurs stieg um 10,2 Prozent. Southwestern Energy zogen um 5,8 Prozent an, die Citigroup hat die Aktie auf "Kaufen" erhöht. Auch andere Energiewerte profitierten von der Ölpreiserholung, nachdem sie am Vortag kräftig Federn hatten lassen müssen. Der Energiesektor im S&P-500 gewann gut 2 Prozent. Twitter ermäßigten sich dagegen um 1,9 Prozent, nachdem die Systemzugänge einiger prominenter Personen geknackt worden waren. Die EU-Kommission hat dem Kauf des Medienunternehmens Time Warner durch den Telekommunikationskonzern AT&T zugestimmt. Für AT&T ging es 1,2 Prozent nach oben, für Time Warner 0,4 Prozent.

TREASURYS

Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD
2 Jahre 1,30 -8,1 1,38 9,7
5 Jahre 2,01 -12,4 2,13 8,2
7 Jahre 2,31 -11,5 2,42 5,8
10 Jahre 2,50 -9,8 2,60 5,9
30 Jahre 3,12 -6,1 3,18 4,8

Auch die US-Anleihen reagierten mit Aufschlägen auf die Fed-Äußerungen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen verlor gegenüber dem Dienstagabend 10 Basispunkte auf 2,50 Prozent; über die Hälfte der Bewegung erfolgte nach den Fed-Aussagen.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9.30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0735 +0,0% 1,0730 1,0630 +2,1%
EUR/JPY 121,61 -0,1% 121,74 121,91 -1,1%
EUR/GBP 0,8746 +0,2% 0,8731 0,8690 +2,6%
GBP/USD 1,2274 -0,1% 1,2291 1,2231 -0,5%
USD/JPY 113,28 -0,1% 113,45 114,69 -3,1%
USD/KRW 1132,69 +0,4% 1128,70 1141,70 -6,2%
USD/CNY 6,8899 -0,4% 6,9147 6,9114 -0,8%
USD/CNH 6,8626 +0,1% 6,8572 6,8945 -1,6%
USD/HKD 7,7639 -0,0% 7,7660 7,7678 +0,1%
AUD/USD 0,7698 -0,0% 0,7702 0,7582 +6,7%

Am Devisenmarkt gab der Dollar mit den Fed-Aussagen nach. Die von der Notenbank ins Auge gefassten drei Zinserhöhungen in diesem Jahr sind bereits eingepreist, so dass die US-Devise hiervon nicht mehr profitierte. Im Gegenteil - es hatte Erwartungen gegeben, dass die US-Notenbank ihren Schwenk noch deutlicher vollziehen könnte. Im Geschäft nach 21.00 Uhr stützte dann noch der Ausgang der niederländischen Parlamentswahl den Euro. Dort hat laut Prognosen Premier Mark Rutte von den Rechtsliberalen die Rechtspopulisten um Geert Wilders deutlich abgehängt. Der Euro kletterte auf 1,0734 Dollar nach 1,0630 vor der Zinsentscheidung. Am Vorabend stand er noch knapp über 1,06 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 49,14 48,86 +0,6% 0,28 -11,4%
Brent/ICE 52,13 51,81 +0,6% 0,32 -10,1%

Am Ölmarkt kam es zu einer signifikanten Erholung, nachdem das Erdölkartell Opec mit tendenziell negativen Aussagen die Ölpreise am Vortag auf ein Dreimonatstief geschickt hatte. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich zum Settlement um 2,4 Prozent auf 48,86 US-Dollar. Jüngster stützender Faktor waren neue Daten der Energy Information Administration (EIA) zu den US-Lagerbeständen, die bei Rohöl, Benzin und Destillaten gesunken sind. Bereits die Lagerdaten des US-Branchenverbandes API hatten Signale der Erleichterung ausgesendet.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 16, 2017 02:49 ET (06:49 GMT)

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