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Aktienboard > Trading und Finanzen > Börsenfreies Finanz- und Wirtschaftsforum > Tipp Immobilienbranche fürchtet wachsende Leerstände

  

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Alt 04.03.2003, 18:34   #21
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Stefano, danke für die netten vermittelnden Worte.

Ich kenne die Region längst nicht so gut und so romantisch wie Du und gar Dawnrazor
Auch in der Region um die Kasseler Berge, wird es nicht jeden Tag regnen, auch wenn es mir so scheint, da es das in 90% der Fälle tut, wenn ich dort fahre. Sonst mag ich Hessen, vor allem von der Sprache ist es sehr angenehm für Saarländer und es sagt einem niemand, daß man aber gut Hochdeutsch spricht

Es gibt halt für Zugereiste auch Nachteile in Niedersachsen Die finden Dich entweder putzig, wenn Du holen und nehmen verwechselst (ein Unterschied, der in der praktischen Umsetzung bei der Pille einen wichtigen Unterschied ausmacht) oder auch nicht
Es gibt dort auch kein Regionalgericht, wie Grünkohl mit Bregenwurst.......

So nun habe ich mir ers auch mit den Niedersachsen verscherzt und kann Euch höchstens noch die Autobahnfahrt zwischen Völklingen und Saarbrücken im Saarland ans Herz legen, dann seid ihr fast an allem vorbeigekommen, was im Saarland häßlich ist Lafontaines Herz schlägt zwar links, aber sein Neubau, der derzeit errichtet wird, muß ein kleines Monster mit Säulen sein, wie meine saarländische Freundin, deren Vater Architekt ist, gelästert hat "Bauen tut er rechts"

Es wäre doch furchtbar, wenn alle die gleiche Region, die gleichen Häuser und Wohnungen schön fänden, dann wären sie ja unbezahlbar und kaum jemand könnte nach seinem Geschmack leben.
 
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Alt 04.03.2003, 18:36   #22
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In Hessen gibt es keinen Grünkohl mit Bregenwurst, meinte ich und das ist gut so
 
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Alt 04.03.2003, 18:39   #23
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Ach ja, ich bin kein Kommunikationsgenie, nachdem ich Smilies entfernen mußte ist der Absatz weg. Zwischen Völklingen und Saarbrücken liegt die Völklinger Hütte (Weltkulturerbe ) und andere Schönheiten .

Laffontaine baut auf dem Gau, mehr so eine Gegend für mich, obwohl mein Fahrlehrer in solchen Dörfern in Niedersachsen eher gemurmelt hat, hier wolle er nicht tot über dem Zaun hängen
 
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Alt 05.03.2003, 08:15   #24
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hola,

sodele...eigentlich wollt ich ja antworten wenn de kopp wieder janz frei ist....aber da muss ich wohl noch ä bissel warten...daher jetzt die antworten für orgami:

Stefano, wie sieht denn Dein zeitlicher Anlagehorizont aus? Ganz kurzfristig gerät doch der Haus- und Wohnungsmarkt in Frankfurt doch vermutlich aufgrund der Bankenkrise auch unter Druck, oder

also für´s alter haben wir folgend vorgesorgt:

lebensversicherung
risiko mit buz
bausparer
firmensfond
aktiendepot
immobilie als kapitalanlage
selbstgenutze immobilie

ansonsten kommt noch ä bssel money rein durch meine aktienzocks

ich denke nicht dass der wohnungsmarkt in...um frankfurt unter druck kommt...klaro sind auch hier die qm preise etwas gesunken....aber jetzt schon wieder anziehend....es kommen immer mehr die sich´s leisten können in die satdt....der mittelstand zieht ins umland...die auswirkungen sieht man in 10 km entfernung von meinem wohnort entfernt.....dort is quasi ne neue stadt entstanden...bei horrenden qm preisen bis zu 2500 €/qm für etw und häuser bis zu 3000 €/qm.
bei uns bekommt man noch klasse häuser oder etw´s zu 1500 €/qm.

das soll´s erstmal sein...der schweiss tröpfeld schon wieder...keuch----schneuf---hust...


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Ciao Stefano

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Alt 05.03.2003, 08:25   #25
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Stefano, kurier dich

Du sorgst ja diversifiziert vor. Ich drücke Dir die Daumen, daß ich mit meinem Langfristpessimismus Unrecht behalte
 
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Alt 05.03.2003, 08:29   #26
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hola,

thanks orgami...begebe mich jetzt auch wieder in die mutzelkiste


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Alt 20.03.2003, 12:53   #27
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Der Leerstand nimmt dramatisch zu
Bauminister Stolpe: Eine der größten Herausforderungen, vor denen Deutschland steht - Kritik an Stadtumbauprogramm

Halle - Das hatte Bundesbauminister Manfred Stolpe (SPD) nicht erwartet: Auf dem 3. Leerstandskongress des Bundesverbandes Deutscher Wohnungsunternehmen (GdW) in Halle sah er sich mehr als 800 Wohnungswirtschaftlern gegenüber, der größten Teilnehmerzahl, die je für eine Veranstaltung zum Thema "Stadtumbau" mobilisiert werden konnte - und die Kritik prasselte von allen Seiten auf den Minister ein.


Denn "der Stadtumbau Ost flopt", wie die WELT vor Ort immer wieder zitiert wurde. Inzwischen stehen schon 1,4 Millionen Wohnungen in den neuen Bundesländern leer, fast 400 000 mehr als noch vor einem Jahr.

"Eine der größten Herausforderungen, vor denen Deutschland steht", räumte Stolpe ein und machte geltend, dass die Bundesregierung das Problem erkannt habe: 2002 seien 200 Kommunen in das Stadtumbauprogramm aufgenommen und 153 Mio. Euro für Abrisse bereitgestellt worden, was für 45 000 Wohnungen hätte reichen sollen. 2003 stünden für Stadtentwicklungsprogramme 516 Mio., bis 2009 2,7 Mrd. Euro zur Verfügung. Weitere Mittel könnten draufgelegt werden, etwa wenn die Kommunen von 800 Mio. Euro Flutopferhilfe entlastet würden. Auch die von Kanzler Schröder zugesagten 15 Mrd. Euro verbilligter Kredite sollten schwerpunktmäßig dem Stadtumbau Ost zugute kommen.

Doch die Bereitschaft, Ankündigungen für bare Münze zu nehmen, hat abgenommen. "Seit zwei Jahren kommen wir nicht vom Fleck, an erkennbaren Verbesserungen ist nichts zu sehen. Die Menschen werden mit dem Möbelwagen abstimmen", schilderte der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Halle-Neustadt, Udo Mittinger, die Situation. Und bekam von seiner Oberbürgermeisterin, Ingrid Häußler (SPD), Rückendeckung: "Die Häuser stehen leer und es geht nicht los." Halles "Stadtmutter" rechnete vor: "Halle hat fast 100 000 Einwohner verloren, eigentlich müssten wir 40 000 Wohnungen abreißen, mit den Wohnungsgesellschaften haben wir uns auf 20 000 bis 2010 geeinigt. Aber wenn es mit dem Geldfluss so weiter geht wie bisher, dauert das 22 Jahre." Zustimmung auch von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper: "Die Mittel reichen gerade für 50 Prozent der erforderlichen Maßnahmen. Und wir haben Stadtteile mit 40 Prozent Leerstand. Von den 12 000 Wohnungen im Plattenbaugebiet Neu Olvenstedt werden in fünf bis sieben Jahren nur noch 3000 bis 4000 gebraucht."

"Schluss mit der weißen Salbe, es muss jetzt angefangen werden", verlangte auch Stolpes sachsen-anhaltinischer Kollege Karl-Heinz Daehre. Ein struktureller Fehler des Stadtumbauprogramms sei die niedrige Dotierung der Anfangsförderung. "Mit fünf Prozent im ersten Jahr kann der Stadtumbau überhaupt nicht starten, wir müssen genau umgekehrt rangehen - wie bei der klassischen Stadtsanierung und am Anfang klotzen. Und wir müssen schnellstens eine Lösung für die Altschuldenproblematik finden, das bringt mehr als weitere Förderprogramme." Der kräftige Applaus im Plenum zeigte, dass der Politiker mit beiden Forderungen den Nerv der Versammlung getroffen hatte.

Wie ein roter Faden zog sich die Forderung durch die Beiträge, einen "Lastenausgleich" für den Stadtumbau zu schaffen. "Eine sehr einfache Lösung wäre", so GdW-Präsident Lutz Freitag, "den Hauptakteuren des Stadtumbaus die Altschulden zu erlassen. Denn so kann es nicht laufen, dass die einen ihr Vermögen in den Stadtumbau einbringen und ihre Bestände dezimieren, und die andern die Mieter einsammeln und profitieren."

Dieselbe Einmütigkeit von der CDU bis zur PDS auch bei der Grunderwerbsteuer. Wenn Wohnungsgesellschaften fusionieren, müsse auf die Steuer verzichtet werden, verlangte Mecklenburg-Vorpommerns Bauminister Helmut Holter (PDS). Der Freistaat Sachsen will dazu am 11. April einen Bundesratsantrag einbringen, denn die wünschenswerten Fusionen wirtschaftlich geschwächter Wohnungsgesellschaften könnten nur dann zustande kommen, wenn sie nicht noch zusätzlich Geld kosten.

Konsens auch in punkto Eigenheimzulage. "Kein Geld mehr für Eigenheime auf der Grünen Wiese, aber für Eigentumsbildung in der Stadt", hatte schon Sachsens-Anhalts Bauminister Karl-Heinz Daehre gefordert. Da pflichteten nicht nur die Oberbürgermeister, sondern auch Daehres mecklenburg-vorpommerscher Kollege Holter bei: "Auch wir sind für Eigentumsbildung im Altbaubestand. Wir müssen möglichst schnell von der Neubau- zur Bestandsförderung kommen." gur


Artikel erschienen in der Welt am 20. Mär 2003
 
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Alt 28.03.2003, 08:56   #28
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Nur Privatisierungen im großen Stil versprechen eine angemessene Rendite


Mit Wohnungen ist wenig Geld zu verdienen


Von Reiner Reichel, Handelsblatt


Experten sagen für die kommenden Jahre im Durchschnitt sinkende Mieten und Preise für Wohnimmobilien voraus. Der Grund sind vor allem große Leerstände. Für das Großgeschäft mit Privatisierungen eignen sich vor allem Ballungsräume mit steigender Bevölkerungszahl und wenig sozialen Brennpunkten.


DÜSSELDORF. Die Lobbyarbeit der Wohnungswirtschaft hat gewirkt. Finanzminister Eichels Giftliste ist wahrscheinlich vom Tisch. Kanzler Gerhard Schröder will sogar durch Subventionen 7,5 Mrd. Euro Modernisierungsinvestitionen auslösen.

Zum großen Renditeknüller, der Investoren in Massen anlockt, werden Wohnungsbau und -vermietung trotzdem nicht werden. Nicht einmal das seit Jahren niedrige Zinsniveau hat verhindert, dass seit 1998 Jahr für Jahr weniger Mietwohnungen gebaut wurden. Niedrige Mietrenditen und fehlende oder geringe Wertzuwächse schrecken Investoren ab. Besonders die Zahlen der 3 200 Mitgliedsunternehmen des GDW Bundesverbandes Deutscher Wohnungsunternehmen sind dramatisch schlecht: Deren Gesamtkapitalrentabilität liegt seit 2001 im Durchschnitt unter zwei Prozent, in Ostdeutschland machen die Unternehmen Verluste. Volker Dupré, Geschäftsführer der Corpus Holding sieht die Folgen: „Viele Unternehmen sind bald nicht mehr am Markt.“

Ein weiteres Indiz, dass mit Wohnungen kaum Geld zu verdienen ist: Offene Immobilienfonds halten so gut wie keine Wohnungen und denken auch nach dem Rekordmittelzufluss von 5,4 Mrd. Euro im Januar und Februar nicht an Wohnungskäufe.

Prognosen des Analyseunternehmens Bulwien verheißen noch schlechtere Zeiten: Mieten und Immobilienpreise würden bis 2007 um durchschnittlich vier Prozent sinken – eine Folge des Leerstands, den das Ifo-Institut auf 2,3 bis 2,4 Mill. Wohnungen schätzt. In Ostdeutschland stehe jedes fünfte Objekt leer.

Und dennoch drängt – teils sogar ausländisches – Geld auf den deutschen Wohnungsmarkt. David Pascall, Geschäftsführer der britischen Terra Firma Capital Partners, deutet an, dass weiterhin Interesse am Kauf von zwei Kölner kommunalen Wohnungsgesellschaften mit rund 41 000 Wohnungen besteht, der im ersten Anlauf scheiterte. Erfolgreicher akquiriert hat die Deutsche Annington, wie Terra Firma aus einer Tochter der japanischen Bank Nomura hervorgegangen. Sie kaufte mehrere Eisenbahnerwohnungsgesellschaften mit zusammen 64 000 Wohnungen.

Ob Annington, Corpus, Viterra oder Patrizia Immobiliengruppe, alle haben das gleiche Geschäftsmodell: Es werden große Wohnungsbestände von finanzklammen Kommunen, von Versicherungen oder Werkswohnungen, etwa Zechensiedlungen im Ruhrgebiet, gekauft. Im Idealfall stehen die Miethäuser allerdings in Ballungsräumen Düsseldorf oder Köln, die anders als das Ruhrgebiet und Ostdeutschland Bevölkerungswachstum erleben.

Dabei werden soziale Brennpunkte gemieden und Objekte ohne Belegungsrechte der Kommunen und Mietpreisbindungen bevorzugt.

Danach wird, wo nötig, modernisiert, und möglichst an Mieter, später an Anleger weiterverkauft. Kalkuliert wird in der Regel mit Mieterverkaufsquoten von 50 bis 60 Prozent. In den eigenen Bestand wollen die Privatisierer möglichst keine Wohnung übernehmen. „Wir beenden eine Privatisierung nicht, bevor 100 Prozent des Bestandes verkauft worden sind“, sagt Werner Gorny, Chef der Patrizia Wohnungsprivatisierung. Annigton-Chef Volker Riebels Strategie: „Andere Wohnungsunternehmen sehen Mieterprivatisierung als eine Möglichkeit, sich von Problembeständen zu trennen. Wir trauen uns, gute Wohnungen zu verkaufen.“ Mit dem Erlös werden andere Wohnungen vor dem Verkauf aufgewertet.

Mieterverbände und Kommunalpolitiker befürchten, die Mieter würden durch Paketverkäufe hemmungslosen Geschäftemachern ausgeliefert. Um Imageschäden zu vermeiden, achten die Verkäufer auf SozialverträglichkeitsKlauseln, die Kündigungs- und Mieterhöhungsmöglichkeiten einschränken. Annington-Chef Riebel sagt aus Erfahrung: „Nur zufriedene Mieter kaufen.“ Und Terra-Chef Pascall ergänzt: „Solche Klauseln sind für uns kein Problem. Sie haben aber Auswirkungen auf den Preis.“

Günter Haber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Freier Wohnungsunternehmen, berichtet von Paketabschlägen im Einkauf von 40 bis 50 Prozent gegenüber Verkaufspreisen einzelner Wohnungen. Trotz solcher Abschläge funktioniert das Geschäft nur, wenn die monatliche Belastung der Käufer für Zins- und Tilgung die frühere Miete nicht übersteigt, was typischerweise unter Einbezug der Eigenheimzulage erreicht wird.

Michael A. Kremer, Chef der DB Real Estate Management, warnt: „Zurzeit ist sehr viel Euphorie im Geschäft mit der Mieterprivatisierung. Ob die Rechnung für die Privatisierer aufgeht, hängt von der Höhe der Eigenheimzulage ab. Sollte sie doch noch gekappt werden, haben sie zu teuer eingekauft.“

Zur Rentabilität der Wohnungserkäufe – 2002 waren es 2 800 – mag sich Annington-Chef Riebel nicht äußern. Viterra-Vorstand Wolfhard Leischnitz gibt die Parole aus: „Wir wollen bei einer nachhaltigen Rendite von 7,5 Prozent auf das Gesamtkapital wachsen.“ Die rund 170 000 Wohnungen im Bestand geben allerdings nur fünf Prozent Mietrendite her, so dass die Verkaufszahl von 9 900 Wohnungen aus dem Vorjahr noch einmal getoppt werden soll. Corpus-Geschäftsführer Dupré beantwortet die Rendite-Frage so: „Wir versuchen, auf der Käuferseite fünf bis sechs Prozent Rendite darzustellen.“

Was bei steigenden Mieten wieder leichter fällt. Wer kein Neubaugeschäft betreibt, dürfte die Empfehlung von Ifo-Immobilienanalystin Karin Behring gerne hören: „Das Angebot weiter verknappen.“ Bulwien-Vorstand Germano Tullio sieht im Abwärtszyklus sogar die Stunde der Bestandshalter schlagen – „wenn sie die Zeit zur Modernisierung nutzen“.


HANDELSBLATT, Freitag, 28. März 2003, 08:50 Uhr
 
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Alt 28.03.2003, 09:28   #29
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Tagesspiegel, 28.03.2003


Mieten im Osten fast auf Westniveau
Nach dem neuen Mietspiegel stieg der Quadratmeterpreis in den östlichen Bezirken seit 2000 um 10,7 Prozent – kleine Altbauwohnungen sind sogar teurer als im Westen

Trotz starker Steigerungen liegen die Durchschnittsmieten im Osten Berlins weiterhin unter denen im Westen – allerdings ist der Unterschied geringer geworden. Dies zeigt der neue Berliner Mietspiegel, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Zahlt man im Westen jetzt im Mittel 4,35 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter, sind es im Osten 4,13 Euro: eine Differenz von 22 Cent. Im letzten Mietspiegel vor drei Jahren waren es noch 54 Cent. Seitdem ist die Miete im Westen durchschnittlich nur um 1,8 Prozent gestiegen – im Osten dagegen um 10,7 Prozent. Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) führt diesen Anstieg „im wesentlichen auf Modernisierungsmaßnahmen“ zurück.

Der Mietspiegel gibt die „ortsüblichen Vergleichsmieten“ für 1,2 Millionen Berliner Wohnungen wieder, die in Mehrfamilienhäusern liegen und keine Sozialbauwohnungen sind. 173 „Mietspiegelfelder“ differenzieren diese Wohnungen nach Baujahr, Lage, Größe und Ausstattung. Neben der Durchschnittsmiete für eine Wohnung dieser Art ist auch die Spanne angegeben, in der die Mieten für eine solche Wohnung üblicherweise liegen. Es handelt sich beim Mietspiegel also nicht um eine Empfehlung, sondern um eine – gerichtsfeste – Tatsachenfeststellung.

„Seine wesentliche Funktion ist der Schutz der Mieter vor ungerechtfertigten Mieterhöhungen“, erklärt Strieder. Denn will ein Vermieter die Miete erhöhen, kann der Mieter anhand des Mietspiegels überprüfen, ob die Erhöhung den ortsüblichen Rahmen übersteigt – dann wäre sie nämlich ungesetzlich.

Der Mietspiegel zeigt aber auch, welche Wohnungen in Berlin besonders begehrt sind. So sind im Vergleich zum letzten Meitspiegel von 2000 besonders die großen Wohnungen (mehr als 90 Quadratmeter) im Westen teurer geworden: Die Mietsteigerung liegt hier bei durchschnittlich 4,6 Prozent. Auch die Mieten für Wohnungen in mittleren Lagen haben Strieder zufolge überdurchschnittlich angezogen. Am teuersten sind im Westen die Wohnungen, die in den letzten zehn Jahren gebaut wurden. Sie kosten durchschnittlich 7,38 Euro pro Quadratmeter – das sind jedoch 21 Cent weniger als vor drei Jahren. In Ost-Berlin dagegen stiegen die Mieten in allen Marktsegmenten. Besonders stark verteuerten sich Altbauten: um 11,8 Prozent auf durchschnittlich 3,93 Euro – was immer noch unter den 4,11 Euro vergleichbarer Wohnungen im Westen liegt. Auch Plattenbauten wurden teurer; „sie sind inzwischen zu 80 Prozent modernisiert“, begründet Strieder. Die höchste Durchschnittsmiete aber wird für Wohnungen unter 40 Quadratmeter verlangt: 4,44 Euro. Besonders begehrt sind dabei Altbauten in der Innenstadt: 5,10 Euro zahlt man dafür im Westen, 5,24 im Osten. Holger Wild
 
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Alt 28.03.2003, 10:02   #30
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Manager-Magazin, 27.03.2003



I M M O B I L I E N

Genügend Kröten im Hochtaunuskreis


Von Arne Stuhr

Bankenkrise hin oder her - wer in Bad Homburg, Königstein oder Kronberg wohnen will, muss auch weiterhin viel Geld auf den Tisch legen. Eine Trendwende ist nicht abzusehen.

Hamburg/München – Ein paar Klicks im Internet genügen, um zu erkennen, dass im Hochtaunuskreis die Welt noch in Ordnung ist. In Kronberg wurde am Wochenende die Minigolf-Saison eröffnet, und in Königstein wird gebeten, auf die wandernden Kröten Rücksicht zu nehmen.



Großansicht


Leider unbewohnbar:
Burg Königstein ist ein Wahrzeichen des Hochtaunuskreises


Dabei sollte man doch meinen, die Krise der Banken im rund 15 Kilometer entfernten Frankfurt würde auf die beliebten Wohnorte durchschlagen. In Kronberg zum Beispiel hat die Deutsche Bank ein Ausbildungszentrum, Accenture - gerade gab es Entlassungen im Bereich Financial Services - residiert im "Campus" und auch Fidelity lenkt seine Deutschland-Aktivitäten von Kronberg aus. Im benachbarten Königstein steht nicht nur die ehemalige "Schneider-Villa", sondern es werden auch die Mitarbeiter der Dresdner Bank für den – gerade jetzt sehr schwierigen – Bankalltag gedrillt.

Aber wie es scheint, wurden bis jetzt vor allem die Mitarbeiter entlassen, die eben nicht am Wochenende den Sportwagen durch die Spitzkehren des Taunus jagen und dabei ihrem Kennzeichen "HG" alle Ehre machen. Dieses wird beim Normal-Hessen nämlich gern mit "Habe Geld" übersetzt.

Millionen-Objekte sind keine Seltenheit

Und dieses scheint in der Tat noch reichlich vorhanden zu sein. In einer aktuellen Studie kommt die HypoVereinsbank nämlich zu dem Ergebnis, dass das Wohnen im Hochtaunuskreis teuer ist und bleibt.

Da es an Bauland fehle, würden die Kaufpreise für Häuser sogar künftig noch steigen. Für exklusive Einfamilienhäuser seien Preise von über 1,5 Millionen Euro keine Seltenheit. In gefragten Wohnlagen wie Bad Homburg oder Kronberg liegt der Quadratmeterpreis für Bauland bei mindestens 750 Euro.

2600 und 3150 Euro pro Quadratmeter

Auch der Wohnungsmarkt bewegt sich weiter auf hohem Niveau. Für eine Eigentumswohnung müssen im Vordertaunus zwischen 2600 und 3150 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch gelegt werden. Wer sich nicht sicher ist, ob er länger in der Gegend arbeiten wird und daher mietet, zahlt bei guter Lage der Wohnung durchschnittlich 9,5 Euro pro Quadratmeter.

Wem das zu viel ist, kann ja in das im benachbarten Main-Taunus-Kreis gelegene Bad Soden ziehen. Dort sind Eigentumswohnungen zum Beispiel rund 20 Prozent günstiger als in der hessischen belle Etage.

Dafür sind die Probleme natürlich dort auch wesentlich gravierender. Ein Blick ins Netz: Am Freitag bleibt die Sauna in der Sodenia-Therme wegen Reparaturarbeiten geschlossen.
 
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