Vollständige Version anzeigen : Hauptberuf Trader
BrandyMeier
02.03.2002, 21:55
Hallo, ich handle nach jahrelanger Erfahrung mit Aktien und OS seit ca. 1 Jahr den FDAX nebenberuflich. Aufgrund der - bei sehr disziplinierter Herangehensweise - mit dem Trading verbundenen Chancen überlege ich z.Zt. stark, die "klassische" Karriere aufzugeben und hauptberuflich zu traden. Damit verbinde ich die Aussichten auf hohe Ertragschancen und mehr persönliche Freiräume (Zeit) für alles Angenehme auf der Welt. Habe einen sehr stressigen, zeitintensiven, aber auch rel. gut bezahlten (ca. 100 T€ p.a.) und Spaß machenden Job.
Wie sind Eure Erfahrungen? Sollte man den Schritt wagen (und die klassiche Entwicklung beenden)? Freue mich auf Eure Beiträge!
Willkommen an Board Brandy :dunce:
Einen ersten Link (http://www.aktienboard.com/vb/lesson.php?) kann ich für Deinen Einstieg sponsern ;)
Ansonsten kann ich die Suchfunktion hier an Board empfehlen :D
...ach ja - und hab' keine Scheu, die Leute hier direkt per PM anzusprechen... :)
Hallo BrandyMeier,
aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß man an
der Börse nichts verdienen, sondern nur etwas
gewinnen kann ( das Gegenteil von einem Verlust
ist ja ein Gewinn und kein Verdienst... ), und
ein Gewinn fällt nun mal nicht so regelmäßig an,
wie das Monatsgehalt.
Auch ein "negativer Stundenlohn" dürfte Dir als
Nebenberufsspekulant nicht fremd sein...
Meinen Lebensunterhalt bestreite ich schon seit
einigen Jahren als Börsenspekulant, allerdings
habe ich mit Future-Trading und Optionsscheinen
nichts am Hut.
Würde mich eher als "Mini-Fondverwalter" bezeichnen, der aber auch vor Kreditengagements
und Stillhaltergeschäften ( in überschaubaren
Dimensionen ) nicht zurückschreckt.
Daher bin ich nicht unbedingt der richtige
Ansprechpartner für Deine Geschäfte.
Als meine Benchmarket sehe ich den DAX. Ich bin
nicht unzufrieden, wenn ich diesen möglichst in
jedem Jahr auspeforme.
Das könnte aber auch bedeuten, ein Jahr mit
Null-Performance als positiv anzusehen, trotzdem
man für seinen Lebensunterhalt frühere Gewinne
( oder das Eingemachte ) antasten muß...
Was die Zukunft betrifft, ist eben alles möglich
und auch das Gegenteil von allem.
Aber das sollte Dir -gerade als Börsianer- ja nicht unbekannt sein...
grüße
Wilhelm
Ich glaube nicht, dass wir hier konkrete Empfehlungen geben können und damit sollten. Eine solche Entscheidung hängt sehr sehr stark von Faktoren ab, die wir nicht kennen. Diese betreffen vor allem verschiedenste Charaktereigenschaften und persönliche Verpflichtungen. Daher wäre es eine falsch verstandene Verantwortung zu sagen: "Ja, klar. Leg los!" oder auch "Um Gottes Willen. Lass stecken!".
Evtl. kannst Du (kann man) einen Kompromiss finden?
Gruß
Tk
Dawnrazor
06.03.2002, 20:59
Hallo, ich handle nach jahrelanger Erfahrung mit Aktien und OS seit ca. 1 Jahr den FDAX nebenberuflich.
Wie lief's denn da so? Das ist ja ein nicht ganz unwichtiges Kriterium, auch wenn man Traden erlernen kann. ;)
Habe einen sehr stressigen, zeitintensiven, aber auch rel. gut bezahlten (ca. 100 T€ p.a.) und Spaß machenden Job.
Hört sich an wie die Berufsbeschreibung eines Daytraders. ;)
TECTrader
06.03.2002, 23:38
hallo,
@brandy, hallo wir kommen beide aus der gleichen ecke
die frage die sich für mich bei deinem posting stellt:
wenn du gewinne auch so machst, warum dann ausschliesslich so? was ist deine motivation AUSSCHLIESSLICH so geld zu verdienen?
persönlich finde ich es ist ein himmelweiter unterschied ob man z.b. am 10. des monats egal ob man gut oder schlecht war ;) seine pünktliche! gehaltsanweisung auf dem konto eingehen hat oder ob man evtl. mal 2,3 .... monate NICHTS an einzahlungen hat.
diese erfahrung macht man aber erst wenn es soweit ist :D
Gruss
TEC
indextrader
07.03.2002, 08:03
wenn du gewinne auch so machst, warum dann ausschliesslich so
....ich kann nur über meine motivation sprechen aber die ist ganz einfach. weil das was du bis dahin gemacht hast kein spass mehr macht (wobei BM ja sagt er würde ihm spaß machen nur dann würde ich ihn auf keinen fall aufgeben), weil dir das daytraden was gibt was enormen spass macht, weil du dein leben nicht nur in sicherheit wiegen willst sondern weil du vorallem glücklich und zufrieden sein willst. weil das daytraden ist es denn erfolgreich absolut unabhängig von zeit und ort macht.....etc...pp..... :D
ja ich würde mich king voll und ganz anschließen BrandyMeier
du solltest hier nicht die frage stellen fulltime daytrading ja oder nein weil die entscheidung kann dir kein fremder selbst wenn du ihm noch so viele infos gibst abnehmen. die entscheidung muß du mit allen konsequenzen voll selbst tragen. du kannst hier nach erfahrungen anderer fulltime trader fragen, nach techniken und strategien.
also ich hoffe das du dir dein vorhaben sehr sehr gut überlegst vor- und nachteile (falls es sie gibt :D ) abwiegst und dann in aller ruhe deine entscheidung triffst.
F-Gruß IT :D
@brandmeyer.
hi,
wenn du pro jahr 100TEuro brutto aus dem markt holen willst, brauchst du - bei einer unterstellten rendite von 30-40% - so um die 300TEuro kapital..... :dunce:
wahrscheinlich aber kein problem für dich...
Franzmuc
09.03.2002, 22:03
Hallo Brandy Meier,
so recht kann ich nicht verstehen warum du nach so kurzer Zeit (ein Jahr ist nix) traden einen sicheren Job hinwerfen möchtest?.
Du schreibst, dein Job macht Spaß, ernährt dich gut und lässt dir Spielraum (wie es scheint) um nebenbei noch dein Trading auszubilden. Was willst du denn mehr?
Ich bin an der Börse seit etwa 10 Jahren dabei und trade seit zwei Jahren an den Futuremärkten (überwiegend den Mini S&P), nach dem ich von meinem Job heimgekehrt bin.
Hast du denn noch keinen DD erlebt? Hältst du ihn aus ohne nervös zu werden? Ist dir bewußt, dass ein DD auch kurz hintereinander auftreten kann und dich ganz und gar an allem was dir heilig ist zweifeln lassen kann?
Trading ist eine schöne Sache, wenn man nicht unter Druck gerät und von den Ergebnissen leben muss.
Ohne jetzt noch weitere Szenarien an die Wand zu malen möchte ich dir raten, noch mindestens ein Jahr verstreichen zu lassen. Ein Jahr ist nix, zwei sind a bissl was.
Wenn deine Ergebnisse konstant sind und du eine ordentliche Statistik zugrunde legen kannst, wenn du selber keine Zweifel mehr hast an der Umsetzung deines hauptberuflichen Engagements solltest du waagen, umzusteigen.
Dein Beitrag alleine ist für mich schon ein großer Hinweis darauf, dass du mit dir nicht im Reinen bist. Du solltest das als Warnsignal nehmen.
Franz
hoellenfuerst
09.03.2002, 22:23
die hauptfrage, die sich mir in diesem zusammenhang stellt, wieviel kapital brauche ich? nehmen wir an, ich habe feste kosten im monat..., nehmen wir an so etwa 4000teuro, dann müssen die pro monat mindestens abfallen. geschätzter gewinn pro monat 5%, dann brauche ich 80000teuro, und darf unterm strich nie verlieren..., sonst stimmt das mit der quote nicht mehr..., wenn man zur zeit ein einkommen von 100000teuro hat, muß also n bisserl nachlegen...
ich mach es zur zeit folgendermaßen:
ab und zu könne ich mir eine woche (wie die folgende) um den versuch zu wagen..., wohlgemerkt mit begrenzten kapital...
es ist meine zweite woche in diesem jahr. nach der woche analysiere ich das was war. die erste woche verlief relativ gut..., wenn es mir gelingt mich dieses jahr 12 wochen als trader zu verdingen, kann ich wieder aus dem erfahrungsschatz rückschlüsse ziehen.
ich möchte damit sagen, ich versuche stück für stück, mit der option eines rückzuges anfangen. ich möchte dir beileibe nicht dazu raten bzw. abraten.
auch glaube ich nicht das solche fragen sinn machen. da liegt theking vollkommen richtig. du mußt schon selber entscheiden, vollkommen unabhängig...
hi,
Trading ist das beste Geschäft, was ich kenne. (wie sptrader immer sagt)
also BrandyMeier, wenn du dich slbstständig machen möchtest, bist du mit trading sicher nicht schlecht dran.ö
gruß kai