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Mitglieder: 46.699 | Beiträge: 2.244.595 | Online: 37 Benutzer u. 316 Gäste | Chat: 0 | Neues Mitglied: flovis
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#7721 | ||
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Käpt'n Katastrophenfritz
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US-Arbeitsmarktdaten heute mit deutlichem Dämpfer:
Zitat:
Unemployment rate falls to 8.2% from 8.3%. NFP January revised down from +284,000 to +275,000. NFP February revised up from +227,000 to +240,000. ![]() ![]() ![]() Zitat:
Während die nicht-inhaftierte Bevölkerung um 169.000 gestiegen ist, ist die Summe der erwerbsfähigen Bevölkerung um 164.000 geschrumpft. 133.000 sind aus der Arbeitslosenstatistik herausgefallen, also nicht mehr als arbeitslos gemeldet. Bloss wohin sind diese gewandert? Denn die Zahl der tatsächlich Beschäftigten ist ebenfalls um 31.000 gesunken? D.h. nicht nur der Zahl der Arbeitslosen ist gesunken, sondern gleichzeitig auch die Zahl der Beschäftigten. ![]() Des Rätsels Lösung (damit die Arbeitslosenquote dennoch sinken konnte), ist mal wieder das Sammelbecken "Not in labour force", welches um 333.000 angestiegen ist. Also diejenigen, welche zwar arbeitsfähig sind, aber dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen (Studenten, Rentner, Hausfrauen, enttäuschte Arbeiter,...). Dies ist der einzige Statistikposten, welcher seit zwei Jahren stetig ansteigt. Schon erstaunlich, immer mehr Leute in den USA brauchen nicht zu arbeiten und suchen auch nicht mehr nach einem Job. Hier der Report: http://www.bls.gov/news.release/pdf/empsit.pdf http://www.calculatedriskblog.com/20...0-jobs-82.html http://www.calculatedriskblog.com/20...iscussion.html Damit dürften aber auch langsam die Voraussetzungen für QE3 erfüllt sein. Denn der Arbeitsmarkt liegt besonders im Fokus der FED. Gruß, Swai __________________ Wir brauchen eine Alternative in Deutschland! www.alternativefuer.de "Die größte Spekulation der Welt wäre es, einen Politiker zu dem Wert einzukaufen den er hat, und ihn zu dem Wert zu verkaufen, den er sich selbst einräumt." (Kostolany) |
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#7722 | ||
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Risk-taker by his own
Registriert seit: 25.06.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 3.942
Wikibeiträge: 0 Status: |
Zitat:
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#7723 | ||
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Käpt'n Katastrophenfritz
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Ohne Scherz, das könnte sogar vertraglich zugesichert werden:
Zitat:
![]() Das sind so Fälle wo man mit der Privatisierung wirklich zu weit gehen kann... Gruß, Swai __________________ Wir brauchen eine Alternative in Deutschland! www.alternativefuer.de "Die größte Spekulation der Welt wäre es, einen Politiker zu dem Wert einzukaufen den er hat, und ihn zu dem Wert zu verkaufen, den er sich selbst einräumt." (Kostolany) |
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#7724 | ||
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war schon öfters hier
Registriert seit: 21.02.2011
Ort: New Hampshire, USA
Beiträge: 23
Wikibeiträge: 0 Status: |
Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab für die Amerikanische Wirtschaft ...
Am vergangenen Freitag wurde das US GDP im Q1 auf 2.2 % taxiert - das ist 0.5% unter der Erwartung, und rund 25% niedriger als noch im Q4 2011 (GDP war 3% in Q4). Die Arbeitslosenzahlen haben möglicherweise gedreht im April: Seit vier Wochen nun kommen die Daten unterhalb der Erwartungen herein. Nach neuesten Zahlen (25.April) stieg das Mittel über vier Wochen um 6,250 (nun auf 381750). Die Zahlen für den gesamten April werden kaum gut aussehen können; der April hat so gut wie keine 'seasonal corrections' die dies ändern könnten. Ab Mai dann wird die 'gemessene' Zahl für die Jahreszeitliche Korrektur reduziert. Die 'durable goods' Aufträge sanken (25. April) um nominal 4.2%. Da die Zahlen u.a. einen starken Rückgang von Flugzeugaufträgen, und auch einen Gutteil militärischen Ausgaben enthalten muss man etwas genauer hinsehen: Neue Bestellungen für "non-defence capital goods excluding aircraft" (dieser Anteil trägt zum GDP bei) ist im März um 0.8% gesunken. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sich in Kürze weitere Indikatoren finden werden, die nahelegen, dass der wirtschaftliche Sinkflug in Amerika bereits wieder eingesetzt hat. Ist die Zeit zum Aussteigen gekommen? |
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#7725 | ||
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Käpt'n Katastrophenfritz
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@Tom:
![]() Dallas Manufacturing Daten kamen heute ebenfalls schlecht herein. Wo du gerade die Luftfahrtbranche ansprichst: Produktion auf Halde kennen ja wir bereits aus dem Automobilsektor: Zitat:
Offenbar wird dies aber ebenfalls excessiv in der Luftfahrt angewendet: Die Inventories von Boeing sind ebenfalls rasant gestiegen über die letzten Jahre (und sind damit für einen Teil des Wirtschaftswachstums der USA verantwortlich) ![]() http://www.zerohedge.com/news/latest...cloud-stuffing Das Gap zwischen Auftragseingängen und Beständen wird immer größer. Offenbar hat man trotz gesunker Orders (der Einbruch in 2008 ist mehr als deutlich) den Output einfach beibehalten. Allerdings scheint Boeing aber von dem Streit zwischen der EU und China zu profitieren: Airbus schaut in die Röhre - China Eastern kauft bei Boeing Was den den Rest angeht: Habe es ja schon mehrmals erwähnt: Ich halte die Wirtschaftsdaten größtenteils alle für beschönigt. Sie spiegeln den tatsächlichen Zustand der US-Wirtschaft nicht wieder. Arbeitsmarkt und Inflationsdaten sind stets gute Beispiele dafür, wie nicht nur das sampling, sondern auch das reporting ergebnisorientiert sein kann. Die Verschuldung der USA liegt nun auch offiziell jenseits der 100% Marke vom GDP. Aber noch viel interessanter ist die Schulden-Entwicklung in den letzten Jahren. Von 2008 bis 2011 ist das nominale US-GDP insgesamt um ca. 4,3% gewachsen. Die Staatsverschuldung dagegen um unglaubliche 72%! Von $9,03 Billionen am 31.12.2007 auf $15,58 Billionen am 27.04.2012. siehe: http://fms.treas.gov/dts/index.html Oder anders gesagt: Ganz schön hoher Einsatz für so wenig Resultat. Und das betrifft ausschliesslich den Schuldenstand des Bundes. Die einzelnen Bundesstaaten kommen noch obendrauf. Wären die USA nicht die USA, dann wäre das Land vermutlich längst nur noch single A geratet. Aber dank des weltweiten Reservestatus und der Benutzung des Dollars für sämtliche Rohstoff settlements, ist das bisher gut gegangen. Ich würde jedenfalls unter keinen Umständen die Entschlossenheit der FED und der Politik unterschätzen, die Vermögensillusion für die US-Bürger aufrechtzuerhalten. Dies betrifft den Immobilienmarkt und natürlich auch den Aktienmarkt. Auf ersterem hat die Geldflutung bisher ja nicht viel Erfolg gezeigt, aber beim Aktienmarkt definitiv. US-Aktien gelten inzwischen als deutlich robuster als europäische und sogar chinesische Aktien. Ob dies gerechfertigt ist, wird sich zeigen. Dennoch, die FED wird zur Not alle Register ziehen, um den Aktienmarkt stabil zu halten. Und dafür muss sie unbedingt auch den Inlandskonsum stabil halten, sprich das extrem niedrige Zinsniveau. Die Beibehaltung der ultra-low interest rate policy der FED wird regelmäßig nach hinten erweitert, zuletzt auf mind. Ende 2014. Dies soll die Zahlungen für Hypothekenkredite entlasten, aber auch den Konsum auf Pump treiben. QE3 wird definitiv kommen, denn es muss kommen. Anders lässt sich die US-Wirtschaft gar nicht halten. Der Aufschwung der letzten drei Jahre war lediglich durch Kredite finanziert und ist niemals selbsttragend. Ich halte es allerdings für wahrscheinlich, dass man es nicht QE3 nennen wird, einfach um dem Stigma der Dollarentwertung und Inflationsverursachung zu entkommen. Ich verweise dazu auch auf die Aussagen von letzter Woche: Der Gold- & Silberthread Die FED ist also definitiv bereit ihre eigene Bilanz weiter auszuweiten. Wie das neue Programm dann benannt werden wird, erfahren wir schon. ![]() Größter Profiteur von weiteren Geldmengenausweitungen sollte aber definitiv Gold sein, noch vor US-Aktien. Gruß, Swai __________________ Wir brauchen eine Alternative in Deutschland! www.alternativefuer.de "Die größte Spekulation der Welt wäre es, einen Politiker zu dem Wert einzukaufen den er hat, und ihn zu dem Wert zu verkaufen, den er sich selbst einräumt." (Kostolany) Geändert von Swai (01.05.2012 um 00:39 Uhr) |
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#7726 | ||
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war schon öfters hier
Registriert seit: 21.02.2011
Ort: New Hampshire, USA
Beiträge: 23
Wikibeiträge: 0 Status: |
Zitat:
Kritisch ist hier allerdings das Timing. Vor Präsidentschaftswahlen hält sich die Fed üblicherweise bedeckt: Jede Art von Aktivität läuft hier immer Gefahr als seriöse Einmischung verleumdet zu werden (entweder für den Amtsinhaber, oder gegen ihn). Das ist auch diesmal nicht anders, die Stimmung ist 'eh schon gereizt, weil viele Leute wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand stehen. Zudem könnten die von den Kandidaten vorgestellten Rezepte zur Lösung der Krise kaum unterschiedlicher sein. Egal was die Fed tut, es würde sehr wahrscheinlich als Parteinahme für eine der beiden Gruppen begriffen - und die jeweils benachteiligte Gruppe würde sicher Geschrei anstimmen. Ob dies allerdings bedeutet das die Fed tatenlos zuschauen wird, wie die US Wirtschaft in Zeitlupe zur Hölle fährt, da wage ich keine Vorhersage. Was klar scheint: Bernanke weis mehr als er öffentlich zugeben kann. Das er kürzlich die Märkte vergrätzt hat indem er nicht gleich beim kleinsten Anzeichen wieder mit Geld einspringt, das ist zudem noch kluge Taktik: Er hält sich im Moment alle Optionen offen - und wartet ab. |
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#7727 | ||
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Elite Aktienboarder
Registriert seit: 14.11.2008
Beiträge: 3.773
Wikibeiträge: 0 Status: |
DOW macht um 16.00 nach den hohen Zahlen zum Auftragseingang einen 100 Punkte Satz. Paßt prächtig zu den miesen Arbeitsmarktzahlen - mit diesem unerwarteten Ereignis können die bucket-shops wieder alle schön rasieren.
Was soll man da eigentlich noch glauben? __________________ Grüsse Steve ...die Gewinne übertrafen die Prognosen teilweise um ein Vielfaches - aber irgendwie hatte man sich mehr erwartet... |
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#7728 | ||
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Aktienboarder
Registriert seit: 16.05.2007
Beiträge: 614
Wikibeiträge: 0 Status: |
Zitat:
__________________ "Main Street saves while Wall Street trades" |
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#7729 | ||
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Käpt'n Katastrophenfritz
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Die Börsen haben die Arbeitsmarktdaten nicht gut aufgenommen.
Zitat:
Civilian noninstitutional population: +180.000 Labor Force: -342.000 Employed: -169.000 Unemployed: -173.000 ![]() Not in labor force: +522.000 auf 88.42 Mio. ![]() Was bedeutet dies nun? Die arbeitsfähige (und nicht dienende oder justizierte) Bevölkerung in den USA ist von März auf April um ca. 180.000 angestiegen. Diese scheinen sich aber im gleichen Atemzug allesamt als arbeitsunwillig erklärt zu haben, oder aber kollektiv in Rente gegangen zu sein oder ein Studium begonnen zu haben, und wurden damit in den üblichen Sammelposten "not in labor force" umgebucht. Desweiteren scheinen 169.000 Amerikaner aufgehört haben zu arbeiten, sind aber offenbar keineswegs arbeitslos geworden, sondern wollen einfach nicht mehr arbeiten, sind in Rente gegangen, oder Studenten oder Hausfrauen geworden und damit ebenfalls in not in labor force gewandert. Außerdem sind 173.000 vormals Arbeitslose aus der Arbeitslosenstatistik gefallen, weil nicht mehr arbeitswillig oder jobsuchend (discouraged workers + 103.000). Mit anderen Worten: Die Arbeitslosenrate ist nur deshalb von 8.2% auf 8.1% gefallen, weil die Anzahl der Arbeitslosen noch stärker gesunken ist, als die Anzahl der Arbeitenden. Macht das Sinn? Es scheint gerade in den USA ein kollektives Rennen stattzufinden, wer sich als schnellster als arbeitsunwillig erklärt und zudem keine Arbeitslosenunterstützung möchte? ![]() Die alternative Interpretation könnte sein: Der Aufschwung in den USA ist so gigantisch, dass jeder Haushalt nur noch einen Vollzeittätigen benötigt. Hier ist die Recovery der USA grafisch dargestellt: ![]() +12,1% Die Civilian labor force participation rate zeigt mit 63,6% ein ebenso desaströses Bild. Sie ist nun auf das Niveau von 1981 zurückgefallen. Es handelt sich dabei grob übersetzt um das Verhältnis zwischen arbeitsfähiger Bevölkerung und der arbeitenden, bzw. arbeitswilligen Bevölkerung. ![]() (http://www.zerohedge.com/news/people...te-lowest-1981) Hier der gesamte Bericht vom BLS: http://www.bls.gov/news.release/pdf/empsit.pdf Alternative Interpretationen sind gerne erwünscht, für mich ist das alles etwas Nonsense. Gibt es irgendwo eine Erhebung über die monatlichen retirements der US-Bevölkerung? Oder Anzahl der Studienbeginner? Gehen evtl. wirklich soviele Leute in Rente? Gruß, Swai __________________ Wir brauchen eine Alternative in Deutschland! www.alternativefuer.de "Die größte Spekulation der Welt wäre es, einen Politiker zu dem Wert einzukaufen den er hat, und ihn zu dem Wert zu verkaufen, den er sich selbst einräumt." (Kostolany) Geändert von Swai (04.05.2012 um 18:24 Uhr) |
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#7730 | ||
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Käpt'n Katastrophenfritz
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Zitat:
Der Rest des Artikels zeigt nur mal wieder die strukturelle Lage Amerikas. Die großen US-Unternehmen mögen Top sein, sehr gute Gewinne erwirtschaften und global tätig sein. Aber ihr Herkunftsland verfällt zusehends. Und beim Thema Bildung verfallen die Politiker, in einem Land wo der Kreationismus öffentlich an Schulen gelehrt werden darf, immer öfters in Aktionismus...leider nicht im positivem Sinne. Rick Perry wollte damals im Falle seiner Wahl ja gleich als erstes das Bildungsministerium abschaffen. Gruß, Swai Diese Meinung möchte ich nur zur Diskussion stellen, es handelt sich um keine Katastrophenempfehlung. __________________ Wir brauchen eine Alternative in Deutschland! www.alternativefuer.de "Die größte Spekulation der Welt wäre es, einen Politiker zu dem Wert einzukaufen den er hat, und ihn zu dem Wert zu verkaufen, den er sich selbst einräumt." (Kostolany) Geändert von Swai (13.05.2012 um 17:08 Uhr) |
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