Howie
16.02.2001, 06:18
Moin!
Anlageprodukt mit Pfiff?
Eine der erfolgreichsten Anlageformen Amerikas kommt nach Frankfurt: Exchange Traded Funds (ETFs), eine Mischform aus Fonds und Aktie. Mit ihnen kaufen Anleger Anteile an einer Aktiengesellschaft, die nur zu einem einzigen Zweck gegründet wird - ein Wertpapierdepot aufzubauen, das einen ausgewählten Aktienindex nachbildet.
Die Gattungsbezeichnung klingt langweilig, die Produkte aber sind interessant: "Passiv " gemanagte Produkte wie Indexfonds, -Zertifikate oder die neuen Exchange Traded Funds. Indexaktien (ETF) versprechen Anlegern genau die Wertentwicklung des Marktes zu erreichen - nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Denn eine Vielzahl von Fonds schafft es nicht, dauerhaft die Rendite des Vergleichsindexes zu übertreffen. Den traditionellen Produkten in Deutschland wie Indexfonds und Indexzertifikaten erwächst eine ernsthafte Konkurrenz. Und damit den Investmentgesellschaften bzw. Banken, die diese Produkte offerieren. Indexaktien sind – trotz des missverständlichen Namens – börsengehandelte Indexfonds.
In Amerika gibt es sie schon seit mehreren Jahren, jetzt können auch deutsche Anleger in Indexaktien investieren. Diese verbinden die Vorteile von Indexfonds mit denen von Aktien. Ein Indexfonds bildet die Struktur eines Aktienindex, zum Beispiel des DAX, nach. Da ein solcher Fonds nicht aktiv gemanagt wird, fallen geringere Verwaltungsgebühren an. Allerdings wird der Wert eines Fondsanteils nur einmal pro Tag ermittelt. Die Folge für den Anleger: Er kann nicht so schnell auf Kursänderungen reagieren wie bei einer Aktie. Anders die Indexaktien: Ihre Preise werden laufend an der Börse notiert. Der Anleger kann also so oft er will Kurse abfragen und darauf reagieren. Indexaktien sind insbesondere kostengünstiger als entsprechende Fonds. Statt der oft verlangten Ausgabeaufschläge fallen nur die üblichen Aktienkaufgebühren an. Außerdem haben sie im Gegensatz zu Zertifikaten eine unbegrenzte Laufzeit, d.h. kein Wiederanlagesrisiko.
Die meisten Indizes stellen – bezogen auf den jeweiligen Markt – ein schlüssiges Aktienportfolio dar. Empirische Erhebungen belegen, dass diese Portfolios hinsichtlich Titelauswahl, Risikostreuung und Trendanpassung nur schwer zu verbessern sind. Insofern liegt es selbst für institutionelle Investoren eigentlich auf der Hand, sich mit ihrer Anlagestrategie an Indizes zu orientieren. Indextracking erfordert größere Investitionen in Technik und Manpower, und auch die garantieren nicht für Qualität und Genauigkeit. Unkomplizierter, bequemer und günstiger ist jedenfalls der Kauf eines INDEXCHANGE Fonds.
Der Optimismus ist tatsächlich nicht unbegründet: US-Bürger haben mittlerweile mehr als 45 Milliarden Dollar in solche Wertpapiere gesteckt, vor allem weil sie aktiv gemanagten Fonds häufig überlegen waren. Der Grund: Sie sind schlicht billiger zu managen, da geringere Handelskosten als bei Stockpickern anfallen.
Aller Euphorie zum Trotz ist bei den Börsianern jedoch erst einmal Ernüchterung eingekehrt. Die hochfliegenden Erwartungen der US-Broker haben sich nicht erfüllt, im Gegenteil: Nach einem gelungenen Start hat sich der Handel merklich abgekühlt. Wie sich dieses Produkt hierzulande entwickeln wird, bleibt somit abzuwarten.
Quelle: n-tv.de
So long
Howie :smokin:
Anlageprodukt mit Pfiff?
Eine der erfolgreichsten Anlageformen Amerikas kommt nach Frankfurt: Exchange Traded Funds (ETFs), eine Mischform aus Fonds und Aktie. Mit ihnen kaufen Anleger Anteile an einer Aktiengesellschaft, die nur zu einem einzigen Zweck gegründet wird - ein Wertpapierdepot aufzubauen, das einen ausgewählten Aktienindex nachbildet.
Die Gattungsbezeichnung klingt langweilig, die Produkte aber sind interessant: "Passiv " gemanagte Produkte wie Indexfonds, -Zertifikate oder die neuen Exchange Traded Funds. Indexaktien (ETF) versprechen Anlegern genau die Wertentwicklung des Marktes zu erreichen - nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Denn eine Vielzahl von Fonds schafft es nicht, dauerhaft die Rendite des Vergleichsindexes zu übertreffen. Den traditionellen Produkten in Deutschland wie Indexfonds und Indexzertifikaten erwächst eine ernsthafte Konkurrenz. Und damit den Investmentgesellschaften bzw. Banken, die diese Produkte offerieren. Indexaktien sind – trotz des missverständlichen Namens – börsengehandelte Indexfonds.
In Amerika gibt es sie schon seit mehreren Jahren, jetzt können auch deutsche Anleger in Indexaktien investieren. Diese verbinden die Vorteile von Indexfonds mit denen von Aktien. Ein Indexfonds bildet die Struktur eines Aktienindex, zum Beispiel des DAX, nach. Da ein solcher Fonds nicht aktiv gemanagt wird, fallen geringere Verwaltungsgebühren an. Allerdings wird der Wert eines Fondsanteils nur einmal pro Tag ermittelt. Die Folge für den Anleger: Er kann nicht so schnell auf Kursänderungen reagieren wie bei einer Aktie. Anders die Indexaktien: Ihre Preise werden laufend an der Börse notiert. Der Anleger kann also so oft er will Kurse abfragen und darauf reagieren. Indexaktien sind insbesondere kostengünstiger als entsprechende Fonds. Statt der oft verlangten Ausgabeaufschläge fallen nur die üblichen Aktienkaufgebühren an. Außerdem haben sie im Gegensatz zu Zertifikaten eine unbegrenzte Laufzeit, d.h. kein Wiederanlagesrisiko.
Die meisten Indizes stellen – bezogen auf den jeweiligen Markt – ein schlüssiges Aktienportfolio dar. Empirische Erhebungen belegen, dass diese Portfolios hinsichtlich Titelauswahl, Risikostreuung und Trendanpassung nur schwer zu verbessern sind. Insofern liegt es selbst für institutionelle Investoren eigentlich auf der Hand, sich mit ihrer Anlagestrategie an Indizes zu orientieren. Indextracking erfordert größere Investitionen in Technik und Manpower, und auch die garantieren nicht für Qualität und Genauigkeit. Unkomplizierter, bequemer und günstiger ist jedenfalls der Kauf eines INDEXCHANGE Fonds.
Der Optimismus ist tatsächlich nicht unbegründet: US-Bürger haben mittlerweile mehr als 45 Milliarden Dollar in solche Wertpapiere gesteckt, vor allem weil sie aktiv gemanagten Fonds häufig überlegen waren. Der Grund: Sie sind schlicht billiger zu managen, da geringere Handelskosten als bei Stockpickern anfallen.
Aller Euphorie zum Trotz ist bei den Börsianern jedoch erst einmal Ernüchterung eingekehrt. Die hochfliegenden Erwartungen der US-Broker haben sich nicht erfüllt, im Gegenteil: Nach einem gelungenen Start hat sich der Handel merklich abgekühlt. Wie sich dieses Produkt hierzulande entwickeln wird, bleibt somit abzuwarten.
Quelle: n-tv.de
So long
Howie :smokin: