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Aktienboard > Trading und Finanzen > Anfänger- und Einsteigerforum > Anlage-Tipps für Familie nach Hausbau

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Alt 03.11.2018, 15:46   #1
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Standard Anlage-Tipps für Familie nach Hausbau

Hallo zusammen,

wir haben letztes Jahr ein Haus gebaut und nachdem jetzt der finanzielle Rahmen abzusehen ist (sprich innen ist alles ausgebaut und außen müssen 2019 nur noch ein paar Büsche gepflanzt und evtl. etwas Rindenmulch am Hang angebracht werden, es sind aber keine größeren Beträge (<2.000 Euro) mehr zu erwarten) geht es darum bzw. mache ich mir Gedanken, wie wir unser „verbliebenes“ Geld am besten anlegen bzw. wie wir evtl. auch umstrukturieren.

Ein paar Gedanken habe ich mir natürlich selbst gemacht aber ansonsten bin ich hier für Anregungen offen.

Hier mal die Ausgangslage:

Darlehen fürs Haus:
• Bank-Darlehen: 190.000 Euro, SZB: 30 Jahre, Zinssatz 1,99%
• KfW-Darlehen: 190.000 Euro, SZB 20 Jahre, Zinssatz 1,75%
Das Darlehen wurde 2017 aufgenommen und nach einem tilgungsfreien Jahr zahlen wir den Kredit seit ca. März/April ab. Maximale Sondertilgung pro Jahr beim Bank-Kredit ist 6.000 Euro. Beim KfW-Darlehen gibt es keine Beschränkung. Das KfW-Darlehen läuft 02/2037 aus und dann wären noch ca. 67.400 Euro abzuzahlen. In 11/2037 bekomme ich zudem noch eine private Lebensversicherung von Standard Life ausbezahlt (ca. 39.000 Euro). Das KfW-Darlehen sollte als auch bei steigenden Zinsen in 2037 kein Problem darstellen. Das Bank-Darlehen ist innerhalb der SZB zurückgezahlt.

Familien-Vermögen:
• 30.000 Bank-Konto
• 40.000 in Mischfonds, genauer:
o Carmignac Patrimoine A (A0DPW0) Wert: 7.850 Euro (Minus 660 Euro)
o DWS Concept DJE Alpha Renten Global (974515) Wert: 2.550 Euro (Plus 200 Euro)
o Flaggschiff Wachstum (A0M5RC) Wert: 5.800 Euro (Plus 1.000 Euro)
o Sauren Global Balanced (930920) Wert: 7.100 Euro (Plus 170 Euro)
o Vermögensmanagement Chance (A0MUWU) Wert: 5.850 Euro (Minus 750 Euro)
o X of the Best - dynamisch (A0Q5MC) Wert: 10.200 Euro (Plus 820 Euro)

Weitere Anmerkungen von mir:
  • Um für etwaige Krisenzeiten gewappnet zu sein bzw. um unvorhergesehene Kostenblöcke stemmen zu können, habe ich mir überlegt, dass ich 15.000 bis 20.000 Euro auf dem Bankkonto als Puffer lassen will. Meine Frau und ich arbeiten zwar beide Vollzeit aber wir bekommen nächsten Monat unser zweites Kind und daher werden wir 2019 bedingt durch die 12 Monate Elternzeit weniger Einkommen erzielen als in den Jahren davor.
  • Von dem Recht auf Sondertilgung für das Bank-Darlehen wollte ich in den nächsten drei Jahren auf jeden Fall Gebrauch machen. Das wären über drei Jahr 18.000 Euro. Speziell am Anfang der Laufzeit würde ich damit ca. 11.000 Euro an Zinsen sparen. Der Punkt spielt natürlich auch in den obigen Punkt mit dem relativ hohen Betrag auf dem Bank-Konto als Puffer mit rein.
  • Bleiben ungefähr 50.000 bis 55.000 Euro für die Geldanlage übrig bzw. evtl. nur noch 10.000 bis 15.000 Euro je nachdem, was ich mit den Mischfonds mache. Habe mich jetzt mal ein paar Tage versucht in die Thematik einzulesen und es scheint ja doch viele Anleger zu geben, welche auf ETFs stehen bzw. dazu raten. Dazu neige ich mittlerweile auch. Ich überlegen mir auch ernsthaft die Mischfonds wieder aufzulösen. Mit dem Carmignac und dem Vermögensmanagement Chance bin ich zwar leider im Minus aber so richtig überzeugt bin ich da nicht mehr. Vor allem der Carmignac enttäuscht mich schon längere Zeit.
  • Um das Risiko noch etwas zu streuen, wollte ich zudem noch ein bisschen Geld in Aktien und Rohstoffe (Gold) anlegen (ist zumindest eine Überlegung). Des Weiteren habe ich gelesen, dass es in Zusammenhang mit ETFs auch Sinn machen kann, Geld in Festgeldkonten anzulegen.

Folgende Szenarien gibt es daher für mich:
Szenario 1: Fast alles wie bisher

• 20.000 Euro Bank/Tagesgeld
• 40.000 Euro Mischfonds
• 10.000 Euro in ETFs (z.B.: HSBC MSCI World UCITS ETF)
Szenario 2: Teilweise raus aus den Mischfonds
• 20.000 Euro Bank/Tagesgeld
• 23.000 Mischfonds (Flagschiff, Sauren und X of the Best bleiben, Rest wird verkauft)
• Je 3.000 Euro in Aktien der Allianz und Telekom (u.a. wegen der Dividende)
• 5.000 Euro in Gold
• 16.000 Euro in ETFs (HSBC)
Szenario 3: Komplett raus aus dem Mischfonds
• 20.000 Euro Bank/Tagesgeld
• 20.000 Euro Festgeld
• 20.000 Euro ETFs
• Je 3.000 Euro in Aktien der Allianz und Telekom
• 4.000 Euro in Gold
Szenario 4: Ohne Mischfonds, Aktien und Gold
• 20.000 Euro Bank/Tagesgeld
• 25.000 Euro Festgeld
• 25.000 Euro ETFs
Szenario 5: ???
Was zudem noch in meine Überlegungen reinspielt: Es wird ja jetzt schon seit geraumer Zeit über einen bevorstehenden Börsencrash spekuliert. Wann der ist oder wie hart kann natürlich keiner voraussagen, dass wohl aber keiner kommt, scheint ja außer Frage zu stehen. Könnte es daher Sinn machen, bei allen Neuanlagen (also wenn ich jetzt in ETFs umsattle) im Rahmen eines Sparplans einzuzahlen? Also am Beispiel von Szenario 3 nicht auf einmal 20.000 Euro in ETFs zu investieren sondern über 2-3 Jahre monatlich einen Betrag im Rahmen eines Sparplans reinzuschießen bis ich 20.000 Euro einbezahlt habe?

So…ziemlicher lange Post. Hoffentlich hat es sich zumindest der ein oder andern durchgelesen. Für Tipps, Anregungen, Denkanstöße usw. bin ich natürlich dankbar.

VG Kalle
 
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Alt 03.11.2018, 16:56   #2
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Standard AW: Anlage-Tipps für Familie nach Hausbau

Tages- und Festgeld zu 0- 0,5% gegenüber 1,95% Bauzinsen, das passt doch nicht
Aktienpositionen von 3000 EURO, da sich die Gebühren aber relativ hoch.


__________________
Gruß Hans-Jürgen

Den Seinen gibt´s der Herr im Schlaf
Psalm 127, Vers 2
 
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Alt 03.11.2018, 17:25   #3
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Standard AW: Anlage-Tipps für Familie nach Hausbau

Willkommen im Forum.

Meine bescheidene Meinung dazu und vielleicht ein paar Denkanstöße:

- Es macht keinen Sinn Gold (Sachwert) zu kaufen und gleichzeitig Verbindlichkeiten auf dem Haus (Sachgut) mit Zinsen abzubezahlen.
Zumindest solange, wie du nicht davon ausgehst mit Gold als Krisenwährung deine Lebensmittel einzukaufen.
Falls man keine anderen Sachwerte hat bin ich ein Freund von Gold im Portfolio, aber in deinem Fall kann man darauf verzichten.

- Ich bin dagegen kein Freund von kapitalbildenden Lebensversicherungen. Gebühren zu hoch, Verzinsung zu niedrig, Risiko beim Systemcrash ist höher als allgemein angenommen wird (Bitte das Kleingedruckte in den Verträgen lesen).
Einfach mal googeln nach "Kapitalvernichtende Lebensversicherung".
Eine Risikolebensversicherung zum Absichern der Familie lohnt sich schon eher, sowas sollte man machen.
Wenn du die Kohlen stattdessen in Allianz Aktien anlegst, oder allgemein über verschiedene Versicherungen streust, dann kann ich dir verprechen wird deine Rendite bis 2037 um ein vielfaches höher sein.
Versicherungen sind sich selbst am nächsten und als Aktionär bist du einfach einer der Näheren.

- Der Trend geht weg von aktiv gemanagten Fonds hin zu ETF. Und das aus guten Gründen, was vor allen Dingen in den hohen Gebühren und der statistisch schlechteren Renditeaussicht liegt.
Ich würde soweit wie möglich von aktiven Fonds Abstand nehmen.

- Wie lange ist die Zinsbindung? Es besteht die Gefahr das die Zinsen in Zukunft stark angehoben werden und bei einer Zinserhöhung eure Finanzplanung durcheinander bringt.
Solange die Zinsbindung nicht bis zum Laufzeitende eine feste und planbare Sache ist, sollte der Fokus auf einer Tilgung der Kredite liegen um dieses Risiko soweit wie möglich zu reduzieren.

- Alle Liquiden Mittel die weniger Zinsen abwerfen als als deine Kredite an Zinsen kosten würde ich auf ein Minimum reduzieren.

- Zur Finanzplanung des Mannes gehört es auch mit einzubeziehen das eine Scheidung, Lohnverluste, Krankheit und Arbeitslosigkeit im Bereich des Möglichen liegt.
Bevor man nachher ein langes Gesicht macht, sollte sich da jeder seine eigenen Gedanken zu machen. Auch wenn es natürlich immer die anderen trifft.

Zitat:
Aktienpositionen von 3000 EURO, da sich die Gebühren aber relativ hoch.
Warum? Bei 6,5€ Kauf- und 6,5€ Verkaufsgebühren sind das knapp 0,4% Gebühren. Das zahlt die Allianz dir jeden Monat als Dividende aus.


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Alt 03.11.2018, 21:00   #4
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Standard AW: Anlage-Tipps für Familie nach Hausbau

Zitat:
Zitat von Kalle Bergmann Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,



Darlehen fürs Haus:
• Bank-Darlehen: 190.000 Euro, SZB: 30 Jahre, Zinssatz 1,99%
• KfW-Darlehen: 190.000 Euro, SZB 20 Jahre, Zinssatz 1,75%
Das Darlehen wurde 2017 aufgenommen und nach einem tilgungsfreien Jahr zahlen wir den Kredit seit ca. März/April ab. Maximale Sondertilgung pro Jahr beim Bank-Kredit ist 6.000 Euro. Beim KfW-Darlehen gibt es keine Beschränkung. Das KfW-Darlehen läuft 02/2037 aus und dann wären noch ca. 67.400 Euro abzuzahlen. In 11/2037 bekomme ich zudem noch eine private Lebensversicherung von Standard Life ausbezahlt (ca. 39.000 Euro). Das KfW-Darlehen sollte als auch bei steigenden Zinsen in 2037 kein Problem darstellen. Das Bank-Darlehen ist innerhalb der SZB zurückgezahlt.
Wieviel Eigenkapital steckt im Haus?
Oder anders gefragt:

Wie kannst du das Haus verkaufen wenn du es kurzfristig liquidieren musst?
Wie kannst du das Haus verkaufen, wenn du es langfristig liquidieren willst?

Und: Wieviel Geld hast du jeden Monat nach Abzug aller Kosten und bestreiten des Lebensunterhaltes übrig, die du zukünftig sparen oder zur Kredittilgung verwenden kannst?

Wieviel ist es aktuell/ Wieviel ist es in den 12 Monaten Elternzeit?

Zitat:
Zitat von Kalle Bergmann Beitrag anzeigen
Was zudem noch in meine Überlegungen reinspielt: Es wird ja jetzt schon seit geraumer Zeit über einen bevorstehenden Börsencrash spekuliert. Wann der ist oder wie hart kann natürlich keiner voraussagen, dass wohl aber keiner kommt, scheint ja außer Frage zu stehen.

Meinst du, dass einer kommt oder dass keiner kommt?

Er kommt ganz sicher, aber niemand kann dir sagen wann!
Ich bin mir zwar ziemlich sicher dass der am Amimarkt noch die nächsten zwei Jahre kommen wird, aber welche Auswirkungen das auf den europäischen Markt hat kann ich dir nicht sagen!

Zitat:
Zitat von Kalle Bergmann Beitrag anzeigen
Könnte es daher Sinn machen, bei allen Neuanlagen (also wenn ich jetzt in ETFs umsattle) im Rahmen eines Sparplans einzuzahlen? Also am Beispiel von Szenario 3 nicht auf einmal 20.000 Euro in ETFs zu investieren sondern über 2-3 Jahre monatlich einen Betrag im Rahmen eines Sparplans reinzuschießen bis ich 20.000 Euro einbezahlt habe?
Könnte schon, muss aber nicht!


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Alt 03.11.2018, 21:30   #5
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Standard AW: Anlage-Tipps für Familie nach Hausbau

Danke für das Feedback bisher...ich seh schon...ich hatte bei meiner bisherigen Recherche einen Denkfehler gemacht. Ich hab "nur" recherchiert wie ich das vorhandene Geld am besten anlege und nicht was ich generell am besten mit dem Geld mache. Mir war das mit der Sondertilgung zwar bewusst aber nicht unbedingt, dass ich es voll in die Sondertilgung stecken sollte/könnte. Irgendwie war ich wohl der Meinung, dass es Anlagemöglichkeiten gibt (was ich aber mittlerweile weiß, wohl eher keine Mischfonds) mit denen ich über einen längeren Zeitraum (20 Jahre plus) in der Lage sein sollte im Schnitt eine jährliche Rendite von mehr als 2% zu erreichen und somit würde ich mit der Anlage besser fahren, als mit der Tilgung des Kredits. Was ich so lese, braucht man dazu "nur" Ausdauer (also eine Krise/Börsencrash aussitzen) und eine halbwegs solide Strategie. Soll jetzt nicht falsch rüberkommen aber anscheinend gibt es ja schon viele, welche über einen langen Zeitraum in der Vergangenheit eine gute Rendite erzielt haben, sofern sie das Geld eben lange angelegt habe und nicht in Krisenzeiten verkauft haben. Wobei der Verlauf der Vergangenheit ja keine Gewähr für den Verlauf der Zukunft hat.

@ Vahana
  • Hab das gleiche auch in einem anderen Forum gepostet und dort sind auch alle für den Verkauf der Mischfonds, d.h. die werde ich wohl wirklich nächste Woche veräußern.
  • Risiko-LV haben wir abgeschlossen, das passt also.
  • Die kapitalbildende LV hab ich glaub 2000 abgeschlossen und laut einer Schulfreundin von mir, welche sich in dem Bereich auskennt gerade so ok. Hatte damals glaub irgendwas von steuerfrei erzählt und das es zwar keine Granate ist aber es durchaus weiterlaufen lassen kann. Daher tendiere ich dazu das Geld drin zu lassen. Ich versuche das aber evtl. nochmal nachzurechnen.
  • Dachte die Abkürzung SZB steht für Sollzinsbindung oder kann man dafür nehmen. Die Bank-Kredit ist mit 30 Jahren von Zins her "sicher". Zinssicherheit war mir bei der Finanzierung extrem wichtig, insofern steh ich zumindest dem gegenüber gelassen entgegen. Einzig die Restschuld beim KfW-Darlehen, welche ohne Sondertilgung bei 67.000 Euro liegt, ist offen aber dem steht ja die kapitalbindende LV in Höhe von 39.000 im gleichen Jahr gegenüber. Insofern ist die einzige "Unsicherheit" beim Thema Zinsen ein Restbetrag von 28.000 Euro. Bereitet mir also keine schlaflosen Nächte.
  • Was genau meinst du mit den zwei Sätzen zur Allianz und in Versicherungen streuen und was genau bringt deiner Meinung nach bis 2037 eine deutlich höhere Rendite. Die Idee in den Szenarien 2 und 3 von mir mit den Aktien ist, dass ich mir stabile, möglichst deutsche Titel aussuche, welche zumindest in der Vergangenheit gute Dividene gezahlt haben wie beispielsweise die Allianz oder auch die Telekom. Bei einer Dividende/Rendite von 5-7% im Normalfall kann ich auch mal locker 1-2 Jahre ohne Dividende aussitzen und hätte noch 20 Jahren mit dem Geld immer noch mehr reingeholt als wenn ich das Geld zur Tilgung genutzt hätte. Das "stört" mich so ein bisschen daran aber die Denke liegt wohl auch daran, dass ich mich mit der Materie nicht so auskenne. Des Weiteren kann der Kurs der Aktie nach 20 Jahren oder falls ich das Geld irgendwann mal außerplanmäßig brauchen im Minus sein und dann würde ich Verluste einfahren.
 
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Alt 03.11.2018, 21:47   #6
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@ Fundamentalist

Haus hat mit Grundstück auf jeden Fall über 800.000 Euro gekostet. Haus hat im Kellergeschoss auch eine ELW und ingesamt mit im Haus integrierter Doppelgarage 300qm. Zudem ist es im "Speckmantel" einer bayerischen Großstadt. Bei der aktuellen Immobilienblase gehe ich davon aus, dass das Haus über eine Mio Euro wert ist bzw. ich zumindst soviel dafür bekommen könnte...wert ist es das aufgrund der Blase eher nicht. Ist aber jetzt nur meine Meinung, ich hab das nicht schätzen lassen oder so.

Was jeden Monat genau übrig ist, muss sich halt noch einpendeln. Ich habe schon eine genau Übersicht über unsere monatlichen fixen Ausgaben. Nach Abzug aller fixen Kosten (Versicherungen, Abzahlung Kredit, Strom, Wasser, Müllabführ, Kiga, Internet) haben wir jeden Monat noch ca. 2.500 Euro für den Lebensunterhalt zur Verfügung. Davon muss aber alles bezahlt werden, also Lebensmittel, Tanken, Internetbestellungen (Amazon & Co.) aber auch alles außerordentliche bzw. eher seltene wie Steuerberater, KfZ-Reparaturen, Möbel usw. Ich gehe schon davon aus, das wir damit hinkommen, wie genau lässt sich aber nicht einschätzen, da wir erst seit etwas über einem Jahr im Haus wohnen (vorher 80qm Mietswohnung) und natürlich in den letzten Monaten viele Ausgaben hatten (Möbel, Baumarkt, Einrichtung zweites Kinderzimmer, neues Auto usw), welche in den nächsten Jahren eher nicht anfallen. Zudem sind wir ab Dezember ja zu viert. Das muss sich also alles erstmal ausgabenseitig einpendeln.

Worauf genau willst du hinaus? Das ich mir Gedanken machen sollte wie groß der Puffer für Notfälle ist?

Geändert von Kalle Bergmann (03.11.2018 um 23:21 Uhr)
 
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Alt 03.11.2018, 22:50   #7
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Zitat:
Zitat von Kalle Bergmann Beitrag anzeigen
Worauf genau weillst du hinaus? Das ich mir Gedanken machen sollte wie groß der Puffer für Notfälle ist?
Ich wollte nur sehen, ob du ne kitzlige Vollfinanzierung hast, wo du Angst haben musst, dass die Bank den Kopf schüttelt, wenn du das nächste mal kommst, oder ob das Haus solide finanziert ist.

Bei ner Vollfinanzierung hätte ich dir nämlich auch geraten, eher sonderzutilgen, als nebenbei Geld anzulegen!

So wie das aber bei dir aussieht passt das schon.
Da würde ich mir eher drüber Gedanken machen warum du 20.000 -40.000 Euro auf Tages bzw. Festgeldkonten verinflationieren lassen willst.

Leg die doch ordentlich an, und lass das Geld arbeiten.
Den Notfall bekommst du, bei deinen finanziellen Verhältnissen, wenn er eintreten sollte, günstiger finanziert, als sich deine 40.000 bei anständiger langfristiger Anlage rentieren.

Also, ich weiss jetzt nicht so genau, was du unter Notfällen genau verstehst,
aber für ein kaputt gegangenes Auto oder Kühlschrank brauchst du bei deinen Verhältnissen nicht das Geld auf dem Tagesgeldkonto verschimmeln lassen

Von gemanagten Fonds halte ich eigentlich auch nichts, weil die nach Abzug der Kosten, weniger bringen als die ETFs und durch das Anlegerverhalten eher nicht wirklich antizyklisch investieren können!

Also entweder alles in ETFs oder in Einzelaktien.
Wobei man sich mit Einzelaktien ohne ordentlichen Diversifizierungsgrad dann doch ein bisschen beschäftigen sollte.

Und Gold, naja, kann man beimischen.
Aber wenn du es nicht für den Apokalypsefall, vorgesehen hast, um Brot zu kaufen, dann würde ich den dafür vorgesehenen Betrag dann doch lieber sondertilgen!
Das sehe ich genau wie Vahana!
Wer ein Haus als Sachwert hat braucht keine Goldbeimischung!


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Alt 04.11.2018, 02:02   #8
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Zitat:
Zitat von Kalle Bergmann Beitrag anzeigen
Was ich so lese, braucht man dazu "nur" Ausdauer (also eine Krise/Börsencrash aussitzen) und eine halbwegs solide Strategie.
Nebenbei bemerkt liest man das "im Moment". 2008/09 hieß es noch: "Der Finanzmarkt wird sich nie wieder erholen ... Aktien sind am Ende..."

Grundsätzlich stimmt das mit der Ausdauer. Das Problem ist aber der Terminverkauf der dann irgendwann ansteht in Kombination mit der Höhe der Summe.
Mit kleinen Summen kann man das machen, termingerecht.
Mit großen Summen kann man das machen, ohne Termine oder Fristen, einfach aussitzen.
Aber was nicht geht ist es den Großteil der Finanzenplanung darauf ausrichten genau am Stichtag eine Aktie XY mit Gewinn zu veräußern.

Sowas geht genau dann schief wenn man es am wenigsten brauchen kann.

Zitat:
Zitat von Kalle Bergmann Beitrag anzeigen
Die kapitalbildende LV hab ich glaub 2000 abgeschlossen und laut einer Schulfreundin von mir, welche sich in dem Bereich auskennt gerade so ok. Hatte damals glaub irgendwas von steuerfrei erzählt und das es zwar keine Granate ist aber es durchaus weiterlaufen lassen kann. Daher tendiere ich dazu das Geld drin zu lassen. Ich versuche das aber evtl. nochmal nachzurechnen.
Ja, du bezahlst dann keine Kapitalertragssteuer.
Aber von wenig Gewinn muss du ohnehin wenig Steuern zahlen von daher ist das kein gewaltiger Unterschied.
Das die alten Verträge besser sind als die neuen steht außer Frage. Aber auch hier sind die Überschussbeteiligungen immer weiter gesunken und die hatten vorher immer den Bärenanteil am Gewinn ausgemacht.
Der Pflichtzins den du bekommst wird nicht der Hammer sein.
Rechne dir es in Ruhe durch.

Je schwieriger es durchzurechnen ist umso besser macht die Versicherung ihren Job.

Zitat:
Zitat von Kalle Bergmann Beitrag anzeigen
Dachte die Abkürzung SZB steht für Sollzinsbindung oder kann man dafür nehmen. Die Bank-Kredit ist mit 30 Jahren von Zins her "sicher". Zinssicherheit war mir bei der Finanzierung extrem wichtig, insofern steh ich zumindest dem gegenüber gelassen entgegen. Einzig die Restschuld beim KfW-Darlehen, welche ohne Sondertilgung bei 67.000 Euro liegt, ist offen aber dem steht ja die kapitalbindende LV in Höhe von 39.000 im gleichen Jahr gegenüber. Insofern ist die einzige "Unsicherheit" beim Thema Zinsen ein Restbetrag von 28.000 Euro. Bereitet mir also keine schlaflosen Nächte.
Eine Zinsbindung über 10-15 Jahre wird es mit deinem Zinsatz wohl kaum geben. Und selbst wenn es so wäre gibt es noch das Kleingedruckte in denen die Banken unter "außerordentlichen Bedingungen auf dem Kreditmarkt" die Zinsen auch so anheben können.

Du bist auch dazu vertraglich verpflichtet jede finanzielle Änderung deinem Kreditgeber in einer gewissen Frist mitzuteilen.
Naja, wer macht das wirklich? Und solange alles läuft fragt auch keiner nach.
Aber falls die Bank deinen Kredit durch externe Einflüsse nicht mehr aufrechterhalten kann und du einen Arbeitgeberwechsel, Scheidung, oder auch nur verschwiegen hast das deine Katze vor 5 Jahren mal krank war, können die den Vertrag einseitig auflösen mit einer sehr kurzen Frist (4 Wochen?).
Das gleiche gilt wenn dein Kredit an dritte verkauft wird und der neue Kreditgeber Interesse daran hat deine Immobilie im Zwangsverkauf zu ersteigern.
Alles schon geschehen in Deutschland. Und ja, ich weiß, das will man als Kreditnehmer nicht wissen und nicht hören.
Wer sich aber mal über Nachteile von Immobilien-Krediten beschäftigt kann sich vorbereiten und mental drauf einstellen.

Zitat:
Zitat von Kalle Bergmann Beitrag anzeigen
Was genau meinst du mit den zwei Sätzen zur Allianz und in Versicherungen streuen und was genau bringt deiner Meinung nach bis 2037 eine deutlich höhere Rendite.
Wenn du anstatt der Lebensversicherung in die Aktien der Versicherer ansparst wirst du besser fahren.
Und weil ich keine 39.000€ in nur eine Aktie stecke, würde ich das auf mehrere Unternehmen streuen.

Versuch mal eine Versicherungs-Aktie zu finden die in den letzten 20 Jahre schlechter gelaufen ist als deren Lebensversicherung.
Unter den größten 50 Versicherungen wirst du wahrscheinlich nicht eine einzige finden.

Meine Lebensversicherung habe ich vorzeitig auch aufgelöst, obwohl ich den Steuervorteil hatte.

Ich habe nur gelesen:
Zitat:
... Doppelgarage 300qm...

Wunschdenken.

Aber 800.000€ ist schon ganz ordentlich.


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Alt 04.11.2018, 13:42   #9
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@ Vahana

Für die Standard Life Lebensversicherung hab ich mal versucht die Rendite auszurechnen. Bin mir aber beim Ergebis nicht sicher. Ich hab folgende Formel für den effektiven Zinssatz angewendet:

Effektiver Jahreszinssatz in Prozent = [Kreditkosten x 24 x 100 %] : [Nettodarlehensbetrag x (Laufzeit in Monaten + 1)]
Eff. Zinssatz wäre die jährliche Rendite in Prozent, Kreditkosten wäre die Differenz zwischen Einzahlungsbetrag auf 37 Jahre (66,50 mtl) und dem prognostizierten Auszahlungsbetrag (38.819 Euro).

In meinem Fall zahle ich wie oben bereits erwähnt 66,50 Euro. Das waren anfangs glaub mal 60 Euro aber der Einfachheit halber hab ich das jetzt mal 66,50 pro Monat hochgerechnet. Auszahlungsbetrag nach 37 Jahren wären 38.819 Euro steuerfrei. Was ich also gerechnet habe wäre: (9293x24x100)/(29526x(888+1))=0,84 effektive Jahresverzinsung sprich Rendite. Ist das richtig? Würde dann ja doch deutlich gegenüber den 1,75% Zinsen des KfW-Kredits abstinken. Dann würde ich mir das evtl. doch noch mal überlegen. Auszahlungsbetrag bei Kündigung wären ca. 12.200 Euro. Kann ich das in die Rechnung irendwie mit einbringen bzw. ich glaub meine Schulfreundin meinte, dass ich das evtl. bei Kündigung versteuern müsste. Das müsste ich evtl. nochmal nachfragen. Rechnung ist aber richtig oder?
 
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Alt 04.11.2018, 14:55   #10
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Zitat:
Zitat von Kalle Bergmann Beitrag anzeigen
In meinem Fall zahle ich wie oben bereits erwähnt 66,50 Euro. Das waren anfangs glaub mal 60 Euro aber der Einfachheit halber hab ich das jetzt mal 66,50 pro Monat hochgerechnet. Auszahlungsbetrag nach 37 Jahren wären 38.819 Euro steuerfrei. Was ich also gerechnet habe wäre: (9293x24x100)/(29526x(888+1))=0,84 effektive Jahresverzinsung sprich Rendite.
0,84% p.a.? Auweia das ist ja nicht mal die halbe Inflation.

Ist der Vertrag mit Dynamisierung des Beitrags? Dann ist das schwieriger zu rechnen, evtl. kann ja der folgende Sparrechner da was sinnvolles ausrechnen mit den Zahlen die Du zu deinem Vertrag hast:

https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php
 
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