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PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

Deutschland
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Dioxin – 12. April 2017 – 5:38

DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

WACHSTUM - Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben in ihrem Frühjahrsgutachten ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr trotz erheblicher weltwirtschaftlichen Risiken auf 1,5 Prozent leicht nach oben korrigiert. Das erfuhr die FAZ aus Kreisen der mit dem Gutachten vertrauten Personen. Für 2018 erwarten die Forscher ein Wachstum von 1,8 Prozent. Wachstumstreiber bleibe wie in den vergangenen zwei Jahren der vergleichsweise starke Konsum. Erfreulich sei, dass nach einer Schwächephase auch aus der deutschen Exportwirtschaft wieder Wachstumsimpulse zu erwarten seien. (FAZ S. 15)

MINDESTLOHN - Die Arbeitsbereitschaft von Hartz-IV-Beziehern hat sich offenbar mit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns verbessert. Seither kürzen die Jobcenter jedenfalls deutlich seltener Sozialleistungen, weil ein Klient die Arbeitsaufnahme verweigert hat. Wurden 2012 noch in insgesamt 137.100 solcher Fälle Sanktionen verhängt, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 93.300. Im Jahr 2015, unmittelbar nach Einführung des Mindestlohns, war die Zahl zum ersten Mal unter die Schwelle von 100.000 Fällen gesunken. Das zeigt die amtliche Sanktionsstatistik, die die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag veröffentlicht hat. (FAZ S. 17)

USA - US-Notenbanker John Williams erwartet in diesem Jahr mehr als drei Zinserhöhungen in den USA. "Drei Zinserhöhungen sind angemessen, wenn man bedenkt, dass sich die Wirtschaft gut entwickelt, die Arbeitslosigkeit niedrig ist und die Inflation nahe zwei Prozent liegt", sagte er in einem Interview. "Es gibt beim wirtschaftlichen Ausblick noch Potenzial nach oben. Die Beschäftigung nimmt stark zu, und die Inflationsdaten waren etwas höher als erwartet. Zugleich könnte der Staat gegen Ende des Jahres die Ausgaben erhöhen". (Handelsblatt S. 30/Börsen-Zeitung S. 5)

EU-BANKENAUFSICHT - Bis zum Brexit am 29. März 2019 müssen die beiden Londoner EU-Behörden für Bankenaufsicht (Eba) und Arzneimittel (Ema) die britische Hauptstadt verlassen und ein neues Domizil auf dem Kontinent bezogen haben. Es sei klar, dass Paris und Frankfurt mit Blick auf die Institutionen Konkurrenten seien, wie es auch insgesamt für die Finanzplätze gelte, sagte eine Sprecherin des französischen Finanzministers Michel Sapin auf Anfrage. Anspruch auf die Eba erhebt auch Luxemburg - und gibt sich dabei ausgesprochen selbstbewusst. (Handelsblatt S. 8)

EUROGRUPPE - Der portugiesische Premierminister Antonio Costa hält Jeroen Dijsselbloom für absolut ungeeignet als Chef der mächtigen Euro-Gruppe. "Das ist nur eine Frage der Zeit; dieser Herr wird bald wieder verschwinden. Was bleibt, ist die Notwendigkeit, den Euro zu stärken, unsere gemeinsame Währungspolitik", sagte er in einem Interview. (Welt S. 10)

WAHLKAMPF - Deutschland ist Vize-Weltmeister im Zahlen von Steuern und Abgaben. Deshalb verspricht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (74, CDU) einen Steuerwahlkampf. Zur Bild-Zeitung sagte Schäuble, man müsse darauf achten, "dass der Faktor Arbeit in Deutschland nicht zu teuer" werde. "Das müssen alle berücksichtigen, die politische Verantwortung tragen oder tragen wollen", so Schäuble mit Blick auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf. Angesichts der neuen OECD-Studie, derzufolge die Deutschen unter der weltweit zweithöchsten Abgabenlast ächzen, sagte der Finanzminister. "Die Steuerbelastung steigt zu schnell an, und der Spitzensteuersatz greift zu früh." (Bild-Zeitung)

WAHLPROGRAMM - Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) wehrt sich gegen den Vorwurf, er könne als Autor des Wahlkampfprogramms der CDU für die Bundestagswahl seine Regierungsgeschäfte vernachlässigen. "Als Kanzleramtsminister bin ich seit drei Jahren zu jeder Zeit erreichbar und handlungsfähig. Notfalls auch nachts, an Weihnachten oder am Wochenende. Das wird auch künftig so sein", sagte Altmaier der Bild-Zeitung. Dies gelte "auch für die meisten meiner SPD- und CDU-Kabinettskollegen, denn sie sind ebenfalls Vorstandsmitglieder ihrer Partei." (Bild-Zeitung)

BRITISCHE NOTENBANK - Britische Abgeordnete wollen die Rolle der Bank of England im Libor-Skandal erneut untersuchen lassen. Den Anstoß dazu gab eine Fernsehdokumentation der BBC. (Handelsblatt S. 31)

DIESEL - Die drohenden Fahrverbote in deutschen Städten wegen zu hoher Luftbelastungen setzen die Autoindustrie unter Druck, doch noch eine technische Lösung für ältere Dieselfahrzeuge zu finden. Die Hersteller arbeiteten derzeit an Möglichkeiten, um eine deutliche Verbesserung bei den innerstädtischen Emissionen von Euro-5-Autos zu erreichen, sagte ein Sprecher des Verbands der Automobilindustrie (VDA) der FAZ. Ziel ist es, die realen Abgasemissionen zu verringern. (FAZ S. 17)

LUFTFAHRT - Billigairlines wie Ryanair werden auf dem deutschen Markt immer aggressiver. Experten sagen weiter sinkende Flugticketpreise voraus. Der ruinöse Wettbewerb erfasst neben Lufthansa und Co. nun auch die großen Flughäfen. (Handelsblatt S. 1)

DJG/pi/sha

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April 12, 2017 00:38 ET (04:38 GMT)

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