Vollständige Version anzeigen : Mobilcom AG
preisfuchs
21.08.2000, 16:13
France Telecom: Mobilcom zahlt UMTS-Lizenz selbst
16,37 Milliarden Mark: So viel muss Mobilcom für die eigene UMTS-Lizenz hinblättern. France Teleocm, seit Ende März mit 28,5 Prozent an dem deutschen Telekom-Unternehmen beteiligt, wird für die Bezahlung der Lizenz keine zusätzlichen Mittel beisteuern. Jean-Louis Vinciguerra, Finanzchef des französischen Carriers, erklärte laut dem Wall Street Journal, die Beteiligung von 50 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen Mobilcom Multimedia, das der eigentliche Ersteigerer der UMTS-Lizenz war, werde nun an Mobilcom übergeben. Dies habe die Vereinbarung zwischen den beiden Partnern vorgehesen, als France Telecom den Anteil an Mobilcom kaufte. Die Kosten für die Lizenz würden in den Bilanzen von Mobilcom verbucht; France Telecom würde allein die 3,7 Milliarden Euro verrechnen, die man für den Anteil an Mobilcom bezahle.
Gegenüber der französischen Tageszeitung Le Monde bekräftige Vinciguerra darüber hinaus das Interesse des Konzerns an der finnischen Sonera. Wenn die Regierung Finnlands ihre verbliebenen Anteile an dem Ex-Monopolisten verkaufen wolle, dann stelle das eine interessante Gelegenheit für France Telecom dar. Sonera sei ein attraktiver Übernahmekandidat, da der Konzern eine starke Position in den skandinavischen und türkischen Mobilfunkmärkten habe.
France Telecom ist seit einiger Zeit massiv dabei, seine Präsenz auf den europäischen Märkten auszubauen. So übernahm der Konzern den britischen Mobilfunkanbieter Orange, den Mannesmann nach der Übernahme durch Vodafone verkaufen musste. Dadurch gelangten die Franzosen auch in den Besitz einer UMTS-Lizenz in Großbritannien. In Italien ist France Telecom an dem Joint-Venture Wind beteiligt und übernahm vor kurzem die meisten Anteile der Deutschen Telekom an der Gesellschaft. In Deutschland wurde France Telecom auch schon ein Interesse an der Festnetzgesellschaft Mannesmann Arcor nachgesagt: Zwar dementierte France Telecom dies erst vor wenigen Tagen wieder entschieden, betonte aber gleichzeitig, dass man hier zu Lande ein eigenes Festnetz aufbauen wolle. (jk/
Was denkt Ihr wie sich Mobilcom entwickel?.
Kann Mobilcom die Summe selbst finanzieren?.
Wann wird der break-even ereicht?.
Gänseblümchen
25.08.2000, 11:59
Die Mobilcom gibt sich ja doch bescheidener als erwartet.
Der Bericht in der "Financial Times" bezüglich der Übernahme von debitel wurde nun auch von Seite der Mobilcom dementiert.
Schade, schade
und Drillisch ist Ihm nicht gut genug und nach seiner Meinung am Neuen Markt zu hoch bewertet (Financial Times 25.08.) das ich nicht lache...
Ich finde Gerhard Schmid sollte mal kleiner "Brötchen backen" sonst wird seine MobilCom am Schluß noch übernommen
Ich würde auf jedenfall Debitel und Drillisch ins Depot legen und MobilCom z.Zt meiden
Gänseblümchen
30.08.2000, 11:27
MobilCom- Chef Schmid teilte dem Magazin "Telebörse" mit, dass das neue Tochterunternehmen MobilCom e-Business im September online gehen werde.
Wenn die Kundenzahl bei mindestens bei 10.000 liegt, kann ein Börsengang in Erwägung gezogen werden.
rosahemdchen
12.09.2000, 16:19
Angeblich will Mobilcom den Service-Provider Hutchison Telecom übernehmen. Das berichtet die FAZ unter Berufung auf Brancheninsider.
Hutchison Telecom verfügt über einen Kundenstamm von 630.000 in den Bereichen Mobilfunk und Festnetz. Hutchinson gehört zum britischen Mobilfunkkonzern Orange, den die France Telecom übernommen hat, die wiederum zu 28,5% an Mobilcom beteiligt ist.
westwood
24.10.2000, 19:14
Mobilcom stark gefragt: +27%
Um knapp 27% legen die Papiere der Mobilcom AG
im heutigen Handelsverlauf zu und stehen aktuell
bei 76,00 Euro. Das Papier reagiert damit auf den
starken Kursverfall der vergangenen Wochen nach
dem Erwerb der teuren UMTS Lizenz. Analysten und
Händler sehen auch in der vergleichsweise
günstigen Versteigerung der UMTS Lizenzen in
Italien einen Auslöser des heutigen Anstiegs bei
Mobilcom und weiteren
Telekommunikationsunternehmen. Auch die
Deutsche Telekom gewinnt heute rund 9% auf 43,05
Euro.
Quelle: www.finance-online.de (http://www.finance-online.de)
juchu Team
30.10.2000, 10:45
MOGELCOM – Kein UMTS-Vertrag mit Ericsson
Die Vereinbarung, wonach der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson den 1,6-Milliarden-Euro-Auftrag von Mobilcom zum Aufbau des UMTS-Netzes vorfinanziert, ist noch nicht in trockenen Tüchern. Das berichtet das Handelsblatt.
«Bislang handelt es sich um eine Absichtserklärung», sagte Pär Altan, Sprecher des Netzwerk-Bereichs bei Ericsson. «Ein Vertrag ist noch nicht ausgehandelt, das wird im Laufe dieses Jahres geschehen», fügte er hinzu. Altan sagte allerdings, dass er keine Hindernisse für eine Vertragsunterzeichnung sehe. Es sei der erste der 16 UMTS-Aufträge von Ericsson, bei denen eine Finanzierung geleistet werden müsse.
Bei Mobilcom habe Unternehmenssprecher Stefan Arlt unterstrichen, dass das Unternehmen einen Kredit über 1,6 Milliarden Euro von Ericsson erhalte, schreibt das Blatt weiter. Indirekt habe aber auch er bestätigt, dass es noch keinen Vertrag gebe. Einzelheiten wollten Vertreter beider Unternehmen gestern besprechen.
Mobilcom-Chef Gerhard Schmid hatte kürzlich die Vereinbarung mit Ericsson als beispielhaft für die gesamte Branche gerühmt. Der schwedische Konzern ist einer der maßgeblichen Netzausrüster. Generell wollen die Netzbetreiber angesichts der hohen Kosten und der ungewissen Aussichten für die neue Mobilfunkgeneration versuchen, die Ausrüster einzubinden. Dies betreffe nicht nur die Finanzierung, sondern auch eine Beteiligung am Risiko, hatte Viag Interkom-Chef Maximilian Ardelt kürzlich erklärt. Auch Viag Interkom hatte eine UMTS-Lizenz erworben.
Mobilcom und Viag Interkom hatten unlängst einen Ausgleich für die hohen Lizenzkosten gefordert. Mobilcom klagt, Viag Interkom will nun politischen Druck ausüben.
Quelle: Handelsblatt
BF
Presse: Zieht Mobilcom Klage zurück?
Interne Unstimmgkeiten mit Großaktionär France Télécom
Die Telefongesellschaft Mobilcom werde ihre Klage gegen die Rechtmäßigkeit der UMTS-Lizenzgebühr möglicherweise zurückziehen. Wie die 'Süddeutsche Zeitung' in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, habe das Unternehmen dies gegenüber der Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post angedeutet.
Die Behörde solle, um spätere Kosten zu verhindern, noch keine eigenen Anwälte einschalten, hieß es. Hintergrund des Sinneswandels seien Unstimmigkeiten mit Großaktionär France Télécom. Mobilcom hatte im August für eine Lizenz für den neuen Mobilfunkstandard UMTS 16 Milliarden Mark bezahlt. (susa)
[Di, 07.11.2000] - © 2000 de.internet.com
euroinvest
27.11.2000, 10:59
Mobilcom-Chef Schmid verliert Prozess
--------------------------------------------------------------------------------
Nach Informationen des Magazins "Focus" hat Mobilcom-Chef Schmid einen Zivilprozess in Millionenhöhe verloren. Beim Kauf des EDV- und Datendienstleisters Topnet im Jahr 1998 soll er den vorherigen Eigner um über 6 Mio. DM geprellt haben. Das Zivilgericht hat Schmid dazu verurteilt, eine geforderte Wandelschuldverschreibung auszustellen, so das Magazin. Die Kosten belaufen sich auf 6,7 Mio. DM. Hinzu kämen Prozesskosten in Höhe von einer Mio. DM.
© BörseGo
MobilCom-Chef Schmid verliert Zivilprozeß
Das Magazin 'Focus' meldet in seiner neuesten
Ausgabe, MobilCom-Chef Gerhard Schmid habe
einen Zivilprozeß in Millionenhöhe verloren.
Der MobilCom-Vorstandsvorsitzende habe im Jahr
1998 bei der Übernahme des Daten- und
EDV-Dienstleisters Topnet die Vorbesitzer um ca. 6
Mio. DM betrogen. Laut 'Focus' wurde Schmid
verurteilt, eine Wandelschuldverschreibung in
entsprechender Höhe auszustellen. Insgesamt
belaufen sich die Schulden mit Zinsen und
Prozeßkosten auf 7,7 Mio. DM. Da das Urteil
zumindest vorläufig vollstreckbar sei, müsse Schmid
schon in den nächsten Tagen mit dem Besuch des
Gerichtsvollziehers rechnen.
UMTS:
SEGEN ODER SARGNAGEL FUER MOBILCOM & CO?
Zauberformel UMTS. Die MobilCom hofft, dass sich die fuer die Lizenz
bezahlten 16 Mrd. DM moeglichst bald rechnen. Doch so leicht wird das
nicht....
UMTS - WIRKLICH SO SCHNELL, WIRKLICH SO GUT?
UMTS steht fuer "Universal Mobile Telecommunications System" und
stellt die G3, die dritte Generation, im Mobilfunkzeitalter dar. Die
Vorstellung, mit dem Handy Kinotickets zu reservieren, ist damit
bereits laengst überholt. So weit, so gut. Ungefaehr so klingen die
Werbesprueche der UMTS-Betreiber, der Hersteller der Endgeraete und
der Erfinder dieser Technologie:
"Mit einer Datenuebertragungsrate von zwei Megabit pro Sekunde wird es
mit UMTS moeglich sein, Fotos, Plaene, ja selbst Filme voellig
problemlos zu uebertragen. Vorab per Handy Filmtrailer in
Fernseh-Qualitaet anschauen und entscheiden, welchen Streifen man
sehen moechte, wird mit UMTS gang und gebe sein. Im Vergleich zu UMTS
uebertraegt der heutige Mobilfunkstandard GSM Daten mit schlappen 9,6
KBit pro Sekunde. UMTS ist damit mehr als 200-mal schneller als GSM.
Selbst GPRS, das bis Ende 2000 eingefuehrt wird, schafft es mit seinen
maximal erreichbaren 53,6 KBit pro Sekunde gerade mal auf ein
Vierzigstel der UMTS-Geschwindigkeit."
VIEL LANGSAMER ALS ERWARTET?
Nun, wie bei so manchem Verkaufsprospekt duerfte auch hier die
Realitaet anders aussehen, als mancherorts verkuendet wurde. Laut
einer Studie des Londoner Analysehauses Durchlacher Research wird die
dritte Mobilfunkgeneration UMTS diese bislang prognostizierte
Geschwindigkeit von 2 Megabit pro Sekunden nicht einmal annaehernd
erreichen. Viel mehr sei in der Praxis nur eine Uebertragungsrate von
20 bis 40 Kilobit zu erwarten. Zwischen Laborbedingungen und dem
Einsatz im oeffentlichen Mobilfunk-Netz muesse eben strikt
unterschieden werden. Mit dieser Uebertragungsrate waere UMTS kaum
leistungsfaehiger, wenn nicht sogar langsamer, als die GPRS-Technik,
die zur Zeit von vielen Mobilfunkanbietern eingefuehrt wird. Techniker
unterscheiden bei UMTS zwischen drei Uebertragungsgeschwindigkeiten.
Abhaengig von der raeumlichen Lage des Senders bzw. des Empfaengers
werden zwischen 144 KBit/s zu bewegten Fahrzeugen in jedem beliebigen
Gebiet und bis zu 2 MBit/s in der eng umgrenzten Pico-Zelle, die einen
stationaeren Nutzer voraussetzt, moeglich sein. Die gross
angekuendigten multimedialen Moeglichkeiten werde man nur bei
letzterer voll ausschoepfen koennen.
UMTS - FLOP ODER TOP FUER DIE LIZENZNEHMER?
Die Beantwortung dieser Frage wird wohl fuer alle, fuer die
Unternehmen selbst, fuer deren Aktionaere als auch fuer die breite
Oeffentlichkeit, die sich sehr viel von UMTS erwartet, immer
wichtiger. Koennen wir in 2 Jahren tatsaechlich schon am Handy
Spielfilme in Top-Qualitaet ansehen? Die Unternehmen, die Milliarden
und Abermilliarden fuer die Lizenzen weltweit hinblaetterten, sind
nach wie vor davon ueberzeugt, dass UMTS die Goldgrube der Zukunft
ist. Wir glauben eher, dass dahinter auch eine saftige Portion
Zweckoptimismus steckt. Mittlerweile hat sogar ein
Mobilfunkunternehmen selbst, und zwar NTT DoCoMo, die als Pionier des
mobilen Zugangs zum Internet gelten, vor zu grossen Profiterwartungen
bei der UMTS-Technologie gewarnt. Keichi Enoko, der das erfolgreiche
Internet-Angebot von DoCoMo im so genannten "i-Mode" leitet, sagte vor
kurzem der "Financial Times", dass die europaeischen Unternehmen Muehe
haetten, ihre Investitionen in Hoehe von 100 Milliarden Euro fuer die
Mobilfunklizenzen der dritten Generation zu rechtfertigen. Er meint,
UMTS waere nicht zur Uebertragung grosser Datenmengen geeignet. Im
Gegensatz zu den Erwartungen grosser europaeischer Netz-Betreiber sei
es nicht sinnvoll, ganze Videoclips oder Musikstuecke mit dieser
Technik auf das Mobiltelefon zu uebertragen. Japan wird im kommenden
Jahr als erstes Land UMTS-Dienste anbieten. Man werde kleinere
Previews von 10 bis 15 Sekunden anbieten, die Datenuebertragung der
vollstaendigen Stuecke bleibe aber guenstigeren und technisch
ausgereifteren Wegen, wie TV oder PC, ueberlassen.
KAUFEN 71 % KEIN UMTS-HANDY?
Laut einer Umfrage, die der deutsche Mobilfunkanbieter D2 per SMS an
seinen Vertragskunden durchfuehrte, wuenschen sich immerhin satte 40,3
Prozent Videotelefonie, 20,6 Prozent moechten vor allem mobil im
Internet shoppen und 6,3 Prozent freuen sich auf interaktive Spiele.
Paradoxerweise koennte es aber gerade hier fuer MobilCom & Co eng
werden. Nach Ansicht des Beratungsunternehmens Cluster Consulting,
muessten durchschnittliche monatliche Umsaetze von etwa 100 DM je
Nutzer erwirtschaftet werden, um die getaetigten Investitionen, rund
16 Mrd. DM fuer die Lizenz sowie den Ausbau des aufwendigen
UMTS-Netzes, zu amortisieren. Doch wie sich in einer aktuellen
Emnid-Studie herausstellt, sind generell nur 33 Prozent der
18-24-jaehrigen bereit, sich ueberhaupt ein UMTS-faehiges Handy zu
leisten. Nur 55 Prozent davon koennen sich vorstellen, mehr als 100 DM
im Monat fuer UMTS zu berappen. Bei den restlichen
Bevoelkerungsschichten sieht es noch schlimmer aus: Satte 71 Prozent
der Befragten wollen sich "ganz sicher" oder "wahrscheinlich" kein
UMTS-Handy zulegen!
DIE WAHREN GEWINNER VON UMTS
Nichtsdestotrotz wird bereits kraeftig geplant und schoen langsam aber
sicher auch gebaut. Erst vor kurzem erhielt Siemens den ersten
Grossauftrag zur Errichtung eines UMTS-Netzes (gemeinsam mit Ericsson)
von Mannesmann. Siemens konnte mit Mannesmann damit bereits einen sehr
guten Referenzkunden im weltweiten Kampf um die Errichtung der
UMTS-Netze gewinnen. Sieger dieses UMTS-Fiebers werden daher auf alle
Faelle die Ausruester wie Siemens oder Ericcson oder Handyhersteller
wie Nokia sein, deren Produkte auf alle Faelle Abnehmer finden werden.
Seien es die Betreiber der Netze oder die Endkunden. Bis Ende 2003
muss in Deutschland jedenfalls ein Versorgungsgrad von 25 % der
Bevoelkerung erreicht sein, bis Ende 2005 sogar 50 %. Andernfalls
wuerde die Lizenz verfallen. Ein schoenes Geschaeft also fuer die
Ausruester, aber was bringt es jetzt nun wirklich fuer die Betreiber,
fuer die bei UMTS die Grenze zwischen Erfolg und Total-Flop sehr nah
beisammen liegt?
UMTS-FAZIT
Hutchison Whampoa erwartet den Break-Even mit seinem britischen
UMTS-Geschaeft bereits drei Jahre nach dem Start. Wir wollen dieses
hochgesteckte Ziel ernsthaft bezweifeln. Der Start ist bisher fuer
2002 vorgesehen. Nach dieser Berechnung sollten dann die ersten
Gewinne 2005 fliessen. Weitere 10 Jahre spaeter will man 10 Millionen
Nutzer und einen jaehrlichen Umsatz von 5 Milliarden Pfund haben. Nun
ja, wenn man das z.B. mit GSM vergleicht, muss man sagen, dass GSM 10
Jahre nach dem Start gar nicht mehr wirklich existieren wird. GSM
wurde in Mitteleuropa in den Jahren 1993 - 1996 auf breiter Ebene
eingefuehrt. Die Gewinnzone wurde naturgemaess noch wesentlich spaeter
erreicht. Und auch bei UMTS wird es nicht anders sein: Experten
prophezeien bereits fuer das Ende dieses Jahrzehnts die vierte
Mobilfunkgeneration, also kaum 8 Jahre nach dem Start von UMTS...
MOBILCOM-FAZIT
Die Kosten fuer die Lizenzen und Investitionen zur Kundengewinnung
haben z.B. die MobilCom bereits jetzt erstmals in tief rote Zahlen
gefuehrt. Der Fehlbetrag habe in den ersten neun Monaten dieses Jahres
minus 265,4 Mio. DM betragen. Was sich fuer die MobilCom jedoch noch
sehr positiv auswirken koennte, ist, dass Gerhard Schmidt bereits den
Mobilfunkausruester Ericsson mit dem Aufbau des UMTS-Netzes beauftragt
hat und Ericsson bis 2002 damit fertig sein muss, ansonsten wird eine
vereinbarte Vertragsstrafe faellig. Damit koennte die MobilCom der
erste Anbieter multimedialer Dienste ueber das Handy sein - ein
wesentlicher Punkt im Kampf um potenzielle Kunden. Mit "nur " rund 1,6
Mrd. Euro ist der Ericsson-Deal fuer die MobilCom ausserdem um rund
686 Mio. Euro guenstiger ausgefallen als geplant. Dadurch koennte die
urspruenglich erst fuer das Jahr 2007 angestrebte Gewinnschwelle
entsprechend frueher erreicht werden. Bereits 2005 will man ein
positives Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA)
erzielen. Bleibt als Wehrmutstropfen eigentlich nur die Feststellung,
dass die MobilCom die UMTS Lizenz auf 20 Jahre abschreibt. Und das,
obwohl wie gesagt Experten bereits fuer das Ende des ersten Jahrzehnts
die naechste Mobilfunkgeneration ankuendigen. Die Hardware
(Basisstationen) wird uebrigens auf 7 Jahre abgeschrieben, die
Software ueber 3 Jahre.
Von Andreas Tischler, FN-Redaktion
Artikel auf FN lesen: http://www.FinanzNachrichten.de
euroinvest
01.12.2000, 12:59
01.12. 12:12
Mobilcom - Hauptversammlung abgesagt
--------------------------------------------------------------------------------
Die Mobilcom AG hat die für den 12. Dezember geplante außerordentliche Hauptversammlung kurzfristig abgesagt. Grund hierfür sei , daß die geplante Kapitalerhöhung nun doch nicht durchgeführt werden soll. Hierzu wäre die Zustimmung der Hauptversammlung notwendig gewesen. Die nächste ordentliche Hauptversammlung findet am 5. April statt.
Schmid (MobilCom): Prior-Bericht absoluter Blödsinn
Gerhard Schmid, Vorstandsvorsitzender von MobilCom bezeichnet einen
Bericht der Prior-Börse, wonach das Unternehmen in eine Schieflage
geraten
könnte, als "absoluten Blödsinn", Das sagte er am Mittwoch gegenüber
vwd.
Das Unternehmen verfüge über einen Kassenbestand in dreistelliger
Millionenhöhe (DEM) und habe den Business-Plan für das UMTS-Geschäft,
der
von renommierten Banken geprüft worden sei, sauber aufgestellt. In dem
Businessplan hat MobilCom laut Schmid nicht einmal auf die angebotene
Hilfe
von France Telecom zurückgegriffen.
Außerdem betonte der Vorstandsvorsitzende, dass das Unternehmen kein
Aktienrückkaufprogramm angekündigt habe, wie es in dem Bericht heiße.
Das
Vertrauen Schmids in MobilCom zeige sich auch darin, dass der
Vorstandsvorsitzende seinen Anteil an dem Unternehmen in den letzten
Wochen
mit privaten Mitteln auf jetzt 42 (36,5) Prozent aufgestockt habe.
euroinvest
06.12.2000, 23:09
06.12.00 - 19:41
Frankfurt, 06. Dez (Reuters) - Mobilcom-Chef Gerhard Schmid beurteilt nach dem Absturz des Münchener Medienkonzerns EM.TV die Notierung seines Unternehmens am Neuen Markt skeptisch. In einem vorab in redaktioneller Fassung veröffentlichten Interview mit der Berliner Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagsausgabe) sagte Schmid: "Die Schmerzgrenze ist fast erreicht. Inzwischen leiden wir unter einem erheblichen Abschlag, weil wir im Neuen Markt und nicht im MDax notiert sind." Die Banken und die Deutsche Börse müssten aufpassen, dass sie selbst den Neuen Markt nicht kaputtmachten, fügte er hinzu.
Schmid wandte sich der Vorabmeldung zufolge auch gegen neue Regularien für Neue-Markt-Unternehmen. "Das macht wenig Sinn", sagte er der Zeitung. Mit seinen Bilanzierungsnormen und Quartalsberichten etwa sei der Neue Markt schon viel strenger als andere Segmente. "Nicht das System ist schlecht, sondern die Art, wie einige Banken hier ihr Geld verdienen", sagte er dem Blatt.
'FTD': MobilCom und Hutchison haben Probleme bei Kreditvergabe für UMTS-Netz
07.12.2000 09:18
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Mobilfunkbetreiber MobilCom und Hutchison Whampoa haben offenbar Probleme, Bankkredite über 9,7 Mrd. Euro für den Aufbau des UMTS-Netzes zu bekommen. Das berichtet die Tageszeitung "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf Bankvertreter aus dem Umfeld der Verhandlungen. Auf Grund neuer Bedenken der Banken über die Rentabilität der UMTS-Technologie zögen sich die Gespräche hin. Beide Unternehmen sind nach Angaben der Zeitung aber optimistisch, die Verhandlungen erfolgreich abzuschließen. Bereits am Mittwoch hatte MobilCom Gerüchte dementiert, wonach das nötige Geld für die UMTS-Lizenzen nicht aufgebracht werden könnte./akr/tf/sk
westwood
11.12.2000, 01:51
Mobilcom-Chef sagt D1 und D2 den Kampf
an
Nach Gerüchten über finanzielle Probleme kündigt
Mobilcom-Chef Gerhard Schmid sein Ziel an: Eine
Vervier-bzw. Verfünffachung des Aktienkurses.
Den Marktführern D1 und D2 kündigt er im
UMTS-Geschäft einen "gnadenlosen
Verdrängungswettbewerb" an.
Die Vertriebskraft werde im nächsten Jahr erhöht
und so werde der Marktanteil verbessert werden
können. Außerdem sei ein Einstieg in die Wireless
LAN-Technologie (kabeloser, schneller
Internetzugang) geplant.
Einen Rücktritt schloss Schmid entschlossen aus.
Quelle: focus.de
Hi,
laut rating des http://www.aktienservice.de
(Chr. Frenko) ist mobilkom ein spek. kauf
und im branchenvergleich günstig.
seine stärke liegt in der kooperation
mit France Telekom.
http://board2.testserver.dk/ubb/smile.gif tetsuo
Hi,
Mobilcom hat es in die Beobachtungsliste
von http://www.dynamitimdepot.de geschafft.
dies ist eine ngativliste hochdefizitärer
oder unseriöser NM unternehmen.
die autoren geben meist sehr qualifizierte aber auch denkenswert knackige kommntare ab.
bemerkenswert ist die gweinnreihe bei mobilcom:
98 1,67E
99 0,62E
00 -1,65
01 -10
02 -11
wahrhaftig ein wachstumswert im reinsten sinne, um jeden preis!
http://board2.testserver.dk/ubb/smile.gif tetsuo
MobilCom und Landesbank Ba-Wü beabsichtigen Gründung der MobilBank
MobilCom und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) beabsichtigen die Gründung der MobilBank - einer Bank für mobile Zahlungs- und Wertpapierdienstleistungen. Die MobilBank wird diese Dienstleistungen über Handys anbieten - zunächst über SMS und WAP und in seiner vollen Ausprägung künftig im UMTS-Netz. Geplant ist, noch im ersten Halbjahr den Geschäftsbetrieb aufzunehmen.
Ziel der MobilBank ist es, ausgewählte Finanzdienstleistungen dem Handy-Nutzer zur Verfügung zu stellen: mobile Zahlungssysteme (Mobile Payment) und mobiler Wertpapierhandel (Mobile Brokerage). Per Handy könne der Kunde Zahlungen leisten, Transaktionen durchführen, Echtzeitbuchungen (Real-Time-Buchungen) veranlassen und Wertpapiere ordern oder verkaufen, bei einem, nach den Angaben der Anbieter, hohem Sicherheitsstandard.
Gerhard Schmid, Vorstandsvorsitzender der MobilCom AG: "Mit der MobilBank erschließen wir uns ein wichtiges strategisches Geschäftsfeld und eine Basisanwendung für das UMTS-Zeitalter." Das Joint Venture MobilBank - 51 Prozent MobilCom, 49 Prozent LBBW will auf der CeBIT 2001 die Möglichkeiten der mobilen Zahlungs- und Aktiendienstleistungen erstmals der breiten Öffentlichkeit vorstellen.
(as)
[Fr, 12.01.2001] - © 2000 de.internet.com
MobilCom nicht kaufen (Frankfurter Tagesdienst)
Die Experten vom Frankfurter Tagesdienst raten dazu, Aktien von MobilCom nicht zu kaufen.
MobilCom ziehe seine UMTS-Klage zurück. Grundlage dieses Rückziehers sei die Gefahr, daß die Regulierungsbehörde MobilCom die ersteigerte UMTS-Lizenz gegen Erstattung der Lizenzgebühren von 16,4 Mrd. DM wieder aberkennen könnte. Obwohl man gute Chancen gesehen habe, den Prozeß zu gewinnen, wolle man offensichtlich nun doch kein Risiko eingehen. Der Aktienkurs habe auf diese Meldung kaum reagiert. Mit aktuell 32,70 Euro notiere die Aktie weiterhin nur knapp oberhalb des erst kürzlich erreichten neuen 52-Wochen-Tiefs von 28,50 Euro. Weiterhin liege ein intakter Abwärtstrend vor. Dies bedeute, daß man nicht kaufen solle.
powered by: aktienresearch.de 12.01.01
euroinvest
22.01.2001, 14:02
Die Aktie der MobilCom AG kann sich in den letzten Tagen von ihren Tiefs bei rund 30€ lösen. Nach einem Ausflug auf über 40 zeigt sich das Papier aktuell bei 38€ schwächer. Das Unternehmen wird mit einem Kurs-Umsatz Multiple von etwas mehr als eins bewertet, bei Verbindlichkeiten, die von knapp 1,5 Mrd.DM per Jahresende 1999 in der Neun-Monats Bilanz 2000 auf 18,7 Mrd.DM explodiert sind.
In der letzten Woche haben die Analysten von Sal. Oppenheim ihre Kaufempfehlung hinsichtlich der Aktie bestätigt. Bei einer Gewinnreihe für 2000/2001/2002 von -2,12/-10,60/-20,30€ ergebe sich ein fairer Wert der Aktie von 100€. Der derzeitige Disput mit dem Lieferanten von UMTS-Equipment Ericsson stelle kein fundamentales Risiko dar. Ericsson habe prinzipiell eine Finanzierung über 1,6 Mrd.€ zugesagt. Ein finanzielles Risiko besteht laut Sal. Oppenheim für MobilCom auch deshalb nicht, weil France Telekom sich verpflichtet hat, die Finanzierung der UMTS-Infrastruktur zu sichern. Langfristig könnte darüber hinaus die MobilBank ein wichtiger Teil der UMTS-Wertschöpfungskette werden.
M.M. Warburg glaubt, dass die extreme Nachfrage und der Zeitdruck auf der UMTS-Anbieterseite MobilCom veranlasst, sich nicht auf Ericsson als alleinigen UMTS-Netzinfrastruktur-Lieferanten zu verlassen . Selbst die vereinbarte hohe Vertragsstrafe könne Schäden bei Verzögerung des Markteintritts nicht kompensieren. Die Gewinnschätzungen je Aktie dieses Instituts für 2000/2001/2002 lauten -4,14/-15,80/-16,98 €. Anlageurteil: Halten.
MobilCom ist zweifellos gut aufgestellt. Im Vergleich zum Jahresende 1999 hat sich die Anzahl der Mobilfunkkunden per 30. September 2000 um 80% auf 3,3 Mio. erhöht. Damit wächst MobilCom schneller als der Markt – bei den Neukunden von 6,6% auf 10,2% Anteil. Hinzu kommt, dass MobilCom sein Wachstum besonders aus „normalen“ Verträgen bezieht, während bei den Wettbewerbern der Prepaid-Anteil im Neukundengeschäft besonders hoch ist. So konnte die MobilCom den Marktanteil bei den Mobilfunk-Vertragskunden in Deutschland im 3. Quartal 2000 sogar auf über 22% steigern.
Wachstum ist eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Eintritt in die UMTS-Ära. Es hat aber seinen Preis: So rutschte das Neun-Monats Ergebnis mit Wachstumskosten von netto 198 Mio.DM und rund 228 Mio.DM UMTS-Anlaufkosten (im wesentlichen Finanzierung) in den negativen Bereich. Dabei wird es nicht bleiben. Der UMTS-Lizenzerwerb wurde mit 7,4 Mrd. DM Barmittel der France Telekom und einer 9,1 Mrd.DM Finanzierung durch ein Bankenkonsortium durchgeführt. Die Finanzierung der UMTS-Netzinfrastruktur schlägt mit weiteren knapp 3,2 Mrd.DM zu Buche und ist vermutlich noch nicht das letzte Wort.
Alleine die mit UMTS in Verbindung stehenden Zinskosten kann man mit rund 900 Mio.DM jährlich veranschlagen – ohne Tilgung. Das laufende Geschäft muss also für die UMTS-Aktivitäten mehr als 1 Mrd.DM erwirtschaften. So wundert es also nicht, wenn MobilCom selbst erst für 2007 wieder ein positives Ergebnis erwartet.
Der bestehende Kundenstammm erwirtschaftet diese Kosten natürlich nicht. Der Telefonanbieter muss also die Anzahl seiner Abonennten auch weiterhin drastisch steigern. Das ist allerdings auch keine einfache Rechnung. MobilCom gibt selbst an, dass durch den härteren Wettbewerb die Akquisitionskosten je Kunde im zurückliegenden Jahr um 25% auf 217 DM gestiegen sind. Die Wettbewerber stehen alle vor derselben Aufgabe, sich mit möglichst vielen Kunden vor der UMTS-Einführung einzugraben. Diese Aufwendungen werden weiter steigen, zumal der Mobilfunkmarkt bei uns der Sättigung entgegenstrebt.
Wenn MobilCom am 13. Februar Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr veröffentlicht, dürften die isolierten Zahlen für das letzte Kalenderquartal besonders aufschlussreich sein. Sie weisen erstmals die Zinskosten des UMTS-Lizenzerwerbs für einen vollständigen Quartalszeitraum aus.
MobilCom schlägt mit den Bank-Aktivitäten prinzipiell den richtigen Weg ein, indem sich das Unternehmen über den Content neue Umsätze und Gewinne erschließt. Da das Bankgeschäft vor 2003 keinen bedeutenden Einfluss auf das Ergebnis haben werde, sei dessen Auswirkung auf den Aktienkurs von aktuell geringer Bedeutung, heisst es in der neuen Einschätzung von Sal. Oppenheim. Dann nimmt die Börse im Fall MobilCom eine ferne, ungewisse Zukunft ungewöhnlich weit vorausschauend vorweg.
W-O
MobilCom meldet für 2000 Mobilkundenplus von 114 Prozent
Nach eigenen Angaben hat das Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmen, Mobilcom, seine Wachstumsziele für das Jahr 2000 übertroffen.
vwd BÜDELSDORF Die MobilCom AG, Büdelsdorf, hat im vergangenen Jahr ihre Wachstumsziele mit einem Plus bei den Mobilfunkkunden nach eigenen Angaben übertroffen. Zum Jahresende habe der Zuwachs bei 114 Prozent auf 3,98 Mio Kunden gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Auch der Gesamtmarkt habe sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Zwei Drittel der Mobilfunk-Kunden bei MobilCom hätten sich dabei für einen langfristigen Zweijahresvertrag entschieden, nur ein Drittel habe das Prepaid-Angebot zurück gegriffen. Im Branchendurchschnnitt seien deutlich mehr als die Hälfte Prepaid-Kunden.
Vorstandsvorsitzender Gerhard Schmid erklärte in diesem Zusammenhang, dass die hohe Zahl an langfristigen Bindungen ein solides Fundament für den Mitte kommenden Jahres geplanten Start in das UMTS-Geschäft darstelle.
HANDELSBLATT, Donnerstag, 01. Februar 2001
euroinvest
11.04.2001, 12:34
Nach Einschätzung der Mobilcom scheint die Übernahme der Orange-Tochter Hutchison bereits in trockenen Tüchern. Von einer Einigung der beiden Unternehmen war am Rande der Hauptversammlung des deutschen Telekommunikations-Dienstleisters die Rede, der nicht näher benannten Kaufpreis solle in Form von stimmrechtlosen Vorzugsaktien beglichen werden. Mit Hutchison selber scheint im Vorfeld keinerlei Abstimmung stattgefunden zu haben. Der Münsteraner Diensteanbieter meldet sich zu Wort und wehrt sich gegen eine Übernahme.
Hutchison Telecom, drittgrößter Telekom-Service-Provider in Deutschland, ist auf Kunden aus dem lukrativen Business-Bereich spezialisiert. 750.000 Menschen nutzen zur Zeit den Mobilfunk-Service. Diesen Kundenstamm sieht die auf das Privatgeschäft konzentrierte Mobilcom als ideale Ergänzung ihres Portfolios. Hutchison-Sprecher Frank Klabunde hingegen nennt die unterschiedliche Zielgruppen-Ausrichtung als klares Argument gegen ein Zusammengehen mit Mobilcom. Gegenüber der Welt nennt er den Ausbau seines Unternehmens zu einem virtuellen Netzbetreiber als mittelfristiges Ziel, weshalb er einen in dieser Sparte tätigen Käufer klar bevorzugen würde.
Gute Chancen im Kampf gegen den geplanten Verkauf kann sich Hutchison nicht ausrechnen. Das Unternehmen ist als Tochter von Orange zu 100% im Besitz der France Telecom, die wiederum mit 28,5% an Mobilcom beteiligt ist. Der französische Telekom-Riese muss angesichts der milliardenschweren UMTS-Investitionen ein Interesse daran haben, die Kundenbasis der Mobilcom maximal zu stärken. Die zahlungskräftige Hutchison-Klientel ist zu diesem Zweck in der Tat bestens geeignet. Insgesamt würde Mobilcom im Falle eines Vertragsabschlusses über 5,25 Mio. Mobilfunk-Kunden verfügen.
euroinvest
17.04.2001, 12:19
Mobilcom leidet unter Presseberichten, wonach das Unternehmen bei der Deutschen Telekom mit Zahlungen im Rückstand sei. Die Telekom würde die Leitungen kappen, wenn das Unternehmen nicht bis Ende des Monats seine offenen Rechnungen begleiche, melden Pressequellen. Beide Unternehmen seien in Gesprächen und würden in Kürze eine Einigung erzielen, wird ein Mobilcom-Sprecher zitiert. wo
9. April: Mobilcom: Noch mehr
Kunden? Bloß nicht
Die Anleger sind mit der Aussicht, dass Mobilcom möglicherweise Teldafax-Kunden übernehmen könnte, nicht glücklich. Der Wert verlor mehr als sieben Prozent.
Was sind Kunden im Mobilfunkgeschäft noch wert? Zu den Hoch-Zeiten der Mobil-Mania war diese Zahl das Killerkriterium für die Bewertung einer Gesellschaft – noch vor Umsatz oder Gewinn. Heute ist das anders: Mobilcom will zwar weiterhin die Kunden von Teldafax übernehmen, solange der Preis stimmt. Das zumindest sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Man werde den Teldafax-Kunden ein günstiges Angebot unterbreiten, so dass es ihnen leicht fallen werde, zu Mobilcom zu wechseln.
Doch die Anleger ignorierten das „Wenn“ in dieser Ankündigung und gehen vorsorglich in Deckung. Im Xetra-Handel verlor Mobilcom bis zum Mittag mehr als sieben Prozent auf 14 Euro.
Vor ein paar Tagen hatte Mobilcom-Chef Gerhard Schmid auf der Hauptversammlung gesagt, dass ihm ein Angebot zur Übernahme von 170.000 Teldafax-Kunden für 400 Millionen Mark wegen des Preises zu teuer sei.
Offenbar haben die Anleger den Glauben an die Formel „Mehr Kunden gleich mehr Umsatz gleich mehr Gewinn“ verloren. Schon der Gedanke daran, dass Mobilcom das notorisch schwierige Call-by-Call-Geschäft ausbauen könnte, scheint sie zu verschrecken.
Solche Gerüchte werden von Nachrichten rund um Teldafax nicht gerade unterdrückt. Das Unternehmen will den Geschäftsbetrieb ganz oder in Teilen verkaufen, um die Schulden bei der Telekom bezahlen zu können. Dabei soll es sich um am Neuen Markt gelistete Konkurrenten handeln, meldet Reuters und beruft sich dabei auf „unternehmensnahe Kreise“. Die Teldafax-Aktien stiegen daraufhin um rund 30 Prozent.
Zudem meldet der Teldafax-Hauptaktionär World Access, seine eigenen Gläubiger hätten einem Finanzplan zur Regelung der Telekom-Schulden zugestimmt.
HON
09.04.2001 13.26 Uhr
http://wiwo.de/WirtschaftsWoche/Wiwo_CDA/0,1702,12535_60571,00.html
NTT DoCoMo wird scharf beäugt
Mobilcom hält an Plänen zur Einführung der UMTS-Technik fest
rtr FRANKFURT. Trotz Befürchtungen von Analysten, dass sich der Start der neuen UMTS-Technik nach einer entsprechenden Ankündigung des japanischen Mobilfunkanbieters NTT DoCoMo weltweit verzögern könne, hält der Telekommunikationskonzern Mobilcom AG an seinen Plänen fest. "Wir haben die Garantie von Nokia und Ericsson , dass das Netz bis Mitte 2002 steht. Wir starten dann definitiv", sagte ein Mobilcom-Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Docomo hatte angekündigt, die kommerzielle Einführung des multimediafähigen Mobilfunkstandards UMTS um vier Monate auf den 1. Oktober zu verschieben. Es müsse zunächst noch weiter getestet werden, um eine vollständige Stabilität der Netzwerktechnologie gewährleisten zu können.
"Es kann sein, dass sich durch den Aufschub auch der Start der UMTS-Dienste weltweit verzögert", sagte Motoharu Sone, Analyst bei Tsubasa Securities. Dadurch würden sich die auch die getätigten Investitionen langsamer amortisieren. Allein für die UMTS-Lizenzen hatten die Unternehmen in Europa weit mehr als 200 Mrd. DM bezahlt und dies zum Teil über Kredite finanziert. Die Firmen in Europa beobachten die UMTS-Einführung von Docomo vor allem im Hinblick auf das technologische und das Marketing-Know-How intensiv.
Mobilcom hatte im vergangenen Sommer zusammen mit France Telecom eine UMTS-Lizenz für knapp 16,4 Mrd. DM ersteigert. Mit dem Netzaufbau im Volumen von 1,4 Mrd. € beauftragte Mobilcom den finnischen Mobilfunkkonzern Nokia und den schwedischen Mobilfunkausrüster Ericsson.
HANDELSBLATT, Dienstag, 24. April 2001
euroinvest
25.04.2001, 09:54
Tagestipp MobilCom (MOB NM, 662240): Nach der Ersteigerung einer deutschen UMTS-Lizenz für rund 8,4 Mrd. € sind MobilCom-Aktien kräftig unter Druck geraten. Seit dem Hoch im März 2000 verlor der ehemalige Highflyer am Neuen Markt rund 92% an Wert. Investoren machen sich Sorgen um die Perspektiven des UMTS-Geschäfts und über mögliche Finanzierungsprobleme bei dem vergleichsweise kleinen Mobilfunk-Unternehmen. Dabei hat MobilCom mit der France Telecom einen potenten Kapitalgeber im Rücken und auch die Kostenstruktur im UMTS-Bereich verbessert sich zuletzt zusehends. Zudem wird die Profitabilität steigen, nachdem MobilCom mit der Ersteigerung der Lizenz vom Reseller zum Netzbetreiber wird, und damit Kosten von derzeit rund 75% des Umsatzes für die Nutzung fremder Netze spart. An der Fantasie für die Aktien zehrt dennoch der hohe Finanzierungsbedarf, der entsprechend der bisherigen Geschäftplanung von MobilCom bis 2007 keine schwarzen Zahlen erwarten lässt. Nach den jüngsten positiven Nachrichten rechnen wir mit einem früheren Erreichen der Gewinnschwelle.
Aus unserer Sicht hat sich bei weiter rückläufiger Bewertung die fundamentale Situation der Büdelsdorfer zuletzt erheblich verbessert. Mit den Infrastruktur-Lieferanten konnten sehr attraktive Vertragskonditionen ausgehandelt werden. Bei unerwartet geringen Kosten für den Netzaufbau wurden hohe Lieferantenkredite vereinbart. Damit hat sich die Finanzierungsproblematik weiter aufgehellt. Zudem werden bei Verzögerungen im UMTS-Start erhebliche Vertragsstrafen fällig. Positiv ist auch die Übernahme von Hutchison Telekom. MobilCom kann vor allem in dem für den UMTS-Start besonders wichtigen Business-Bereich Kunden zugewinnen. Desweiteren wurde mit E-Plus das angekündigte Roaming-Abkommen getroffen, das die Leistungs-Kosten-Struktur bei MobilCom erheblich verbessert. Vor diesem Hintergrund halten wir die Aktien bei einer Marktkapitalisierung von aktuell rund einer Mrd. € und einem KUV 2000 von 0,42 für derzeit günstig bewertet und sehen eine Einstiegschance. Kaufen (Stopp: 12,25 €)
Hornblower Fischer AG
Börsenstraße 2-4
60313 Frankfurt www.hornblower.de (http://www.hornblower.de)
07.05.2001
M O B I L C O M
20 bis 40 Prozent Einsparungen
Die Büdelsdorfer suchen Partner für den UMTS-Aufbau. Klare Absage an die Deutsche Telekom.
Frankfurt - Mobilcom verhandelt mit allen UMTS-Lizenzinhabern außer der Deutschen Telekom über den gemeinsamen Aufbau einer 3G-Mobilfunkinfrastruktur. Damit widersprach ein Unternehmenssprecher Berichten vom Wochenende über Exklusivverhandlungen mit E-Plus. Jede Zusammenarbeit in diesem Bereich müsse aber zuerst von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post genehmigt werden, sagte er. Mitte bis Ende Juni sei mit einer Entscheidung in dieser Sache zu rechnen.
Der Mobilfunkbetreiber erwartet, dass ein gewisses Niveau der Zusammenarbeit beim gemeinsamen Aufbau von Stationen und Sendemasten zugelassen wird, obwohl eine Genehmigung der gemeinsamen Antennennutzung weniger sicher sei. Dem Unternehmenssprecher zufolge wird eine Zusammenarbeit in ländlichen Regionen eher erlaubt als in Stadtgebieten. Mobilcom erwartet, zwischen 20 und 40 Prozent der Kosten für den Aufbau ihrer UMTS-Infrastruktur durch Kooperationen einsparen zu können. In diesem Jahr würden 1,45 Milliarden Euro investiert. In den kommenden Jahren werde es sich in etwa um denselben Betrag handeln, fügte er hinzu.
Ausblick/Analysten erwarten bei MobilCom hohen Fehlbetrag
Büdelsdorf (vwd) - Die MobilCom AG, Büdelsdorf, wird bei Vorlage der Zahlen für das erste Quartal an diesem Donnerstag hohe Verluste ausweisen. Neben den Anlaufkosten für UMTS schlagen nach Meinung von Analysten die enormen Kosten für die Neukundenakquisition zu Buche. SES Research erwartet einen Fehlbetrag von 142,9 (plus 11,0) Mio DEM, ein EBIT von minus 149,5 (plus 28,1) Mio DEM, ein EBITDA von minus 63,6 (plus 74,0) Mio DEM und einen Umsatz von 1,45 (0,94) Mrd DEM. Die Analysten von Sal. Oppenheim rechnen mit einem EBIT von minus 196 Mio DEM, einem Fehlbetrag von 152 Mio DEM und mit einem Umsatz von 1,38 Mrd DEM.
Vorstandsvorsitzender Gerhard Schmid hat für die ersten drei Monate bereits von einem kräftigen Wachstum auf 4,6 (2000: 4,0) Millionen Mobilfunkkunden berichtet. Für das Gesamtjahr prognostiziert er ein positives EBITDA. Begründet wird dies mit dem Wegfall der Handysubventionen ab dem zweiten Quartal und Kostensenkungen bei der Kundenakquisition.
vwd/10.5.2001/§oel/kib/gl
10. Mai 2001, 06:45
MobilCom AG: 662240
MobilCom: Vertragsabschlüsse mit Ericsson u. Nokia
Der Telekomdienstleister MobilCom AG hat nun die Verträge zur Finanzierung des UMTS-Netzes mit Ericsson und Nokia unterzeichnet.
Bereits Anfang April dieses Jahres wurden Lieferantenverträge mit beiden Unternehmen unterschrieben. Das Volumen der Finanzierungsverträge liegt insgesamt bei 2,2 Mrd. Euro.
Das Unternehmen rechnet mit dem UMTS-Netzstart Mitte 2002. Bis Ende 2003 sollen rund 8.500 Basisstationen gebaut werden, um den Zugang zu UMTS für 40-50 Prozent der Bevölkerung zu garantieren.
28.05.01 16:06 -mj-
euroinvest
05.06.2001, 11:23
Frankfurt, 05. Jun (Reuters) - Die Aktien des Telefonkonzerns MobilCom haben am Dienstag mit deutlichen Kursgewinnen auf die Nachricht reagiert, dass die Regulierungsbehörde den Mobilfunkfirmen Kooperationen beim UMTS-Netzaufbau erlauben wird. "Mobilcom könnte von dem Zusammenschluss mit anderen Netzbetreibern bei UMTS am meisten profitieren", sagte ein Händler. Der UMTS-Netzaufbau sei sehr teuer. "Gemeinsam trägt sich die Bürde leichter." Ein Sprecher der Regulierungsbehörse hatte am Morgen auf Anfrage bestätigt, dass die Behörde den Unternehmen, die eine Lizenz für den Mobilfunk der nächsten Generation ersteigert hatten, eine Zusammenarbeit erlauben werde. Die MobilCom-Papiere stiegen in den ersten Handelsminuten in der Spitze auf 20 Euro, ein Plus von 8,4 Prozent. Bis gegen 9.25 MESZ gaben sie einen Teil der Gewinne wieder ab und waren noch mit gut drei Prozent im Plus bei 19,03 Euro.
Dt.Telekom hilft sogar gute Nachrichten nicht mehr. Dann ab in der Keller mit der Kurs, damit man sich merkt, in der Zukunft auf Teppich zu bleiben http://www.stockboard.de/ubb/smile.gif
sollte man nun rein - billig sind die ja (keine frage) und technisch sieht es auch nicht so schlecht aus - was denkt ihr ?
Ich erinnere an die Riesen-Schuldenberge von UMTS
Aber wenn du denkst dass ein voller Erfolg wird dann ein klarer Kauf!!!!
schlaubi
17.09.2001, 15:02
@master
so toll schaut der Mobilcom Cart nicht gerade aus, was ich mich persönlich frage ist wie die Märkte erst mal reagieren wenn USA wieder eröffnet. Es kann möglich sein, daß ein Einstieg jetzt positiv ist, es kann aber auch nochmal kräftig nach unten gehen. Im Moment dominiert die Unsicherheit, ob man diese Unsicherheit jetzt zum Einstieg nutzen sollte ist fraglich.
by
schlaubi
Aber weil UMTS ein riesenreifall wird ist Mobilcom der äußerst gefährdet!!!
Ich rate deswegen davon ab !!
Und wer geht schon zu MOBILCOM!?!?!
NAja egal !! Ich finde noch hoch bewertet für ein Kursziel von 0
Aber wer meint das UMTS was wird dann kann die Firma doch ganz schon nach vorne Kommen!!!
Badinvestor
17.09.2001, 20:35
:)
schlaubi
17.09.2001, 21:32
auf der anderen Seite hat MOBILCOM die France Telecom im Rücken, aber die Kosten sind hoch und nicht umsonst gibt es den Spitznamen Mogelcom
Langfristig:
http://www.bullchart.de/chart/mobilcom1-1709.gif
Mobilcom konnte den kurzfristigen Abwärtstrend (Mai-Ende Juli) bei
12 Euro überwinden und verließ den langfristigen Abwärtstrend bei 17 Euro.
Momentum und FastStochastik fallend und haben Trigerline negativ durchbrochen.
Mittelfristig:
http://www.bullchart.de/chart/mobilcom2-1709.gif
Nach verlassen des kurzfristigen Abwärtstrends Ende Juli bei 12 Euro konnte der Wert
bis 20 Euro performen und stieß dort an einen Widerstand, der nicht überwunden werden konnte.
Die Ausbruchmarke auf dem langfristigen Abwärtstrend liegt bei 17 Euro.
Dort ist auch ein Widerstand vorhanden unter dem Mobilcom gerade notiert bzw. negativ durchbrochen hat.
Gleichzeitig hat dort auch der GD38 den GD200 durchstoßen.
Die 17 Euro-Marke erweist sich also als Trendentscheidend.
TBI und andere Indikatoren sind steigend.
Da der kurzfristige Abwärtstrend jedoch noch vorherrscht und MACD u. Momentum ihre
Signallinie negativ gecrossed haben, ist ein testen der Unterstützung bei 15,5 wahrscheinlich.
Bei Durchbrechung dieses Widerstandes ist ein testen der mittelfristigen InternalTrendline
wahrscheinlich, von dem aus (bei drehenden Indikatoren) ein Rebound gestartet werden könnte.
Aktienspitzel
27.09.2001, 20:24
Der Telefonanbieter MobilCom fährt sein Engagement in Erfurt zurück. Nach Informationen von MDR 1 Radio Thüringen und dem Thüringen Journal sollen in Erfurt nur noch 1200 statt wie bislang geplant 1600 Mitarbeiter beschäftigt werden. Grund für die Kürzungen sind offenbar Probleme mit UMTS - so ist der Absatz von UMTS-Endgeräten derzeit nur noch schlecht prognostizierbar. Auch der Ausbau des neuen Telekommunikationsnetzes wird sich aller Voraussicht nach verzögern.
Die Beschäftigten sollen zudem nur noch zwei neue Gebäude beziehen. Ursprünglich war geplant, die künftige UMTS-Zentrale des Telekomunternehmens in drei Neubauten unterzubringen. Die MobilCom-Zentrale in Büdelsdorf (Schleswig Holstein) wollte keine Stellungnahme abgeben. Auch ein Termin für die noch ausstehende verbindliche Zusage für Erfurt wurde nicht genannt.
Ursprünglich sollte die Vertragsunterzeichnung im Sommer stattfinden. Wirtschaftsministerium und die Stadt Erfurt sind über die geänderten Planungen informiert, lehnten Stellungnahmen aber ab. Übereinstimmend hieß es, die Ansiedlung sei trotz der UMTS-Probleme nicht gefährdet. Mit der endgültigen Entscheidung für Erfurt werde noch in diesem Jahr gerechnet.
Der Erfurter Stadtrat hatte am 13. Juni den Weg für die Ansiedlung von MobilCom frei gemacht. Dazu wurden die Stadtwerke ermächtigt, über eine Tochtergesellschaft die Grundstücke auf dem Erfurter Brühl zu kaufen und dort für 97,8 Millionen Mark in drei Gebäuden die sogenannte MobilCom-City zu errichten. Der Komplex mit seinen 30.000 Quadratmetern Nutzfläche sollte anschließend zu einer Miete von rund zehn Mark pro Quadratmeter an MobilCom vermietet werden. Im Gegenzug erklärte das Unternehmen, in der MobilCom-City 1600 Mitarbeiter zu beschäftigen.
27.09.2001 19:51
Langsam gehen einigen UMTS Bietern die Augen auf :rolleyes:
Badinvestor
03.10.2001, 10:07
yeap :) Aber was ist die alternative ?
schlaubi
29.10.2001, 13:12
Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
--------------------------------------------------------------------------------
Volker Visser verläßt den Vorstand der MobilCom AG
Am 31. Oktober 2001 wird Volker Visser, verantwortlich für IT, aus dem Vorstand
ausscheiden. Dies ist eine Konsequenz der neuen Organisation der IT-Struktur
von MobilCom, die künftig dezentral aufgestellt wird. Die Verantwortung für die
IT-Infrastruktur geht in das Ressort des Finanzvorstands Dr. Thorsten Grenz und
die Verantwortung für die operativen Systeme wie Customer Care und Billing
gehen in die operativen Geschäftsbereiche. Mit der neuen Organisation schafft
das Unternehmen überschaubare und flexible IT-Einheiten in den operativen
Geschäftsbreichen und nutzt gleichzeitig die Größenvorteile im Aufbau und im
Betrieb der IT-Infrstruktur. Das Vorstandressort IT wird nicht neu besetzt.
Volker Visser wird künftig innerhalb des Konzerns das Projekt MobilBank und das
Großprojektgeschäft führen.
Für Rückfragen:
MobilCom AG, Unternehmenskommunikation: Matthias Quaritsch
Tel.: 04331 / 69-10 38; Fax: 04331 / 69 2888; E-Mail: pr@mobilcom.de
Badinvestor
23.12.2001, 16:59
http://conchart.teledata.de:9032/consors/chart_big?sym=MOB.FSE&hist=6&dbrushwidth=1&avg=0&avg2=0&avg3=0&avg4=0&vol=2&bench=&cbench=&idk1=38&idk2=40&start=&ende=&charttyp=1&net=0&col=000000&logr=0&infos=2
Hallo . Was ist eigentlcih mit Mobilcom passiert ? Der einsitge Börsenstar hat langfristig kräftig abgegeben seit seinem High. Na ja aber seit ein paar Wochen legte der Wert eine fulminate Rallye hin . Aber der Wert hat für mich persönlich ein Verkaufsignal geliefert. Kein under nach der berauschenden Mobilcomrallye steigen jetzt die ANlger aus und freuen sich über ihre fetten Gewinne. Trotzalledem wer scon vor 1 Jahr eingestiegen ist sitzt auf riesen verliusten.
Kann der wert jemals die Höchjstkurse erreichen ?
War da nicht was mit france Telceom ? Wie wirkt sich die Lage mit dem AUsgaben für die UMTS aus ?
Also wer ist optimistisch für den Wert ?
Ich glaube das der wert durchaus Erholungsptentional hat.
Kaufen ? aber wann ?
hoellenfuerst
23.12.2001, 17:40
asu den telekomwerten ist meiner meinung nach die luft erstmal raus.
es fehlt halt die umts-killer applikation, und bischen teuer eingekauft hat man die lizenzen auch, wenn das mal gutgeht...
Wie Du richtig sagst, höllenfürst - alles hängt am Erfolg von UMTS. Sollte sie dieser einstellen, ist Mobilcom auch wieder interessant.
Im Telekomsektor ist jedoch Vodafone das Maß aller Dinge. Eine relativ geringe Verschuldung, global positioniert....etc....
Steven Broker
24.12.2001, 01:08
Zahlen bitte?
Vodafone hat viel mit eigener Währung bezahlt, diese Verwässerung ist auch nicht immer die beste Lösung......z.Bsp. Lockup-Fristen!
SB ;)
Der britische Mobilfunkkonzern hat im ersten Halbjahr den Verlust auf 9,74 Mrd. Britischen Pfund mehr als verdoppelt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Verlust noch bei 4,75 Mrd. Britischen Pfund. Verantwortlich für die herben Verluste, die unterm Strich entstanden sind, sind die Abschreibungen auf übernommene Unternehmen gewesen, so etwa für die im April 2000 übernommene Mannesmann AG und deren Festnetztochter Arcor.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ist trotz des problematischen Umfelds im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46% auf 4,8 Milliarden britische Pfund gestiegen. Die Kundenanzahl hat mit einer Verbesserung von über 15% auf 95,6 Millionen ebenfalls die Prognosen übertroffen.
Du hast Recht, Steven, wenn Du sagst, dass Kapitalverwässerung auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Sie belastet jedoch, im Gegensatz zur Aufnahme von Fremdkapital, nicht die Gewinnsituation des Konzerns.
Badinvestor
24.12.2001, 09:27
heisst das nun ihr denkt Mobilcom geht Pleite ?
Oh man UMTS ich hoffe das wird ein Erfolg
schlaubi
24.12.2001, 10:25
Das Mobilcom pleite geht, so weit würde ich augenblicklich nicht denken, aber nach oben dürfte nicht viel drin sein, deswegen ehr uninteressant.
frohes Fest
Schlaubi
Steven Broker
24.12.2001, 15:33
Aber sicher ist doch, das wenn UMTS nicht klappt, alle Lizensinhaber gefährdet sind, das ich nicht von der Hand zu weissen!
frohes Fest auch von mir!
SB ;)
Rainolaus
31.12.2001, 15:58
Die Mobilcom ist eine Katastrophe.
Seit 1993 war ich dort Kunde.
Knapp 2 Jahre bekam ich von 1998-2000 keine Rechnung. Dann bemerkten sie es. Ich war zahlungswillig. Ich schrieb Ihnen das auch. Keine Abbuchung erfolgte, obwohl mein Konto gedeckt war. Keine Antwort, auch nach drei Briefen nicht. Stattdessen stellte man mir das Handy ab. Sehr peinlich für mich. Dann bemerkten sie Ihren Fehler und wollten mich als Kunden unbedingt zurück haben, da meine Rechnungen in den Jahren zuvor immer recht hoch waren. Dabei kam es bei den Aufträgen nicht einmal zu Unregelmäßigkeiten meinerseits. Man entschuldigte sich tausendfach, ich hatte mittlerweile per Einschreiben gekündigt. Bei WO gibt es einen entsprechenden Thread dazu, wo viele andere User auch ähnlich katastrophale Erfahrungen gemacht hatten. Viele bekamen lange keine Rechnung.
Man sagte, daß man mir ein "Spezialangebot" machen werde, da ich sagte, daß ich letztendlich doch gerne wegen meiner Telefonnummer bei Ihnen bleiben würde und gerne das Nokia8210 hätte. Meine Vertragsbindung war längst abgelaufen.
Man bot es mir dann für DM449,-- an. Ich habe noch nicht mal mehr geantwortet; woanders bekam ich es für DM99,--.
Die interne Organisation ist einfach nur katastrophal.
Das zum Thema Mobilcom aus meiner Sicht.
schlaubi
01.01.2002, 15:55
@Raino
Das ist eine sehr gute fundamentierte Analyse zu Mobilcom!
In meinen Augen spielt es weniger eine Rolle ob das KGV oder das Wachstum stimmt (dies kann heute jeder in allen möglichen Zeitschriften nachlesen), sondern solche Aussagen wie Du sie jetzt getroffen hast. Es ist manchmal einfach, wenn man nur logisch überlegt.
by
schlaubi
Zur Telekom habe ich schon viele ähnlich klingende Geschichten gehört... :rolleyes:
Rainolaus
02.01.2002, 07:07
@Schlaubi
Stimmt.
Zu Beginn der Mobilcom Ära war das noch ganz anders. Perfekter Service, prompte Antworten.
Die Tatsache, daß hier intern viel schief läuft, hält mich auch von einem Investment ab, da das für die Zukunft eine ungünstige Geschäftsentwicklung erwarten lässt, ganz abgesehen von der unsicheren UMTS Geschichte. Die Mogelcom Minutenpreise finde ich auch nicht attraktiv.
Zu UMTS generell:
Ich sehe auch die Nachfrage der Kunden insgesamt nach UMTS nach nicht. Ich weiß nicht wie es sich langfristig entwickeln wird, dort mag ja die Zukunft liegen, nur mit gigantischen Umsatzzuwächsen in den ersten Jahren rechne ich nicht.
Letztendlich will man überall mehr Geld aus den Leuten rausholen, mit tollen neuen Geschäftsideen.
Wann soll UMTS eigentlich starten? Nächstes Jahr?
R.
16:38 Uhr: Meinung von Christof Schmidbauer
Mobilcom gibt UMTS-Zweiflern Recht
Die Börsianer haben es geahnt: Mobilcom wird frühestens Ende 2002 mit UMTS beginnen. Bisher galt die zweite Jahreshälfte als Starttermin. Das ist keine Überraschung, denn angesichts technischer Probleme und Lieferschwierigkeiten bei den Endgeräten musste es so kommen. Schlimmer ist, dass Mobilcom statt 85 Euro nur noch 60 Euro UMTS-Umsatz pro Kunde und Monat erwartet. Dennoch soll schon 2004 ein Ebitda-Gewinn anfallen. Bisher war von 2005 die Rede. Das klingt, als soll eine schlechte Nachricht mit einem hohlem Versprechen aufgewogen werden.
Mobilcom-Chef Gerhard Schmid, Foto: Mobilcom
Es war schon absehbar, dass es mit UMTS im laufenden Jahr kaum noch was werden wird. Um zu unverständlicher, warum Telefongesellschaften wie Mobilcom so lange an ihren längst überholten Startprognosen festhielten.
Ungelöste Probleme
UMTS erweckt den Eindruck einer noch nicht marktreifen Technik. Daran kann auch der Betrieb des ersten europäischen UMTS-Netzes auf der Isle of Man nicht hinwegtäuschen. Bei dem Miniaturnetz und der geringen Teilnehmerzahl kann bestenfalls von einem Laborversuch unter freiem Himmel gesprochen werden.
Viele Probleme sind noch ungelöst beim Netzaufbau. Die Mobilfunkfirmen werden sich aufgrund der hohen Kosten mit ihrem UMTS-Angebot zunächst auf Großstädte und Ballungsräume beschränken. Kunden, die sich während eines Gesprächs aus einer dieser UMTS-Versorgungsgebiete hinausbewegen, müssen dann mit Gesprächsunterbrechungen rechnen. Eine automatische Übergabe von einer UMTS- zu einer herkömmlichen GSM-Funkzelle ist technisch extrem schwierig.
Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen
Auch die Mobiltelefonhersteller tun sich schwer zwei Mobilfunkstandards zu unterstützen. Quasi müssen zwei Mobiltelefone im Gehäuse eines einzigen Geräts eingebaut werden. Sollen alle Spielereien genutzt, die UMTS mal bieten soll, ist in der Regel ein kleiner Farbbildschirm fällig. Diese Anzeigen sind jedoch wahre Energiefresser. Ein Problem bei den kleinen Handy-Akkus. Stromsparende Anzeigen in der OLED-Technologie sind noch nicht im großen Stil erhältlich.
Bleiben noch die Probleme der Netzbetreiber. Sie wollten ihren UMTS-Kunden das Geld mit neuen Serviceleistungen aus der Tasche locken. Vom M-Commerce, dem mobilen Handel, wurde viel geschwärmt. Erst nach dem die UMTS-Lizenzen teuer ersteigert waren, begriffen die Mobilfunkanbieter langsam, dass die Bücherbestellung am kümmerlichen Handy-Display eher zur Tortur ausartet. Besonders wenn die Verbindungsgebühren deutlich höher sind als beim stationären Internet. Und Musikdateien per Mobilfunk herunterladen? Zu teuer und umständlich. Da wird doch lieber zum Walkman und dem guten alten Radio gegriffen.
Hoffnungsträger sind nun die location-based Services. Der Standort des Mobiltelefons wird festgestellt und der Kunde kann Informationen wie die nächstgelegene Kneipe oder Geldautomaten abrufen. Was Mobilcom vom Einnahmepotenzial solcher Dienste hält, zeigt die deutlich gesenkte Umsatzprognose pro UMTS-Nutzer.
Mobilcom geht es nicht besser als der Konkurrenz. Der UMTS-Start verschiebt sich immer weiter. Den Aktionären wird die Wahrheit scheibenweise präsentiert. Man darf sich fragen, wann die ersten Sonderabschreibungen auf die UMTS-Lizenzen fällig werden. Mobilcom-Chef Gerhard Schmid versucht derweil mit einer albernen Inszenierung den Wert seines Unternehmens zu unterstreichen. Nach dem Einstieg des Amerikaners Guy Wyser-Pratte meldete Schmid einen weiteren anonymen Großaktionär, der sich später als seine Ehefrau herausstellte. Angeblich soll auf diesem Weg verhindert werden, dass sich der Großaktionär France Telecom die übrigen Mobilcom-Aktien unter Wert einverleibt. Ob sich die Franzosen aber diesen Schuldenklotz überhaupt ans Bein binden wollen, ist noch vollkommen offen. Mobilcom hat sich mit UMTS übernommen. Die Aktie wird vorerst auf keinen grünen Zweig kommen.
© 2002 sharper.de
Mobilcom zieht Notbremse
Der Streit zwischen Mobilcom und dem Großaktionär FranceTelecom geht weiter. Während der französiche Konzern Rechtsmittel gegen das Büdelsdorfer Unternehmen in Betracht zieht, hat Mobilcom-Chef Gerhard Schmid teilweise eingelenkt. Auf Druck der Franzosen beschloss der Aufsichtsrat der Mobilcom, ein bereits genehmigtes Aktienoptionsprogramm für Mobilfunkhändler durch einen neutralen Gutachter erneut prüfen zu lassen. Die France Telecom setzt dafür eine Frist bis zum 7. März. Die Aktien beider Unternehmen leiden.
Mobilcom-Chef Gerhard Schmid, Foto: Mobilcom
Der Streit zwischen der France Telecom und Mobilcom nimmt an Schärfe nicht ab. Der jüngste Auftritt von Gerhard Schmid beim Fernsehsender N-TV, in dem er die Probleme in bewährter Verkäufermanier wortgewandt herunterspielt, wirkt allenfalls wie das Verteilen von Beruhigungspillen an die Anleger. Denn die spüren, dass die Franzosen mit juristischen Finessen nun versuchen werden, aus dieser kostspieligen Kooperation heraus zu kommen.
Der France Telecom hat die Kooperation bereits viel Geld gekostet. Weitere zehn Milliarden Euro kosten die ehrgeizigen UMTS-Pläne von Mobilcom-Boss Gerhard Schmid noch. Angesichts von 60 Milliarden Euro eigener Schulden kein Pappenstiel für die Franzosen. Offensichtlich wird jetzt mit allen Mitteln nach Möglichkeiten gesucht, aus dem Vertragswerk mit Mobilcom auszusteigen. p>
Die Fronten sind verhärtet
Jüngst hatte die Ehefrau von Gerhard Schmid ein Aktienpaket erworben, das die Franzosen auf seine Rechtmäßigkeit überprüfen lassen wollen. Wie Gerhard Schmid am Donnerstag verlautbart hat, seien die Mobilcom-Aktien seiner Frau nicht als Munition in einer Schlacht mit der France Telecom gedacht. Vielmehr sollten sie die Grundlage eines Händleroptionsprogramms bilden.
Interessant sind die Optionsbedingungen. Sollte der Ausübungspreis weit über dem aktuellen Aktienkurs liegen, müssen die Händler noch lange auf ihre Mobilcom-Aktien warten. Die hält dann Schmids Ehefrau Sybille noch länger über ihre Millennium GmbH. Die Franzosen werfen Gerhard Schmid nun vor, dass er seinen Anteil mit Hilfe der Ehefrau aufgestockt habe und dies auch noch über Mobilcom finanziert habe. Das letzte Wort ist hierüber noch nicht gesprochen.
Die Fronten zwischen den Streithähnen sind verhärtet. Einerseits lenkt Mobilcom bei dem Händleroptionsprogramm ein. Andererseits pochen sie in harschem Ton auf die Einhaltung des Vertrages und setzen damit die Franzosen gehörig unter Druck. Die wiederum suchen nach einer Möglichkeit, Mobilcom den Rücken zu zukehren. Sollten es die Franzosen tatsächlich schaffen, aus der Geschichte noch irgendwie raus zu kommen, sieht es ganz bitter für die Mobilcom-Aktie aus.
© 2002 sharper.de
Ich glaube nicht das UMTS ein Erfolg wird.
Bis UMTS sich amortisiert hat sind längst neue, bessere und preiswertere Standards entwickelt worden.
Mobilcom scheint der nächste Pleitekandidat zu sein - sollte sich die FT zurückziehen und sich nicht ein neuer Geldgeber für den Aufbau des UMTS-Netzes finden wird sich Mobilcom wieder im Markt der Mobilfunk-Reseller wiederfinden - und der große Traum von Herrn Schmid ist geplatzt... :rolleyes:
Mobilcom und France Télécom: Streit eskaliert
Der Streit zwischen der France Telecom und der Mobilcom AG droht offenbar weiter zu eskalieren, nachdem die französische Regierung nach einem Zeitungsbericht Druck auf das halbstaatliche französische Unternehmen ausübt.
Reuters HAMBURG
Die Tageszeitung "Liberation" berichtete in ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf einen Berater von Finanzminister Laurent Fabius, die französische Regierung dränge France Telecom, sich aus ihrer Beteiligung zurückzuziehen. MobilCom kündigte unterdessen an, eventuell Teile der bislang vertraulich behandelten Kooperationsvereinbarung mit France Telecom zu veröffentlichen, die sich auf die Finanzierungsverpflichtungen des französischen Unternehmens beim Aufbau des UMTS-Mobilfunknetzes in Deutschland beziehen. Die am Neuen Markt notierte Aktie legte zunächst deutlich zu, verlor bis Mittag aber wieder einen Teil ihrer Zugewinne.
"Liberation": Französische Regierung nimmt Einfluss
"France Telecom hat keine Wahl mehr. Sie muss sich aus diesem deutschen Schlamassel zu möglichst niedrigen Kosten verabschieden", zitierte die Zeitung "Liberation" einen namentlich nicht genannten Berater von Finanzminister Laurent Fabius. Eine Stellungnahme des Finanzministeriums war in Paris zunächst nicht zu erhalten. France Telecom ist mit 28,5 % an Mobilcom beteiligt und hält eine Option, 2003 von Mobilcom-Chef und Hauptaktionär Gerhard Schmid die Mehrheit zu übernehmen.
Medienberichten zufolge werden die möglichen finanziellen Belastungen für die hoch verschuldete France Telecom aus ihrem Mobilcom-Engagement auf bis zu 15 Mrd. Euro geschätzt. Durch einen schnellen Ausstieg könnten die Lasten auf 4,2 Mrd. Euro begrenzt werden. Soviel habe France Telecom bisher in das Büdelsdorfer Unternehmen investiert, berichtete "Liberation".
Unterdessen teilte Mobilcom mit, die Veröffentlichung der Teile des Kooperationsabkommens mit der France Telecom zu erwägen, die sich auf deren Finanzierungsverpflichtungen beim Aufbau des UMTS Mobilfunks bezögen. Damit reagiere MobilCom auf Berichte, wonach die Verpflichtungen unverbindlicher seien als von dem Büdelsdorfer Telekommunikationsunternehmen dargestellt, sagte ein Unternehmenssprecher. Ein Termin für die Veröffentlichung hänge von der Reaktion von France Telecom ab.
FT und Mobilcom streiten um UMTS-Zukunft
France Telecom und Mobilcom streiten über die Kosten für den Netzaufbau von UMTS in Deutschland. Während der Büdelsdorfer Telekommunikationskonzern bis Ende 2003 rund 1,4 Mrd. Euro in den Netzaufbau investieren will, fordert die hoch verschuldete France Telecom, die Ausgaben zu strecken. Mobilcom beruft sich auf eine Zusage, wonach France Telecom über die UMTS-Lizenzkosten von 8,4 Mrd. Euro hinaus bis 2010 weitere Mittel von bis zu zehn Mrd. Euro für den Netzaufbau bereitstellen solle.
Gruß Nobody
Chinesen vor dem Einstieg bei Mobilcom
US-Aktionär Guy Wyser-Pratte hat Kontakt mit Hutchison Whampoa in Hongkong aufgenommen
Paris/Kiel
Die France Télécom soll nach den Worten von Mobilcom-Chef Gerhard Schmid bei einem möglichen Verkauf ihres 28,5-Prozent-Anteils an dem Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmen nicht von ihren Zahlungsverpflichtungen entbunden werden. Ein Rückzug würde den zweitgrößten Aktionär und UMTS-Partner mindestens 10,9 Mrd. Euro kosten, sagte Schmid der französischen Zeitung "Libération". Die Summe setze sich zusammen aus Investitionen der France Télécom in Mobilcom von 4,2 Mrd. Euro, einem im August fälligen Darlehen von 4,7 Mrd. Euro und einem Zwei-Milliarden-Kredit der Zulieferer Nokia und Ericsson.
Die mehrheitlich an der France Télécom beteiligte französische Regierung übt angeblich Druck auf das Telekom-Unternehmen aus, um einen Ausstieg bei Mobilcom zu erreichen. Der Anlass: Mobilcom und France Télécom streiten über die Kosten für den Aufbau des UMTS-Mobilfunks in Deutschland. Während Mobilcom bis Ende 2003 rund 1,4 Mrd. Euro dafür ausgeben will, verlangt die France Télécom, die Ausgaben zu strecken, damit ihre Verschuldung nicht weiter anwächst.
Trotz aller Differenzen will Mobilcom offenbar vorerst an der Partnerschaft mit France Télécom festhalten. "Es ist noch zu früh, über Alternativen zu sprechen", sagte Firmensprecher Matthias Quaritsch dieser Zeitung. "Aber es gibt sicher Alternativen", deutete er zugleich an. Nach Informationen dieser Zeitung hat der US-Aktionär Guy Wyser-Pratte Kontakt mit Hutchison Whampoa aufgenommen, um einen möglichen Einstieg der Telekom-Holding aus Hongkong bei Mobilcom auszuloten. Mobilcom-Sprecher Quaritsch wollte dies nicht kommentieren. Wyser-Pratte ist mit rund einem Prozent an Mobilcom beteiligt und erwägt die Aufstockung seines Anteils. Sein Deutschland-Vertreter Marcus Elsässer äußerte gegenüber dieser Zeitung die Vermutung, dass France Télécom bereits über mehr als 30 Prozent der Mobilcom-Aktien halten könnte. Dann müssten die Franzosen allen anderen Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Dies würde auch dann fällig werden, wenn aus dem Kooperationsabkommen zwischen France Télécom und Mobilcom abgeleitet werden könne, dass die Franzosen, wie sie behaupten, das Unternehmen beherrschten. Wyser-Pratte verspricht sich von einem Angebot, das deutlich über dem jetzigen Aktienkurs liegt, offenbar hohe Gewinne.
Elsässer forderte zudem das Eingreifen der Politik, aber auch der Großbanken, die möglicherweise auch an Mobilcom beteiligt seien. "Wo bleibt die Deutschland AG? Die Deutschen sind zu konfliktscheu. Das muss jetzt ausgefochten werden." Tatsächlich haben sich jetzt erstmals Politiker zu Wort gemeldet. Die rot-grüne Landesregierung in Kiel sowie CDU-Landespolitiker befürchten, dass Tausende Arbeitsplätze bei dem schleswig-holsteinischen Mobilfunkunternehmen, das 5800 Mitarbeiter beschäftigt, gefährdet werden könnten, falls sich der französische Telekomkonzern als Großaktionär zurückzieht. In der kommenden Woche sei deshalb eine vertrauliche Ausschusssitzung in Kiel geplant, bei der die Situation bei Mobilcom beraten werden solle, hieß es. Das Kieler Wirtschaftsministerium wies Spekulationen zurück, es werde bereits an einem "Notfallplan" für Mobilcom gearbeitet. Eine Sprecherin bestätigt allerdings, dass es ein vertrauliches Gespräch zwischen einem Ministeriumsvertreter und Mobilcom-Chef Gerhard Schmid gegeben habe. Thema der Unterredung soll ein größeres Bauprojekt von Schmid in Schleswig-Holstein gewesen sein.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Klaus-Dieter Müller, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Landesregierung wäre zur Rettung von Arbeitsplätzen bereit, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) um Hilfe zu bitten. Voraussetzung dafür sei, dass von Mobilcom eine entsprechende Bitte komme. Mobilcom betonte allerdings gegenüber dieser Zeitung, dass die Politik "immer nur der letzte Ausweg" sein könne.
Gruß Nobody
MobilCom: Einstieg weiterer Partner derzeit kein Thema
Hamburg (vwd) - Ein Einstieg weiterer Investoren steht bei der MobilCom
AG, Büdelsdorf, derzeit nicht zur Debatte. Der Vertrag mit der France
Telecom SA, Paris, stehe, sagte ein Sprecher des Mobilfunkunternehmens am
Montag zu vwd. Die Zeitung "Die Welt" hatte in ihrer aktuellen Ausgabe
berichtet, der US-Aktionär Guy Wyser-Pratte habe mit der Hutchison Whampoa
Ltd, Hongkong, Kontakt aufgenommen, um einen möglichen Einstieg des
Unternehmens bei MobilCom auszuloten. Dies wollte der Sprecher nicht
kommentieren.
Er betonte nochmals, dass France Telecom keine Möglichkeit habe, aus der
Kooperation auszusteigen - und wenn, dann würde dies den französischen
Telekomkonzern teuer zu stehen kommen. Ein Rückzug würde France Telecom
mindestens 10,9 Mrd EUR kosten, sagte der Sprecher und bestätigte damit ein
Interview des Vorstandsvorsitzenden Gerhard Schmid mit der französischen
Zeitung "Liberation". Zu Berichten, France Telecom habe die Forderung nach
Offenlegung der Verträge abgelehnt, sagte der Sprecher, MobilCom habe noch
nichts von einer Entscheidung der France Telecom zu diesem Thema gehört.
Die Zusammenarbeit mit dem französischen Konzern bezeichnete der Sprecher
als "auf Arbeitsebene unproblematisch". Dennoch sei unklar, was France
Telecom eigentlich wirklich wolle. Das Unternehmen habe sich bislang nicht
präzise dazu geäußert. +++ Natali Schwab
vwd/4.3.2002/nas/bb
04.03.2002 - 15:48 Uhr
UMTS-STREIT
MobilCom legt Dokumente vor
Die Telefongesellschaft MobilCom hat im Konflikt mit ihrem Großaktionär France Télécom um die UMTS-Finanzierung einen Text der US-Börsenaufsicht verbreitet. Der soll die weit reichenden finanziellen Verpflichtungen des französischen Konzerns belegen.
DDP
MobilCom-Chef: Gerhard Schmid: Der Franzose soll zahlen
Büdelsdorf - Laut dem Text muss France Télécom alle finanziellen Engpässe von MobilCom bis zum Start des UMTS-Geschäfts mit eigenen Krediten oder Bürgschaften ausgleichen. Diese Verpflichtung sei in einer Meldung von France Télécom an die US-Börsenaufsicht SEC im Zusammenhang mit der Notierung der Aktie an der Wall Street enthalten, teilte MobilCom am Donnerstag mit.
Darüber hinaus enthalte das Papier keine Passage, nach der France Télécom den UMTS-Geschäftsplan und damit den MobilCom-Konzern kontrollieren könne. Die Franzosen hatten behauptet, die Zahlungsverpflichtung bestehe nur, wenn France Télecom zunächst dem UMTS-Geschäftsplan von MobilCom zustimme. France Télécom hält 28,5 Prozent an MobilCom.
Unbegrenzt lange unbegrenzt hohen Kredit zugesichert
Nach Ansicht von Frank Rothauge, Telekommunikations-Analyst bei Sal. Oppenheim, sind France Télécoms Verpflichtungen gegenüber MobilCom sogar noch weitgehender, als es das SEC-Papier nahe legt. Laut dem "Form 20-F/A" vom 08. November 2001 müssen die Franzosen finanzielle Engpässe MobilComs lediglich bis zum Start des UMTS-Geschäfts ausgleichen. In dem Vertrag zwischen MobilCom und France Télécom stehe jedoch nichts über eine zeitliche Begrenzung der finanziellen Verpflichtungen, so Rothauge: "Der Vertrag ist nicht deckungsgleich mit dem SEC-Papier."
"Über das Prinzip, dass France Télécom zahlen muss, braucht man nicht zu diskutieren", glaubt Rothauge. Höchstens könne man die Frage aufwerfen, ob die Franzosen tatsächlich in unbegrenzter Höhe Geld nachschießen müssten. Im Vertragswerk gebe es allerdings keine Aussagen zu einer Deckelung des Engagements.
Unendliche Geschichte
MobilCom und France Télécom streiten seit mehreren Wochen öffentlich über die UMTS-Finanzierung und die Auslegung ihrer Vereinbarungen. Dem hoch verschuldeten französischen Konzern wird das Engagement in Deutschland zu teuer. Deshalb möchten die Franzosen die Milliarden-Investitionen in das deutsche UMTS-Netz gerne herunterfahren oder zumindest strecken. MobilCom-Chef Gerhard Schmid beharrt hingegen auf vertraglichen Verpflichtungen, zeigte sich zuletzt aber kompromissbereiter und will nicht mehr unbedingt als erster in Deutschland UMTS anbieten.
Nach einer Sitzung des MobilCom-Aufsichtsrats in der vergangenen Woche hatte sich der Konflikt etwas entspannt. Beide Unternehmen wollten nach einvernehmlichen Lösungen für die Probleme suchen, hieß es. Zuvor hatte MobilCom damit gedroht, die Verträge zwischen den Unternehmen zu veröffentlichen, um die Verpflichtungen von France Télécom klarzustellen. Davon hat MobilCom nun abgesehen und stattdessen den bereits veröffentlichten US-Börsentext neu verbreitet.
Von Thomas Hillenbrand
Mobilcom-Boss Schmid schleicht sich von Bord
Alle reiben sich die Hände, außer den Anlegern: Wenn die französische Tageszeitung "La Tribune" recht behält, ist Gerhard Schmid die längste Zeit Großaktionär seines eigenen Unternehmens gewesen. Laut Bericht soll Schmid eingewilligt haben, seinen 42-prozentigen Mobilcom-Anteil an eine Gruppe von Banken verkaufen. Damit könnte der Streit zwischen der Büdesldorfer Telekommunikationsgesellschaft und dem Pariser Weltkonzern beigelegt sein. Die France Telekom als demnächst größter Anteilseigner wird die Kosten für den Aufbau des UMTS-Netzes drücken. Der Mobilcom-Aktie wird es ebenso gehen. Ronald Tietjen
© 2002 sharper.de
PC-Oldie-Udo
20.03.2002, 13:53
MOBILCOM
Goldener Handschlag für Schmid?
Gerhard Schmid hat den Machtkampf gegen France Télécom-Chef Michele Bon offenbar verloren. Nach Presseinformationen verhandelt der MobilCom-Gründer unter Aufsicht des französischen Seniorpartners mit Banken über den Verkauf seines 42-Prozent-Anteils.
DDP
Bereitet offenbar seinen Rückzug vor: MobilCom-Chef Gerhard Schmid
Paris - France Télécom würde damit der französischen Zeitung "La Tribune" zufolge freie Hand bei der Führung des deutschen Mobilfunkunternehmens erhalten. Nachdem das Tischtuch zwischen den Partnern zerschnitten sei, suche die France Télécom jetzt nach Mitarbeitern bei MobilCom, die eher zu einer Zusammenarbeit im Sinne der Franzosen bereit seien. Ein Sprecher von MobilCom wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren.
Seit einigen Wochen streiten die beiden Unternehmen über die Finanzierung des UMTS-Netzes. Die hoch verschuldeten Franzosen wollen die Investitionen dazu zeitlich strecken. Schmid auf der anderen Seite besteht auf Erfüllung der vertraglichen Vereinbarungen. Bon hatte ihm seinerzeit in einem Zusatzpapier die Übernahme der Kosten für den Ausbau des UMTS-Netzes nach eigener Regie zugesichert und damit praktisch einen Blanko-Scheck ausgestellt.
Zudem streiten die Beteiligten darüber, wie der Kauf von vier Millionen Aktien durch die Ehefrau von Mobilcom-Chef Schmid, Sybille Schmid-Sindram, zu beurteilen ist. Dazu erarbeitet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand ein Gutachten.
Doch in der Auseinandersetzung scheint Schmid inzwischen in die Defensive geraten zu sein. Denn auf einen längeren Rechtsstreit kann Schmid sich nicht einlassen - bis zum Juni müssen die Verhandlungen über die Anschlussfinanzierung eines 4,7 Milliarden-Euro-Kredits abgeschlossen sein. Die Banken aber verlangen dafür Sicherheiten der France Télécom.
Während eines möglichen Verfahrens aber wäre die Wirkung des von Michele Bon unterschriebenen Papiers suspendiert. Schmid verliert damit die wichtigste Trumpfkarte in der Auseinandersetzung um die richtige UMTS-Strategie - aber auch um die Macht bei MobilCom.
Die Bereitschaft Schmids, sein MobilCom-Aktienpaket zu verkaufen, könnte in dieser Situation die letzte Rettung für die hoch verschuldete Telefongesellschaft bedeuten. Denn wenn die France Télécom die Regie in Büdelsdorf übernehmen könnte, wäre sie auch zur Übernahme der finanziellen Verpflichtungen bereit.
MobilCom müsste sich unter solchen Bedingungen allerdings darauf einrichten, dass das Programm zum Ausbau des UMTS-Netzes auf das gesetzlich vorgeschriebenen Mindestmaß zusammengestutzt wird. Ein Teil der Investitionen hoffen die Franzosen auch durch Kooperationsverträge mit anderen Mobilfunkanbietern einsparen zu können.
Quelle:Spiegel.de
Mobilcom-Vorstand und Großaktionär Gerhard Schmid droht der an der Fa. beteiligten France Télécom mit seinem Rücktritt, sofern diese nicht wie abgemacht Mobilcoms UMTS-Netz aufbauen oder das Unternehmen komplett übernehmen. Er bezeichnet die France Télécom als "Bremsklotz" und wolle seine Aktienoptionen und -anteile verkaufen, sollten ihm weitere Steine in den Weg gelegt werden. Wie heute morgen offiziell bekannt wurde, hat der Vorstandsvorsitzende der MobilCom AG, Gerhard Schmid, einen 30 % igen Anteil seiner Unternehmensanteile veräussert. Die France Telekom musste nicht zustimmen, da es eine Ausnahmegenehmigung bei Differenzen gegeben hat.
Steven Broker
24.03.2002, 02:20
Schmid setzt zur Zeit scheinbar alles dran, bereits jetzt seine Schäfchen ins trockene zu bringen! Offenbar hat er sich bereits bei seinen Gläubigerbanken um eine Zwischenfinanzierung für das Mobilcom-Paket bemüht, das dann im November 2003 an France Telekom weiterverkauft wird!
Die Fragen die ich mir dabei stelle:
Liegt es wirklich an den hohen UMTS-Kosten?
Würde France Telekom (die eingentlich eine Strategie fahren, die eine Entschudlung vorsieht) nicht lieber aus der ganzen Sache aussteigen? Wäre das vertraglich möglich?
Ist FranceTelekom nach der Übernahme des Schmid-Pakets gezwungen, allen anderen Aktionären ein Übernahmeangebot zu unterbreiten? Nach deutschem Recht! (hab das mal gelesen, aber irgendwie kenn ich keine Rechtshintergründe)
Na, was meint Ihr?
France Telecom hat bei Mobilcom die Faxen dicke
Die France Telecom holt überraschend schnell zum großen Wurf gegenüber Mobilcom aus. Zunächst hatte der Großaktionär aus Frankreich die Verkaufs-Option von Gerhard Schmid an dessen 33 Prozent-Anteil nicht akzeptiert. Nun bietet France Telecom nach Angaben der "Financial Times" die Übernahme von Schmids Anteilen durch einen Tausch in Orange-Aktien an - und zwar mit einem fetten Aufschlag auf den Schlusskurs vom Freitag. Eine Einigung in Sachen Übernahme ist damit aber noch lange nicht erreicht. Die Mobilcom-Aktie hängt weiterhin in dünner Luft. Andreas Braun
Mobilcom-Chef Gerhard Schmid, Foto: Mobilcom
Einige Fragezeichen dürften das Abheben der Mobilcom-Aktie bis zu einer Einigung mit France Telecom (FT) bremsen. In der jetzt angedachten Konstruktion wird es kein Übernahme-Angebot für die übrigen Aktionäre geben. Denn formell wird nicht die FT, sondern Banken das Paket übernehmen.
Unklar ist, wie die FT nach einer Übernahme die Geschäfte von Mobilcom weiter steuern würde. Denn dass die Franzosen ohne Schmid als Unternehmenslenker planen, ist ausgemachte Sache. Schmids ehrgeizige Pläne eines UMTS-Starts noch im Jahr 2002 stehen damit zur Disposition. Die horrenden Kosten für den Netzaufbau, den Schmid - anders als die meisten Konkurrenten - im Alleingang stemmen wollte, dürften dramatisch herunter gefahren werden.
FT strebt Kooperation in Deutschland an
Das dürfte zwar die Finanzlage bei Mobilcom und FT ein wenig entspannen, der Vorteil eines Frühstarts von UMTS in Deutschland wäre allerdings auch dahin. France Telecom hatte bereits signalisiert, einer Kooperation mit einem kleineren Konkurrenten wie Viag Interkom oder E-Plus den Vorzug vor einem Alleingang in Sachen UMTS zu geben. Nach den Worten von Konzernchef Michel Bon in der vergangenen Woche, können sich die Franzosen sogar als Juniorpartner eines echten Herausforderers der Marktführer T-Mobile und Vodafone im UMTS-Geschäft vorstellen. Damit wäre das Ende der hochfliegenden Pläne des Gerhard Schmid endgültig besiegelt.
Mobilcom steht mit dem ersten konkreten Übernahme-Angebot von FT für die Anteile Gerhard Schmids vor einem Scheidepunkt. Werden sich France Telecom und der Unternehmensgründer einig, wäre auch die Ära Schmid vorbei. Mobilcom dürfte unter französischer Führung schnell auf die Kostenbremse drücken und den UMTS-Schnellzug erst einmal stoppen. Die übrigen Aktionäre werden wohl kaum eine ebenso lukrative Abfindung wie Schmid erhalten. Einem Kurssprung könnte bald Ernüchterung folgen.
© 2002 sharper.de
Mobilcom: Analysten bewerten Kurssprung skeptisch
Der Kurs der Mobilcom-Aktie ist am Montag in die Höhe geschossen. Zuvor war bekannt geworden, dass der französische Telefonkonzern France Telecom Mobilcom-Chef Gerhard Schmid ein Übernahmeangebot für dessen Aktienanteile gemacht hat. Analysten raten dennoch zur Vorsicht.
Bis Montagmittag schnellte der Kurs des norddeutschen Unternehmens bis auf 17 Euro; ein Plus von fast 18 Prozent. Nach Informationen der FTD kann France Telecom durch die Übernahme von Schmids Aktienpaket große Teile von Mobilcom übernehmen, ohne sich weiter verschulden zu müssen. Schmid soll für jede seiner Aktien 2,75 Anteile der France- Telecom-Mobilfunktochter Orange erhalten. Das entspricht einem Kaufpreis von rund 22 Euro je Mobilcom-Aktie und liegt damit annähernd 9 Euro über dem aktuellen Aktienkurs.
Mobilcom lehnte zunächst einen Kommentar zu dem Zeitungsbericht ab, stellte aber für den weiteren Tagesverlauf eine Stellungnahme in Aussicht. France Telecom erklärte in Paris, bisher sei kein Abkommen erzielt worden, die Gespräche würden weitergeführt.
Händler bewerten die Entwicklung im Streit zwischen den beiden Unternehmen überwiegend positiv."Schmid rauszukaufen und den Streit zwischen Mutter und Tochter beizulegen" wäre für beide Seiten das Beste, sagte ein Händler. "Die ständigen Querelen schaden jedem: die Kunden bleiben weg, und das Image wird ins Negative gezogen." Ein anderer Händler mahnte Privatanleger zur Vorsicht: "Die freien Aktionäre sind von dem Angebot nicht betroffen und werden zwangsläufig in die Röhre schauen. Ich würde keinem raten, bei dem derzeitigen Preis zu kaufen". Sobald sich die Nachricht am Markt gesetzt habe, werde der Kurs des Papiers auch wieder nach unten gehen, sagte er. "Die 22 Euro, die als Übernahmepreis gehandelt werden, werden wir wohl nicht sehen."
© 2002 Financial Times Deutschland
Presseberichten zufolge hat die France Telecom Mobilcom-Chef Gerhard Schmid ein Angebot für den größten Teil seiner Mobilcom-Anteile unterbreitet hat. Schmidt soll je Mobilcom Aktie 2,5 Aktien des britischen Mobilfunkanbieters Orange erhalten. Orange ist eine Tochter der France Telecom. Dies entspricht einem Kaufpreis von rund 22 Euro je Aktie. Der Mobilcom Schlusskurs am Freitag lag bei 9 Euro. Von Mobilcom gab es bisher keine Stellungnahme.
Das eigentliche Übel dieses Deals liegt darin, dass FTel die Aktien nicht selber kauft, sondern dies über befreundete Banken abwickeln lassen will. Daher gibt es vorerst kein offizielles Übernahmeangebot :mad:
Und Gerhard Schmid kommt aus der Sache noch mit einem goldenen Handschlag raus :angry:
Steven Broker
25.03.2002, 20:37
FTel will die Aktien eh nicht haben! Der Verschuldungsgrad soll ja schliesslich gesenkt werden, von daher haben sie den Schaden des Vertrags wenigsten begrenzt!
Fazit: Schmied zieht die grosse Kohle, und die Aktionäre sehen alt aus! :(
Keine feine Art für ein Gründungsunternehmen des Neuen Marktes! :mad:
euroinvest
26.03.2002, 09:32
France Telecom und Schmid offenbar einig - Kein Übernahme-Angebot für Mobilcom
BÜDELSDORF (dpa-AFX) - France Telecom und Mobilcom-Chef Gerhard Schmid haben ihre Unstimmigkeiten beigelegt. Schmid werde seine Anteile an Mobilcom an eine Gruppe von Finanzdienstleistern verkaufen, teilten Mobilcom am Dienstag in Büdelsdorf mit. Es sei noch offen, ob France Telecom ein komplettes Übernahme-Angebot für Mobilcom abgegeben werde. Ein zeitlicher Rahmen, bis wann die Transaktion abgeschlossen sein soll, wurde nicht genannt.
Quelle: DPA-AFX
M O B I L C O M
Schmid verkauft sein Lebenswerk
Konzernchef Gerhard Schmid hat sich mit France Télécom geeinigt. Das teilte Mobilcom am Morgen in einer Ad-hoc-Meldung mit. Kein Angebot an Wyser-Pratte & Co.
Büdelsdorf/Paris
Der Streit zwischen der France Télécom und Mobilcm ist beigelegt. Das teilte ein Mobilcom-Sprecher am Dienstag in Büdelsdorf mit. Danach verkauft Mobilcom-Chef und Unternehmensgründer Gerhard Schmid seine Anteile an eine Gruppe von Finanzdienstleistern. Nach Abschluss dieser Transaktion, die Mitte April zu erwarten sei, wolle Schmid außerdem den Vorstandsvorsitz abgeben.
Dabei sei der Preis kein "Knackpunkt" der Verhandlungen, sagte der Sprecher. Wieviel Schmid für seine Beteiligung erhalte, sagte er nicht. In den Verhandlungen zwischen France Télécom und Mobilcom müsse jetzt noch geklärt werden, was mit den Kleinaktionären passiere. Außerdem müsse man sich über die Zukunft von Mobilcom verständigen. Bislang gelte das mit France Télécom vereinbarte finanzielle Abkommen.
Feuereinstellung
France Télécom hat die Einigung mit Mobilcom über den Verkauf der Schmid-Anteile als ersten Schritt auf dem Weg einer vernünftigen Lösung bezeichnet. Die Bereitschaft Schmids, "innerhalb der nächsten Wochen als Aktionär und Chef des Unternehmens auszuscheiden", bedeute "eine Feuereinstellung", sagte am Dienstag in Paris der Finanzchef des französischen Telekomkonzerns, Jean-Louis Vinciguerra.
Schmid werde seine Anteile unter anderem den Kreditgeber-Banken des Unternehmens verkaufen. "Ziel ist es, die im Juli fälligen Bankenkredite von 4,7 Milliarden Euro über mehrere Jahre neu zu verhandeln, um mittelfristig ein Überleben des Unternehmens und die Präsens von France Télécom auf dem deutschen Markt zu sichern", sagte Vinciguerra.
Gehen die Kleinaktionäre leer aus?
Die France Télécom will den Mobilcom-Minderheitsaktionären, unter anderem der US-Investor Guy Wyser-Pratte, nach dem Verkauf des Aktienpakets von Gerhard Schmid aber kein Übernahmeangebot machen.
Nach Meinung der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) müssen die Franzosen ein Pflichtangebot zur Übernahme der Aktien unterbreiten. Dabei müsse das Angebot von der Höhe her den mit Schmid ausgehandelten Bedingungen entsprechen, sagte SdK-Sprecher Markus Straub am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur vwd. Dieses Vorgehen entspreche dem seit Jahresbeginn geltenden Übernahmegesetz.
Gruß Nobody
vcpro.de
26.03.2002, 18:38
- Schmidt verkauft an France Telecom
Gerhard Schmidt, Hauptaktionär von Mobilcom, wird seine Anteile an die France Telecom verkaufen. Bisher ist aber noch, ob es sich bei dem gestern gemachten Angebot um ein generelles Angebot an alle Mobilcom Aktionäre handelt. Vorstand und Aufsichtsrat der MobilCom AG begrüßten die Vereinbarung. Die Zukunft des Unternehmens sei damit gesichert.
vcpro.de
02.04.2002, 08:45
MobilCom - Schmid der einzige Gewinner?
(bf) MobilCom-Chef Gerhard Schmid nimmt den Streit mit der France Télécom sportlich. Nach mehr als
sechs Wochen öffentlicher Auseinandersetzungen und gegenseitiger Drohungen mit dem nach ihm
zweitgrößten Aktionär des Telekomunternehmens wirft er nun das Handtuch - und steht am Ende
wahrscheinlich trotzdem als der große Gewinner da. Denn für den bis spätestens Mitte April geplanten
Verkauf seines fast 40-Prozent-Anteils an MobilCom dürfte der 49-Jährige mehr als eine halbe Milliarde
Euro kassieren.
Übernehmen soll die Aktien aber nicht die France Télécom, sondern eine Gruppe von Banken, die sich
aus den Hauptgläubigern der mit mehr als sieben Milliarden Euro verschuldeten MobilCom
zusammengesetzt sein soll: Deutsche Bank, ABN Amro, Merrill Lynch und Société Générale.
MobilCom-Sprecher Matthias Quaritsch geht fest davon aus, dass die Lösung mit den Banken zu
Stande kommt. Das schließe offensichtlich auch den Verkauf der von Schmids Ehefrau kontrollierten
zehn Prozent der Anteile ein. Weshalb die Geldhäuser sich aber auf dieses Geschäft einlassen sollten,
wollte er nicht sagen.
France Telecom bleibt Minderheitsaktionär
Der Finanzvorstand des französischen Konzerns machte dagegen deutlich, dass man
Minderheitsaktionär bei MobilCom bleiben wolle. Gewünschter Nebeneffekt: Die mit rund 60 Milliarden
Euro hoch verschuldete France Télécom müsste nicht auch noch die MobilCom-Verbindlichkeiten in
ihre Bücher übernehmen. Man werde sich auf keinen Fall verpflichten, den Banken die Anteile
irgendwann abzunehmen, so der Topmanager. Stattdessen brachte er eine mögliche spätere Fusion
von MobilCom mit einem kleineren Anbieter in Deutschland wie E-Plus, Viag Interkom oder dem gerade
erst gestarteten Marktteilnehmer Quam ins Spiel.
Doch Schmid scheinen solche Gedankenspiele schon nicht mehr zu interessieren. Für den
Selfmade-Multimillionär stand nur fest: Nach dem Verkauf seiner letzten MobilCom-Aktie werde er den
Vorstandsposten freimachen. Dann hätten die Franzosen mit 28,5 Prozent der Anteile das Sagen. Sie
wollen vor allem für den Aufbau des UMTS-Mobilfunknetzes von MobilCom wesentlich weniger
investieren als Schmid, was auch offizieller Auslöser für den Streit zwischen beiden Kontrahenten war.
Doch daran zweifeln viele Kenner des als gerissen geltenden PR-Profis. So provozierte Schmid schon
den großen Konkurrenten Deutsche Telekom vor wenigen Jahren mit frechen Anzeigen und
großspurigen Aussagen - und gewann damit das Vertrauen vieler Tausend Handykunden.
Ein ähnliches Spiel könnte der gewiefte Geschäftsmann jetzt auch mit der France Télécom getrieben
haben, um seinen vorzeitigen Ausstieg aus dem Unternehmen herbeizuführen und dabei kräftig Kasse
zu machen. In ein paar Monaten hätte er zwar ohnehin eine Option gehabt, seinen Anteil an die
Franzosen zu übergeben, doch wer weiß, was er dann dabei noch herausbekommen hätte.
Schmid bestreitet Provokation
Das bestreitet Schmid vehement: Die Franzosen hätten mit dem Streit angefangen und ihn in der
Öffentlichkeit ausgetragen, sagte der MobilCom-Gründer, als er sich Mittwoch vor dem Eingang der
Firmenzentrale den Fragen angereister Journalisten stellte. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich führe
das Baby in eine gesunde Zukunft, und damit ist auch mein Job erledigt", sagte Schmid.
Durch die Übergabe des Schmid-Anteils an die Banken statt an France Télécom soll ein allgemeines
Angebot in gleicher Höhe für alle MobilCom-Aktionäre vermieden werden, wie es das Übernahmegesetz
bei Beteiligungen von mehr als 30 Prozent eigentlich vorsieht. Eine Spekulation auf einen steigenden
Aktienkurs dürfte sich daher nicht lohnen. Zudem ist unklar wie sich die übernehmenden Banken
verhalten werden. Es wäre nicht verwunderlich, wenn sich von einem Großteil der Aktien wieder trennen
würden. Juchu.de rät aus diesen Gründen zum Verkauf der MobilCom Aktie.
vcpro.de
03.04.2002, 13:25
Die Deutsche Bank, Merrill Lynch, ABN Amro und Societe Generale erhalten alle eine Verkaufsoption für die Aktie von Mobilcom mit der Verpflichtung, diese Optionen drei Jahre lang nicht auszuüben. Ausserdem werden dieselben Banken auch die Anteile von Gerhard Schmid (Mobilcom-Gründer) und die seiner Frau übernehmen. Hierfür wurde ein Preis von 22 Euro vereinbart. Dies berichtet die Telebörse.
In Frankfurt steht die Aktie momentan bei 11,85 Euro, ein Minus von 4,05% zum Vortag.
usa_netti
05.04.2002, 10:49
MobilCom Put-Optionen für Banken
more-IPO.de
Die Deutsche Bank AG, Frankfurt, Merrill Lynch & Co Inc, New York, Societe
Generale SA, Paris, und ABN Amro Holding NV, Amsterdam, werden Put-Optionen
auf Aktien der MobilCom AG (WKN 662240), Büdelsdorf, erhalten, die France
Telecom SA, Paris, im Gegenzug Calls, das berichtet das Anlegermagazin "Die
Telebörse" in seiner Donnerstagausgabe, so die Experten von "more-IPO.de".
France Telecom und die Banken würden sich zugleich zu einer dreijährigen
Karenzzeit verpflichten, während der sie die Optionen nicht ausüben dürfen.
MobilCom nur für Zocker
Der Aktionär
Nach Meinung der Analysten des Anlegermagazins "Der Aktionär" ist die
MobilCom-Aktie (WKN 662240) nur für hartgesottene Zocker geeignet.
In der letzten Woche hätten sich France Telecom und MobilCom-Chef Gerhard
Schmid endlich geeinigt. Schmid werde seinen Anteil und den seiner Frau
Sybille Schmid-Sindran an eine Gruppe von Finanzdienstleistern verkaufen.
Die France Telecom habe umgehend angekündigt, die Investitionen in den
Ausbau der Mobilfunktechnik UMTS deutlich zurückzufahren und mit der Suche
nach einem Partner aus der Telekommunikationsbranche für MobilCom zu
beginnen.
Es sei eindeutig, welche Absicht hinter dieser Einigung stecke. Man wolle
vermeiden, den freien Aktionären - der Streubesitz liege derzeit bei rund
21,6% - ein Gebot in gleicher Höhe wie bei den Schmids unterbreiten zu
müssen. Gemäß dem neuen Übernahmegesetz müsse nämlich ein Unternehmen,
sobald es über 30% der Anteile eines anderen Unternehmens verkaufe, den
freien Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Bei MobilCom gehe es immerhin
um ein Volumen von rund 220 Mio. Euro, was sich FT vor dem Hintergrund der
hohen Schulden kaum leisten könne. Zudem müsste FT, wenn es die Mehrheit an
MobilCom besitze, auch die Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Höhe von 6
bis 7 Mrd. übernehmen.
Es bleibe abzuwarten, ob FT damit durchkomme. Das Bundesaufsichtsamt für den
Wertpapierhandel habe sich des Falls schon angenommen. Ebenfalls prüfe die
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) derzeit, ob man juristisch gegen
FT oder die Finanzinstitute vorgehen könne.
Sollte FT wirklich gerichtlich dazu gezwungen werden, den freien Aktionären
ein Gebot in Höhe von 22 Euro machen zu müssen, würde dies einem Aufschlag
von ca. 65% auf den jetzigen Kurs entsprechen.
Die MobilCom-Aktie sei also nur für hartgesottene Zocker geeignet, die
darauf spekulieren, dass FT oder die Banken eine hohe Abfindung an die
freien Aktionäre zahlen müssen, so die Analysten von "Der Aktionär".
MobilCom Hilfe von Nokia?
Wegelin & Co.
Die mögliche Pleite rund um MobilCom (WKN 662240) soll durch die Gläubiger
Nokia bzw. Ericsson und andere verhindert werden. Dies berichten die
Wertpapierexperten von Wegelin & Co.
Vielmehr sollten die Geldgeber darauf aus sein, MobilCom mit einem Rivalen
zu vermählen, so schreibe das "Wall Street Journal". Im Mai 2001 hätten
Nokia und Ericsson insgesamt 2,2 Mrd. Euro an MobilCom ausgeliehen, damit
das Unternehmen die Produkte der Nordländer erwerben könne.
Klar, es sei Vergangenheitsbewältigung, was das "Wall Street Journal" da
schreibt, so der Kommentar von den Experten von Wegelin & Co. Aber genau
diese Vergangenheit hole die Nordländer immer wieder ein und wirke als
Hypothek für die sonst schon schwierige Zukunft.
Öffentliches Mobilcom-Übernahmeangebot verlangt
(Instock) Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) fordert im Zusammenhang mit der Übernahme des Aktienpaketes von Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid durch ein Bankenkonsortium angeblich ein öffentliches Übernahmeangebot an alle freien Aktionäre, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“.
Die Banken wollen den knapp 50-prozentigen Anteil zu je 22 Euro je Aktie von Schmid erwerben und diesen zu einem späteren Zeitpunkt an die Telefongesellschaft France Télécom weiterreichen. Nach den in Deutschland geltenden Übernahmeregeln muss jedoch ein öffentliches Angebot an alle Aktionäre unterbreitet werden, sobald ein Investor 30 Prozent oder mehr an einer Gesellschaft erwerben will.
Ist das die letzte Chance noch mal ein paar Euro mit Mobilcom zu verdienen?
Mobilcom-Übernahme: Müssen alle Aktionäre ein Angebot erhalten?
Wie SSN bereits berichtet, steht der norddeutsche Telefonanbieter Mobilcom kurz vor der Übernahme durch eine Gruppe von Investmentbanken.
Es könnte dabei dazu kommen, dass das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen von den Übernahmeinteressenten fordert, jedem Mobilcomaktionär ein Angebot zu unterbreiten. Eine endgültige Entscheidung darüber steht jedoch noch aus.
Im Anschluss an das Bekanntwerden dieses Sachverhaltes stieg der Aktienkurs zeitweise um 25%.
Knightbroker
11.04.2002, 09:38
Aus der FTD vom 11.4.2002
Mobilcom bedroht France Telecom
Von René Gribnitz, Hamburg
Der Ausstieg von Firmengründer Gerhard Schmid aus seinem Telefonkonzern Mobilcom droht für den Großaktionär France Telecom teuer zu werden. Der von den Franzosen initiierte Kauf der Schmid-Anteile durch ein Bankenkonsortium gerät ins Wanken.
Die Übernahme von fast 50 Prozent der Mobilcom-Aktien könnte die Banken zu einem Abfindungsangebot an alle Kleinanleger von Mobilcom zwingen. Genau ein solches teures Angebot wollte France Telecom durch die Einbindung der Banken verhindern.
Nach Informationen aus Börsenkreisen bewertet das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) die Kaufabsichten als Übernahme. Damit wären die Banken laut dem neuen Übernahmegesetz gezwungen, den Kleinaktionären ebenso wie Schmid und seiner Ehefrau 22 Euro pro Aktie zu zahlen.
Eine BAWe-Sprecherin wollte die Information unter Hinweis auf die noch laufende Untersuchung am Mittwoch nicht kommentieren. Der Kurs der am Neuen Markt notierten Aktien stieg dennoch zeitweise um 25 Prozent. Am Abend notierten Mobilcom mit 15,01 Euro 11,2 Prozent über Vortageswert.
Die Franzosen halten bereits 28,5 Prozent an Mobilcom. In zwei bis drei Jahren will die Telekommunikationsgesellschaft die Schmid-Anteile angeblich von den Banken zurückkaufen. Durch die zumindest zeitweise Aufteilung des Aktienpakets unter den Gläubigerbanken, darunter Deutsche Bank und Merrill Lynch, sollte für France Telecom die Übernahme der Mobilcom-Schulden in Höhe von 7 Mrd. Euro und ein zwingendes Abfindungsangebot an die Kleinaktionäre umgangen werden.
Die mit 65 Mrd. Euro hoch verschuldete France Telecom hatte bereits 8,4 Mrd. Euro für die Lizenz der neuen Mobilfunktechnik UMTS teils selbst gezahlt und für den Rest gebürgt. Die Konsolidierung der Mobilcom-Schulden und das Übernahmeangebot würden den Konzern überfordern.
Erbitterter Streit
Nach einem erbitterten, für Mobilcom existenzgefährdenden Streit über die milliardenschweren Investitionen in die neue Mobilfunktechnik UMTS hatten sich der Chef von France Telecom, Michel Bon, und Schmid schließlich geeinigt, dass sich der Mobilcom-Gründer bis Mitte April aus dem Unternehmen zurückzieht. Vertraglich vereinbart wurde, dass Schmid seine Anteile von 39,7 Prozent und die seiner Frau (10,2 Prozent) an die Großgläubigerbanken für mehr als 720 Mio. Euro verkauft.
Das seit dem 1. Januar gültige Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes schreibt fest, dass ein Investor dann ein so genanntes Pflichtangebot zum Kauf der Aktien der verbleibenden Aktionäre machen muss, wenn sein Anteil an dem Unternehmen 30 Prozent erreicht oder übersteigt.
Zwar wäre dies im Fall Mobilcom nicht konkret der Fall, da sich das Paket wohl auf bis zu fünf Banken verteilen würde. Das Gesetz sieht aber Sonderregelungen vor, wenn die Käufer im Interesse eines Dritten handeln und die Anteile damit quasi vereint werden. Dann könnten dem Anteilspaket eines Investors diejenigen Aktien hinzugerechnet werden, die für ihn von Dritten gehalten werden.
France Telecom versucht alles, um den Verkauf nicht als Übernahme erscheinen zu lassen. "Seit 15 Tagen gibt es Gespräche mit Mobilcom-Chef Schmid", sagte ein Sprecher. Alles Weitere sei Spekulation, es gebe kein definitives Abkommen.
Zugleich führt France Telecom aber die Verhandlungen mit den Banken, die der Konzern überdies als mögliche Kaufinteressenten benannt hat. Außerdem ist France Telecom die Begünstigte. Da Schmid das Unternehmen verlässt, werden auch die ehrgeizigen UMTS-Investitionen, die der Mobilcom-Gründer stemmen wollte, nicht umgesetzt. Schmid hatte dafür bis zu 10 Mrd. Euro von France Telecom verlangt. Darüber hatten sich die Führungen beider Unternehmen zerstritten. Ob die Entscheidung des BAWe auch zur Konsolidierung der Schulden führt, blieb offen. Das Amt kann den Verkauf der Schmid-Anteile an die Banken aber erst dann bewerten, wenn es zum Abschluss eines Vertrages gekommen ist. Nach Auskunft eines Mobilcom-Sprechers wird bis Monatsmitte mit einem Abschluss gerechnet.
© 2002 Financial Times Deutschland
Die Aktie von MobilCom steigt am Freitag wieder kräftig und erreicht zeitweise die Marke von 18 Euro. Neuigkeiten sind nicht bekannt. Die Umsätze sind jedoch äußerst beachtlich. Im Xetra-System wechseln bis 90 Minuten vor Handelsschluss mehr als 1,3 Millionen Aktien den Besitzer.
Schon Donnerstag hatte sich das Papier recht fest entwickelt. Der Aufschwung am Freitag gewann erst in den frühen Nachmittagsstunden an Fahrt, nachdem die Marke von 16,20 Euro sicher genommen war.
Hallo,
Was meint ihr, lohnt sich ein spekulativer Einstieg bei Mobilcom? So wie es aussieht wird es in naher Zukunft zu einem Übernahmeangebot kommen. Ich sehe eigentlich nur 2 Risiken:
1. Der Orange-Kurs fällt, so daß das an G. Schmidt gemacht Angebot schlechter wird.
2. Der Übernahmepreis wird doch noch gesenkt und Schmidt akzeptiert.
Wie seht ihr die aktuellen Chancen?
Gruß Qualm
M O B I L C O M
"Niemand hat ein Interesse an einem Bankrott"
Sie sollten übergangen werden - doch jetzt zeichnet sich ab, dass die Mobilcom-Kleinaktionäre doch ein Übernahmeangebot von France Télécom erwartet.
Frankfurt / Paris
Sind die Chancen der Mobilcom-Kleinaktionäre weiter gestiegen, beim Kauf des Büdelsdorfer Mobilfunk-Unternehmens durch die France Télécom berücksichtigt zu werden? "Pure Spekulation!", lautet zunächst der Kommentar von France-Télécom-Sprecherin Emilie Richer zu einem Pflichtangebot (Public Offering) an alle Mobilcom-Aktionäre.
Gegenüber manager-magazin.de erklärte die Sprecherin weiter, zumindest solange sich Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid mit den Banken nicht über die Konditionen für den Kauf seiner Aktien geeinigt habe, könne von einem Public Offering der France Télécom an alle Mobilcom-Aktionäre keine Rede sein.
France Télécom pocht noch auf drei andere Varianten
Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert dagegen "Unternehmenskreise", nach denen France Télécom noch am heutigen Freitag einen entsprechenden Vorschlag auf den Tisch legen will. Das Angebot müsse dann mit dem Bankenkonsortium, das derzeit mit Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid verhandelt, abgestimmt werden. Die Banken sollen demnach zunächst die vollständige Übernahme finanzieren und das Mobilcom-Aktienpaket halten. Im Jahr 2005 erst sollen dem Vernehmen nach diese Aktien gegen Anteilsscheine der France-Télécom-Tochter Orange getauscht werden.
Eine Entscheidung für ein Public Offering sei auch in den kommenden Tagen "ausgeschlossen", da eine Einigung der Banken mit Schmid noch nicht erfolgt sei, kommentierte die France-Télécom-Sprecherin das Szenario.
Nach wie vor würden die drei Varianten für die Zukunft von Mobilcom gelten, die France-Télécom-Vorstand Michel Bon am 21. März während der Hauptversammlung des Konzerns vorgestellt habe. Keines der Szenarien beinhalte ein Public Offering oder auch nur den Ausbau der Anteile an Mobilcom von derzeit 28,5 auf mehr als 30 Prozent. Erst ab dieser Schwelle schreibt das neue deutsche Übernahmegesetz France Télécom ein Public Offering zwingend vor.
Die Prüfungen des BAWe sind noch nicht abgeschlossen
"Niemand hat ein Interesse daran, dass Mobilcom im Bankrott endet", ergänzte die France-Télécom-Sprecherin. Weder die Banken, bei denen die Mobilcom-Verbindlichkeiten etwa fünf Milliarden Euro betragen, noch die Netzwerkausrüster Nokia und Motorola, die beim Ausbau des UMTS-Netzes ebenfalls mit Milliarden-Beträgen in Vorlage gegangen sind, noch France Télécom wollten den Fortbestand von Mobilcom gefährden. "Es gibt andere Wege, den Konzern nach dem Ausscheiden von Gerhard Schmid weiterzuführen", so Sprecherin Richer weiter.
France Télécom könnte aber allerdings auf den Weg des Public Offering gezwungen werden. Denn das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) prüft nach eigener Aussage den Vorgang. Kernfrage ist, ob ein mit der France Télécom abgesprochener Kauf von Aktien durch die Banken unter das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz fällt. Unter Berufung auf die bisherige Rechtsprechung und das seit Januar gültige Übernahmegesetz bezweifeln Rechtsexperten, dass France Télécom um ein Pflichtangebot herumkommt.
Quelle MM
Gruß Nobody
Banken haben für eine Mobilcom-Offerte noch Zeit
Die Banken des MobilCom-Anteilseigners France Telecom haben nach Angaben aus Unternehmens-Kreisen noch bis Mitte Mai Zeit, ein Übernahmeangebot für MobilCom zu machen, wenn sie das Riskio eines Kreditausfalls vermeiden wollen.
Reuters LONDON. Ein solches Angebot sei in Arbeit, hieß es am Freitag aus dem Umfeld der Verhandlung über das Ende der Streitigkeiten von France Telecom und Mobilcom über Geschäftspläne zur Einführung des Mobilfunkstandards UMTS. „Der letzte Zeitpunkt für ein Angebot ist Mitte Mai. Dies bestimmt das Timing für jedwede Einigung“, hieß es aus den Kreisen unter Verweis auf Verhandlungen, die angesichts eines am 31. Juli fällig werdenden Kredits über 4,7 Milliarden Euro im März begannen.
Hintergrund für den genannten Zeitrahmen ist den Kreisen zufolge, dass die Ausführung eines Angebots wenigstens 39 Tage bedürfe, in denen die Aufsichtsbehörden kontaktiert würden. Außerdem müsse den Anteilseignern Zeit zur Stellungnahme gegeben werden, was weitere 28 Tage in Anspruch nehmen könne. Zurückgerechnet vom 31. Juli, müssten die Banken ein Angebot Mitte Mai vorlegen, hieß es in den Kreisen.
France Telecom, die indirekt 28,5 Prozent an MobilCom hält, und Unternehmensgründer und -chef Gerhard Schmid hatten im März einen wochenlangen Streit über das Engagement der gemeinsamen Tochter Mobilcom im UMTS-Mobilfunk dadurch beigelegt, dass Schmid seinen knapp 50-prozentigen Anteil an Mobilcom an ein Bankenkonsortium veräußert.
Der Erwerb durch die Banken ist nach den Aussagen aus den Kreisen Teil eines zweistufigen Planes, der France Telecom die Übernahme von MobilCom erlauben soll, ohne dabei sofort die Schulden von mehr als sechs Milliarden Euro schultern zu müssen.
Die Gläubigerbanken von MobilCom, zu denen ABN Amro, Deutsche Bank, Merrill Lynch und Societe Generale gehören, benötigen die Garantie von France Telecom für den neuen Geschäftsplan von MobilCom, um die Schulden der Gruppe zu refinanzieren. France Telecom bevorzugt nach eigenen Aussagen ein Szenario, in dem es die vollständige Kontrolle über MobilCom erhält, um das Unternehmen als Basis für die Expansion nach Deutschland zu nutzen. Unklar ist bislang, wie eine solche Transaktion unter Einbeziehung der Banken strukturiert sein könnte, ohne dass France Telecom MobilCom voll zu konsolidieren hätte.
Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt -160,1 Mio. € im Vergleich zu -68,4 Mio. € im 1. Quartal 2001.
Insgesamt erwirtschaftete MobilCom 514,3 Mio. Euro im Q1 2002 gegenüber 728,7 Mio. Euro im Q1 2001. Die Gesamtkundenbasis beläuft sich auf 9 Millionen Kunden im Vergleich zu 7,3 Millionen im Vorjahr.
Mobilcom-Aktionäre werden gegrillt
Reuters-News Kurse Chart
Die gute Nachricht zuerst: Eine Pleite Mobilcoms würde die France Telecom bedauern. Deshalb sucht sie nach einer schnelle Lösung für den Büdelsdorfer Mobilfunker. Die schlechte Nachricht: Noch ist eine Lösung einige Verhandlungswochen entfernt. Die Gespräche laufen weiter, sagte ein Sprecher der France Telecom am Rande der Präsentation des neuen Multimediadienstes der Mobilfunk-Tochter Orange. Bisher ist auch Mobilcom-Chef Gerhard Schmid seinen 40-Prozentanteil nicht an die France Telecom losgeworden. Wenn die französische Telefongesellschaft den Anteil Schmids kauft, wird sie auch den freien Aktionären, die jetzt erst einmal weiterschmoren müssen, ein Angebot machen. Spekuliert wird weiterhin auf ein Angebot von 22 Euro je Aktie. Bleibt die Übernahme aus, droht der Totalverlust bei der Mobilcom-Aktie.
© 2002 sharper.de
MOBILCOM-AKTIE BRICHT NACH VORLAGE VON SONDERGUTACHTEN EIN
Ein vom Aufsichtsrat vorgelegtes Sondergutachten, in dem MobilCom-Chef Gerhard Schmid Verstoß gegen Sorgfaltspflichten nach dem Aktienrecht vorgeworfen wird, hat die Aktie des Konzerns deutlich unter Druck gesetzt. Der Kurs des Büdelsdorfer Mobilfunkanbieters brach um mehr als 15 Prozent auf 14,67 Euro ein. Hintergrund der Pflichtverletzung, für die Schmid sich auf der Hauptversammlung entschuldigte, ist ein mit Hilfe von Aktien aus dem Besitz von Schmids-Ehefrau aufgelegtes Aktienoptionsprogramm. Das Aktiengeschäft sei ohne die Einbeziehung des Finanzvorstandes erfolgt, sagte Aufsichtsratschef Klaus Ripken.