Das Problem der
Insolvenz von GM ist, dass andere es dann nachmachen wollen. Chrysler soll ja auch schon Interesse an dieser Lösung gezeigt haben. Die Auswirkungen wären nicht absehbar und die davon ausgehende Verunsicherung dürfte wesentlich mehr Schaden anrichten, als vorstellbar ist.
Wenn vorher geklärt ist, wie die Aktionäre als Eigentümer betroffen sind, kann´s ganz gesund sein. Wenn alles mal so und dann wieder so verkündet wird, ist der nächste Rutsch vorprogrammiert.
Gerade der aktuell wieder gedehnte Ermessensspielraum bei der Bewertung der Sicherheiten kann eine Bilanz von jetzt auf gleich ins Minus zaubern - wann immer es sich für den Vorstand lohnt. Und das wird dann so oft passieren, wie in jeden gesunden Handwerksbetrieb. Die gehen ja auch regelmässig pleite und stehen hinterher besser da, als vorher.
GM ist aber kein Handwerksbetrieb. Beim Lehmann-
crash waren die Folgen für das Umfeld auch nicht absehbar - sonst hätte man die wohl kaum crashen lassen. Jetzt geht man mit der gleichen "was soll schon passieren-Mentalität" an diese Industrie heran.
Ich sehe in dieser
Insolvenz deshalb sowas wie die Büchse der Pandora.