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Aktienboard > Trading und Finanzen > Anfänger- und Einsteigerforum > Frage Einsteiger weiß nicht, worauf er sich konzentrieren soll

  

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Alt 02.07.2009, 12:59   #1
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Standard Einsteiger weiß nicht, worauf er sich konzentrieren soll

Hallo, dies ist mein erster Beitrag aber dennoch ein wichtiger.

Kurz zu meiner Person, ich bin 21 Jahre alt und kann wohl sagen, dass ich mich für mein Alter viel mit Finanzen, Geld und Wirtschaft beschäftige.
Meiner Meinung nach ist ein gewisses Grundgerüst an "finanzieller Intelligenz" von Nöten, um nicht ein Spielball von Bankberatern und Vorgesetzten zu sein und sich eine solide und autonome Existenz aufbauen zu können.

Mein Vater ist ein seehr konservativer Sparer und mir ist bewußt geworden, dass er sich durch seine Sparbriefe und Festgeldanlagen im Endeffekt viel Geld entgehen lässt.

Da ich mich in letzter Zeit vermehrt mit Wertpapieranlagen beschäftigt habe, bin ich aber zu folgender Realisation gekommen: Ich habe nicht genug Zeit und Know-How, um kurzfristige Gewinne zu realisieren und unterbewertete Unternehmen zu entdecken. Wenn ich zocke, verliere ich. Es gibt einfach so viele (professionelle) Trader, die schneller sind, die mehr Erfahrung haben und die Chancen vor mir nutzen.
Ich gebe zu, ich beschäftige mich gerne mit Finanzen und Kursentwicklungen, aber die Börse zu meinem fast-Full-Time-Job werden zu lassen, will ich nicht.
Ich treibe viel Sport, mache Musik, bin ein sehr sozialer Mensch bin auch nicht willens, meine Lebensqualität und Freizeit einzuschränken und Geld zu meinem Lebensmittelpunkt emporzuheben.

Ich kam zu dem Entschluss, dass meine Chance ist, langfristige Trends zu erspüren und darauf zu setzen. Aufstrebende Märkte zu identifizieren und zu nutzen. Gut, mir ist klar, dass das keine revolutionnäre Idee ist
Aber für mich liegt da mMn die beste Möglichkeit, mein Vermögen zu mehren.

Nun hätte ich gerne Eure Meinung: liege ich mit meiner Einschätzung richtig? Kann man auch ohne mehrstündigen Zeitaufwand mit der Börse etwas erreichen?

Ich habe zum Beispiel nachgedacht, z.B. ein Index-Zertifikat zu kaufen, das 1:1 an der Entwicklung des MSCI Emerging Markets Index partizipiert.
Nun ist natürlich die Frage nach dem besten Entry gerechtfertigt.
Als ich das Ganze zu Ende gedacht hatte musste ich mir auch eingestehen, dass ich nicht genau wüsste, wann ich dieses Zertifikat realisieren sollte! Und habe ich das Risiko überhaupt überdacht? Was ist wenn Argentinien wieder bankrott geht? Ich fühle mich einfach noch nicht sehr sicher... Also bitte bewahrt mich vor Fehlern, die ich später bereuen könnte

Vielen Dank im Vorraus für Eure Hilfe!
 
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Alt 02.07.2009, 13:10   #2
Elite Aktienboarder
 
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Standard AW: Einsteiger weiß nicht, worauf er sich konzentrieren soll

Zitat:
Zitat von Broke Beitrag anzeigen
Hallo, dies ist mein erster Beitrag aber dennoch ein wichtiger.

Kurz zu meiner Person, ich bin 21 Jahre alt und kann wohl sagen, dass ich mich für mein Alter viel mit Finanzen, Geld und Wirtschaft beschäftige.
Meiner Meinung nach ist ein gewisses Grundgerüst an "finanzieller Intelligenz" von Nöten, um nicht ein Spielball von Bankberatern und Vorgesetzten zu sein und sich eine solide und autonome Existenz aufbauen zu können.

Mein Vater ist ein seehr konservativer Sparer und mir ist bewußt geworden, dass er sich durch seine Sparbriefe und Festgeldanlagen im Endeffekt viel Geld entgehen lässt.

Da ich mich in letzter Zeit vermehrt mit Wertpapieranlagen beschäftigt habe, bin ich aber zu folgender Realisation gekommen: Ich habe nicht genug Zeit und Know-How, um kurzfristige Gewinne zu realisieren und unterbewertete Unternehmen zu entdecken. Wenn ich zocke, verliere ich. Es gibt einfach so viele (professionelle) Trader, die schneller sind, die mehr Erfahrung haben und die Chancen vor mir nutzen.
Ich gebe zu, ich beschäftige mich gerne mit Finanzen und Kursentwicklungen, aber die Börse zu meinem fast-Full-Time-Job werden zu lassen, will ich nicht.
Ich treibe viel Sport, mache Musik, bin ein sehr sozialer Mensch bin auch nicht willens, meine Lebensqualität und Freizeit einzuschränken und Geld zu meinem Lebensmittelpunkt emporzuheben.

Ich kam zu dem Entschluss, dass meine Chance ist, langfristige Trends zu erspüren und darauf zu setzen. Aufstrebende Märkte zu identifizieren und zu nutzen. Gut, mir ist klar, dass das keine revolutionnäre Idee ist
Aber für mich liegt da mMn die beste Möglichkeit, mein Vermögen zu mehren.

Nun hätte ich gerne Eure Meinung: liege ich mit meiner Einschätzung richtig? Kann man auch ohne mehrstündigen Zeitaufwand mit der Börse etwas erreichen?

Ich habe zum Beispiel nachgedacht, z.B. ein Index-Zertifikat zu kaufen, das 1:1 an der Entwicklung des MSCI Emerging Markets Index partizipiert.
Nun ist natürlich die Frage nach dem besten Entry gerechtfertigt.
Als ich das Ganze zu Ende gedacht hatte musste ich mir auch eingestehen, dass ich nicht genau wüsste, wann ich dieses Zertifikat realisieren sollte! Und habe ich das Risiko überhaupt überdacht? Was ist wenn Argentinien wieder bankrott geht? Ich fühle mich einfach noch nicht sehr sicher... Also bitte bewahrt mich vor Fehlern, die ich später bereuen könnte

Vielen Dank im Vorraus für Eure Hilfe!
Wie oft haben sie dir als Kind gesagt,fass die Herdplatte nicht an,sie ist heiss
Festgestellt hast dus dann doch selbst
Enweder du nimmst gemanagten Fond oder machst dir die Mühe


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Alt 02.07.2009, 13:17   #3
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Standard AW: Einsteiger weiß nicht, worauf er sich konzentrieren soll

Natürlich, ich hoffe ich werde hier nicht falsch verstanden....

Mir ist sehr wohl bewußt, dass es ohne Motivation, Disziplin und Arbeit nichts wird, ich erwarte keinen Selbstläufer. Ich weiß sehr wohl, dass die Börse keine Goldgrube ist um das schnelle Geld zu machen.
Gemanagte Fonds wollte ich vermeiden, die Rendite wird durch die Gebühren aufgefressen - wenn es denn überhaupt eine gibt.

Deswegen ja meine Frage: wie sinnvoll ist es, sich auf langfristigere Trends zu spezialisieren? Was haltet ihr konkret von dem EM Zertifikat?
 
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Alt 02.07.2009, 22:48   #4
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Standard AW: Einsteiger weiß nicht, worauf er sich konzentrieren soll

Zitat:
Zitat von Broke Beitrag anzeigen
Natürlich, ich hoffe ich werde hier nicht falsch verstanden....

Mir ist sehr wohl bewußt, dass es ohne Motivation, Disziplin und Arbeit nichts wird, ich erwarte keinen Selbstläufer. Ich weiß sehr wohl, dass die Börse keine Goldgrube ist um das schnelle Geld zu machen.
Gemanagte Fonds wollte ich vermeiden, die Rendite wird durch die Gebühren aufgefressen - wenn es denn überhaupt eine gibt.

Deswegen ja meine Frage: wie sinnvoll ist es, sich auf langfristigere Trends zu spezialisieren? Was haltet ihr konkret von dem EM Zertifikat?

Von Zertifikaten halte ich nichts, da du dort das volle Emmittentenrisiko traegst. Kauf dir lieber einen MSCI EM ETF, der kostet auch kaum Gebuehren.

Langfristige Trends zu identifizieren ist eine sehr gute Strategie wenn man dadurch fruehzeitig einsteigt. Mit Emerging Markets liegst du meiner Meinung nach nicht falsch, du solltest aber nicht alles auf eine Karte setzen, d.h. erstmal ein Basisdepot aufbauen. Das koennte z.B. aus MSCI World, MSCI Europe und MSCI EM bestehen.
 
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Alt 03.07.2009, 08:26   #5
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Standard AW: Einsteiger weiß nicht, worauf er sich konzentrieren soll

Zitat:
Zitat von Broke Beitrag anzeigen
Kann man auch ohne mehrstündigen Zeitaufwand mit der Börse etwas erreichen?
Du wirst nie etwas erreichen, wenn Dir alles zu lange dauert. Hast Du bereits deine Berufliche Ausbildung ohne großen Zeitaufwand hinter dich gebracht?

Erfolgreiche Menschen haben für ihren Erfolg viel Zeit investiert.


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Fibonacci 5-8-13-21-34-55-89-144
Lucas 7-11-18-29-47-76-123-199
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Alt 04.07.2009, 18:27   #6
verbringt hier viel Zeit
 
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Standard AW: Einsteiger weiß nicht, worauf er sich konzentrieren soll

Merke! max. 5% pro Zertifikat und max 15% der Anlagesumme insg. in Zertifikate investieren.

Rest dortin, wo kein Emitentenrisiko droht.
 
Musterdepot von Kurssturz Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2009, 18:36   #7
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noch wichtiger: kaufe nie etwas , dass du nicht verstehst
 
Musterdepot von Praeriebaer Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2009, 19:52   #8
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Benutzerbild von limano
 
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Zitat:
Zitat von Kurssturz Beitrag anzeigen
Merke! max. 5% pro Zertifikat und max 15% der Anlagesumme insg. in Zertifikate investieren.

Rest dortin, wo kein Emitentenrisiko droht.
Lass die Finger von den Zertifikaten! Zertifikate sind nur was für die breite Masse der Naiven und Unerfahrenen (hat das ZDF gesagt !!). Kein Banker und Finanzproduktdesigner legt sein Privatvermögen in Zertifikate an.

Hier gibts ein interessantes Filmchen für alle Anfänger in Sachen Geldanlage:
zdf.de >> mediathek >> MO 29.06. Doku "Die große Gier".


__________________
"This financial mess has been created by boneheaded politicans and greedy corporate slugs."
 
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Alt 05.07.2009, 11:00   #9
FDaxer
 
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@Broke, du scheinst motiviert und interessiert - gute Voraussetzungen für Erfolg!

Mir scheint, du bist dir der Risiken durchaus bewusst, das ist gut so. Ich finde auch deine Bestrebungen, etwas mehr als Festgeld zu erreichen gut.

Allerdings muss man tatsächlich sagen, dass man, um an der Börse mehr zu erreichen zwei Möglichkeiten hat:
1) Ernsthafte Beschäftigung mit der Thematik. Und zwar nicht nur VOR dem Kauf, sondern auch während des Besitzes des Wertpapieres bis zum Verkauf.
2) Glück

Ich halte Punkt zwei auch für legitim, aber natürlich riskant. Tausende Sparer kaufen in Boomphasen ein und freuen sich, wenn die Blase immer größer wird... In der Krise schimpfen sie auf die Banken... Tatsächlich haben sie Null Ahnung und nur Glück gehabt am Anfang.

Du musst dich entscheiden, wie sehr zu zwischen 1) und 2) tendieren möchtest.



__________________
Gruss, August

__________________________________________________
Ich will das große Geld! Was interessieren mich ein oder zwei Millionen!
 
Musterdepot von August Mit Zitat antworten
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Alt 05.07.2009, 12:59   #10
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Standard AW: Einsteiger weiß nicht, worauf er sich konzentrieren soll

Danke für die Antworten.

Das mit den Zertifikaten habe ich mir auch anders überlegt, ich dachte irrtümlicherweise, sie wären die einzige Möglichkeit einen Index abzubilden.

Aber ist investieren wirklich harte Arbeit? Ja, es kann harte Arbeit sein, wenn man es so macht wie die meisten hier, für die es schon fast zu einem Full-Time-Job geworden ist. Täglich mehrere Stunden vor dem Laptop sitzend, die Kurse angespannt verfolgend, täglich neue Wertpapiere kaufen, alte abstoßen, Limits setzen...
Aber oft ist ihre Rendite im Endeffekt niedriger als die des Indexes.

Ich denke es ist für mich das Beste, "mit dem Markt mitzuschwimmen" und durch ETFs z.B. den DAX oder den MSCI EM nachzubilden.
Dadurch gibt es kein Emittentenrisiko, vernachlässigbar niedrige TERs.

Und das Wichtigste: Ich muss nicht täglich mehrere Stunden vor dem Laptop sitzen, über Strategien nachdenken, mir den Kopf zerbrechen, mich verrückt machen.

Natürlich muss man ungefähr wissen, wann man einsteigt. Und wann man aussteigen sollte.

Ok ich hoffe ich habe hier keine Unwarheiten gepostet, klärt mich bitte auf, was ihr von meinem Ansatz haltet.

Es gibt übrigends einen Artikel, der mir Recht gibt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,634170,00.html
 
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