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Aktienboard > Märkte > DAX, MDAX & Europa > Wo findet der DAX Boden? Fundamentalanalyse !

  

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Alt 02.03.2007, 23:06   #1
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Standard Wo findet der DAX Boden? Fundamentalanalyse !

DAX, Stoxx u.a. Indices fundamental

Während die meisten Beiträge in diesem Forum sich mit Markttechnik (TA, Kurs-Charts usw.) beschäftigen sollen in diesem Thread die Fundamentals im Vordergrund stehen. Kennzifferndiskussionen zu KGV, cash-flow, Buchwert usw. pro Index in der Zukunft, im historischen Vergleich oder auch im Vergleich zu den Weltmärkten sollten im Vordergrund stehen. Viele Banken, Broker usw.
publizieren solche Vergleiche und haben recht unterschiedliche Ansätze und Theorien über das was relevant ist.

Auch volkswirtschaftlich argumentierende Diskussionen zur
Konjunkturentwicklung könnten hier ihren Platz finden. Schwächt sich die Weltkonjunktur ab? steht in den USA eine Rezession an? Kann Europa das moderate Wachstum fortsetzen.

Ich mach mal den Anfang mit den von mir als Konsensus vermuteten Erwartungen der Gewinne von DAX, M-Dax und Tec-Dax für 2007 (2006) :

DAX 500 (07e) 490 (06e)
M-Dax 530 / 466
Tec-Dax 26,9 / 21,3

Hieraus ergibt sich im historischen Vergleich eine normale und im Vergleich
zum Renten-KGV sehr niedrige Bewertung.

Der Konsensus institutioneller Anleger erwartet ein zweites Bein der
laufenden Korrektur. Ist das kompatibel mit der aktuell eher moderaten
Bewertung von DAX und STOXX? Sind die Gewinnschätzungen einfach zu hoch?
Oder können wir nach vier Jahren Hausse DAX & Co noch immer zu
Schlussverkaufspreisen kaufen?

Ein volkswirtschaftliches Crash-Szenarium vertritt Marc Faber wie hier
dargestellt "Dr.Doom" Wenn Crash, dann Gold! . Wo sind die Fehler in seiner Argumentationskette?
Weshalb wird er auch in 2007 wahrscheinlich Unrecht haben?

Bei www.Huber-portfolio.de habe ich einen interessanten Ansatz zur Bewertung
der Weltbörsen im Januar 07 im historischen Vergleich gefunden:
http://www.huber-portfolio.de/files/...-Strategie.pdf
der in einer Tabelle auf Seite 29 gipfelt.


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Alt 09.03.2007, 19:26   #2
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Standard DAX, Stoxx u.a. Indices fundamental

Ausgehend von einem Intraday-Hoch von 7.040,20 am 26.2.07 führt eine 10%-Korrektur zu einem Kursziel von 6.336,18. Ein Kursrückschlag von mehr als 10 % würde nach gängiger Definition den Beginn eines Bearmarktes, also einen neu begonnenen Abwärtstrend, signalisieren.

Vom Intraday-Tief am 13.6.06 bis zum Hoch am 26.2.07 stieg der DAX um 1.777,99 Punkte (33,6%). Eine klassische 50 %-Reaktion bedeutet einen Rückgang um 12,7% bis 6.151,21 (33,3% = 6.447,60 / 66,6% = 5.854,99). Fiboncci-Retracements lassen sich mit 6.361,01 (38,2%) und 5.941,40 (61,8%) errechnen.

Verläuft die Korrektur exakt wie im Mai/Juni 2006 würde der DAX ausgehend von 7.040,20 am 26.2.07 in der ersten Phase bis 6.358,64 fallen und nach einer kleinen Erholung bis maximal 6.636,23, Anfang April einen Tiefpunkt bei 6.008,10 finden.

Ein Blick auf die Charts lässt mich eine Unterstützung bei 6500 vermuten, die aber nur eine kurzfristige Zwischenerholung auf dem Weg zum Kursziel der Formation im Bereich von 6100 ermöglichen dürfte. Da die fundamentalen Rahmenbedingungen des Aktienmarktes nicht für einen begonnenen Bearmarkt sprechen, dürfte sich das ganze im nachhinein nur als Korrektur in der im März 2003 begonnenen Hausse und somit als günstige Kaufgelegenheit wie im Juni 2006darstellen.

Wer verwendet andere Methoden zur Index-Prognose und zu welchen Ergebnissen kommen diese?

Vielen Dank an plasir für die Wiederöffnung des Threads! Nach meiner Erfahrung dominiert in solchen Marktphasen die Markttechnik in ihrer Aussagekraft die Fundamentalanalyse. Daher habe ich obige Einschätzung von letzter Woche, die ich für noch immer gültig halte, an den Fundiartikel angehängt.


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Geändert von plasir (10.03.2007 um 21:08 Uhr)
 
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Alt 09.03.2007, 23:10   #3
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Cool AW: Wo findet der DAX Boden?

Ich möchte an dieser Stelle mal den EURO STOXX 50
im Jahreschart zeigen. Die Stimmung des Aktienmarktes
ist auch wegen der Arbeitslosenstatistik USA sehr positiv.
Trotzdem hat keiner bisher das abarbeiten eine A-B-C Korrektur ausgeschlossen.

Ich bin kein Experte der TA und warte auf eure Kommentare.
(GD200 und GD38 eingezeichnet, MACD & RSI )
Der lila Kreis soll zeigen, wo wir uns nach meiner bescheidenen Meinung gerade befinden. Kommen also noch bessere Einstiegskurse für ETF's ??
Angehängte Grafiken
 
 
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Alt 10.03.2007, 07:51   #4
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Standard Fundi-Thread

Vielen Dank an plasir für die Wiederöffnung des Threads! Nach meiner Erfahrung dominiert in solchen Marktphasen die Markttechnik in ihrer Aussagekraft die Fundamentalanalyse.

Daher habe ich in Beitrag 2 die Einschätzung von letzter Woche, die ich für noch immer gültig halte, an den Fundiartikel angehängt.

@xenon1
In diesen Thread sollten aber bitte nur makroökonomische Charts rein. Z.B. Geldmenge in USA vs. Inflationsrate, usw. die fundamentalanalytische Erklärungen untermauern. Elliot-Analysen passen wohl eher bei DAX & Co.. wo mein Beitrag #2 letzte Woche zuerst auftauchte.


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Alt 01.09.2008, 05:59   #5
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Standard zur Asset-Allokation im heissen Herbst

Die eher pessimistischen Grundaussagen der obenstehenden Posts aus 2007 sind trotz ihres Alters nicht völlig überholt, so dass ich den Thread noch einmal aufleben lasse.

Gemessen an der Börsenkapitalisierung befindet sich die Hälfte der Welt bereits in oder am Rande einer Rezession. Die internationalen Aktienmärkte sind fast ausnahmslos in einem Bearmarkt (definiert als Kursverluste von mindestens 20% ggü. dem Hoch). Viele Grossanleger wurden auf dem falschen Fuss erwischt, da ihre bewährten Strategien versagten. Besonders hart traf es die in „normalen“ Marktzyklen so erfolgreichen Quants - zahlreiche Valueinvestoren verzeichnen ihre schlechteste relative Performance seit Jahren. Wurde der Kursrutsch zum Jahresbeginn noch mit ungläubigem Staunen registriert, stellte man im Verlauf des Frühjahrs fest, dass auch Gesundbeterei („die Hälfte der faulen Kredite haben wir schon abgeschrieben!“) bei einer vom Inmobilienmarkt ausgelösten Bankenkrise nicht hilft. Erst langsam wird man sich der Tragweite und Auswirkungen auf die Realwirtschaft bewusst.

Die jüngste Verbesserung der US-Konjunkturdaten signalisiert noch nicht, dass der Tiefpunkt nachhaltig überwunden ist. Steuerrückerstattungen und monetäre Hilfen haben nur zu einer Zwischenerholung geführt. Das BSP-Wachstum im 2. Quartal hat den Höhepunkt für 2008 markiert. Bestenfalls ist demnach von einer W-förmigen Erholung auszugehen. Erst mit dem Abklingen der von der Immobilien-/Bankenkrise ausgelösten Verwerfungen im Verlauf von 2009 kann mit dem Beginn eines deutlichen Aufschwungs gerechnet werden. Die weitverbreitete „first in first out“-Konjunkturhoffnung dürften eher enttäuscht werden.

Gemessen an den Kursverlusten der letzten Monate, befinden sich die Weltbörsen fast ausnahmslos in einer Baisse (-20% vom Top). Hat man eine Baisse erkannt (z. B. durch die Etablierung eines Abwärtstrends – in der Dow-Theorie: lower lows+lower highs) hat sich in vergangenen Börsenzyklen eine radikale Neuausrichtung der Anlagestrategie bewährt. Anleger sollten also bereits jetzt eine Baissestrategie verfolgen. Dies bedeutet Investitionsgrad in Aktien null und wenn möglich negativ z.B. durch Leerverkäufe oder den Einsatz derivativer Instrumente wie Futures. So rational diese Strategie ist, widerspricht sie doch dem Grundoptimismus der meisten Börsianer und längerfristig kann sie ja auch nicht erfolgreich sein, da Aktienmärkte über längere Zeiträume immer zu steigen pflegen.

Ein flexibler Privatanleger, der nur bei intakten Aufwärtstrends investiert sein will, sollte also aktuell per Saldo kein Aktienrisiko haben. Ein“ buy-and-hold“-Investor mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf bis 10 Jahren kann dagegen die aktuelle Baisse aussitzen.

Für institutionelle Anleger gilt im Prinzip das Gleiche. Gebunden durch Anlagebedingungen wie z.B. Mindestinvestitionsgrad 50% oder um ihre Existenzberechtigung als Fondsmanager zu legitimieren, werden die wenigsten ihren Investitionsgrad zu Beginn einer Baisse so drastisch verändern. Zumindest richten aber auch sie Ihre Portefeuilles etwas defensiver aus (höhere Kasse, defensive Sektoren wie z.B. Konsumgüterproduzenten, Pharma, Energie übergewichten).

Über all die Begeisterung, dass man auch von fallenden Kursen profitieren kann, darf man aber nicht vergessen, auf die Haussestrategie umzuschalten. Aus fundamentalanalytischer Sicht ist dies spätestens dann notwendig, wenn sich 1. eine konjunkturelle Wende abzeichnet
2. die Anpassung der Gewinnerwartungen an das rezessive Umfeld abgeschlossen ist.

Beim vorauseilenden Konjunkturindikator Börse dürfte jedoch die Markttechnik frühzeitig Signale für den Beginn eines neuen Bullmarktes liefern.

In Zeiten negativer Realzinsen findet der Anleger ein ideales Umfeld für zwischenzeitliche Anlagen im Bereich Edelmetall. Nach der scharfen Korrektur der Edelmetallpreise bieten sich besonders Silber (z.B. SLV – NYSE 12,53) und Platin für kurzfristige Spekulationen an. Zur technischen Einschätzung (in Englisch) der Edelmetallmärkte verweise ich auf Clive Maund http://www.321gold.com/editorials/ma...und082608.html

Privatanleger und Steuern

Die Asset-Allokation und Titelauswahl muss wie immer individuell sein. Für den deutschen Privatanleger gilt es insbesondere die kommende Zinsabschlagsteuer ins Kalkül mit einzubeziehen. So sollte er selbst bei negativen Erwartungen für 2009 alle geplanten Käufe bereits vor dem Jahresultimo tätigen. Fallen die neu erworbenen Wertpapiere, kann er sich, durch den Verkauf binnen Jahresfrist einen Verlustvortrag erwerben. Künftige Kapitalerträge können bis 2013 mit bestehenden Verlustvorträgen verechnet werden.


Anlagestrategie für deutsche Privatanleger (je nach persönlicher Steuersituation)

Edelmetall-Anlagen sind für die nächsten Monate die chancenreichste Anlagekategorie. Beim nächsten sell-out (vermutlich bereits in den nächsten Wochen!) alle Wertpapiere die innerhalb der Spekulationsfrist hohe Kursverluste verzeichnet haben verkaufen, um Sie möglichst bald als Langfristanlage zurückzukaufen. Bei Auflösung der Hedges auf die Ausbildung von Trendwende- /Umkehrformationen achten (siehe entsprechende Artikel im Bereich Markttechnik), Langfristanlagen erst bei der Ausbildung neuer Aufwärtstrends eingehen.


Musterdepots für Privatanleger
Weltweit diversifiziertes CEF- und ETF-Portefeuille mit Übergewichtung in Europa und EM-Asien

Musterdepots für Institutionelle
Länderallokation mit Abweichungen zur Benchmark w.o.

Zum Titel des Threads: Was macht der DAX?

Den drei Tests des Abwärtstrends seit Jahresanfang folgt ein vierter in Kürze (also vor Ende September!), der den DAX auf ein neues Jahrestief also unter 6000 fallen lässt. Danach ein eher freundliches Schlussquartal mit besten Tradingchancen für Institutionelle und Private.


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Alt 01.09.2008, 08:10   #6
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Standard AW: Wo findet der DAX Boden?

über dem Keller.


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Hinweis: Die Kursentwicklung ist unter anderem von der Manipulation des Kapitalmarktes abhängig, was zu Kursschwankungen führen kann.
 
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Alt 11.09.2008, 13:15   #7
go big
 
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Standard AW: Wo findet der DAX Boden?

unten

erst mal unter 6000 kucken
und dann
werden wir richtung 5200-5500 erstmal halten


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Traumhafter Urlaub in Flachau
 
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Alt 11.09.2008, 20:17   #8
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Standard AW: Wo findet der DAX Boden?

Zitat:
so dass ich den Thread noch einmal aufleben lasse.
Danke MaxStirner.

Ich hoffe, dass der Thread fundamental auch weitergeführt wird.

Fundis...wo seit ihr ?...kein Warren Buffet hier ?


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Alt 12.09.2008, 11:09   #9
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Standard AW: Wo findet der DAX Boden? Fundamentalanalyse !

diese DAX KGV Renten Betrachtung ist immer so eine Sache.

Wir haben historisch hohe Margen und Unternehmensgewinne in Deutschland zu vermelden. Wie jeder weiß sind diese so nicht haltbar. Da sich die Konjunktur weltweit abkühlt, werden mittelfristig die Margen im Wettbewerbsdruck stärker fallen und damit natürlich auch die Unternehmensgewinne.

Durch FK QUoten sinken Gewinne auch deutlich schneller alsman sich das vllt jetzt vorstellt. Das Ergebnis der billigen Aktienmärkte lässt sich dann nicht mehr propagieren.


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Cashcow
 
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Alt 12.09.2008, 11:21   #10
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Standard AW: Wo findet der DAX Boden? Fundamentalanalyse !

Ich widerspreche eigentlich nur der Edelmetallanlage. Macht meines Erachtens keinen Sinn für den gewöhnlichen Privatanleger.

Ich bin der gleichen Meinung, dass man auch die Altregelung vor der Abgeltungssteuer nutzen sollte.

D.h. für einen Anleger mit längerfristigem Anlagehorizont vor Jahresfrist zu kaufen.

Für Anleger ohne großes Wissen und Kapital eignen sich breite ETF's

Wenn man etwas mehr Kapital hat, kann man auch ruhig die Aktien20-50 verschiedenen Gesellschaften ordern.

Natürlich sollte man sich in der Regel nicht von steuerlichen Themen leiten lassen, aber die Abgeltungssteuer ist für den langfristigen Anleger ein massiver Einschnitt.

Der Vorteil ist das wir schon über 20% vom ATH entfernt sind. Wir also nicht auf dem Hochpunkt einsteigen. Zu Bedenken wäre auch dass das verschieben der Anlage ins Jahr 2009 einen zusätzlichen Kursverlust von über 28% bedeuten würde.

Immerhin fällt das Halbeinkünfte verfahren weg und Kursgewinne werden voll besteuert.


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