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Aktienboard > Trading und Finanzen > Anfänger- und Einsteigerforum > Tipp Ich habe eine Frage und weiß nicht ob ich einen Thread eröffnen soll

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Alt 17.05.2013, 11:13   #1241
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Standard AW: Ich habe eine Frage und weiß nicht ob ich einen Thread eröffnen soll

Zitat:
Zitat von house Beitrag anzeigen
Auf keinen Fall, aber es ist ja trotzdem relevant, was sie offiziell von sich geben, denn entsprechende Maßnahmen kann man ja erwarten.

(Bsp. wenn sie sagen 'wir wollen kleine, private Investoren in Dt. nicht mehr haben' , dann kann man mit Maßnahmen rechnen, die den Handel unattraktiv machen.
Wenn sie sagen 'Wir wollen, dass mehr Kleinanleger an die Börse gehen' , dann kann man evtl sogar mit unterstützenden Maßnahmen rechnen.)
Es wird wohl keiner offen aussprechen, dass Kleinanleger unerwünscht sind, wenn sie es denn sein sollten.

Du brauchst Dich aber nur mal mit der Börsen-Transaktionssteuer befassen und zur Kenntnis nehmen, dass die Großen untereinander direkt handeln und nicht an der Börse (Stichwort: Dark Pools), dann weißt Du, was Sache ist.


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Alt 17.05.2013, 11:26   #1242
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Standard AW: Ich habe eine Frage und weiß nicht ob ich einen Thread eröffnen soll

Zitat:
Zitat von house Beitrag anzeigen
Auf keinen Fall, aber es ist ja trotzdem relevant, was sie offiziell von sich geben, denn entsprechende Maßnahmen kann man ja erwarten.

(Bsp. wenn sie sagen 'wir wollen kleine, private Investoren in Dt. nicht mehr haben' , dann kann man mit Maßnahmen rechnen, die den Handel unattraktiv machen.
Wenn sie sagen 'Wir wollen, dass mehr Kleinanleger an die Börse gehen' , dann kann man evtl sogar mit unterstützenden Maßnahmen rechnen.)
Ich glaube nicht, dass man davon sprechen kann, was dem Staat lieber ist. Ich bin der Meinung, dass dem Staat immer das am liebsten ist, bei dem er den Bürger unter Kontrolle hat. Wenn man aber danach geht, sieht er am liebsten Menschen, die in irgendeiner Weise vom Staat abhängig sind. Denn die sind - gerade auch vom "Vermögen" her - am besten zu durchschauen. Egal ob aufgrund der abgeführten Abgeltungssteuer bis hin zu Hartz IV oder irgendwelche vom Sozialamt finanzierten Heimaufenthalte im Alter.

Das es sooo viele Menschen gibt, die ausschließlich von ihrem Vermögen leben, wage ich fast zu bezweifeln.

Und kleine private Investoren werden sie ganz sicher nicht vergraulen, da es genau die sind, die den Hauptteil der Staatseinnahmen aus machen. Schaust du im Gewerbebereich, sind es die kleinen und kleineren mittelständischen Unternehmen, die prozentual gesehen das höchste Steueraufkommen haben.
Schaust du bei den Anlegern, bringt auch das "Kleinvieh" wesentlich mehr Mist als die großen Anleger. Auch logisch. Wer viel Geld hat, kennt mit der Zeit auch die Tricks, sein Geld außerhalb von Dtl unterzubringen. Und er hat auch das entsprechende Vermögen, um an Firmen heranzukommen, die im Ausland das Geld verwalten. Jemand mit 100k auf der hohen Kante wird ganz sicher nicht die Möglichkeiten haben.

Und was verstehst du unter "unterstützende Maßnahmen"?
Wenn du hinter jegliche staatliche Maßnahme schaust (und auch wirklich mal GENAU dahintersiehst), wirst du merken, dass der Bürger letztendlich immer der Dumme ist. Der Staat handelt wie ein Unternehmen = gewinnorientiert. Exorbitante Kosten müssen hereingewirtschaftet werden. Da wird der Staat nicht auf "sozial" machen und den Bürger unterstützen. Ich kenne zumindest keine "Maßnahme" der letzten 20 Jahre, die dem Bürger etwas gebracht hat.

Keine Ahnung, worauf du mit deiner Frage hinaus willst. Was der Staat "will", ist mir eigentlich egal. Wenn mir etwas nicht passt, gibt´s zwei Möglichkeiten: Entweder ich reduzier meine Einnahmen oder ich schicke mein Geld (und vielleicht auch mich) ins Ausland.
 
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Alt 17.05.2013, 15:55   #1243
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Zitat:
Zitat von Die Traderin Beitrag anzeigen
Ich glaube nicht, dass man davon sprechen kann, was dem Staat lieber ist. Ich bin der Meinung, dass dem Staat immer das am liebsten ist, bei dem er den Bürger unter Kontrolle hat. Wenn man aber danach geht, sieht er am liebsten Menschen, die in irgendeiner Weise vom Staat abhängig sind. Denn die sind - gerade auch vom "Vermögen" her - am besten zu durchschauen.
Wenn Du mit "Staat" die Unternehmen meinst, die diesen tatsächlich steuern, könntest Du sogar recht haben.


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Alt 17.05.2013, 16:32   #1244
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Zitat:
Zitat von Ramonet Beitrag anzeigen
Wenn Du mit "Staat" die Unternehmen meinst, die diesen tatsächlich steuern, könntest Du sogar recht haben.
Wieso Unternehmen?

Der Staat = die Behörden schnüffeln den Bürgern permanent hinterher. Das Finanzamt z.B. in solchen Foren wie hier. Polizei und ähnliche Behörden in Netzen, die man nicht unbedingt als legal bezeichnen könnte. Nur mal so ausl Beispiel genannt. Daten ausspähen ist zwar per Gesetz verboten, aber unsere Behörden scheinen da im rechtsfreien Raum zu leben.

Okay, geht aber an der Ausgangsfrage vorbei. Will hier keine Diskussion anfangen, die schon 1000x geführt worden ist.
 
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Alt 17.05.2013, 16:48   #1245
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Zitat:
Zitat von Die Traderin Beitrag anzeigen
Der Staat = die Behörden schnüffeln den Bürgern permanent hinterher. Das Finanzamt z.B. in solchen Foren wie hier.
Meinst du echt, die haben nichts anderes zu tun.....

Was könnten sie denn hier schon erfahren?

Die haben doch nicht mal genug Personal, dass sie sich um die großen Fische kümmern......

Zum anderen haben die meisten Trader doch so und so nichts zu versteuern, die meisten mach doch eh nur Verluste.

Und wenn tatsächlich Gewinn anfällt, dann gibt es die Abgeltungssteuer.


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"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."

André Gide
 
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Alt 17.05.2013, 17:20   #1246
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Zitat:
Zitat von DAX-Strategie Beitrag anzeigen
Meinst du echt, die haben nichts anderes zu tun.....

Was könnten sie denn hier schon erfahren?

Die haben doch nicht mal genug Personal, dass sie sich um die großen Fische kümmern......
Ja, meinst du? So eine Einstellung finde ich naiv.
Hier mal ein Artikel zu dem Thema.
Zitat:
Mittwoch, 15.05.2013
Steuersündern auf der Spur

36 Fahnder holen in Ostsachsen eine Rekordsumme in die öffentlichen Kassen zurück.


Von Juliane Richter

Manchmal erinnert Detlef Junges Arbeit ein wenig an einen Hollywood-Streifen. Der 52-Jährige spricht von Einsatzplanungen, Durchsuchungen und Telefonabhöraktionen. „Bei uns gibt es aber keinen Mord, der zu Ermittlungen führt, sondern wir kennen in der Regel den Täter und ermitteln die Tat“, sagt er. Seine Berufsbezeichnung kommt vergleichsweise nüchtern daher: Er ist der Sachgebietsleiter für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung des Finanzamtes Dresden Nord. Doch gemeinsam mit seinen 36 Fahndern hat er im vergangenen Jahr fast 800 Steuerstraftaten in Ostsachsen aufgeklärt. Insgesamt rund elf Millionen Euro hatten die Täter hinterzogen – seit 2006 ein neuer Rekord.

Seit damals haben sich die Ermittlungsmethoden rasant weiterentwickelt. Während sich die Fahnder früher mit Aktenbergen, den PCs und Festplatten der Verdächtigen zufriedengaben, suchen sie mittlerweile auch auf Servern oder eigens eingerichteten Clouds. „Wenn man SMS, E-Mails und Chatverkehr der vergangenen zwei Jahre durchforstet, ist das schon manchmal wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen“, sagt Junge. Drei Mitarbeiter sind allein für die digitale Recherche zuständig. Bei Privatleuten, die in der eigenen Steuererklärung ein paar Belege zu viel einreichen, wird dieser Aufwand aber nicht betrieben. „Die ganz Kleinen verfolgen wir nicht. Das will ja auch niemand. Aber wir werden aktiv, wenn das Verhalten ins Asoziale abgleitet“, sagt Junge. Asozial sei es, wenn viele Bürger brav ihre Steuern zahlen und damit Kindergärten, Schulen oder Straßen gebaut werden, andere aber versuchen, sich davor zu drücken.

Angeschwärzt vom Nachbarn

Einen Fall in der Größenordnung von Uli Hoeneß habe es in Dresden und Umgebung bisher nicht gegeben. Das sei auch historisch bedingt. Immerhin müsse für Steuerhinterziehung in diesem Umfang erst einmal ein immenses Kapital vorhanden sein. „Aber wir hatten es schon, dass jemand auf einen Schlag sechs Millionen Euro hinterzogen hat“, sagt Junge. Seiner Erfahrung nach führen etwa zwei Drittel der Taten auf mittelständische Unternehmen zurück. Das restliche Drittel besteht aus Großbetrieben oder Privatleuten.

Dabei sind die Vorgehensweisen so vielfältig wie die Farbpalette. Mal fälscht ein Unternehmer relativ plump eine Rechnung für eine Maschine, die er nie gekauft hat. Mal werden Waren auf dem Papier ins Ausland gebracht, ohne das Land aber jemals zu verlassen. Schnell entstehen auch Steuerkarussells, bei denen ein verworrenes Geflecht verschiedener Firmen und Waren dazu genutzt wird, die Umsatzsteuer einzusparen. „Es gibt dabei zwei Hauptwege: Entweder werden Einnahmen verschwiegen oder Ausgaben generiert, die es so nicht gegeben hat“, sagt Junge. Mitunter sind die Betrügereien so ausgefeilt, dass vorgeschaltete Buchhaltungssysteme zum Einsatz kommen. Diese werden derart manipuliert, dass zum Beispiel ein Drittel des Wareneinkaufs verschwiegen wird, die beim Finanzamt vorgelegte Buchhaltung dennoch schlüssig erscheint. Etwa die Hälfte des aufgedeckten, jährlichen Steuerschadens geht auf hinterzogene Umsatzsteuer zurück. Weil das Finanzamt nicht einfach ins Blaue hinein ermitteln darf, liefern anonyme Anzeigen oft einen ersten Anhaltspunkt. „Etwa 90 Prozent davon schwärzen jemanden wegen eines Nachbarschaftsstreits an oder um dem ehemaligen Arbeitgeber eins auszuwischen. Diese Vorwürfe bestätigen sich dann meist nicht“, sagt Detlef Junge. Die restlichen zehn Prozent würden sich hingegen als begründet herausstellen. In diesem Fall werden auch ehemalige Angestellte oder Geschäftspartner aktiv, darunter manche, die selbst in die Machenschaften involviert sind.

Doch nicht immer liefern anonyme Anzeigen eine Spur. Oft stoßen Mitarbeiter des Finanzamtes auf Ungereimtheiten in den eingereichten Unterlagen, manchmal melden sich Behörden aus anderen Bundesländern. Am Ende drohen Steuerhinterziehern Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren, in besonders schweren Fällen sogar bis zu zehn Jahren. Um der Strafverfolgung zu entgehen, können Steuersünder wie im Fall Hoeneß eine Selbstanzeige vornehmen. Deren Fallzahlen sind in Dresden so gering, dass es nur sachsenweit erfasste Zahlen gibt. Demnach gab es seit 2010 genau 141 Selbstanzeigen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen in der Schweiz. Dabei wurden insgesamt fast zwei Millionen Euro an Steuern nacherklärt. Die restlichen Selbstanzeigen werden statistisch nicht erfasst.
Quelle: sz-online
Digital wird also gesucht. Und es ist auch ein leichtes, schnell mal ein Forum nach bestimmten Stichworten zu durchforsten. Das Facebook von Behörden belagert ist, ist mittlerweile auch kein Geheimnis mehr.
Das sie dabei keine kleinen Fische fangen wollen, ist klar. Aber das Verwerfliche ist, dass sie überhaupt den Leuten so hinterherschnüffeln. Vor allem weil es ja eigentlich gegen das Gesetz verstößt.

Was hier gefunden werden kann?
Die Angaben, die hier immer wieder gewünscht werden: Kontoauszüge und Angaben zur Performance. Z.B. in englischsprachigen Foren findet man mitunter solche Angaben.
Den Rest überlasse ich deiner Intelligenz, dir ein Bild davon zu machen, was es alles für Möglichkeiten gibt. Ich schließe es auf jeden Fall nicht aus, dass das gemacht wird. Mal ganz davon abgesehen wird auch die Nachfrage nach dem anonymen Serven in Netzen ganz sicher nicht immer größer werden, weil man Angst hat, dass der Nachbar Daten ausspäht...


Und vielleicht solltest du mal deine Rechner zu Hause genauer anschauen. Es muss nicht immer das Märchen vom Bundestrojaner zutreffen, aber oft genug hat man Zugriffe auf den Rechner, die sich im Nachhinein nicht als sooo harmlos herausstellen. Muss nicht unbedingt das FA sein, gibt auch andere Behörden, für die so etwas interessant ist.

Aber ich hab auch Verständnis dafür, wenn es User gibt, die halt blauäugig durch die Gegend gehen und gottgläubig an die Ehrlichkeit der Leute und des Staates glauben.
 
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Alt 17.05.2013, 18:15   #1247
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Standard AW: Ich habe eine Frage und weiß nicht ob ich einen Thread eröffnen soll

Zitat:
Zitat von DAX-Strategie Beitrag anzeigen
Die haben doch nicht mal genug Personal, dass sie sich um die großen Fische kümmern......
Zitat:
Zitat von Die Traderin Beitrag anzeigen
Nur mal so ausl Beispiel genannt. Daten ausspähen ist zwar per Gesetz verboten, aber unsere Behörden scheinen da im rechtsfreien Raum zu leben.

Ich glaube ihr beide hängt der Zeit mächtig hinterher.
Mit dem neuen Überwachungsgesetz sind wir schon längst mehrere Schritte weiter...

Zitat:
Über die vorgesehene elektronische Schnittstelle kann für jede IP-Adresse die Identität der Person abgefragt werden – was zu massenhaften Abfragen geradezu einlädt. Damit können z.B. Besucher einer Behördenwebsite dank Bestandsdatenabfragen ohne Richtererlaubnis direkt identifiziert werden. Langfristig ist zu befürchten, dass sich daraus eine automatisierte Datenabruf-Flatrate für Behörden entwickelt.
Bestandsdatenauskunft


Zitat:
Name, Anschrift, Geburtsdatum, Telefonnummer, E-Mail-Adressen, Bankverbindungen, Passwörter: Wer die Bestandsdaten von Handy-Besitzern kennt, erfährt sehr private Dinge. Nun erlaubt der Bundestag den Sicherheitsbehörden, unkompliziert auf die sensiblen Daten zuzugreifen.
Bundestag erlaubt Polizei Abfrage von Handy-Passwörtern

Zitat:
Ermittlungsbehörden und Geheimdienste werden ermächtigt, auf sogenannte “Bestandsdaten” zuzugreifen. Was das ist, ist zwar schwammig formuliert, aber sicherheitshalber wird sehr deutlich erwähnt, dass dazu auch Passwörter zählen, und die Abfrage auch anhand von IP-Adressen möglich sein soll. Ein Richtervorbehalt ist nur beim Zugriff auf Passwörter vorgesehen. Die anderen Abfragen, insbesondere also die Identifizierung von Internetnutzern anhand der IP-Adresse, sollen bei größeren Providern sogar über eine automatisierte Schnittstelle ablaufen. Hierfür reicht es, wenn die abfragende Stelle der Meinung ist, “für die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben” diese Daten zu benötigen, und eine Rechtsgrundlage dafür vorweisen kann.
....
Mit den Passwörtern z. B. für Facebook, Google- und E-Mail-Accounts können die Behörden dann weitere Überwachungsmaßnahmen durchführen, z. B. über Facebook den Freundeskreis ausforschen, E-Mails mitlesen, eine Onlinedurchsuchung bei Online-Speicherdiensten machen, über den Play-Store Schadsoftware auf Android-Geräte installieren, mit der PUK die auf einer SIM-Karte hinterlegten Kontakte und SMSen lesen, mit dem Google-Accountpasswort die Bildschirmsperre eines Android-Handies aufheben. Ob sie das dürfen, dürfte die Behörden nicht interessieren. (Siehe z. B. illegaler Einsatz des Bayerntrojaners). Die strengeren rechtlichen Anforderungen für Überwachungsmaßnahmen wie die TKÜ werden somit komplett unterlaufen.
Jan Schejbal - "Es lebe die Freiheit"

Hatte ich erwähnt,daß die "Bestandsdaten" straffrei an unberechtigte Dritte weitergegeben werden dürfen...
"Honi soit qui mal y pense"

Geändert von Agnostiker (17.05.2013 um 18:27 Uhr)
 
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Alt 17.05.2013, 18:23   #1248
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Standard AW: Ich habe eine Frage und weiß nicht ob ich einen Thread eröffnen soll

Zitat:
Zitat von Agnostiker Beitrag anzeigen
Ich glaube ihr beide hängt der Zeit mächtig hinterher.
Ach nö, in meinem Serv-Verhalten hinke ich ganz sicher nicht der Zeit hinterher. Frau kann sich vor unerlaubten Zugriffen schützen.

Seitdem ich im letzten Jahr festgestellt hab, dass ich einen "nicht befugten Zugriff" auf meinen Rechner hatte, der Zugriff lokalisiert werden konnte und es NICHT Hacker XY war, habe ich meine ganz eigene Meinung zum Daten ausspähen und zum Datenhandel des Staates.
Zitat:
Hatte ich erwähnt,daß die "Bestandsdaten" straffrei an unberechtigte Dritte weitergegeben werden dürfen...
"Honi soit qui mal y pense"
Ist doch schon immer so.

Nur ein Beispiel: Adressdaten wurden schon vor Jahren von den Meldebehörden verkauft - ohne das es eine gesetzliche Grundlage dafür gab. Jetzt "dürfen" sie es eben Kraft des Gesetzes.

Im übrigen stimmt es auch nicht so ganz... Im Rahmen von Strafverfahren konnten und wurden schon immer IP-Abfragen gemacht und Passwörter offen gelegt. Und dann eben auch emails gelesen. Das ist nichts neues. Vielleicht ist jetzt alles ein bissel offener.

Geändert von Die Traderin (17.05.2013 um 18:29 Uhr)
 
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Alt 17.05.2013, 19:08   #1249
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Standard AW: Ich habe eine Frage und weiß nicht ob ich einen Thread eröffnen soll

Hallo Traderin,

ich glaube du hast das Problem noch nicht verstanden.

Zitat:
Zitat von Die Traderin Beitrag anzeigen
Ist doch schon immer so.

Nur ein Beispiel: Adressdaten wurden schon vor Jahren von den Meldebehörden verkauft - ohne das es eine gesetzliche Grundlage dafür gab. Jetzt "dürfen" sie es eben Kraft des Gesetzes.

Wir sprechen hier nicht mehr über Anschriften.

Wir sprechen hier über die unberechtigte Weitergabe deiner
Kontodaten,
Passwörter,
Pins,
Zugriffsdaten auf dein Telefon,
Internetpasswörter etc.

Das ist etwas komplett anderes...
(Und selbiges war bisher nicht straffrei.)

Zitat:
Im übrigen stimmt es auch nicht so ganz... Im Rahmen von Strafverfahren konnten und wurden schon immer IP-Abfragen gemacht und Passwörter offen gelegt. Und dann eben auch emails gelesen. Das ist nichts neues. Vielleicht ist jetzt alles ein bissel offener.

Der Punkt ist,daß wir uns mittlerweile nicht mehr im "Rahmen eines Strafverfahrens" befinden,mit richterlicher Zustimmung etc. ...

Dir ist die Tragweite vielleicht noch nicht klar, aber das ist eine vollkommen neue Dimension...

Nur weil es Gefängnisse gibt,ist dies noch lange kein Grund Unschuldige einzusperren.
 
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Alt 17.05.2013, 19:25   #1250
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Zitat:
Zitat von Agnostiker Beitrag anzeigen
Hallo Traderin,

ich glaube du hast das Problem noch nicht verstanden.



Wir sprechen hier nicht mehr über Anschriften.

Wir sprechen hier über die unberechtigte Weitergabe deiner
Kontodaten,
Passwörter,
Pins,
Zugriffsdaten auf dein Telefon,
Internetpasswörter etc.

Das ist etwas komplett anderes...
(Und selbiges war bisher nicht straffrei.)
Ich habe ja auch nur EIN Beispiel geschrieben.
Von dem du schreibst, das wird seit Jahren gemacht. Teilweise sogar noch mit deiner Zustimmung. ("deiner" bitte nicht auf dich beziehen)

Du gibst bei jedem Käse dein Einverständnis, dass div. Firmen deine Daten speichern dürfen (z.B. Handy-Vertrag etc.). Dabei werden und wurden auch Daten wie Kontonummer etc. gespeichert und weitergegeben. In dem Moment, in dem diese ein Anbieter hat, sind sie öffentlich. Diese Zugriffe gab es schon immer. Und wird es auch immer geben - ob mit oder ohne Gesetz. Das Gesetz scheint im Moment wieder mal Thema zu sein, weil bald Wahlen anstehen. Da kommen solche Themen immer mal wieder auf. Da soll dem Bürger vermittelt werden, dass der Staat ja sooo viel für ihn tut.

Geben tut´s das schon seit sehr vielen Jahren, nur nimmt das jetzt eine andere Dimension an. Aufregen kann ich mich schon lange nicht mehr. Zumal an der Datenweitergabe wir teilweise auch selbst dran schuld sind.

Zitat:

Der Punkt ist,daß wir uns mittlerweile nicht mehr im "Rahmen eines Strafverfahrens" befinden,mit richterlicher Zustimmung etc. ...
Ich kann dir zu 100% versichern, dass in den seltensten Fällen richterliche Anordnungen vorliegen. Das macht man nur, wenn es sehr große Verfahren sind. Bei kleineren geht ein Fax der Polizeidienststelle/Kriminalpolizei an den betreffenden Anbieter und dann werden die Daten herausgerückt. Diese Verfahrensweise kannte ich schon im Jahre 2000 und auch im Jahre 2005. Ich habe selbst Akten in der Hand gehabt, in denen die richterliche Anordnung fehlte. Also völliger Mumpitz, dass solche Dinger wirklich gebraucht wurden. D.h. aber ebenfalls, dass schon immer die Behörden "einfach mal so" Abfragen machen konnten - auch ohne besonderen Anlass. Die Praxis sah schon immer ganz anders aus, als es in irgendwelchen Gesetzen steht. Und jetzt wird diese vom Gesetzgeber bisher betriebene Praxis eben legalisiert. Wundert dich das? Mich nicht...
 
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