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US-Wirtschaft wächst im vierten Quartal um 2,1 Prozent

Deutschland
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Dioxin – 30. März 2017 – 13:52
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DJ US-Wirtschaft wächst im vierten Quartal um 2,1 Prozent

Von Ben Leubsdorf

WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal 2016 etwas stärker gewachsen als bislang angenommen. Die Leistung der US-Wirtschaft stieg in dritter Veröffentlichung auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nachdem bei der zweiten Veröffentlichung ein Plus von 1,9 Prozent genannt worden war. Ökonomen hatten mit einer Aufwärtsrevision auf 2,0 Prozent gerechnet.

Im dritten Quartal war für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Zuwachs von 3,5 Prozent verzeichnet worden, nachdem das BIP im zweiten Quartal um 1,4 Prozent gestiegen war. Im ersten Quartal hatte der BIP-Zuwachs 0,8 Prozent betragen.

Seit Ende der Rezession Mitte 2009 ist die US-Wirtschaft auf längere Sicht kaum über ein Wachstum von 2 Prozent hinausgekommen, womit die Konjunkturerholung sehr viel schwächer ausfiel als nach früheren Krisen. Als Grund dafür sehen Ökonomen fundamentale Kräfte wie das schwache Produktivitätswachstum und die Alterung der Erwerbsbevölkerung. Diese Faktoren dürften auch künftig das Wachstum begrenzen.

Hoffnungen richten sich auf Trump-Versprechen

US-Präsident Donald Trump hat allerdings versprochen, mit einer Kombination aus Steuersenkungen und Deregulierungen die Wachstumsrate auf rund 4 Prozent in die Höhe zu treiben. Seit der Wahl im November sind das Geschäftsklima und die Verbraucherstimmung sprunghaft in die Höhe gegangen, doch bislang gibt es bei harten Daten wenig Anzeichen für eine höhere Dynamik der Wirtschaft.

Wie das US-Handelsministerium weiter mitteilte, stieg der als alternatives Inflationsmaß verwendete Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) annualisiert um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Bei der zweiten Veröffentlichung war eine Zunahme von 1,9 Prozent ausgewiesen worden. Im dritten Quartal hatte sich der PCE-Deflator um 1,5 Prozent erhöht. Vor allem die US-Notenbank favorisiert den PCE-Deflator bei ihren geldpolitischen Analysen.

Der BIP-Deflator, ein weiteres Inflationsmaß, stieg im vierten Quartal um 2,1 Prozent, nachdem im dritten Jahresviertel eine Steigerung um 1,4 Prozent verzeichnet worden war. Volkswirte hatten im Konsens eine Rate von 2,0 Prozent erwartet. Der BIP-Deflator misst die Preisentwicklung anhand aller produzierten Waren und Dienstleistungen. Die Verbraucherpreise werden dagegen mittels eines repräsentativen Warenkorbs erhoben.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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March 30, 2017 08:52 ET (12:52 GMT)

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