Muggsy
14.01.2001, 19:02
Hong Kong, Singapur und Indonesien mit schwacher Wochenbilanz
Einiges los war in dieser Woche an den wichtigsten Börsen in Asien. Die freundliche Tendenz an der Nasdaq ließ die Kurse in einigen Bereichen deutlich klettern. Unumstrittener Star der vergangenen fünf Handelstage war die Börse in Bangkok. Die High-Tech-Aktien in den USA scheinen sich endlich wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 2500 Zählern zu etablieren. Auf so ein Signal haben die Anleger nicht nur in Asien seit langem gewartet. Bei den zuletzt arg verprügelten Technologie-Papieren scheint nun der Boden gefunden zu sein. Hier dürfte es in den kommenden Monaten zu einer Trendwende kommen.
Wie von uns am Montag prognostiziert, hat sich die Börse in Bangkok in dieser Woche prächtig entwickelt. Am Montag zu Handelsbeginn standen noch rund 295 Zähler im SET-Index zu Buche. Heute waren die Aktien in Thailand die unumstrittenen Stars des Tages in Asien. Mit 311,25 Punkten verabschiedete sich das Marktbarometer ins Wochenende, ein satter Gewinn von 5,49 Prozent. Im Wochenvergleich steht ein Zuwachs in gleicher Größenordnung zu Buche.
Anleger hoffen, dass der neue Premierminister Thaksin Shinawatra das Land aus der Krise führen wird. Banken und Finanzdienstleister konnten von der guten Stimmung am stärksten profitieren. Einige Titel schafften zum ersten Mal seit langer Zeit wieder zweistellige Kurszuwächse. Bangkok Bank (WKN 883565) glänzten mit einem Anstieg um 13,5 Prozent, National Finance (WKN 882419) expoldierten um stolze 20 Prozent. Die Investoren gehen davon aus, dass sich eine Belebung des Börsengeschehens auf die Broker besonders günstig auswirken wird. Auch einige Technologie-Papiere stehen nach monatelanger Flaute jetzt wieder ganz oben auf den Kauflisten der Anleger. TelecomAsia (WKN 889349) und United Communications (WKN 889863) schnellten um jeweils knapp elf Prozent gen Norden.
Ermutigend war heute, dass der SET-Index nahezu auf seinem Tageshöchststand aus dem Handel gehen konnte. Dies lässt für die kommende Woche auf eine Fortsetzung der festen Tendenz schließen.
Rang zwei ergatterte sich in dieser Woche die Börse in Taiwan. Hoffnungen auf weitere Reformen in der Finanzbranche und die freundliche Tendenz im Technologie-Sektor ließen den Taiex im Wochenvergleich um 2,9 Prozent steigen. Heute allerdings ließen Gewinnmitnahmen bei den Banken den Index in Taipeh um 0,56 Prozent abbröckeln. Mit 5339,40 Zählern verabschiedete sich der Taiex aus dem Handel. Anleger sind der Meinung, dass der jüngste Kursanstieg von elf Prozent im Teilindex der Banken allein in diesem Monat doch etwas übertrieben war.
Zudem hatten sich Analysten skeptisch zu den anstehenden Maßnahmen in der Finanzbranche geäußert. Das Investmenthaus Salomon Smith Barney schätzt die Anzahl der maroden Kredite in den Bilanzen taiwanesischer Banken auf rund 15 Prozent. Diese aus dem Weg zu räumen werde möglicherweise doch länger dauern, als von der Regierung angenommen.
Nahezu unverändert beendeten die Aktien in Südkorea die Woche. Seit Montag steht im Kospi ein kleines Plus von 0,2 Prozent zu Buche. Am Mittwoch kam es zu den von uns erwarteten Gewinnmitnahmen. Die Aktien in Seoul rauschten um fast fünf Prozent in den Keller. Heute jedoch bügelte der Kospi mit einem Anstieg um 4,6 Prozent die Scharte schon wieder aus. Dabei kratzte das Marktbarometer sogar an der psychologisch wichtigen Marke von 600 Punkten, konnte den starken Anstieg jedoch nicht verteidigen, Schlussnotierung: 587,87 Zähler. Technologie- und Telekom-Papiere standen in der Gunst der Anleger ganz oben.
Auch unser Kandidat für das Emerging Markets-Musterdepot ließ sich in dieser Woche nicht lumpen. Die Papiere von Pohang Iron & Steel (WKN 893094) explodierten bis gestern an der New York Stock Exchange von 18 auf 21 US-Dollar, ein satter Wochengewinn von 16,6 Prozent. Die Aktien von Südkoreas größtem Stahlerzeuger sind derzeit sehr günstig bewertet und dürften vom starken Wirtschaftsaufschwung beim asiatischen Musterknaben profitieren. Wir waren bislang bei dem Papier leider etwas glücklos und hatten unser Kauf-Limit um 20 Cent zu niedrig angesetzt. Den nächsten Rücksetzer werden wir konsequent zum Einstieg nutzen.
Weniger erfreulich verlief die Börsenwoche in Singapur, Hong Kong und Indonesien.
Anhaltende Abwärtstendenzen im Technologiesektor ließen den Straits Times Index im Wochenvergleich um 1,3 Prozent abbröckeln. Heute stand ein kleines Plus von 0,25 Prozent zu Buche. Händler sahen darin jedoch lediglich eine technische Reaktion auf die Kursverluste in dieser Woche. Mit 1919,82 Punkten verabschiedete sich das Marktbarometer ins Wochenende. Analysten sind sich jedoch einig, dass auch in Singapur die High-Tech-Werte ihre tiefsten Kurse gesehen haben. Im vergangenen Jahr haben Blue-Chips wie Chartered Semiconductor (WKN 929000) oder Venture Manufacturing (WKN 890753) 60 bzw. 43 Prozent an Wert eingebüßt. Beide Anteilsscheine eignen sich für spekulativ agierende Anleger als Depotbeimischung.
Insbesondere Venture Manufacturing (WKN 890753) sind derzeit an einer bedeutsamen charttechischen Marke angekommen, die eigentlich halten sollte.
In München notierten die Anteilsscheine heute gegen 16 Uhr bei 7,94 Euro. Der Bereich von acht Euro ist hier sehr wichtig. Mutigen Anlegern, die jetzt einsteigen wollen, raten wir zu einem Stopp-Kurs knapp unterhalb von sechs Euro.
Der Anstieg von 1,36 Prozent am letzten Handelstag vor dem Wochenende konnte in Hong Kong das leichte Minus im Wochenvergleich nicht mehr ausbügeln. Seit Montag musste der Hang Seng Index 0,91 Prozent abgeben. Mit 15.295,42 Zählern verabschiedete sich das Marktbarometer in den Feierabend.
Die zuletzt stark gesuchten Immobilienaktien hatten im Beobachtungszeitraum unter Gewinnmitnahmen zu leiden. Mittelfristig dürfte der Sektor jedoch seine Aufwärtsbewegung fortsetzen. Analysten gehen davon aus, dass die zinssensitiven Papiere von weiteren Zinssenkungen in den USA profitieren werden.
Bedenken Sie aber, dass ein Gutteil dieser Phantasie bereits in den Kursen enthalten ist. Gerade die Immobilien-Aktien überzeugten in Hong Kong in den vergangene Wochen mit überragender relativer Stärke. Ähnliches gilt für die Banken. Zahlreiche Finanzinstitute notieren aktuell auf Allzeit-Hoch oder zumindest auf dem höchsten Stand seit 52 Wochen. Die müssen Anleger berücksichtigen, die jetzt noch kaufen wollen.
Im Immobilien-Sektor sorgten heute New World Development (WKN 862121) für Aufsehen. Anfang der Woche hatte das US-Investmenthaus Goldman Sachs die Papiere auf "market outperformer" hochgestuft.
Gestern nach Börsenschluss zogen die Experten von Morgan Stanley Dean Witter nach und nahmen den Wert in eines ihrer Musterportfolios auf. Den Aktien bescherte dies heute eine Zuwachs von fast zehn Prozent auf 11,80 HK-Dollar.
Auch andere Immobilientitel konnten davon hetue profitieren. Cheung Kong (WKN 862398) sprangen um 2,5 Prozent nach oben, Sun Hung Kai Properties (WKN 861270) legten 3,2 Prozent zu, Henderson Land (WKN 867157) schnellten um 3,7 Prozent nach oben.
Weiter sehr schwach präsentieren sich die Aktien in Indonesien. Im Wochenvergleich büßten die Notierungen in Jakarta fast zwei Prozent ein. Mit 407,36 Zählern verabschiedete sich der Composite heute aus dem Handel. Damit bleibt das Inselreich seiner Rolle treu, an der es seit fast zwei Jahren hartnäckig festhält. Unter den Weltbörsen gebührt Indonesien unangefochten die rote Laterne. Daran dürfte sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern.
In dieser Woche kam es erneut zu gewalttätigen Demonstrationen im ganzen Land. Die Unruhen richten sich gegen die Politik von Präsident Abdurrahman Wahid. Solange hier nicht endlich Ruhe einkehrt, ist mit einer nachhaltigen Erholung der Aktienkurse nicht zu rechnen. Von Engagements würde wir weiterhin absehen.
Quelle: http://www.fnet.de
Einiges los war in dieser Woche an den wichtigsten Börsen in Asien. Die freundliche Tendenz an der Nasdaq ließ die Kurse in einigen Bereichen deutlich klettern. Unumstrittener Star der vergangenen fünf Handelstage war die Börse in Bangkok. Die High-Tech-Aktien in den USA scheinen sich endlich wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 2500 Zählern zu etablieren. Auf so ein Signal haben die Anleger nicht nur in Asien seit langem gewartet. Bei den zuletzt arg verprügelten Technologie-Papieren scheint nun der Boden gefunden zu sein. Hier dürfte es in den kommenden Monaten zu einer Trendwende kommen.
Wie von uns am Montag prognostiziert, hat sich die Börse in Bangkok in dieser Woche prächtig entwickelt. Am Montag zu Handelsbeginn standen noch rund 295 Zähler im SET-Index zu Buche. Heute waren die Aktien in Thailand die unumstrittenen Stars des Tages in Asien. Mit 311,25 Punkten verabschiedete sich das Marktbarometer ins Wochenende, ein satter Gewinn von 5,49 Prozent. Im Wochenvergleich steht ein Zuwachs in gleicher Größenordnung zu Buche.
Anleger hoffen, dass der neue Premierminister Thaksin Shinawatra das Land aus der Krise führen wird. Banken und Finanzdienstleister konnten von der guten Stimmung am stärksten profitieren. Einige Titel schafften zum ersten Mal seit langer Zeit wieder zweistellige Kurszuwächse. Bangkok Bank (WKN 883565) glänzten mit einem Anstieg um 13,5 Prozent, National Finance (WKN 882419) expoldierten um stolze 20 Prozent. Die Investoren gehen davon aus, dass sich eine Belebung des Börsengeschehens auf die Broker besonders günstig auswirken wird. Auch einige Technologie-Papiere stehen nach monatelanger Flaute jetzt wieder ganz oben auf den Kauflisten der Anleger. TelecomAsia (WKN 889349) und United Communications (WKN 889863) schnellten um jeweils knapp elf Prozent gen Norden.
Ermutigend war heute, dass der SET-Index nahezu auf seinem Tageshöchststand aus dem Handel gehen konnte. Dies lässt für die kommende Woche auf eine Fortsetzung der festen Tendenz schließen.
Rang zwei ergatterte sich in dieser Woche die Börse in Taiwan. Hoffnungen auf weitere Reformen in der Finanzbranche und die freundliche Tendenz im Technologie-Sektor ließen den Taiex im Wochenvergleich um 2,9 Prozent steigen. Heute allerdings ließen Gewinnmitnahmen bei den Banken den Index in Taipeh um 0,56 Prozent abbröckeln. Mit 5339,40 Zählern verabschiedete sich der Taiex aus dem Handel. Anleger sind der Meinung, dass der jüngste Kursanstieg von elf Prozent im Teilindex der Banken allein in diesem Monat doch etwas übertrieben war.
Zudem hatten sich Analysten skeptisch zu den anstehenden Maßnahmen in der Finanzbranche geäußert. Das Investmenthaus Salomon Smith Barney schätzt die Anzahl der maroden Kredite in den Bilanzen taiwanesischer Banken auf rund 15 Prozent. Diese aus dem Weg zu räumen werde möglicherweise doch länger dauern, als von der Regierung angenommen.
Nahezu unverändert beendeten die Aktien in Südkorea die Woche. Seit Montag steht im Kospi ein kleines Plus von 0,2 Prozent zu Buche. Am Mittwoch kam es zu den von uns erwarteten Gewinnmitnahmen. Die Aktien in Seoul rauschten um fast fünf Prozent in den Keller. Heute jedoch bügelte der Kospi mit einem Anstieg um 4,6 Prozent die Scharte schon wieder aus. Dabei kratzte das Marktbarometer sogar an der psychologisch wichtigen Marke von 600 Punkten, konnte den starken Anstieg jedoch nicht verteidigen, Schlussnotierung: 587,87 Zähler. Technologie- und Telekom-Papiere standen in der Gunst der Anleger ganz oben.
Auch unser Kandidat für das Emerging Markets-Musterdepot ließ sich in dieser Woche nicht lumpen. Die Papiere von Pohang Iron & Steel (WKN 893094) explodierten bis gestern an der New York Stock Exchange von 18 auf 21 US-Dollar, ein satter Wochengewinn von 16,6 Prozent. Die Aktien von Südkoreas größtem Stahlerzeuger sind derzeit sehr günstig bewertet und dürften vom starken Wirtschaftsaufschwung beim asiatischen Musterknaben profitieren. Wir waren bislang bei dem Papier leider etwas glücklos und hatten unser Kauf-Limit um 20 Cent zu niedrig angesetzt. Den nächsten Rücksetzer werden wir konsequent zum Einstieg nutzen.
Weniger erfreulich verlief die Börsenwoche in Singapur, Hong Kong und Indonesien.
Anhaltende Abwärtstendenzen im Technologiesektor ließen den Straits Times Index im Wochenvergleich um 1,3 Prozent abbröckeln. Heute stand ein kleines Plus von 0,25 Prozent zu Buche. Händler sahen darin jedoch lediglich eine technische Reaktion auf die Kursverluste in dieser Woche. Mit 1919,82 Punkten verabschiedete sich das Marktbarometer ins Wochenende. Analysten sind sich jedoch einig, dass auch in Singapur die High-Tech-Werte ihre tiefsten Kurse gesehen haben. Im vergangenen Jahr haben Blue-Chips wie Chartered Semiconductor (WKN 929000) oder Venture Manufacturing (WKN 890753) 60 bzw. 43 Prozent an Wert eingebüßt. Beide Anteilsscheine eignen sich für spekulativ agierende Anleger als Depotbeimischung.
Insbesondere Venture Manufacturing (WKN 890753) sind derzeit an einer bedeutsamen charttechischen Marke angekommen, die eigentlich halten sollte.
In München notierten die Anteilsscheine heute gegen 16 Uhr bei 7,94 Euro. Der Bereich von acht Euro ist hier sehr wichtig. Mutigen Anlegern, die jetzt einsteigen wollen, raten wir zu einem Stopp-Kurs knapp unterhalb von sechs Euro.
Der Anstieg von 1,36 Prozent am letzten Handelstag vor dem Wochenende konnte in Hong Kong das leichte Minus im Wochenvergleich nicht mehr ausbügeln. Seit Montag musste der Hang Seng Index 0,91 Prozent abgeben. Mit 15.295,42 Zählern verabschiedete sich das Marktbarometer in den Feierabend.
Die zuletzt stark gesuchten Immobilienaktien hatten im Beobachtungszeitraum unter Gewinnmitnahmen zu leiden. Mittelfristig dürfte der Sektor jedoch seine Aufwärtsbewegung fortsetzen. Analysten gehen davon aus, dass die zinssensitiven Papiere von weiteren Zinssenkungen in den USA profitieren werden.
Bedenken Sie aber, dass ein Gutteil dieser Phantasie bereits in den Kursen enthalten ist. Gerade die Immobilien-Aktien überzeugten in Hong Kong in den vergangene Wochen mit überragender relativer Stärke. Ähnliches gilt für die Banken. Zahlreiche Finanzinstitute notieren aktuell auf Allzeit-Hoch oder zumindest auf dem höchsten Stand seit 52 Wochen. Die müssen Anleger berücksichtigen, die jetzt noch kaufen wollen.
Im Immobilien-Sektor sorgten heute New World Development (WKN 862121) für Aufsehen. Anfang der Woche hatte das US-Investmenthaus Goldman Sachs die Papiere auf "market outperformer" hochgestuft.
Gestern nach Börsenschluss zogen die Experten von Morgan Stanley Dean Witter nach und nahmen den Wert in eines ihrer Musterportfolios auf. Den Aktien bescherte dies heute eine Zuwachs von fast zehn Prozent auf 11,80 HK-Dollar.
Auch andere Immobilientitel konnten davon hetue profitieren. Cheung Kong (WKN 862398) sprangen um 2,5 Prozent nach oben, Sun Hung Kai Properties (WKN 861270) legten 3,2 Prozent zu, Henderson Land (WKN 867157) schnellten um 3,7 Prozent nach oben.
Weiter sehr schwach präsentieren sich die Aktien in Indonesien. Im Wochenvergleich büßten die Notierungen in Jakarta fast zwei Prozent ein. Mit 407,36 Zählern verabschiedete sich der Composite heute aus dem Handel. Damit bleibt das Inselreich seiner Rolle treu, an der es seit fast zwei Jahren hartnäckig festhält. Unter den Weltbörsen gebührt Indonesien unangefochten die rote Laterne. Daran dürfte sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern.
In dieser Woche kam es erneut zu gewalttätigen Demonstrationen im ganzen Land. Die Unruhen richten sich gegen die Politik von Präsident Abdurrahman Wahid. Solange hier nicht endlich Ruhe einkehrt, ist mit einer nachhaltigen Erholung der Aktienkurse nicht zu rechnen. Von Engagements würde wir weiterhin absehen.
Quelle: http://www.fnet.de