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Vollständige Version anzeigen : Verhaltensorientierte Marktanalyse


Gordon Gecko
17.04.2001, 13:19
oder auch Behavioural Finance.

Darüber habe ich heute einen echt interessanten Artikel im Handelsblatt gefunden.

Joachim Goldberg ist quasi der Vorreiter in dieser Sache. In dieser Wissenschaft versucht man das Verhalten der Börsianer psychologisch zu erklären.

Zentrale Aussagen:
1. Was Menschen an der Börse falsch machen, das machen sie auch privat falsch.
>> Viele Menschen neigen dazu an Fehlentscheidungen zu lange festzuhalten.

2. Der Rechner ist der bessere Investor!
Er blendet Emotionen aus und steht nicht unter dem sozialen Druck, frühere Anlageentscheidungen rechtfertigen oder beschönigen zu müssen.

Gerade die zweite Aussage kann ich ganz gut an mir selbst nachvollziehen. Auch wenn man es sich ausreden will, dieser soziale Druck besteht durchaus.

Gruß Gecko

schlaubi
17.04.2001, 17:07
@Gordon Gecko

ist nicht gerade einfach, aber es stimmt!

by
schlaubi

Gordon Gecko
19.04.2001, 11:18
Hey Morgan, du ´hattest das Fach doch in der Uni, gib mal einen Kommentar ab.

smily
21.04.2001, 20:13
hello,
beide sollten zusammen in einsatz gebracht werden dann ist der beste mix fertig und es ist sehr leicht gesagt als getan! :D

smily
21.04.2001, 20:15
und noch was board hat noch winterzeit oder was?

Morgan
23.04.2001, 00:21
ich würde sagen wir sind unserer Zeit einfach etwas voraus... :D

Ja, Behavioral Finance hatte ich mal, und interessant war dieses Thema auch. Man versucht mithilfe der Psychologie den Markt zu erklären, was leider bisher nicht so ganz gelungen ist.
Ein sehr gutes Beispiel ist das "herding". Die Idee ist, daß alle Anleger sich mit der großen Gruppe in eine Richtung bewegen. Wenn alle Kaufen, kauft der einzelne mit und umgekehrt. Problem: es muß immer eine "Gegenherde" geben, die sich genau in die entgegengesetzte Richtung bewegt, denn für einen Trade sind immer 2 notwendig, einen der kauft und einen der die Dinger hergibt.

Morgan

MaUhl
24.04.2001, 14:34
Hi zusammen,

ich muss Gordon und dem Verfasser des Artikels im Handelsblatt leider zustimmen.
Logisch, dass man sich von der allgemeinen Börsenstimmung anstecken läßt, der Herdentrieb kommt von alleine. Und weil man weiß, dass sich die anderen auch anstecken lassen ... ihr kennt die sich selbst erfüllende Profezeihung :dunce:

Der zweite Punkt mag langfristig zutreffen - aber nach Murphy's Gesetz (und das musste ich schon desöfteren am einenen Leib spüren) wird ein Stopp Loss immer zum tiefsten Kurs der nächsten drei Monate ausgeführt . :rolleyes:

Aber was wäre die Börse ohne Psycholodie und dem Herdentrieb - eine festverzinsliche Anleihe mit fünf Jahren Laufzeit.

Viele Grüße
Marcel