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Alt 07.04.2008, 20:04   #1
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Status: Banker ist offline
Standard Bausparen - Sinn oder Unsinn

Hallo liebe Forengemeinde.

Aus einer Diskussion mit Dopamin heraus möchte mal diesen Thread hier eröffnen. Es soll darum gehen, ob Bausparen Sinn macht oder nicht. Dabei bitte ich auf nervige "Alle Banken sind Abzocker"-Phrasen zu verzichten und mal die grundlegendsten Fakten und Daten von Bausparen zu berücksichtigen.

Mich würde interessieren wie ihr zum Thema Bausparen steht. Sinnvoll oder nicht?

Meiner Meinung nach ist Bausparen eine Medaille mit zwei Seiten. Auf der einen Seite steht der meist niedrige Guthabenzins, der den BSV als Sparform meist unattraktiv wirken lässt. Zudem bemängeln viele Kritiker die Abschlussgebühren für Bausparverträge. Warum soll ich Gebühren zahlen, wenn ich Geld anlege?

Auf der anderen Seite hat der BSV meiner Meinung nach klare Vorteile. Ich kann meine Vermögenswirksamen Leistungen anlegen, bekomme u. U. Arbeitnehmersparzulage und u. U. Wohnungsbauprämie. Im Fordergrund der meisten Bausparverträge steht (oder sollte stehen) aber das Bauspardarlehen, das man nach einer gewissen Ansparzeit ausgezahlt bekommt.

Bausparen ist eben kein geeignetes Sparprodukt für Renditejäger, die das Wort "Sicherheit" meiden. Auch bei strikten Finanzierungsverweigerern kann Bausparen natürlich nicht gut ankommen. Aber für Kunden, die wissen was sie wollen, kann Bausparen eine wirklich gute Investition sein.

Man sichert sich mit Bausparen zur Zeit Zinssätze von ungefähr 1,95 Prozent. Das ist absolut unter Marktniveau und bietet einen hervorragenden Start in die Finanzierung der eigenen 4 Wände.

Ich habe schon viele Diskussionen über den Sinn oder Unsinn von Bausparen mitbekommen. Oft fällt dabei auf, dass an den BSV Dinge kritisiert werden, die sie eigentlich nicht sein wollen. Betrachtet man mal das Wesentliche von Bausparen, nämlich die Sicherung eines attraktiven Finanzierungszinssatzes, ist das wirklich ein tolles Produkt. Es kommt noch dazu, dass man seine VL anlegen kann und das Sparen von Vater Staat gefördert wird. Warum also kein Bausparen?

Mir ist bewusst, dass das Thema Bausparen hier im AB mit Sicherheit schon desöfteren durchgekaut wurde. Ich möchte aber jetzt mal die aktuelle Meinung dazu hören und bitte auf das simple Posten von Hintergrundberichten diverser Magazine zu verzichten. Wie steht ihr zu Bausparen? Warum lasst ihr lieber die Finger davon? Oder warum ist der BSV genau euer Produkt?


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Alt 07.04.2008, 20:18   #2
perfect hunk
 
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Status: Gordon Shamway ist offline
Standard AW: Bausparen - Sinn oder Unsinn

Wenn man sich für einen BSV entschließt, ist es wichtig:

1.) Einen Anbieter auszuwählen, der auf Kontoführungsgebühren verzichtet,

2.) einen Anbieter auszuwählen, der die Abschlussgebühr erstattet, falls man am Ende doch kein Darlehen in Anspruch nimmt,

3.) sich keine dusselige und völlig überteuerte Monatszeitschrift vom Anbieter aufschwatzen zu lassen.
 
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Alt 08.04.2008, 04:46   #3
Elite Aktienboarder
 
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Standard AW: Bausparen - Sinn oder Unsinn

Zitat:
Zitat von Banker Beitrag anzeigen
Meiner Meinung nach ist Bausparen eine Medaille mit zwei Seiten. Auf der einen Seite steht der meist niedrige Guthabenzins, der den BSV als Sparform meist unattraktiv wirken lässt. Zudem bemängeln viele Kritiker die Abschlussgebühren für Bausparverträge. Warum soll ich Gebühren zahlen, wenn ich Geld anlege?
Stimme dir soweit zu, allerdings sollte man nicht vergessen, dass es mal Zeiten gab, wo man fuer Fonds 5% Ausgabeaufschlag willig gezahlt hat, und das bei einer Anlage, wo die Rendite nicht garantiert ist und man sogar Verluste erleiden kann (auf der anderen Seite kann man natuerlich auch eine wesentlich bessere Rendite erzielen, wenn's gut laeuft).
Je nach Marktzinsumfeld gibt es aber auch manchmal BSV-Angebote mit hoher Verzinsung (d.h. Zins + Bonus), die sich zum Sparen eignen koennten.

Zitat:
Auf der anderen Seite hat der BSV meiner Meinung nach klare Vorteile. Ich kann meine Vermögenswirksamen Leistungen anlegen, bekomme u. U. Arbeitnehmersparzulage und u. U. Wohnungsbauprämie. Im Fordergrund der meisten Bausparverträge steht (oder sollte stehen) aber das Bauspardarlehen, das man nach einer gewissen Ansparzeit ausgezahlt bekommt.
Yep. Viele vergessen, dass man nicht das Darlehen nehmen muss und das die staatl. Foerderungen die auf den ersten Blick geringe Rendite verbesseren. Haette man vor ein paar Jahren einen Vertrag abgeschlossen, waeren ueber 6% drin gewesen (vor Steuern).

Ob sich ein BSV im Vergleich zu Festgeld lohnt muss man sich mit den konkreten Angeboten ausrechnen, und dabei sollte man sich nicht vom Zinssatz blenden lassen sondern den Effektivzins ausrechnen (d.h. einschliesslich aller Gebuehren).
Dabei natuerlich auch die staatl. Foerderungen, sofern man Anspruch darauf hat, in die Rechnung einbeziehen.

Zum Thema Darlehen nehmen / BSV zum Finanzieren nutzen kann ich nix sagen.


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Mfg,
Rascal
 
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Alt 08.04.2008, 09:43   #4
verbringt hier einige Zeit
 
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Status: allestrader ist offline
Standard AW: Bausparen - Sinn oder Unsinn

Habe mich auch mal mit der Frage beschäftigt. Für mich ist herausgekommen:

BSV zur Geldanlage: NEIN, denn selbst mit den Zulagen und Prämien (Wohnungsbauprämie gibts übrigens nicht oder demnächst nicht mehr) ist die Rendite zu niedrig im Vergleich zu anderen sicheren Anlageformen, z.B. Tagesgeld. Hinzu kommt der relativ hohe "Verwaltungsaufwand".

BSV mit dem Ziel ein Darlehen in Anspruch zu nehmen: JA, denn ein BSV den man mit dem Ziel eines Darlehens abschließt hat unschlagbare Konditionen was den Kredit angeht. Das kann eigentlich keine Seriöse Bank unterbieten. Es kann im Vergleich zur Geldanlage in Festgeld/Tagesgeld sogar ein Zinsvorteil entstehen.

Will heißen: Ich habe genug Geld mir eine Wohnung zu kaufen. Komme aber besser wenn ich mein Geld gut angelegt lasse und ein Darlehen in Verbindung mit einem Bausparvertrag in Anspruch nehme.
 
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Alt 08.04.2008, 09:48   #5
Elite Aktienboarder
 
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Standard AW: Bausparen - Sinn oder Unsinn

Zitat:
Zitat von allestrader Beitrag anzeigen
BSV zur Geldanlage: NEIN, denn selbst mit den Zulagen und Prämien (Wohnungsbauprämie gibts übrigens nicht oder demnächst nicht mehr) ist die Rendite zu niedrig im Vergleich zu anderen sicheren Anlageformen, z.B. Tagesgeld. Hinzu kommt der relativ hohe "Verwaltungsaufwand".
Ein typischer Bausparvertrag laeuft 7 Jahre und hat eine feste Rendite (Kosten eingerechnet), wie vergleichst du den mit Tagesgeld, dessen Zinsen nicht konstant bzw. vorhersagbar sind?


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Alt 08.04.2008, 10:13   #6
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[quote=Banker;1904955]Man sichert sich mit Bausparen zur Zeit Zinssätze von ungefähr 1,95 Prozent. Das ist absolut unter Marktniveau und bietet einen hervorragenden Start in die Finanzierung der eigenen 4 Wände.


Leider habe ich noch nie einen Bausparvertrag gesehen, der den effektieven Jahreszins ausweist

So, dass ein Bausparvertrag unter Umständen als Finanzierung teurer werden kann als ein Finanzierungsdarlehen einer Bank.


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Alt 08.04.2008, 14:54   #7
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Zitat:
Zitat von Buchfink Beitrag anzeigen
Leider habe ich noch nie einen Bausparvertrag gesehen, der den effektieven Jahreszins ausweist

So, dass ein Bausparvertrag unter Umständen als Finanzierung teurer werden kann als ein Finanzierungsdarlehen einer Bank.
Mit Abschluss des Bausparvertrages sicherst du dir den Zinssatz, den du bei Inanspruchnahme des Darlehens bekommst. Das ist immer so.


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Alt 08.04.2008, 15:08   #8
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Standard AW: Bausparen - Sinn oder Unsinn

Der Sinn eines Bausparvertrages besteht darin das man einen billigen Baukredit erhält. Ob dies z.Z. der Fall ist ist zu hinterfragen. Diesen (Vorteil) erkauft sich der Bausparen dadurch, dass seine Kapitaleinlage keinen vernünftigen Ertrag bringt. Für Personen die ihre hohen Kapitalerträge versteuern müssen ist die auch von Vorteil. Berücksichtig man noch dass Finanzierungslaufzeiten von 30 Jahren üblich sind, kann man mit einem Bausparvertrag nichts mehr anfangen.


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Alt 08.04.2008, 15:41   #9
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Es gibt immer Vor-und Nachteile:

Man erkauft sich einen niedrigen Darlehenszins durch einen geringen Guthabenzins. (Gerade bei den günstigen Tarifen mit 2% Darlehenszins, beträgt der Guthabenszins nur 1,5%, selbst bei sofortiger EInzahlung von 40-50% der Baussparsumme müssen 48 Monate Mindestwartezeit bis zur Zuteilung abgewartet werden.)

Andererseits kann eine Beimischung sinnvoll sein, wenn man z.B. eine Teiltilgung anstrebt.

(Beispiel man erwartet eine größere Summe in Zukunft, dann kann man beim Bauspardarlehen beliebig tilgen im Gegensatz zum normalen Bankdarlehen)

Desweiteren können staatliche Föderung und stark steigende Zinssätze ein Argument für einen Bausparvertag sein.


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Alt 08.04.2008, 15:45   #10
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Zitat:
Zitat von Banker Beitrag anzeigen
Mit Abschluss des Bausparvertrages sicherst du dir den Zinssatz, den du bei Inanspruchnahme des Darlehens bekommst. Das ist immer so.
Das so stimmt nicht,
laß Dir mal schriftlich geben, wie hoch der effektive Zinssatz bei in Anspruchnahme des Darlehens sein wird

Ich hatte mal so ein Darlehensangebot, als ich es dann nehmen wollte, hat man mir erklärt, dass es das garnicht gibt.
Auf meine Antwort, dass ich das von Herrn Hoffmann, (einem Mitarbeiter der BSK) schriftlich hätte, hat man mir gesagt,

Herr Hoffmann? der ist doch lange nicht mehr da und der hatte auch nichts zu sagen
Obwohl ich es sogar schriftlich hatte, habe ich das Darlehen nicht zu dem vereinbarten Zinssatz bekommen

Da habe ich bei der BSK garkeins genommen.


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