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Aktienboard > Trading und Finanzen > Tradingstrategien und Börsenpsychologie > Diskussion Finanzberatung? Nein Danke! von Olaf Borkner-Delcarlo

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Alt 21.09.2017, 06:45   #11721
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Standard AW: Finanzberatung? Nein Danke! von Olaf Borkner-Delcarlo

Zitat:
Zitat von DaBuschi Beitrag anzeigen
Unterstützung vom Elternhaus bin ich bei Dir, aber genau das ist der Knackpunkt. Warum haben die meisten Kinder aus bildungsfernen Schichten schlechte Noten? Weil Sie keine Hilfe von ihren Eltern bekommen?

Heißt Chancengleichheit nicht, dass jedes Kind die gleichen Chancen haben soll, unabhängig von der Unterstützung der Eltern? Wenn die Grundlage für schulischen Erfolg von der Unterstützung durch die Eltern abhängt (und das tut es in extremem Maße), dann haben Kinder von Akademikern automatisch größere Chancen und Kinder von Niedriglöhnern ist eine ebensolche Karriere mit hoher Wahrscheinlichkeit vorgezeichnet. Ich bin prinzipiell ein Freund davon, dass jeder auch irgendwo seines eigenen Glückes Schmied ist, aber Kinder bis zur Pubertät können viele Dinge noch gar nicht selbst leisten und das Bewusstsein haben, dass sie hier eine große Chance haben, die sie unbedingt nutzen müssen.
Ganz ganz heisses Eisen.

Das waere - ein bisschen extrem formuliert - nichts anderes als ein System in dem z.B. ein ermaechtigtes Amt entscheidet welche Eltern in der Lage sind die den Kindern gegenueber die erforderlichen Leistungen zu erbringen und welche nicht.
Falls nicht faehig, Kinder weg und im Namen der Chancengleichheit irgendwo unter staatlicher Obhut ins Erziehungsheim gesteckt.
Waere nateurlich natuerlich nur das beste fuer die Kids, weil staatliche Jugenderziehungsprogramme waren schon immer gut...siehe Geschichte

In der wirklichen Welt ist es nunmal so dass Schule nur fuer einen Teil des zukuenftigen Erfolgs des Kindes beitragen kann.
Der weitaus groesste Teil lag, liegt und wird immer bei den Eltern liegen.

Das Problem wird noch dadurch verschaerft dass Akademiker ueberlegen ob sie sich Kinder leisten koennen oder nicht - fuer einen Teil der bildungsfernen Schichten sind Kinder schlichtweg eine Einkommensquelle (staatl. Gelder) und die Verantwortung ist sekundaer....

Unterscheide bitte zwischen bildungsfern und nicht gebildet...ich erinnere mich an ehemalige Mitschueler mit eher armen, nicht gebildeten Eltern, aber im Sinne von Verantwortungsbewusstsein gegenueber den Kindern waren die besser als manche Akademiker...
 
Musterdepot von Ste Fan Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2017, 06:51   #11722
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Standard AW: Finanzberatung? Nein Danke! von Olaf Borkner-Delcarlo

Zitat:
Zitat von Ste Fan Beitrag anzeigen
Unterscheide bitte zwischen bildungsfern und nicht gebildet...ich erinnere mich an ehemalige Mitschueler mit eher armen, nicht gebildeten Eltern, aber im Sinne von Verantwortungsbewusstsein gegenueber den Kindern waren die besser als manche Akademiker...
Das ist auch heute noch so. Du hast Recht. Da muss man auf jeden Fall unterscheiden.


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Alt 21.09.2017, 07:08   #11723
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Standard AW: Finanzberatung? Nein Danke! von Olaf Borkner-Delcarlo

Zitat:
Zitat von DaBuschi Beitrag anzeigen
Warum haben die meisten Kinder aus bildungsfernen Schichten schlechte Noten? Weil Sie keine Hilfe von ihren Eltern bekommen?
nicht nur keine Hilfe sondern insbes. die falsche Einstellung zu Schule und Lernen... und das hat mit dem Vermögen der Familie nur indirekt zu tun. Hier bringt die finanzielle Umverteilung gar nichts.

Zitat:
Zitat von DaBuschi Beitrag anzeigen
aber Kinder bis zur Pubertät können viele Dinge noch gar nicht selbst leisten und das Bewusstsein haben
richtig, das sollten die Eltern leisten, tun sie aber leider oft nicht

Zitat:
Zitat von DaBuschi Beitrag anzeigen
Lies Dir das Buch durch oder recherchiere einfach mal die Autorin Sabine Czerny.
ich kenne die Geschichte, ist aber nicht ganz dieses Thema

Ein weiteres Problem ist Inklusion, Integration usw (für mich ein wahlloses Zusammenwürfeln von unterschiedlichsten Voraussetzungen - mit dem schönen Nebeneffekt: das Schließen der Förderschulen). Es ist zwar in der Theorie schön und richtig, alle Kinder zu fördern, aber in einer Klasse mit fast 30 Schülern, davon 5-10 lernbehindert, sozial-emotional behindert... dazu einige mit sprachlichen Problemen kannst du als (einzige/r) LehrerIn nicht mehr optimal fördern.

Aber: nur weil du vielleicht eine Umverteilung favorisierst, wird diese nicht automatisch gerechter.

Bsp Ich:
arbeite, konsumiere wenig, lege mir (versteuertes!!) Geld beiseite, investiere in Aktien (damit bin ich Teil dieser Firma), Firma erwirtschaftet Gewinne, versteuert diese (nach den Vorgaben der Politik * unter Ausnutzung aller legalen Möglichkeiten), zahlt DANACH Gewinne in Form von Dividenden aus
-> warum zum Teufel soll ich das nochmal versteuern?

warum setzt du nicht hier * an?

und nur mal nebenbei:
https://de.wikipedia.org/wiki/Steuer...n_(Deutschland)
Die Steuereinnahmen steigen aber schon jetzt kommt das Geld nicht dort an, wo du es möchtest. Warum glaubst du dass der Staat mit noch mehr Geld daran etwas ändert?


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Alt 21.09.2017, 07:20   #11724
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Zitat:
Zitat von Ste Fan Beitrag anzeigen
Das Problem wird noch dadurch verschaerft dass Akademiker ueberlegen ob sie sich Kinder leisten koennen oder nicht - fuer einen Teil der bildungsfernen Schichten sind Kinder schlichtweg eine Einkommensquelle (staatl. Gelder) und die Verantwortung ist sekundaer....
Warum funktioniert das mit der Einkommensquelle bei Akademikern eigentlich nicht, was bei "bildungsfernen" aber funktioniert?
 
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Alt 21.09.2017, 07:27   #11725
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Zitat:
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Warum funktioniert das mit der Einkommensquelle bei Akademikern eigentlich nicht, was bei "bildungsfernen" aber funktioniert?
Hmm, vielleicht mehr Erwartungen ans Leben im allgemeinen?
 
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Alt 21.09.2017, 08:13   #11726
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Zitat:
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...

Jeder kann es schaffen, aber nicht ALLE. Und deshalb ist es unangebracht, aus Ausnahmen eine Regel abzuleiten.
...
Da hast du völlig recht

Eine starke Gesellschaft sollte diejenigen auffangen können, die es nicht geschafft haben (aus welchen Gründen auch immer). Wie schnell kann sich das Glück gegen einen wenden...

Eine starke Gesellschaft muss es dann aber auch schaffen, die betroffenen Menschen dazu zu bringen, wieder in ein selbstbestimmtes Leben (soweit es die individuellen Umstände es eben ermöglichen) zu kommen. Das fehlt heute total.

Die Menschen müssen wieder sprüren, dass sich durch etwas höhere Leistungsbereitschaft die eigene Lebensqualität gegenüber der staatlichen Fürsorge deutlich (!) steigern lässt.

Da muss man ansetzen, denn eine stärkere Umverteilung ist aus meiner Sicht nicht das geeignete Mittel. Je mehr Geld man von den "Reichen" auf die "Armen" umverteilt, umso mehr bestärkt man die Menschen in ihrer Einstellung, dass sich Leistung nicht mehr lohnt. Und das sowohl bei den "Armen" als auch bei den "Reichen".
 
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Alt 21.09.2017, 08:39   #11727
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Zitat:
Zitat von StockBayer Beitrag anzeigen
Da hast du völlig recht

Eine starke Gesellschaft sollte diejenigen auffangen können, die es nicht geschafft haben (aus welchen Gründen auch immer). Wie schnell kann sich das Glück gegen einen wenden...

Eine starke Gesellschaft muss es dann aber auch schaffen, die betroffenen Menschen dazu zu bringen, wieder in ein selbstbestimmtes Leben (soweit es die individuellen Umstände es eben ermöglichen) zu kommen. Das fehlt heute total.

Die Menschen müssen wieder sprüren, dass sich durch etwas höhere Leistungsbereitschaft die eigene Lebensqualität gegenüber der staatlichen Fürsorge deutlich (!) steigern lässt.

Da muss man ansetzen, denn eine stärkere Umverteilung ist aus meiner Sicht nicht das geeignete Mittel. Je mehr Geld man von den "Reichen" auf die "Armen" umverteilt, umso mehr bestärkt man die Menschen in ihrer Einstellung, dass sich Leistung nicht mehr lohnt. Und das sowohl bei den "Armen" als auch bei den "Reichen".

Das ist für mich reines "Wunschdenken"

gatowman


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Alt 21.09.2017, 09:14   #11728
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Zitat:
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Unterstützung vom Elternhaus bin ich bei Dir, aber genau das ist der Knackpunkt. Warum haben die meisten Kinder aus bildungsfernen Schichten schlechte Noten? Weil Sie keine Hilfe von ihren Eltern bekommen?

Heißt Chancengleichheit nicht, dass jedes Kind die gleichen Chancen haben soll, unabhängig von der Unterstützung der Eltern? Wenn die Grundlage für schulischen Erfolg von der Unterstützung durch die Eltern abhängt (und das tut es in extremem Maße), dann haben Kinder von Akademikern automatisch größere Chancen und Kinder von Niedriglöhnern ist eine ebensolche Karriere mit hoher Wahrscheinlichkeit vorgezeichnet. Ich bin prinzipiell ein Freund davon, dass jeder auch irgendwo seines eigenen Glückes Schmied ist, aber Kinder bis zur Pubertät können viele Dinge noch gar nicht selbst leisten und das Bewusstsein haben, dass sie hier eine große Chance haben, die sie unbedingt nutzen müssen.
Ich habe geschrieben, dass jeder Zugang zur Bildung haben soll. Das hat bei uns jeder und für jedem steht prinzipiell jede Tür offen. Das ist für mich Chancengleichheit. Was du erreichen möchtest, ist, dass jeder dann auch die gleichen Voraussetzungen hat, um die Tür aufzustossen und zu durchschreiten. Das ist meiner Meinung nach aber wirklich illusorisch und der Versuch, hierbei alle gleich machen zu wollen muss zwangsläufig scheitern. Warum?
1.) Wer will grundsätzlich überhaupt beurteilen, wer bessere und wer schlechtere Voraussetzungen hat und deswegen Unterstützung braucht? Der Staat? Die Schulbehörden? Die Lehrer? Die sollen das hinbekommen? Ich lach mich tot!
2.) Ganz prinzipiell kann es für uns alle nicht die gleichen Voraussetzungen geben, weil wir alle nicht mit den gleichen Talenten ausgestattet sind. Ich war ganz OK in Mathe und hatte kurzzeitig erwogen, einen Beruf zu ergreifen, in dem die Mathematik einen Schwerpunkt bildet. Allerdings gab es bei uns einen Überflieger im Leistungskurs, der so derartig begabt für Mathematik war, dass ich mir im Vergleich vorkam wie ein Hilfsschüler. Der Junge arbeitet inzwischen als theoretischer Physiker in der Raumfahrtforschung und gilt selbst da offenbar als "Star". Wie hätte ich je die gleichen Chancen wie er erhalten können? Niemals wäre das möglich gewesen. Wir sind nicht alle gleich. Deswegen müssen wir auch nicht versuchen, alle gleich zu machen. Das klappt eh nicht.
3.) Eng verwandt mit 2.) ist das, was du "Unterstützung der Eltern" nennst. Das spielt zusammen mit unserer genetischen Ausstattung vermutlich eine Rolle bei der Entwicklung von dem, was ich mit individuellem Talent meine. Auch das wird man nie vereinheitlichen und gleich machen können. Es gibt Akademikerkinder, die allein dadurch benachteiligt sind, dass ihre Eltern beide berufstätig sind und erst gegen 8 nach Hause kommen. Da ist nicht viel Unterstützung drin. Es gibt Hartz IV-Eltern, die alle Zeit der Welt dafür haben, mit ihren Kindern zu üben. Es gibt dumme oder auch ungebildete Eltern, die in bestimmten Fächern einfach nicht mehr helfen können und solche, die einen akademischen Titel auf dem entsprechenden Fachgebiet haben, aber unfähig sind, mit ihren Kindern zurecht zu kommen und daher ihr Wissen auch nicht ansatzweise weitergeben können. Was ist die Konsequenz? Wie willst du die alle gleich machen? Ich behaupte mal: Das ist schlichtweg unmöglich!
4.) Die Mentalität. Man kann als Schüler alle Talente haben, phantastische Lehrer und tolle Eltern, die bei jeder Frage eine Antwort parat haben und es dann trotzdem nicht auf die Kette kriegen. Weil man z.B. absolut faul ist oder ein Extrempubertierer, der prinzipiell alles ablehnt. Gibt es für die Chancengleichheit?
5.) Kann die Schule grundsätzlich allen Schülern die gleichen Voraussetzungen bieten? Letztendlich sind die, die lehren, bewerten und mit den Kindern interagieren auch "nur" Menschen. Mit all ihren Fehlern und Schwächen. Mir kann niemand erzählen, dass alle Kinder dort grundsätzlich gleich behandelt werden. Der eine Lehrer mag keine Türken, der andere keine vorlauten Burschen und Lehrer C kann mit schüchternen Mädchen in seinen Unterricht rein gar nichts anfangen. Willst du Gehirnwäsche anwenden, damit alle bei allen Lehrern die exakt gleichen Voraussetzungen haben? Ich halte das für illusorisch.

Zitat:
Zitat von DaBuschi Beitrag anzeigen
Dividenden, die unter anderem dadurch gezahlt werden können, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Löhne zahlen, von denen diese nicht Leben können. Du lässt also faktisch andere für Dich arbeiten, wohl wissend, dass diese oftmals davon nicht leben können, willst aber möglichst wenige Steuern aus diesen Einkünften zahlen
Die Argumentation könnte man auch umdrehen: Unternehmen können häufig nur existieren, weil es Investoren gibt, die sie mit Liquidität versorgen, wenn es um die Themen Wachstum, Expansion, Überwindung von Krisen geht. Investoren sind für mich auch diejenigen, die Anleihen dieser Unternehmen kaufen oder ihre Aktien besitzen. Selbst wenn wir diese Anleihen oder Anteile nicht den Unternehmen direkt abkaufen und ihnen unser Geld dadurch unmittelbar zukommen lassen, sind sie unmittelbar darauf angewiesen, dass Investoren sich an ihnen beteiligen wollen bzw. die von ihnen emmittierten Papiere nachgefragt werden. Nur so gibt es attraktive Kurse zu denen z.B. dann auch eine Kapitalerhöhung Sinn macht. Nur so können sie ihre Anleihen überhaupt erst an den Mann bringen. Denn wenn die Nachfrage nach diesen Papieren direkt nach der Herausgabe einbricht und ins Bodenlose fällt, wird es beim nächsten mal schwer mit der Kapitalbeschaffung.
Zum Thema: "wohl wissend, dass diese oftmals davon nicht leben können". Ich wüsste nicht, dass Mitarbeiter von Unternehmen, an denen ich mich beteiligt habe, nicht von ihrem Gehalt leben können.
Zitat:
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schließlich willst Du ja die Welt bereisen und ein schönes Leben haben.
Natürlich will er das. Das ist ja auch ein cooles Lebensziel. Ich kenne andere, die sparen all ihr Geld (generieren so also auch kein Steuereinnahmen), um mit 60 tagtäglich in ihrem Garten im Eigenheim zu sitzen und das selbstgezogene Gemüse zu Essen. Würdest du die auch kritisieren? Auch die minimieren letztendlich ihre Steuerausgaben zu ihrem eigenen Vorteil. ein mir bekannter Künstler schickt fast all seine Einnahmen in seine Heimat nach Georgien, um dort seine Familie zu unterstützen. Wie unglaublich eigennützig und asozial von ihm, denn dadurch zahlt er (nach deiner Denkweise) hier keine Steuern und untergräbt so die Infrastruktur, die er (im Gegensatz zu bloom) ja selbst auch noch hochaktiv nutzt. Ich verstehe ehrlich gesagt überhaupt nicht, warum du jemanden dafür kritisierst, dass er möglichst wenig Steuern zahlen will. Ich persönlich kenne niemanden, bei dem das anders ist. Und wenn das so wäre, hätten die Steuerbehörden sicherlich schon lange Spendenkonten eingerichtet, um die gigantischen Geldströme in ihren Säckel zu leiten.


__________________
If a man empties his purse into his head, no one can take it away from him. An investment in knowledge always pays the best interest.
Benjamin Franklin

Geändert von Ansteff (21.09.2017 um 09:22 Uhr)
 
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Alt 21.09.2017, 09:27   #11729
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Zitat:
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Du musst von Deinen Dividenden leben.

Dividenden, die unter anderem dadurch gezahlt werden können, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Löhne zahlen, von denen diese nicht Leben können. Du lässt also faktisch andere für Dich arbeiten, wohl wissend, dass diese oftmals davon nicht leben können, willst aber möglichst wenige Steuern aus diesen Einkünften zahlen, schließlich willst Du ja die Welt bereisen und ein schönes Leben haben.

(rührende "jeder hat so eine" Story gelöscht.
1. Wer Kinder in die Welt setzt tut der Welt zunächst mal keinen Gefallen. Wir steuern auf die 10 Milliarden zu die wir vermutlich 2100 erreichen werden und zerstören dabei was uns in die Quere kommt.

2. Das kapitalistische System (das einzige das funktioniert) profitiert davon. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, auch bei den Löhnen. Und sowieso bei den Firmen sprich deren Anteile also Aktien.

3. Jedes Land hat die Regierung und damit die Steuern die es verdient, aber nicht die Regierung oder die Steuern die jeder will. Dafür werden wir mit Beinen geboren!

4. Die meisten Leute verstehen weder das System noch können sie mit Geld umgehen. Soll diese Ignoranz die ja von den meisten Staaten gefördert wird auch noch belohnt werden?

Der typische Lebensweg sollte eigentlich so aussehen wie derjenige von bloom. Man krempelt die Arme hoch, arbeitet hart, riskiert auch mal was und vor allem gibt man nicht alles Geld aus das man verdient. Man braucht Kapital um zu arbeiten, Maschinen, Gebäude, Werkzeuge, Fahrzeuge, Land etc. etc.

Woher kommt dieses Kapital? Dank dem Aktienmarkt kann es von überall kommen, idealerweise von Leuten die mit dem Kapital anderer gearbeitet haben und nicht alles ausgegeben haben.

Wenn wir nicht mehr arbeiten können oder wollen so sollten wir genügend Kapital in Form von Aktien angespart haben. Damit ermöglichen wir der nächsten Generation wieder das selbe machen zu können... und ja, wir profitieren natürlich auch selber davon.

Natürlich kommt jetzt sofort wieder der Einwand mit den zu tiefen Löhnen um was zur Seite zu bringen. Stimmt nicht und ist statistisch erwiesen. Es spielt überhaupt keine Rolle wie viel jemand verdient, hat Null oder sogar eine negative Korrelation zur Sparquote.

Wichtig ist nicht wie viel man verdient sondern wie viel man davon ausgibt. Hier ist der springende Punkt, und nicht bei den Steuern!


__________________
Der einzige gute Tipp von Deinem Broker ist ein margin call.
 
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Alt 21.09.2017, 09:57   #11730
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Standard AW: Finanzberatung? Nein Danke! von Olaf Borkner-Delcarlo

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Zitat von Yina Beitrag anzeigen
— also, ich begegne dem ersten Selbstständigen schon beim Einkauf um die Ecke ..... Lebensmittelhändler, Produzenten, Einzelhändler, Frisöre, Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Handwerker .... soll ich die Liste fortsetzen?
danke, das war jedoch nicht meine Frage.
Was haben Selbstständige und Zugezogene mit H4 zu tun? Und worin besteht die Unverschämtheit?
In einer gegebenen Situation entscheidet sich der eine so, der andere genau andersherum. Der eine gibt auf, der andere eben nicht.

Übrigens, Deine Liste läßt endlos fortsetzen - ich sehe täglich die kleinen Logistikunternehmer (n=1) die für ein Appel und ein Ei Amazon und Co. groß machen.


__________________
________________________
Experience is what you get, if you expect anything else!

Alles ist Zahl - die Vollkommenen --> 6; 28; 496; 8128; 33550336; 8589869056
 
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