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Vollständige Version anzeigen : Umgang mit Handelsverlusten und Versäumnisangst


content-king
24.01.2002, 17:07
Checkt mal aus:

Einige interessante Gedanken zu den Themen "Umgang mit Handelsverlusten" und "Versäumnisangst"

http://freenet.meome.de/app/fn/portal_news_article.jsp/109423.html

TheKing
24.01.2002, 17:45
Gute links


Versäumnisangst kann zu einer der teuersten Ängste im Börsenleben werden.

100% agree. Kommt zwar auf das Individuum an, aber ist nach im Schnitt sicher so.


An oberste Stelle des Handelns an den globalen Kapitalmärkten sollte immer die Erhaltung des eigenen Kapitals stehen. Denn: Kapital ist das Arbeitsmittel!

ebenfalls 100%.

snahas
24.01.2002, 19:11
Ich halte Versäumnisangst in der Tat für ein wichtiges Argument, warum man schlechte Trades macht.
Wenn man sie bekämpfen kann, dann erspart man sich viele unnötige Verluste.
Ich male mir immer wieder aus, dass ein versäumter Gewinn überhaupt nicht schlimm ist und auf jeden Fall besser als ein nichtversäumter Verlust!
Aber so richtig helfen dagegen kann eigentlich nur eine richtige Entry-Strategie gekoppelt mit Verhaltensregeln!
Ha, da haben wir die Wichtigkeit des Entry wieder...

TheKing
24.01.2002, 19:32
Versäumnisangst ist sicher einer der wichtigen Gründe für Overtrading, was imho mit der größte Feind vieler Trader ist.


In bezug auf das von snahas Gesagte heißt das, daß man seine Entry und Setup-Regeln ständig aufweicht, bzw. in die Tonne tritt (oder in den Harz kickt, Harzbewohner: Sorry).

Allerdings:
Daß einem etwas durch die Lappen geht, ist aber nur bedingt unschädlich. Gerade wenn man einen längeren Horizont hat, kann es gut sein, daß man die 2-3 wichtigen Trades, die einem das Jahr retten verpaßt. Das ist schlecht.
Wenn ein Trendfolger die letzten 3 Trends im qqq verpaßt hat, sieht er alt aus. Evtl. hat er sie sogar verpaßt, weil er sich beim Overtraden erwischt hat und gegensteuern wollte. Verflixte Falle. ;)

Sicher ist es immer ein Trade-Off.

snahas
24.01.2002, 19:44
selbst wenn das Verpassen ärgerlich ist: verpassen ist besser als verlieren und verlieren ist wahrscheinlicher, wenn man entgegen dem ursprünglichen Signal viel zu spät noch aufspringt.

Man kann sich eine Toleranzgrenze setzen, innerhalb der man nach einem verpassten SIgnal noch einsteigt. Oder man muss sich eine Wiedereinstiegsstrategie basteln (sozusagen Plan B)

schlaubi
24.01.2002, 22:43
Eigentlich gibt es immer wieder neue Chancen wie man Geld verdienen kann, aber es ist nicht immer einfach zuzuschauen wenn der Markt läuft und man nur an der Seitenlinie steht, ich kenne das Gefühl sehr gut. :(

Meine Lösung ist, daß ich immer einen kleinen Betrag investiert habe, ich kaufe dabei den gesammten Index. Auch wenn ich dabei in Bärenmärkten Verluste erleide, kann ich damit besser leben. Auf das Depot wirkt sich das dann so aus, daß je nach Trade die Gewichtung des Depots sich lediglich verändert.

by
schlaubi

Indio
25.01.2002, 09:27
Hi

Auch ich versuche so gut wie möglich den verpassten Chancen nicht nachzutrauern, was einem aber immer wieder schwierig fällt.

Ich sehe es eigentlich so, wie ich es in dem Spruch in meinem Footer erklären möchte. Da ich davon ausgehe, dass sich jeden Tag wieder neue Chancen ergeben, sollte ich/man auch davon profitieren können - die Kunst zum Erfolg liegt IMO grösstenteils beim Exit. Ergo, nicht allzu viel verlieren erweist sich als ein Schlüssel, den man eben auch in Bearmarkets bestens anwenden kann. Der Anteil % in Aktien im Depot sollte sich den Marktverhältnissen anpassen und so sind Verluste auch zu verkraften.

Ich kämpfe - wie von snahas angesprochen - an Plan B, ärgerlich wenn der Wert seit dem Ausstieg bereits wieder gut lief und man sich durch erweiterte Kaufindikatoren wieder dazu entschliesst einzusteigen. Hat mir unter dem Strich bisher noch keine grünen Zweige gebracht ... :(

Gruss Indio

content-king
31.01.2002, 14:54
snahas ... Oder man muss sich eine Wiedereinstiegsstrategie basteln (sozusagen Plan B) ...


Und wenn der versagt, sollte man besser noch PLAN C in der Tasche haben ... ;)

hoellenfuerst
31.01.2002, 18:06
wenn man den verloren gewinn betrachtet, muß man konsequenter weise auch die nicht mitgemachten verluste dementsprechend ins kalkül mit einbeziehen...

demnach würde ein nicht gemachter verlust positiv zu werten sein.... :D

snahas
31.01.2002, 19:25
Und wenn der versagt, sollte man besser noch PLAN C in der Tasche haben ...
Nein, den sollte man nicht in der Tasche haben. Wenn Plan B nicht läuft, dann sollte man den Trade vergessen und woanders nach neuen Chancen suchen oder warten, bis sich eine komplett neue Situation ergibt.

schlaubi
01.02.2002, 14:35
Stan Weinstein hat es mal auf den Punkt gebracht:It´s similar to hailing a taxi; if you miss the first one, another one will soon come along.

click-trader
02.02.2002, 11:25
Hi,
der Vergleich ist imho unpassend.

Ständig kommt ein neues Taxi, aber im Gegensatz zum Markt fährt es IMMER dahin wo Du möchtest!

Es ist also vollkommen egal, welches Du nimmst.
Da liegt der grundsätzliche Unterschied zum Trading.

Gruß

snahas
02.02.2002, 11:32
Click-Trader,
in Griechenland fahren die Taxis nicht immer dahin, wo man hin will! Da passt der Vergleich.

click-trader
02.02.2002, 12:08
:D ;)

Dann sollten wir ausschließlich am Fuße der Akropolis traden!!

Gruß

schlaubi
02.02.2002, 12:28
Die Metapher war wohl so gemeint, daß man einer verpasten Chance nicht hinterherrennen sollte, sonder sich die Geduld gönnen auf die nächste Chance zu warten.

TheKing
02.02.2002, 13:19
Schlaubi
Trifft das nicht auch Dein Beispiel mit den Betthasen? (http://www.aktienboard.com/vb/showthread.php?postid=225534#post225534)

Trauere dem einen nicht hinterher, der andere kommt schon bald. ;)

hoppel ... hoppel ...

schlaubi
03.02.2002, 11:34
Als Schlumpf hab ich es da etwas schwerer mit den Betthasen, gibt leider nur eine Schlumpfine :(