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Alt 09.10.2018, 07:19   #401
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Alt 09.10.2018, 07:52   #402
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IWF-Chefin Christine Lagarde sieht die Weltwirtschaft am Scheideweg.
(Foto: dpa)

Dienstag, 09. Oktober 2018

Schulden auf Rekordniveau
Boom der Weltwirtschaft geht zu Ende

Experten sprechen bereits von der Gefahr einer "zweiten großen Depression": Hohe Schulden und die Politik von US-Präsident Trump bedrohen das Wachstum der Weltwirtschaft. Der IWF warnt vor möglichen Folgen. Das erste Opfer steht schon fest.

Argentinien, Pakistan, Türkei: Wenn sich von heutigen Dienstag an die internationale Elite aus Wirtschaft- und Finanzpolitik auf Bali trifft, wird der Sonnenschein der Ferieninsel im Indischen Ozean deutlich getrübt von der Gewitterstimmung in der Weltwirtschaft. "Es nieselt, aber es schüttet noch nicht", sagt die zu wetternahen Sprachbildern neigende IWF-Chefin Christine Lagarde vor dem Jahrestreffen ihres Internationalen Währungsfonds (IWF) mit der Weltbank in Indonesien.

Der Boom der Weltwirtschaft hat ein Ende erreicht. Die Prognose von 3,9 Prozent Wachstum für 2018 und 2019 sei nicht mehr zu halten, kündigt Lagarde schon vor der Tagung an, bei der Finanzminister, Notenbankchefs und Finanzexperten aus 189 Ländern zusammenkommen werden. Auch die G20-Finanzminister halten ein Treffen ab, zu dem der deutsche Ressortchef Olaf Scholz anreisen wird. IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld - der kurz vor dem Ruhestand steht - stellt derweil seinen letzten Weltwirtschaftsbericht vor. Demnach erwartet der IWF für 2018 und 2019 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent. Auch für Deutschland wurde der Ausblick abgesenkt.

Donald Trump bereitet dem IWF Sorgen

Es ist nicht nur die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump, die Lagarde, Obstfeld und ihren Kollegen Sorgen macht. Wie einen Intensivpatienten mit einer Adrenalin-Infusion hält Trump mit seiner prozyklischen Fiskalpolitik über Steuergeschenke und protektionistische Maßnahmen die größte Volkswirtschaft der Welt auf einem künstlichen Boomkurs. Das könnte bis zum Jahr 2020 so gehen. Dann steht Trump zur Wiederwahl - und wichtige Teile seiner Steuerreform laufen aus.

"Bisher wachsen die USA stark, gestützt durch eine prozyklische wirtschaftspolitische Expansion und noch immer lockere finanzielle Bedingungen", sagt Lagarde. Das könne aber zum Risiko werden. Die staatlichen Spritzen für die US-Wirtschaft sind großteils über Schulden finanziert. Wie auch das Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Schulden von privater und öffentlicher Hand sind auf ein Rekordniveau gewachsen. Mit 182 Billionen Dollar stehen öffentliche und private Haushalte weltweit in der Kreide. Das sind rund 60 Prozent mehr als noch vor der Finanzkrise im Jahr 2007.

"Diese Häufung macht Regierungen und Unternehmen anfälliger für eine Straffung der geldpolitischen Bedingungen", sagt Lagarde. Von der Gefahr einer "zweiten großen Depression" ist gar schon die Rede, weil sich Regierungen und Regulierungsbehörden nicht zu strengeren Spielregeln für die Märkte durchringen können. In den USA lockert Trump gerade die Zügel, die sein Vorgänger Barack Obama nach der Finanzkrise angelegt hatte. Auch in der Londoner City machen sich im Brexit-Tumult Lockerungstendenzen breit.

Besonders Entwicklungs- und Schwellenländer wären von Krise betroffen

...

Mit anderen Worten: Falls die US-Notenbank Federal Reserve noch zügiger die Zinsen hochdrehen muss, weil die Trumpsche Wirtschaftspolitik ansonsten kurzfristig zu Überhitzungseffekten führen würde, könnte es Opfer geben. Weniger bei den reichen Ländern. Vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer, wo Unternehmen ihre Schulden häufig in US-Dollar aufnehmen, wären betroffen.

Argentinien ist das erste Opfer. Der Weltwährungsfonds musste dem südamerikanischen Land bereits mit 50 Milliarden Dollar unter die Arme greifen. Die Türkei und Pakistan könnten folgen - wenngleich beide Regierungen noch abwinken. Der türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan will sich partout nicht die Blöße geben, bei der internationalen Gemeinschaft um Hilfe zu bitten. Und auch Pakistan hofft darauf, den Karren aus eigener Kraft aus dem Dreck zu ziehen.

Quelle: n-tv.de , Michael Donhauser, dpa

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Boom-...e20660274.html


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Geändert von Boy Plunger (09.10.2018 um 07:58 Uhr)
 
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Alt 09.10.2018, 07:55   #403
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Zitat:
Zitat von Boy Plunger Beitrag anzeigen
Mit anderen Worten: Falls die US-Notenbank Federal Reserve noch zügiger die Zinsen hochdrehen muss, weil die Trumpsche Wirtschaftspolitik ansonsten kurzfristig zu Überhitzungseffekten führen würde, könnte es Opfer geben. Weniger bei den reichen Ländern. Vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer, wo Unternehmen ihre Schulden häufig in US-Dollar aufnehmen, wären betroffen.
Powell hatte ja aber zumindest in der letzten Pressekonferenz nach der FOMC-Sitzung gesagt, dass die Fed die globalen Währungsauswirkungen im Blick hat. Aber natürlich ist nicht zu erwarten, dass sie anderen Ländern einen hohen Wert beimessen. Einen höheren sicher als Trump, aber America First gilt auch bei der Notenbankpolitik, das ist klar.


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Alt 09.10.2018, 08:04   #404
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Zitat:
Zitat von Banker Beitrag anzeigen

sorry!

Das sollte nun funktionieren:


https://www.bloomberg.com/news/artic...nancial-crisis
 
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Alt 09.10.2018, 08:34   #405
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Ein Problem der umgekehrten Art sind die sogenannten Zombie Firmen. Das sind per Definition Firmen die über 10 Jahre alt sind und die es seit 3 oder mehr Jahren nicht geschafft haben ihre Schuldzinsen über den operativen Gewinn zu bedienen.

Es gibt Studien wonach davon ungefähr 10 Prozent aller börsenkotierten Firmen betroffen sind.

Diese Firmen sollten sterben, werden aber vor allem von den Banken künstlich am Leben gehalten damit die Kredite (noch) nicht abgeschrieben werden müssen. Sie werden aber mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht überleben und je länger sie den Ruin herauszögern desto mehr Ressourcen werden von ihnen verschwendet.

Hier wäre also eine restriktivere Geldpolitik nützlich, auch wenn es zunächst weh tut. Es würde das Geld in produktivere Unternehmen verschieben. Und auf der grünen Wiese die die Untoten jetzt besetzen könnten neue Firmen entstehen.

https://www.nzz.ch/meinung/zombies-h...ren-ld.1360162


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Alt 09.10.2018, 09:49   #406
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Eine Mann in Venezuela zählt sein Geld.
(Foto: REUTERS)

Dienstag, 09. Oktober 2018

Gigantischer Preisanstieg
IWF erwartet Millionen-Inflation für Venezuela

Der Internationale Währungsfonds sagt für Venezuela eine Inflation von 1,37 Millionen Prozent voraus. Für das kommende Jahr sieht die Prognose sogar noch düsterer aus.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) bescheinigt der Wirtschaft von Venezuela praktisch den totalen Kaufkraftverlust. Die Preissteigerung betrage am Ende des laufenden Jahres 1,37 Millionen Prozent, heißt es im Weltwirtschaftsbericht des Fonds. Für das nächste Jahr prognostiziert der IWF gar Preisanstiege von zehn Millionen Prozent.

Zum Vergleich: Insgesamt bewegt sich der Preisanstieg in Lateinamerika bei rund sechs Prozent, im Krisenland Argentinien bei mehr als 30 Prozent. Westliche Volkswirtschaften streben in der Regel eine Zielmarke von etwa zwei Prozent an, um Preisstabilität zu gewährleisten. Die IWF-Prognose für Venezuela wird von einigen Volkswirten kritisiert, weil eine Hyperinflation dieser Größenordnung kaum akkurat vorhergesagt werden könne.

Venezuela ist das ölreichste Land der Welt. Doch die völlige Abhängigkeit der Volkswirtschaft von den Ölvorkommen sowie die Politik von Päsident Nicolás Maduro und seinem Vorgänger Hugo Chávez haben das Land in ein wirtschaftliches Chaos gestürzt. Die Wirtschaftsleistung Venezuelas schrumpft dem IWF zufolge im dritten Jahr in Folge um einen zweistelligen Prozentsatz, in diesem Jahr um 18 Prozent nach 14 Prozent im Vorjahr.

Quelle: n-tv.de , kpi/dpa


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Alt 09.10.2018, 10:07   #407
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Tja, so lange sie von China Kredit und von Kuba militärische Unterstützung bekommen wird sich wohl nichts ändern, ausser dass jedes Jahr 3 bis 6 Nullen gestrichen werden; damit man das Geld für den Einkauf wenigstens in einer grossen Sporttasche transportieren kann und nicht einen Schubkarren braucht.



Hyperinflation ist immer ein Problem der Geldschöpfung, also der Notenbank. Immerhin ist Venezuela dabei die Rekorde aus Deutschland und Zimbabwe zu schlagen...

Die Kredite aus China verschwinden sofort wieder in den Taschen der Politiker, die Bolivar zum offiziellen Kurs in Dollars tauschen können. Dann können sie diese wiederum zum X-fachen auf dem Schwarzmarkt zurück in Bolivar tauschen und das Spielchen wiederholen. Und irgendwann müssen dann die noch nicht geborenen Kinder in Venezuela die Kredite an China zurückzahlen...die mit Oel besichert sind.


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Alt 10.10.2018, 20:21   #408
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Die Geschichte springt uns förmlich an, wir sind mittendrin.

 
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Alt 11.10.2018, 10:10   #409
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https://www.cmegroup.com/trading/int...n-to-fomc.html


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Alt 11.10.2018, 11:15   #410
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@ventura

DANKE für diesen link zum Interview mit Dr. Stelter!

ich lese oft auf seiner Internetseite bto rein, aber ehrlich: dieses Interview hat schon eine beeindruckende Wirkung auf mich erzielt.
 
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