Vollständige Version anzeigen : Win or lose. Everybody gets what they want out of the marktes (Ed Seykota).
Extrem frech und herausfordernd, finde ich.
Aber stimmt's am Ende doch???
Nebenbei: Es steht seit einiger Zeit bei mir im Footer.
schlaubi
17.01.2002, 22:01
Das kommt in etwa in die Richtung was Henry Ford mal sagte: Egal ob Du denkst, daß Du es schaffen wirst oder nicht. Du wirst auf jedenfall Recht behalten.
Ich muss ehrlich sein: ich habe das Statement nie verstanden.
Klar, loser bleiben loser und gewinner gewinnen. Ich habe aber schon eine Menge gewinnertypen gesehen, die von der börse in den gulli gekickt wurden.
will mir denn keiner das Statement näher bringen?
Wenn Du etwas wirklich willst, dann bist Du bereit den nötigen Preis dafür zu zahlen.
Das ist im Trading Arbeit, Geld, Geduld, Disziplin, Beseitigung von Störungen, Entwerfen eines Plans/einer Strategie, ...
Wenn einer das nicht macht und daher immer verliert, dann ...
... ja dann wollte er eigentlich gar nicht wirklich gewinnen.
Weil er eben den Preis nicht zahlen wollte. Ökonomisch gesagt: Der Nettonutzen war ihm zu klein.
Das ist natürlich hartes Brot.
Was meinste dazu, snahas.
Unfug oder was dran?
Eigentlich ist es schon richtig.
Aber: Deine Erklärung würde auch implizieren, dass derjenige, der hart arbeit auch mit Erfolg belohnt wird.
Das ist an der Börse nicht unbedingt der Fall. Man kann so viel wissen und lange Erfahrung haben und trotzdem verlieren und efolglos sein.
Stimmt auch wieder.
Aber der Glaube daran, daß sich der Einsatz lohnt, motiviert ungemein.
Der_Leise
11.02.2002, 14:26
Ursprünglich geschrieben von snahas
Man kann so viel wissen und lange Erfahrung haben und trotzdem verlieren und efolglos sein.
Wie kann das sein? Wenn 2 Jahre Tennis spiele, werd ich besser, wenn ich 2 Jahre Englisch lerne, werd ich besser. Soll deine Aussage bedeuten, dass wenn ich 2 Jahre mich mit der Börse berfasst habe, trotzdem meine Investitionen umsonst sein können?
(die "2" ist willkürlich gewählt)
Wie kann das sein? Wenn 2 Jahre Tennis spiele, werd ich besser, wenn ich 2 Jahre Englisch lerne, werd ich besser.
wie kann es sein? Nun, die Märkte ändern sich mit der Zeit. Manche Strategien funktionieren nur eine Zeit lang und oft merkt man erst zu spät, dass es nicht mehr funktioniert.
Aber der grösste Misserfolgsfaktor ist wohl die eigene Psyche. Wenns um Geld geht, setzt oft der Verstand aus. Es ist nicht umsonst, dass massenhaft Genies an der Börse pleite gegangen sind oder zumindest keinen Erfolg hatten.
Wenn man 2 Jahre Tennis spielt, oder auch zB.
Gitarre spielt, sollte man zumindest besser
beurteilen können, ob einem die Sache überhaupt
liegt.
Nicht jedem ist das Spekulieren als "Hauptberuf"
zu empfehlen.
Und selbst die Hauptberufler können pleite gehen.
Um es mit Kosto zu sagen:
Ein alter Börsenspekulant kann alles verlieren
-außer seine Erfahrung.
Wenn ein Anfänger alles verliert, hat er aber
kaum Erfahrung(en) sammeln können...
grüße
Wilhelm
wanderer
12.02.2002, 00:39
Ursprünglich geschrieben von Der_Leise
Wie kann das sein? Wenn 2 Jahre Tennis spiele, werd ich besser, wenn ich 2 Jahre Englisch lerne, werd ich besser.
Als Beispiel eine Gegenfrage: Wie viele Hobby-Tennis-Spieler gibt es, die in den letzen 2 Jahren Tennis gespielt haben, ohne sich zu verbessern?
Du wirst dann besser, wenn Du aus Deinen Fehlern lernst, Deine Stärken und Schwächen sowie Deine psychologischen Hindernisse erkennst und Dein "Spiel" darauf einstellst. Du mußt also auch besser werden wollen.
Und selbst dann kann es Dir passieren, erfolglos zu bleiben, wie snahas schon ausgeführt hat.
Grüße
wanderer
schlaubi
12.02.2002, 12:42
Weil wir gerade beim Tennis-Spielen sind ;)
Nur wenige schaffen es mit Tennis auch ihren Lebensunterhalt zu verdienen, nicht jeder schaft es zum Profi. Wer aber Spaß daran hat und hart arbeitet und trainiert, der hat zumindest bessere Chancen auf der Karriereleiter nach oben zu klettern. Aber es gehört nicht nur harte Arbeit dazu, sondern auch Talent! Nicht jeder findet sich als Tennis-Star wieder, es könnte genausogut Golf, Fußball oder sonst eine andere Tätigkeit sein. Es gilt das heruauszufinden wo man am Besten ist und daran ständig herumfeilt um sich zu verbessern. Stagnation ist der erste Rückschritt!
Aber hat man es einmal geschaft in den erlauchten Kreis der Profis aufgenommen zu werden ist man nicht auf der sicheren Seite, denn hier zählt der Erfolg, nur wer immer wieder Top Leistung bring, der wird auch Ruhm und Reichtum ernten. Es kann auch passieren, daß eine Verletzung einen stark zurückwirft oder jemanden dazu zwingt seine Karriere zu beenden.
Beim Traden ist das in etwa vergleichbar: Jeder muß die passende Strategie für sich selbst finden und ständig daran arbeiten um immer wieder Gewinne zu erzielen!
by
schlaubi
Ein alter Börsenspekulant kann alles verlieren
-außer seine Erfahrung.
Stimmt. Allerdings scheint die Erfahrung ja auch nicht viel wert zu sein. Er hat nichts daraus gelernt, oder?
Erfahrung heißt ja im Grunde nicht einfach: Dinge geschehen und Zeit vergeht, sondern meint immer auch die Verarbeitung des Geschehenen, d.h. Schlüsse ziehen, etc.
Zum Tennis (dem eigentlichen Thema das Threads.)
1. Ich hab mich im Tennis in den letzten Jahren kaum verbessert. Eher verschlechtert. Macht aber nix. Ich spiele ja nur zum Spass. Beim Traden ist das anders. Sind daher 2 Paar Schuhe.
2. Tennis erfordert körperliches Können, das größtenteils unveränderbar ist. Ok.. Ähnliches gibts beim Traden auch. Vergleicht den "kann man Traden lernen Thread". Lesenswert!
3. In einem Interview sagte ein Top-Trader, der voher Tennis-Profi war, daß er von vielen Fähigkeiten, die er beim Tennis erwarb, beim Traden profitierte. Es geht da v.a. um das Mentale.
"Du musst die BigPoints machen" und sonne Sprüche.
wanderer
12.02.2002, 21:28
Sorry, ich wollte hier keine Hobby-Tennis-Spieler angreifen.
Worum es mir geht, ist eher das folgende: Wenn man Spekulation nur zum Spaß und Hobby betreibt, dann sind die Ergebnisse auch wie bei einem Hobby:
Hobbys kosten Geld.
Womit wir wieder beim Thema des Threads wären:
Win or lose. Everybody gets what they want out of the markets.
TECTrader
25.02.2002, 23:34
hallo,
spiele leider nur tischtennis :D aber das leidenschaftlich :dunce: ,
an den gemachten aussagen ist aber sicher was dran
btw. wann stürzt endlich mal jemand kosto von seinem selbstgebauten thron :)
wenn ich mich richtig erinnere ist er in den 1920 ;) ern als mitt20er ;) mit 200 ;) tsd dollar in der tasche nach usa ausgewandert, NACH seinem ersten crash, vielleicht lag sein erfolg an der börse auch nur darin begründet, dass er immer noch einen dümmeren finanzier als den vorherigen fand
kenne seine bücher nicht-daher nicht gleich kreuzigen :)
Gruss
TEC
wanderer
26.02.2002, 20:06
an den gemachten aussagen ist aber sicher was dran
btw. wann stürzt endlich mal jemand kosto von seinem selbstgebauten thron :)
wenn ich mich richtig erinnere ist er in den 1920 ;) ern als mitt20er ;) mit 200 ;) tsd dollar in der tasche nach usa ausgewandert, NACH seinem ersten crash, vielleicht lag sein erfolg an der börse auch nur darin begründet, dass er immer noch einen dümmeren finanzier als den vorherigen fand
kenne seine bücher nicht-daher nicht gleich kreuzigen :)
Nicht ganz - es waren die 30er. Den Betrag weiß ich nicht genau, aber die Summe könnte hinkommen.
Zu dem Finazier: Wer sollte ihm denn mehrere Millionen (nach heutigem Wert) schenken und warum? Seine Eltern verloren damals auch ihr ganzes Vermögen. Kostolany hat ihnen dann den Lebensabend am Genfer See finanziert. Er scheint also an der Börse schon zu etwas Geld gekommen zu sein... ;)
Zu den Büchern: Sollte man eigentlich kennen. :) Sie sind wohl nicht gerade eine Anleitung zum Daytraden ;) , aber ansonsten sehr interessant...
Grüße
wanderer
Win or lose. Everybody gets what they want out of the marktes = wenn man nicht boris becker heisst und 10 mio per anno verdient ist man selbst schuld. das finde ich auch.
mk
Zumindest nahm Kosto kein Blatt vor den Mund und
verschwieg auch seine Fehlspekulationen nicht.
Seine Bücher sind ja nichts anderes, als ein kaum
zu überbietender Erfahrungsschatz eines Börsen-
Spekulanten.
Und bei mir weckte er damit die Leidenschaft, die
es braucht um sich für diesen "Beruf" zu entscheiden...
Allerdings ging er bei seinen früheren Spekulationen recht hohe Risiken ein - mit dem
Hintergrund, keine Familie zu haben und im Notfall
als Börsenmakler wieder recht schnell zu Geld zu
kommen.
Letzteres wäre für mich nicht möglich, ich müßte
dann Taxifahrer oder Nachtwächter ( oder beides..)
für eine Weile werden.
Dieser Gedanke hält mich davon ab, über die Maßen
Puts zu schreiben...
grüße
Wilhelm
Ursprünglich geschrieben von Der_Leise
Soll deine Aussage bedeuten, dass wenn ich 2 Jahre mich mit der Börse berfasst habe, trotzdem meine Investitionen umsonst sein können?
Korrekt.
Gruß
Merkur
Ursprünglich geschrieben von em-ka
Win or lose. Everybody gets what they want out of the marktes = wenn man nicht boris becker heisst und 10 mio per anno verdient ist man selbst schuld. das finde ich auch.
mk
Ne, sorry em-ka, das hast Du falsch verstanden.
King hat das sehr gut erklärt. Es geht nicht nur um den Willen, sondern um den unbedingten(!) Einsatz-Willen und dessen umsetzen in die Praxis.
Dennoch finde ich den Spruch nicht so prickelnd, denn zum Traden benötigt man auch Talent, gewisse charakterliche und geistige Vorraussetzungen.
Denn es kann eben nicht(!) jeder ein Boris Becker sein, gell?
Eine Prise Oberflächlichkeit plus ein Prise Selbstüberschätzung und schon haben wir einen perfekten Loser.
Gruß
Merkur
Das mit dem Loser ist gut gesagt.
Die charakterlichen und geistigen Voraussetzungen, die die erwähnst, kann man ebenso erwerben. Das ist meine feste Überzeugen, obwohl ich weiß, dass das nicht jeder akzeptiert und dass es nicht eben einfach ist.
Einsatz-Willen ist das richtige!
Man könnte auch Interesse vs. Willen sagen.
Ich habe schon Interesse daran, fliegen zu können, jedoch keinen Willen (oder Einsatz-Willen) das umzusetzten. Das letzte ist eben das Produkt einer Kosten-Nutzen-Überlegung.
Also ich wüßte nicht, wie man geistige Vorraussetzungen "erwerben" könnte. Du meintest wahrscheinlich sich "aneigenen", aber das geht genauso wenig, bzw. eben nur begrenzt(!).
Ist nun mal so. Wie gesagt, es kann halt nicht jeder ein Boris Becker sein, da kann noch so sehr trainiert werden.
Gruß
Merkur
Blitzschnelle Antwort.
Ja, ich meine aneignen.
Da gibt es einen hochinteressanten Thread mit dem Thema "Kann man traden lernen?"
Da hab ich schon mal skizziert, was ich mir so dazu denke.
Daher ist auch der Vergleich mit Bumms äh Bumm-Bumm-Boris imho so nicht zulässig.
Außerdem scheint es mir nützlich so zu denken.
"Da gibt es einen hochinteressanten Thread mit dem Thema "Kann man traden lernen?"
Da hab ich schon mal skizziert, was ich mir so dazu denke. "
Ok, schaue ich mir mal an.
"Außerdem scheint es mir nützlich so zu denken."
Ja, motivierend ist es schon, wenn man denkt, daß es nur auf den eigenen Einsatzwillen ankommt. Von daher ist dagegen auch nichts einzuwenden.
Ich bin mir aber dennoch sicher, daß dem in der Realität nicht so ist. :)
Gruß
Merkur
Dawnrazor
27.03.2002, 21:44
Außerdem scheint es mir nützlich so zu denken.
Nun ja, in der Frage "Kann man Traden lernen" vertrete ich ja eine andere Meinung. Aber trotzdem würde ich Deiner obigen Aussage auch dann voll zustimmen, wenn sie sich auf meinen Standpunkt beziehen würde (nämlich, daß man Traden nicht so einfach lernen kann). Wenn man nämlich davon überzeugt ist, daß man etwas kann, was die meisten anderen nicht nur nicht können, sondern noch nicht einmal lernen können, empfinde ich persönlich das als ganz gewaltigen psychologischen Vorteil.
Wenn man nämlich davon überzeugt ist, daß man etwas kann, was die meisten anderen nicht nur nicht können, sondern noch nicht einmal lernen können, empfinde ich persönlich das als ganz gewaltigen psychologischen Vorteil.
es kann sich um einen genie handeln, aber die meisten, die so denken sind nur grössenwansinnig
Dawnrazor
27.03.2002, 21:56
es kann sich um einen genie handeln, aber die meisten, die so denken sind nur grössenwansinnig
Hehe...Genie und Wahnsinn liegen dicht beeinander.
Aber mal ernsthaft: wenn jeder kann, was ich kann, dann habe ich keine Edge. Denn wenn jeder eine Edge hat, hat keiner eine. Und ohne Edge kann ich nicht erwarten, erfolgreich zu traden. Wenn ich es doch täte, wäre ich wirklich wahnsinnig.
wenn jeder eine Edge hat, hat keiner eine.
äh... wie soll ich mir das vorstellen?
ist das eine theoretische situation in der alle genügend disziplin haben, oder alle im besitz einer erfolgreichen strategie? oder beides?
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
jemand, der sich dumm stellen kann würde dies:
Ne, sorry em-ka, das hast Du falsch verstanden.
z.b. so formulieren:
Ne, sorry em-ka, das habe ich nicht verstanden.
mk
Du wirst ja schon wieder unsachlich, mk. Immer noch beleidigt? ;)
Gruß
Merkur
p.s. Sorry, Insider.
Dawnrazor
28.03.2002, 08:58
äh... wie soll ich mir das vorstellen?
ist das eine theoretische situation in der alle genügend disziplin haben, oder alle im besitz einer erfolgreichen strategie? oder beides?
Um die Diskussion abzukürzen, weil ich wenig Lust auf noch mehr Polemik habe: ja.
Wenn einer das nicht macht und daher immer verliert, dann ...
... ja dann wollte er eigentlich gar nicht wirklich gewinnen.
ist jeder, der alles willen und wissen investiert hat millionär geworden?
hatten diese 17 jährige, die anfang der 90er, unmittelbar, vom nintendo zu soes bandits gewechselt haben und millionen verdient haben, mehr willen, disziplin oder wissen als profis?
haben gleichzeitig mit boris nicht millionen von jungs alles gegeben um weltmeister zu werden?
kann es eine million tennis weltmeister geben?
häng der erfolg alleine vom willen ab?
ich kann mir natürlich vorstellen, dass es einigen menschen hilft, zu glauben, ihr erfolg würde von ihrem willen, ihrer mentalen stätke und ihrem wissen abhängen. nur logisch wird es deswegen trotzdem nicht. selbstverständlich kann ein trader den markt nicht ändern, aber wieviel arbeit auch immer er in eigene persönlichkeit investiert, wird willen und disziplin ihn vielleicht vor einer totalen pleite schützen. erfolgreich wird er dadurch noch lange nicht.
mir ist kein einziges beispiel bekannt, in dem ein trader in besitz einer erfolgreichen straregie war und es nur mangels willen nicht geschafft hat geld zu verdienen. dafür aber viele, die von sich überzeugt waren und nicht akzeptieren wollten, dass ihre strategie nicht (oder nicht mehr) funktioniert.
menschen die nicht wissen, was sie sie wollen, haben gar keine chancen. menschen, die genau wissen was sie wollen sind ein wenig besser dran.
mk
wanderer
03.04.2002, 01:52
Mir sind da schon Beispiele bekannt...
Und auch nach Deiner Aussage sind Menschen, die genau wissen, was sie wollen, besser dran als solche, die es nicht wissen. Also zahlt es sich aus, zu wissen, was man will... :)
Grüße
wanderer