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Aktienboard > Trading und Finanzen > Tradingstrategien und Börsenpsychologie > Work in Progress: Mein neues Portfolio

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Alt 05.11.2018, 23:53   #1
Aktienboarder
 
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Standard Work in Progress: Mein neues Portfolio

Hallo Leute,

im Oktober habe ich ja mein DGI-Depot komplett aufgelöst.

Nun hab ich einen Haufen Cash rumliegen.
Da ich mein hart verdientes Geld aber nicht kampflos der Inflation überlassen will, muss ich es weiter für mich arbeiten lassen. Und zwar so, dass ich meine gesteckten Ziele auch erreichen kann.

In diesem Thread möchte ich gerne meine Ziele und meinen Weg zum "neuen Portfolio" beschreiben.
Darüber hinaus werde ich hier regelmäßig die Zusammensetzung und Performance meines Portfolios posten.
Die öffentliche Dokumentation soll mich anspornen und zur Disziplin zwingen

Es würde mich freuen, wenn der ein oder andere mal vorbeischaut und konstruktive Kritik übt
Und noch schöner wäre es, wenn meine Ausführungen für machen von euch hilfreich sein können.

Ich werde wohl nicht immer zeitnah auf Beiträge antworten können, werde mich aber darum bemühen

Viele Grüße aus dem Süden der Republik.
 
Musterdepot von StockBayer Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2018, 00:27   #2
Aktienboarder
 
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Standard AW: Work in Progress: Mein neues Portfolio

Warum hab ich das DGI-Depot denn überhaupt aufgelöst?

Wie a.a.O. bereits angerissen, gab es mit meinem DGI-Depot im Wesentlichen folgende Problemfelder:

a) ich bin für DGI-Investing, wo die Generierung von passivem Einkommen im Vordergrund steht einfach in der falschen Lebensphase (Dividenden brauch ich später in der Ruhephase). Jetzt muss ich mich eigentlich auf Wachstum konzentrieren, erst später darf ich die Früchte (Dividenden/Fixed Income) dann gerne ernten.

b) der zu erwartende Total-Return meiner bisherigen DGI-Strategie ist für mein Kapital viel zu gering, um mein Ziel zu erreichen.

c) ich hatte keine wirkliche Strategie, bzw. handelbaren Plan:
- die Aktienauswahl erfolgte meist nach Bauchgefühl, Bewertungen spielten keine Rolle
- die Positionsgrößen waren zu groß
- Verkauft wurde ausschließlich bei Dividendenschnitt, bzw. später dann nach mehrfachem überschreiten einer FCF-Payout-Schwelle
- Mein Portfolio umfasste 100% US-Stocks, das meiste davon aus dem Konsumbereich
- fast nur Tanker dabei, keine Streuung über Marktkapitalisierung
- die konsequente Reinvestition der Dividenden konnte insbesondere in den letzten Jahren nicht so wie geplant umgesetz werden (Hausbau).
d) ich fühle mich mit automatisierten Strategien sehr viel wohler, als mit der subjektiven Auswahl von Unternehmen.

Diese vier Punkte haben also dazu geführt, dass ich zum Entschluss gekommen bin, das Depot aufzulösen und mich neu zu orientieren.

Die Frage ist nur, was soll ich denn jetzt stattdessen machen ?

Grundsätzlich hab ich zwei Möglichkeiten:

1.) Ich zahl auf einen Schlag das Haus ab und bau mir mit dem verbleibendem Kapital ein kleines Altersvorsorge-Depot nach diesmal streng definierten Kriterien auf. Das kann ich dann langfristig weiter besparen. So könnte bis zum offiziellen Renteneintritt in 31 Jahren ein Kapitalstock zusammenkommen, der mir dann ein schönes Zubrot zur Rente sein könnte.

2.) Oder ich bau mein Portfolio um, geh langfristig All-In (abzüglich 6 Netto-Monatsgehälter Cash-Reserve) und peile den Vorruhestand mit 55 an.

Ich weiß nicht, was ihr machen würdet, aber ich favorisiere Option 2)

Das Ziel heißt also Vorruhestand in 20 Jahren (mit 55) und das bei mindestens dem selben Lebensstandard wie heute (= verfügbares Netto-Einkommen).

Damit ich dieses Ziel ohne weitere "Einzahlungen" und inflationsbereinigt (2% p.a.) erreichen kann, müsste sich mein Kapital mit einer Zielrendite von ca. 13,5% p.a. auf die Dauer der nächsten 20 Jahre vermehren. Hmm...

Wie ich das evtl. erreichen kann, dazu hab ich mir in der letzten Zeit ein paar Gedanken gemacht, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Bis dahin
 
Musterdepot von StockBayer Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2018, 00:35   #3
wahnsinnig wissbegierig
 
Benutzerbild von mmmmmax
 
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Status: mmmmmax ist offline
Standard AW: Work in Progress: Mein neues Portfolio

Viel Erfolg, ich lese gespannt mit


__________________
"Die Wahrheit ist wie Poesie. Und die meisten Leute hassen Poesie." (The Big Short)
 
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Alt 06.11.2018, 01:22   #4
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Status: Marquis ist offline
Standard AW: Work in Progress: Mein neues Portfolio

Würde erstmal das Hausabbezahlen, wenn du keine Miete/Kredit mehr zahlen musst schafft das A) ein gutes Gefühl und B) die Lebenserhaltungskosten sinken auch drastisch. Würde dann mit 40 in Pension gehen.


__________________
Will mit 35 in Pension gehen.
 
Musterdepot von Marquis Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2018, 01:38   #5
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Benutzerbild von von Bödefeld
 
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Status: von Bödefeld ist offline
Standard AW: Work in Progress: Mein neues Portfolio

Ich würde auch das Haus abbezahlen.
Die Baustelle ist dann geschlossen und schwebt nicht immer im Hintergrund mit.
Und wie ein US-Finanzcoach immer so schön sagt:
Wenn du nach einiger Zeit feststellst, dass du dich ohne Haus-Kredit nicht wohl fühlst, kannst du ja wieder einen aufnehmen.


__________________
"Explanations exist; they have existed for all time; there is always a well-known solution to every human problem — neat, plausible, and wrong." - Henry Louis Mencken
 
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Alt 06.11.2018, 08:04   #6
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Status: StockBayer ist offline
Standard AW: Work in Progress: Mein neues Portfolio

Ja, das Haus abbezahlen wäre sicherlich eine Option.

Die Rückzahlungsrate entspricht ca. 17% des Netto-Einkommens. Die Kredite sind Volltilger und so ausgelegt, dass in spätestens 20 Jahren alles komplett durch ist. Die Zinsen (1.51% bis 2026 und 1.26% bis 2037) sind bis dahin fix.

Ein Kredit ist bereits in 8 Jahren durch und das bringt wieder ja eine Entlastung, dann wird die Rückzahlungsrate nur noch ca. 11% des Einkommens ausmachen.

Wenn mir was passieren sollte, ist eine Risiko-LV da, die es meiner Family dann ermöglicht alles sofort schuldenfrei zu stellen.

Von daher belasten mich die Kredite also eigentlich nicht. Ist halt so eine Psycho-Sache. Bin recht konservativ aufgewachsen und Schulden sind erst mal immer blöd

Da wir noch nicht ganz eingerichtet sind, bzw. im Garten noch ein paar Dinge fehlen, haben wir aktuell einfach noch hohe monatliche Ausgaben. Aber in 1-2 Jahren wird sich das sicherlich wieder normalisiert haben und dann kann ich auch wieder regelmäßig etwas ins Depot einbringen.

Wenn ich die Kredite jetzt ablösen würde, dann hätte ich noch ca. 75k zur Investition verfügbar. Ich wüsste jetzt nicht, wie ich damit in 4 Jahren in Rente gehen soll ?
 
Musterdepot von StockBayer Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2018, 08:38   #7
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Status: Thor3 ist offline
Standard AW: Work in Progress: Mein neues Portfolio

Zitat:
Zitat von StockBayer Beitrag anzeigen
Warum hab ich das DGI-Depot denn überhaupt aufgelöst?

Wie a.a.O. bereits angerissen, gab es mit meinem DGI-Depot im Wesentlichen folgende Problemfelder:

a) ich bin für DGI-Investing, wo die Generierung von passivem Einkommen im Vordergrund steht einfach in der falschen Lebensphase (Dividenden brauch ich später in der Ruhephase). Jetzt muss ich mich eigentlich auf Wachstum konzentrieren, erst später darf ich die Früchte (Dividenden/Fixed Income) dann gerne ernten.
Wir hatten das ja bereits vor einiger Zeit durchdekliniert, aber ich bin immer noch etwas perplex.

Das Kind heißt doch Dividend GROWTH Investing und darum stutze ich einfach, wenn Du dich JETZT erstmal auf WACHSTUM konzentrieren willst.

Wie gesagt: DGI ist meiner Meinung nach für ALLE Lebenslagen sinnvoll und je mehr Zeit, desto größer THE SNOWBALL that keeps rolling. Ein Depot für jüngere Menschen sieht dann sicherlich anders aus, als ein Depot für Rentner. Aber dies alles bewegt sich doch durchaus im Rahmen von DIVIDEND GROWTH INVESTING.

Hätte ich 15 Jahre früher angefangen ... seufz.

Wie auch immer: Viel Glück bei Deiner Neuausrichtung!
 
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Alt 06.11.2018, 08:49   #8
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Benutzerbild von Ansteff
 
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Zitat:
Zitat von StockBayer Beitrag anzeigen
ich bin für DGI-Investing, wo die Generierung von passivem Einkommen im Vordergrund steht einfach in der falschen Lebensphase (Dividenden brauch ich später in der Ruhephase). Jetzt muss ich mich eigentlich auf Wachstum konzentrieren
Dass G in DGI steht für Growth = Wachstum.


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Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn Sie so bleibt.
Die Ärzte
 
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Alt 06.11.2018, 09:34   #9
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Status: Ste Fan ist offline
Standard AW: Work in Progress: Mein neues Portfolio

Zitat:
Zitat von Thor3 Beitrag anzeigen

Wie gesagt: DGI ist meiner Meinung nach für ALLE Lebenslagen sinnvoll und je mehr Zeit, desto größer THE SNOWBALL that keeps rolling. Ein Depot für jüngere Menschen sieht dann sicherlich anders aus, als ein Depot für Rentner. Aber dies alles bewegt sich doch durchaus im Rahmen von DIVIDEND GROWTH INVESTING.
Eigentlich nicht, weil fuer die Meisten hier duerften Steuern eine Rolle spielen.

Nimm mal ein Investment A mit 5% return, aber ohne Auszahlung...dies entspraeche reinem buy n hold mit 5% cagr.
Investment B zahlt 5% Dividende aus, aber nach Steuer legst du effektiv nur 3.7% wieder an.

Mach mal eine Beispielrechnung und versteuere A dann nach 20 Jahren und vergleiche die Endsummen....der Steuerstundungseffekt wird dich ueberraschen.
Oder stell dann fest dass Thailand fuer Rente auch schoen ist..dann ist A sogar steuerfrei

Kurzum..brauchst du Cash hast du recht...willst du Vermoegen akkumulieren waere bnh mit nicht ausschuettenden bzw. Wachstumswerten theoretisch besser...

Geändert von Ste Fan (06.11.2018 um 09:41 Uhr)
 
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Alt 06.11.2018, 09:41   #10
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Standard AW: Work in Progress: Mein neues Portfolio

Zitat:
Zitat von Ansteff Beitrag anzeigen
Dass G in DGI steht für Growth = Wachstum.
und

Zitat:
Zitat von Thor3 Beitrag anzeigen
Wir hatten das ja bereits vor einiger Zeit durchdekliniert, aber ich bin immer noch etwas perplex.

Das Kind heißt doch Dividend GROWTH Investing und darum stutze ich einfach, wenn Du dich JETZT erstmal auf WACHSTUM konzentrieren willst.

Wie gesagt: DGI ist meiner Meinung nach für ALLE Lebenslagen sinnvoll und je mehr Zeit, desto größer THE SNOWBALL that keeps rolling. Ein Depot für jüngere Menschen sieht dann sicherlich anders aus, als ein Depot für Rentner. Aber dies alles bewegt sich doch durchaus im Rahmen von DIVIDEND GROWTH INVESTING.

Hätte ich 15 Jahre früher angefangen ... seufz.

Wie auch immer: Viel Glück bei Deiner Neuausrichtung!
Ich bin ja ganz deiner bzw. eurer Meinung.

Dort im Nachbar-Thread hab ich das nicht klar genug rausgestellt: Ich bin sehr wohl nach wie vor der Meinung, dass DGI an und für sich langfristig gesehen eine sehr gute Strategie ist. Mich stört ja auch gar nix an der DGI-Methode selbst.

Mein Problem damit war, dass ich es einfach "falsch" angegangen bin. Mein Depot las sich wie das eines Rentners, der bereits auf Dividenden angewiesen ist. Mit "WACHSTUM" meinte ich nicht nur das Wachstum, welches vom Dividend-Growth kommt, sondern den Total-Return meines Depots.

Ich denke mittlerweile, dass man eben nicht nur auf die Dividenden schauen darf, sondern sicherlich ist auch die Kursperfomance wichtig:

Meine Unternehmen, die ich im Depot hatte waren halt meist riesige Tanker, zwar mit guter History, stabilen Divis + Erhöhungen, aber ohne großes Potential für weiters Wachstum (= Kurssteigerungen). Wenn bei mir ein Unternehmen eine 10%ige Kurssteigerung hinlegt, entsprechen diese 10% schon mehr als 25% der Jahresdividende des ganzen Depots. Und da ist die Steuer noch gar nicht abgezogen. Jährliches Dividenden-Wachstum ist ja eine super Sache, aber ich bin in der Phase, wo ich meinen Kapitalstock erst noch wachsen lassen muss. Später in der "Verbrauchsphase" sozusagen kann ich immer noch in die stabilen Dickschiffe umschichten und den Vorteil von Dividend-Growth geniessen. Ich denke, ich muss in der jetzigen Phase mehr auf den Total-Return schauen.

Mein Depot braucht einen kompletten Neustart, dabei werde ich aber auch nicht ganz auf "DGI" verzichten. Dividenden sollen weiterhin reinvestiert werden. Jedoch wird das Dividenden-Wachstum und die Dividenden-Historie der Vergangenheit keine Rolle mehr spielen, da ich ein ein jährliches Rebalancing durchführen werde. Ich werde zukünftig nicht nur auf die Dividendenrendite sondern auch auf Aktienrückkäufe achten.

Jetzt greif ich aber schon vor

Hoffe, ihr könnt nun vielleicht besser verstehen, was ich damit im Nachbar-Thread gemeint hab.

Geändert von StockBayer (06.11.2018 um 09:46 Uhr) Grund: Umformulierung
 
Musterdepot von StockBayer Mit Zitat antworten
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