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Alt 01.11.2000, 12:42   #1
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NANO-NANO...

Nanotechnologie - Bausteine einer neuen Welt


Die Nanotechnologie gilt heute als Schlüssel für das 21. Jahrhundert.
Nanotechnologie gleicht einer Revolution, die tiefgehender und weitreichender sein
wird als die Mikroelektronik, die uns den PC und das Internet gebracht hat. Die
Vorsilbe "Nano" (griech.: "Zwerg") zeigt, in welchen Dimensionen diese
Technologie anzusiedeln ist. Ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter und
entspricht ungefähr einem Zehntausendstel der Stärke eines menschlichen Haares.
Anwendungsbereiche werden vor allem die Elektronik, optische Datenübertragung,
Prozeßtechnik, Biotechnologie, Umwelttechnik und die Medizin sein.

Mit der Nanotechnologie wird es möglich, Atome und Moleküle kontrolliert zu
manipulieren. Gerade für die Computertechnologie ist das ein Ausweg aus der
Sackgasse. Die heutigen Halbleiter lassen sich nicht unbegrenzt verkleinern -
unterhalb einer Grenze von 0,1 Mikrometer funktionieren die Bauteile nicht mehr
zuverlässig. Zwar konnten Computersimulationen zeigen, dass maßgeschneiderte
molekulare Bauteile die Lösung aus dem Dilemma sind, aber innerhalb der
nächsten 6 - 10 Jahre dürften die Modelle erst Realität sein. Auch im Chipbereich
bahnt sich eine Revolution an. Billionen von Bits an Informationen finden in Zukunft
auf dem Kopf einer Stecknadel Platz.

So ist es kürzlich der Chicagoer Firma Molecular Electronics gelungen, im Labor
einen molekülgroßen Schaltkreis, der Daten speichert und wiedergibt, aufzustellen.
In 18 bis 24 Monaten sollen erste Prototypen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Besonders die Chipproduzenten zeigen ihrerseits großes Interesse, zumal die
Herstellungskosten für konventionelle Siliziumchips relativ hoch sind. Somit dürfte
die Vision der Forscher, dass die Speicherplatten aus dem Reagenzglas stammen,
wohl nur noch eine Frage Zeit sein.

Quelle: Tradewire.de

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Alt 01.11.2000, 12:56   #2
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Rechnen mit Atomen?
Computer aus dem Chemielabor

von Dirk Ternes

Technologien, die vielleicht nie den Ladentisch erreichen, Produkte, die kein Mensch braucht und Zukunftstechnologien,
die vielleicht bald alltäglich werden? FirstSurf stellt Ihnen die Techno-Trends vor. Kleiner, schneller, billiger: so lautet das Gesetz in der Computerindustrie. Schon heutzutage bringen Halbleiterhersteller rund 28 Millionen Transistoren auf nur einem Chip unter und stoßen dabei immer näher an die Grenzen dessen vor, was in der Nanotechnologie möglich ist.

Auf 180 Nanometer sind die Transistoren in ihren Abmessungen geschrumpft. Zum Vergleich: würde man einen derartigen Transistor auf die Größe einer Erbse vergrößern und machte mit der Hülsenfrucht das gleiche, so hätte sie einen Durchmesser von zig Kilometern. Der Haken an der Miniaturisierung: je kleiner die Bauteile sind, desto teurer sind sie in der Herstellung und desto größer ist der Ausschuss bei Produktion. Und ab einer Grenze von etwa 50 Nanometern verhalten sich elektronische Bauteile nicht mehr nach den Regeln der klassischen Physik, sondern sind den Zufälligkeiten der Quantenphysik ausgeliefert.

Diese potenzielle Hürde wollen eine Reihe von Wissenschaftler direkt mit einem Quantensprung nehmen. Molecular Computing nennt sich ihr Treiben, das mehr mit Chemie zu tun hat als klassischer Halbleiterfertigung. Sie wollen einzelne Moleküle einsetzen, um Abläufe in Halbleiterchips und elektrischen Bauteilen abzubilden.

Atomare Magnetspeicher?
Auf dem Weg zu atomaren Speicherbausteinen ist Wissenschaftlern der Universität Hamburg und des Forschungszentrums Jülich ein wichtiger Durchbruch gelungen. In der angesehenen Wissenschaftszeitschrift "Science" berichteten die Grundlagenforscher Anfang Juni, dass es ihnen gelungen ist, mit Hilfe eines Mikroskopieverfahrens an einzelnen Atomlagen die magnetische Ausrichtung der einzelnen Atome abzubilden. Damit konnten erstmals auch die magnetischen Eigenschaften von Atomen sichtbar gemacht werden.

Bis zur Entwicklung anwendungsreifer Produkte ist es noch ein sehr weiter Weg, doch glauben die Wissenschaftler, dass es irgendwann einmal möglich sein werde, die magnetische Ausrichtung gezielt zu verändern. Dies wäre der Weg zu magnetischen Speichermedien frei, die die Kapazitäten heutiger Speicher millionenfach übertreffen.


Dazu basteln sie fleißig an Grundkomponenten, die irgendwann mal später funktionsfähige Gerätebauteile ergeben könnten. Charles Lieber von der amerikanischen Harvard Universität reiht Moleküle auf Kohlenstoffbasis zu winzigen Röhren aneinander, die beispielsweise als Kabel dienen könnten; die IBM Research hat aus einer einzelnen Nanoröhre einen Transistor gebaut und Marc Reed, Forscher an der Yale Universität, entwickelt molekulare Schalter und Memorybausteine.

Molecular Computing ist im Grunde ganz einfach: man dippt beispielsweise eine Waferplatte in eine geheimnisvolle Flüssigkeit – und fertig, schildert Mark Reed, Leiter des Departments für Elektrotechnik
an der Yale University sein Verfahren im Magazin Techreview. Der Haken: Man muss nicht nur Moleküle mit exakt den richtigen elektrochemischen Eigenschaften finden. Man muss auch den richtigen Cocktail anmixen, damit die Einzelteile zusammen kommen, sonst schwimmen in der einen Brühe die
Kabel und in der anderen Schalter. Die Fähigkeit zur self assembly, dem selbsttätige Zusammenfügen ist gefragt in Größendimensionen, in denen kein Schraubenzieher mehr weiterhilft.

Von der Umschiffung derartiger Klippen sind die Grundlagenforscher noch viele Meilen entfernt, weshalb
ihnen die Skeptiker auch vorwerfen, die Bodenhaftung verloren zu haben und die technischen Begrenzungen nicht mehr zu sehen. Dies ficht Visionäre wie Reed nicht an. Er hat schon mal vorsorglich zusammen mit Chemikern der Pennsylvania State University ein Start-Up- Unternehmen gegründet. Molecular Electronics, so der Name der Firma, hat eigentlich schon fast alles, nur kein Produkt. James
M. Tour, Chemiker an der Rice University und Mitgründer des Unternehmens hält es jedoch nicht für unrealistisch, in ein paar Jahren ein funktionsfähiges System zu haben.

Ein anderes, etwas bekannteres Unternehmen, Hewlett Packard stellte gemeinsam mit Wissenschaftlern der University of California (UCLA) in der Zeitschrift Science Moleküle vor, die in der Lage sind, als Schalter und Memory-Bausteine zu fungieren. R. Stanley Williams, Forschungsleiter bei HP, hofft, innerhalb der nächsten 18 Monate einen logischen Schaltkreis bauen zu können. "Wir haben die Schalter und die Kabel – die Komponenten, um Nanoschaltkreise Wirklichkeit werden zu lassen", sagt er. Doch auch er glaubt nicht, in den nächsten zehn Jahren auch nur einen einfachen Computer aus Molekülen bauen zu können.

Quelle: www.innovation-aktuell.de

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Alt 01.11.2000, 19:06   #3
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Hi Dago,


Ich denke auch, daß die Nanotechnologie die Technologie der Zukunft sein wird. Das wird die nächste Industrielle Revolution! Vergleichbar mit Dampfmaschine, der Glühbirne und dem ersten Computer. Allerdings wird es noch ein Weilchen dauern, bis die noch rudimentären Anfänge zur ausgefeilten Technik avancieren. In 4-5 Jahren wird man auf sich nach den Besten umschauen und von ersten großen Erfolgen hören. Bis dahin wird das Geld noch in den realen Technologieen gemacht werden.

Viele Grüße
Morgan
 
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Alt 01.11.2000, 20:17   #4
verbringt hier viel Zeit
 
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Im Thema steckt viel Musik und "Phantasie" (ich kann das Wort übrigens nicht mehr hören), aber ökonomisch und wissenschaftlich noch weit vor einer Situation entfernt,die ich als nächste (mögliche) industrielle Revolution bezeichnen würde...Nanotechnologie ist ohnehin ein Schlagwort, das sich noch substantiell in - für uns als Anleger - "Produkt" umschlagen muß....Der Bogen von Grundlagenvorschung bis zum Patent oder relevante Anwendung ist mit 10, 20 Jahren zu beziffern.

Auf jeden Fall spannendes Thema...hier arbeiten Pioniere, deren Früchte morgen vom Baum fallen werden. Die Medizin wird einen überragenden Raum einnehmen...

Im übrigen werden derzeit die Grundfeste der (Quanten)Physik erschüttert, falls es jemand mitbekommen hat. Es gibt eine neue wissenschaftliche Arbeit, die die Teilbarkeit des Elekktrons (im extremen Tiefkühl-Berreich) beweisen soll und im Moment die Welt der Physik auf den Kopf stellt. Ich bin sehr gespannt, ob es da bald neue Erkenntnisse geben wird...hier kann in der Tat die Rede von einer vollumfänglichen Revolution sein, die wir wahrscheinlich zu unseren Lebzeiten nur rudimentär miterleben....


Es grüßt
Nidalsko
 
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Alt 02.11.2000, 08:15   #5
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Moin Nidalsko, moin Morgan!

Jo! Die Zukunft wird es zeigen. Allerdings glaube ich wird es immer schneller werden, Erkenntnisse in der Grundlagenforschung in erfolgreiche ökonomische Konzepte zu packen. Frei nach dem Motto: Heut ein Super-Computer gekauft, morgen ist er schon wieder alter Hut, den keiner mehr haben will...

Wirklich interessant diese wissenschaftl. Arbeit über die Teilbarkeit des Elektrons.... mal sehen, ob ich noch mehr dazu finde

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Alt 02.11.2000, 12:07   #6
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Da hast du recht Nid, daß das noch eine ganze Weile dauern wird, bis brauchbare Produkte auf dem Markt erscheinen. Da sind deine 10 bis 20 Jahre auch nicht zu hoch gegriffen. Die Frage ist allerdings, wann die Masse beginnt Gewinne zu antizipieren. Schließlich steigt der Kurs einer Aktie haupsächlich aus antizipierten (und nicht aus realisierten) Gewinnen. Dieses Stadium rechtzeitig zu erkennen und danach zu handeln wird auch noch zu unseren Lebzeiten zur Herausforderung werden.

Die Teilbarkeit eines Elektrons wäre wohl etwas was viele erst mal verdauen müssten. Wenn ich am Wochenende dazu komme werde ich mal ein paar Leute die in diesem Bereich tätig sind dazu befragen.

Viele Grüße, Morgan
 
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Alt 02.11.2000, 13:07   #7
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Yes! Hab ein Text gefunden zum Thema "Elektronen teilbar?"

Geschrieben von David am 21. August 2000 13:10:13:

7.08.2000 08:49 Uhr
Und es geht doch: Elektronen sind teilbar -
selbst Wissenschaftler sind erstaunt!

Man ging immer davon aus, dass Elektronen nicht
teilbar sind, doch jetzt scheint sich dies schlagartig
geändert zu haben. Ein amerikanischer
Wissenschaftler ging jetzt der Frage nach, was
geschieht wenn man ein Elektron in flüssiges
Helium eintaucht.

Und dies bei Temperaturen von knapp über dem
absoluten Nullpunkt (minus 273,61°C). Aus
bisherigen Experimenten weiß man, daß das
Elektron in einer winzigen Blase von nur wenigen
Milliardstel mm gefangen wird.

Einem Wissenschaftler aus Amerika gelang nun der
Beweis, daß sich die Blase bei Einwirkung von
Infrarotlicht in zwei Teile spalten kann, von denen
jedes Wellenfunktion des Elektrons enthält.


Quelle: www.expeditionzone.com

Finde ich interessant
Grüße sendet euer David

Quelle: http://f14.parsimony.net/forum22993/messages/4086.htm

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Alt 04.11.2000, 07:47   #8
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Salut Dagobert 27,

was diese Nanotechnologie betrifft kam in "Bizz" ein interessanter Bericht unter der Bezeichnung Molelectronic.

Sollte die Geschichte kurzfristig auf die Beine kommen, dann wird es all den Boesenhighflyern wie Intel, AMD, STM oder sonstigen Chipherstellern an den Kragen gehen. Vorallem auch solche Unternehmen wie EMC werden plötzlich ein komplettes Geschäftsfeld verlieren.

Von einem der Herren von dieser Gesellschaft wurde ein nettes Beispiel genannt wie diese Speichermoleküle verwendet werden könnten:

Diese manipulierten Moleküle werden unter Farben oder Lacke gemischt mit den Flugzeuge lackiert werden. Diese Moleküle stellen dann die Blackbox dar, die heute noch in Form eines Quaders Verwendung findet.
Sollte so ein lackiertes Flugzeug dann im Meer abstürzen, so bräuchte man dieses lediglich orten um dann einen Lacksplitter zu bergen. Und schon hätte man die Black Box.
Klingt so futuristisch wie seinerzeit die geplante Mondlandung.
So wie ich die Sache einschätze wird aufgrund des Geschäfts das dahinterstecken könnte die Sache forciert werden und die genannten 10 Jahre sind ein angemessener Zeitraum in dem so etwas zuverlässig entwickelt werden kann. Die Herrschaften setzen sich Ziele, und eines dieser wird sein die 10 Jahre zu unterbieten. Es wird schneller gehen wie gedacht!
 
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Alt 07.11.2000, 20:55   #9
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Hi,
wie schon gesagt hatte ich am Wochenende die Gelegenheit, mit einigen Leuten aus der Branche zu sprechen.

Leider muußte ich feststellen, daß die Euphorie zur Teilung der Elektronen etwas verfrüht ist. Schließlich geht aus dem Bericht noch nicht hervor, ob wirklich das Elektron geteilt wurde. Lediglich die Wellenfunktion aufzuteilen bedeutet noch nicht, daß auch die Ladung geteilt werden konnte und das ist der Punkt auf den es ankommt. Dies würde heißen, daß Ladung kreiert worden wäre und das würde wirklich die bisherigen Erkenntnisse auf den Kopf stellen. Dafür müßte das Elektron (mit neg. Ladung) allerdings simultan in beiden Teilen nachgewiesen werden, was recht schwierig ist.

Grüße aus Berlin,

Morgan
 
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Alt 05.03.2001, 17:12   #10
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Standard Hat jemand ein paar Unternehmen zur Hand?

Brauche ein paar gute Werte aus diesem Sektor....
Hat jemand welche??


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Dagobert27
 
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