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Dagobert27
01-11-2000, 12:42
NANO-NANO...http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/smiley1.gif
Nanotechnologie - Bausteine einer neuen Welt
Die Nanotechnologie gilt heute als Schlüssel für das 21. Jahrhundert.
Nanotechnologie gleicht einer Revolution, die tiefgehender und weitreichender sein
wird als die Mikroelektronik, die uns den PC und das Internet gebracht hat. Die
Vorsilbe "Nano" (griech.: "Zwerg") zeigt, in welchen Dimensionen diese
Technologie anzusiedeln ist. Ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter und
entspricht ungefähr einem Zehntausendstel der Stärke eines menschlichen Haares.
Anwendungsbereiche werden vor allem die Elektronik, optische Datenübertragung,
Prozeßtechnik, Biotechnologie, Umwelttechnik und die Medizin sein.
Mit der Nanotechnologie wird es möglich, Atome und Moleküle kontrolliert zu
manipulieren. Gerade für die Computertechnologie ist das ein Ausweg aus der
Sackgasse. Die heutigen Halbleiter lassen sich nicht unbegrenzt verkleinern -
unterhalb einer Grenze von 0,1 Mikrometer funktionieren die Bauteile nicht mehr
zuverlässig. Zwar konnten Computersimulationen zeigen, dass maßgeschneiderte
molekulare Bauteile die Lösung aus dem Dilemma sind, aber innerhalb der
nächsten 6 - 10 Jahre dürften die Modelle erst Realität sein. Auch im Chipbereich
bahnt sich eine Revolution an. Billionen von Bits an Informationen finden in Zukunft
auf dem Kopf einer Stecknadel Platz.
So ist es kürzlich der Chicagoer Firma Molecular Electronics gelungen, im Labor
einen molekülgroßen Schaltkreis, der Daten speichert und wiedergibt, aufzustellen.
In 18 bis 24 Monaten sollen erste Prototypen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Besonders die Chipproduzenten zeigen ihrerseits großes Interesse, zumal die
Herstellungskosten für konventionelle Siliziumchips relativ hoch sind. Somit dürfte
die Vision der Forscher, dass die Speicherplatten aus dem Reagenzglas stammen,
wohl nur noch eine Frage Zeit sein.
Quelle: Tradewire.de
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Love & Light
Dagobert27
Dagobert27
01-11-2000, 12:56
Rechnen mit Atomen?
Computer aus dem Chemielabor
von Dirk Ternes
Technologien, die vielleicht nie den Ladentisch erreichen, Produkte, die kein Mensch braucht und Zukunftstechnologien,
die vielleicht bald alltäglich werden? FirstSurf stellt Ihnen die Techno-Trends vor. Kleiner, schneller, billiger: so lautet das Gesetz in der Computerindustrie. Schon heutzutage bringen Halbleiterhersteller rund 28 Millionen Transistoren auf nur einem Chip unter und stoßen dabei immer näher an die Grenzen dessen vor, was in der Nanotechnologie möglich ist.
Auf 180 Nanometer sind die Transistoren in ihren Abmessungen geschrumpft. Zum Vergleich: würde man einen derartigen Transistor auf die Größe einer Erbse vergrößern und machte mit der Hülsenfrucht das gleiche, so hätte sie einen Durchmesser von zig Kilometern. Der Haken an der Miniaturisierung: je kleiner die Bauteile sind, desto teurer sind sie in der Herstellung und desto größer ist der Ausschuss bei Produktion. Und ab einer Grenze von etwa 50 Nanometern verhalten sich elektronische Bauteile nicht mehr nach den Regeln der klassischen Physik, sondern sind den Zufälligkeiten der Quantenphysik ausgeliefert.
Diese potenzielle Hürde wollen eine Reihe von Wissenschaftler direkt mit einem Quantensprung nehmen. Molecular Computing nennt sich ihr Treiben, das mehr mit Chemie zu tun hat als klassischer Halbleiterfertigung. Sie wollen einzelne Moleküle einsetzen, um Abläufe in Halbleiterchips und elektrischen Bauteilen abzubilden.
Atomare Magnetspeicher?
Auf dem Weg zu atomaren Speicherbausteinen ist Wissenschaftlern der Universität Hamburg und des Forschungszentrums Jülich ein wichtiger Durchbruch gelungen. In der angesehenen Wissenschaftszeitschrift "Science" berichteten die Grundlagenforscher Anfang Juni, dass es ihnen gelungen ist, mit Hilfe eines Mikroskopieverfahrens an einzelnen Atomlagen die magnetische Ausrichtung der einzelnen Atome abzubilden. Damit konnten erstmals auch die magnetischen Eigenschaften von Atomen sichtbar gemacht werden.
Bis zur Entwicklung anwendungsreifer Produkte ist es noch ein sehr weiter Weg, doch glauben die Wissenschaftler, dass es irgendwann einmal möglich sein werde, die magnetische Ausrichtung gezielt zu verändern. Dies wäre der Weg zu magnetischen Speichermedien frei, die die Kapazitäten heutiger Speicher millionenfach übertreffen.
Dazu basteln sie fleißig an Grundkomponenten, die irgendwann mal später funktionsfähige Gerätebauteile ergeben könnten. Charles Lieber von der amerikanischen Harvard Universität reiht Moleküle auf Kohlenstoffbasis zu winzigen Röhren aneinander, die beispielsweise als Kabel dienen könnten; die IBM Research hat aus einer einzelnen Nanoröhre einen Transistor gebaut und Marc Reed, Forscher an der Yale Universität, entwickelt molekulare Schalter und Memorybausteine.
Molecular Computing ist im Grunde ganz einfach: man dippt beispielsweise eine Waferplatte in eine geheimnisvolle Flüssigkeit – und fertig, schildert Mark Reed, Leiter des Departments für Elektrotechnik
an der Yale University sein Verfahren im Magazin Techreview. Der Haken: Man muss nicht nur Moleküle mit exakt den richtigen elektrochemischen Eigenschaften finden. Man muss auch den richtigen Cocktail anmixen, damit die Einzelteile zusammen kommen, sonst schwimmen in der einen Brühe die
Kabel und in der anderen Schalter. Die Fähigkeit zur self assembly, dem selbsttätige Zusammenfügen ist gefragt in Größendimensionen, in denen kein Schraubenzieher mehr weiterhilft.
Von der Umschiffung derartiger Klippen sind die Grundlagenforscher noch viele Meilen entfernt, weshalb
ihnen die Skeptiker auch vorwerfen, die Bodenhaftung verloren zu haben und die technischen Begrenzungen nicht mehr zu sehen. Dies ficht Visionäre wie Reed nicht an. Er hat schon mal vorsorglich zusammen mit Chemikern der Pennsylvania State University ein Start-Up- Unternehmen gegründet. Molecular Electronics, so der Name der Firma, hat eigentlich schon fast alles, nur kein Produkt. James
M. Tour, Chemiker an der Rice University und Mitgründer des Unternehmens hält es jedoch nicht für unrealistisch, in ein paar Jahren ein funktionsfähiges System zu haben.
Ein anderes, etwas bekannteres Unternehmen, Hewlett Packard stellte gemeinsam mit Wissenschaftlern der University of California (UCLA) in der Zeitschrift Science Moleküle vor, die in der Lage sind, als Schalter und Memory-Bausteine zu fungieren. R. Stanley Williams, Forschungsleiter bei HP, hofft, innerhalb der nächsten 18 Monate einen logischen Schaltkreis bauen zu können. "Wir haben die Schalter und die Kabel – die Komponenten, um Nanoschaltkreise Wirklichkeit werden zu lassen", sagt er. Doch auch er glaubt nicht, in den nächsten zehn Jahren auch nur einen einfachen Computer aus Molekülen bauen zu können.
Quelle: www.innovation-aktuell.de (http://www.innovation-aktuell.de)
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Dagobert27
Hi Dago,
Ich denke auch, daß die Nanotechnologie die Technologie der Zukunft sein wird. Das wird die nächste Industrielle Revolution! Vergleichbar mit Dampfmaschine, der Glühbirne und dem ersten Computer. Allerdings wird es noch ein Weilchen dauern, bis die noch rudimentären Anfänge zur ausgefeilten Technik avancieren. In 4-5 Jahren wird man auf sich nach den Besten umschauen und von ersten großen Erfolgen hören. Bis dahin wird das Geld noch in den realen Technologieen gemacht werden.
Viele Grüße
Morgan http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/biggrin.gif
NIDALSKO
01-11-2000, 20:17
Im Thema steckt viel Musik und "Phantasie" (ich kann das Wort übrigens nicht mehr hören), aber ökonomisch und wissenschaftlich noch weit vor einer Situation entfernt,die ich als nächste (mögliche) industrielle Revolution bezeichnen würde...Nanotechnologie ist ohnehin ein Schlagwort, das sich noch substantiell in - für uns als Anleger - "Produkt" umschlagen muß....Der Bogen von Grundlagenvorschung bis zum Patent oder relevante Anwendung ist mit 10, 20 Jahren zu beziffern.
Auf jeden Fall spannendes Thema...hier arbeiten Pioniere, deren Früchte morgen vom Baum fallen werden. Die Medizin wird einen überragenden Raum einnehmen...
Im übrigen werden derzeit die Grundfeste der (Quanten)Physik erschüttert, falls es jemand mitbekommen hat. Es gibt eine neue wissenschaftliche Arbeit, die die Teilbarkeit des Elekktrons (im extremen Tiefkühl-Berreich) beweisen soll und im Moment die Welt der Physik auf den Kopf stellt. Ich bin sehr gespannt, ob es da bald neue Erkenntnisse geben wird...hier kann in der Tat die Rede von einer vollumfänglichen Revolution sein, die wir wahrscheinlich zu unseren Lebzeiten nur rudimentär miterleben....
Es grüßt
Nidalsko
Dagobert27
02-11-2000, 08:15
Moin Nidalsko, moin Morgan!
Jo!http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/biggrin.gif Die Zukunft wird es zeigen. Allerdings glaube ich wird es immer schneller werden, Erkenntnisse in der Grundlagenforschung in erfolgreiche ökonomische Konzepte zu packen. Frei nach dem Motto: Heut ein Super-Computer gekauft, morgen ist er schon wieder alter Hut, den keiner mehr haben will...http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/smile5.gif
Wirklich interessant diese wissenschaftl. Arbeit über die Teilbarkeit des Elektrons.... mal sehen, ob ich noch mehr dazu findehttp://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/smile5.gif
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Dagobert27
Da hast du recht Nid, daß das noch eine ganze Weile dauern wird, bis brauchbare Produkte auf dem Markt erscheinen. Da sind deine 10 bis 20 Jahre auch nicht zu hoch gegriffen. Die Frage ist allerdings, wann die Masse beginnt Gewinne zu antizipieren. Schließlich steigt der Kurs einer Aktie haupsächlich aus antizipierten (und nicht aus realisierten) Gewinnen. Dieses Stadium rechtzeitig zu erkennen und danach zu handeln wird auch noch zu unseren Lebzeiten zur Herausforderung werden.
Die Teilbarkeit eines Elektrons wäre wohl etwas was viele erst mal verdauen müssten. Wenn ich am Wochenende dazu komme werde ich mal ein paar Leute die in diesem Bereich tätig sind dazu befragen. http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/confused.gif
Viele Grüße, Morgan http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/biggrin.gif
Dagobert27
02-11-2000, 13:07
Yes! Hab ein Text gefundenhttp://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/smile5.gif zum Thema "Elektronen teilbar?"http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/biggrin.gif
Geschrieben von David am 21. August 2000 13:10:13:
7.08.2000 08:49 Uhr
Und es geht doch: Elektronen sind teilbar -
selbst Wissenschaftler sind erstaunt!
Man ging immer davon aus, dass Elektronen nicht
teilbar sind, doch jetzt scheint sich dies schlagartig
geändert zu haben. Ein amerikanischer
Wissenschaftler ging jetzt der Frage nach, was
geschieht wenn man ein Elektron in flüssiges
Helium eintaucht.
Und dies bei Temperaturen von knapp über dem
absoluten Nullpunkt (minus 273,61°C). Aus
bisherigen Experimenten weiß man, daß das
Elektron in einer winzigen Blase von nur wenigen
Milliardstel mm gefangen wird.
Einem Wissenschaftler aus Amerika gelang nun der
Beweis, daß sich die Blase bei Einwirkung von
Infrarotlicht in zwei Teile spalten kann, von denen
jedes Wellenfunktion des Elektrons enthält.
Quelle: www.expeditionzone.com (http://www.expeditionzone.com)
Finde ich interessant
Grüße sendet euer David
Quelle: http://f14.parsimony.net/forum22993/messages/4086.htm
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Dagobert27
miezmiez
04-11-2000, 07:47
Salut Dagobert 27,
was diese Nanotechnologie betrifft kam in "Bizz" ein interessanter Bericht unter der Bezeichnung Molelectronic.
Sollte die Geschichte kurzfristig auf die Beine kommen, dann wird es all den Boesenhighflyern wie Intel, AMD, STM oder sonstigen Chipherstellern an den Kragen gehen. Vorallem auch solche Unternehmen wie EMC werden plötzlich ein komplettes Geschäftsfeld verlieren.
Von einem der Herren von dieser Gesellschaft wurde ein nettes Beispiel genannt wie diese Speichermoleküle verwendet werden könnten:
Diese manipulierten Moleküle werden unter Farben oder Lacke gemischt mit den Flugzeuge lackiert werden. Diese Moleküle stellen dann die Blackbox dar, die heute noch in Form eines Quaders Verwendung findet.
Sollte so ein lackiertes Flugzeug dann im Meer abstürzen, so bräuchte man dieses lediglich orten um dann einen Lacksplitter zu bergen. Und schon hätte man die Black Box.
Klingt so futuristisch wie seinerzeit die geplante Mondlandung.
So wie ich die Sache einschätze wird aufgrund des Geschäfts das dahinterstecken könnte die Sache forciert werden und die genannten 10 Jahre sind ein angemessener Zeitraum in dem so etwas zuverlässig entwickelt werden kann. Die Herrschaften setzen sich Ziele, und eines dieser wird sein die 10 Jahre zu unterbieten. Es wird schneller gehen wie gedacht!
Hi,
wie schon gesagt hatte ich am Wochenende die Gelegenheit, mit einigen Leuten aus der Branche zu sprechen.
Leider muußte ich feststellen, daß die Euphorie zur Teilung der Elektronen etwas verfrüht ist. Schließlich geht aus dem Bericht noch nicht hervor, ob wirklich das Elektron geteilt wurde. Lediglich die Wellenfunktion aufzuteilen bedeutet noch nicht, daß auch die Ladung geteilt werden konnte und das ist der Punkt auf den es ankommt. Dies würde heißen, daß Ladung kreiert worden wäre und das würde wirklich die bisherigen Erkenntnisse auf den Kopf stellen. Dafür müßte das Elektron (mit neg. Ladung) allerdings simultan in beiden Teilen nachgewiesen werden, was recht schwierig ist.
Grüße aus Berlin,
Morgan http://www.aktienboard.com/vb/images/smilies/biggrin.gif
Dagobert27
05-03-2001, 17:12
Brauche ein paar gute Werte aus diesem Sektor....
Hat jemand welche??
Hi Dago,
da hast du ja einen fast eingestaubten, aber meiner Meinung nach sehr guten Thread wieder ausgegraben. Wußte garnicht daß wir den noch haben.:D
Unternehmen die im Bereich Nanotechnologie forschen gibt es einige. IBM z.B. gehört dazu. In seiner Reinform findet man dieses Gebiet z.B. bei Nanophase, die allerdings in den letzten Monaten alles andere als toll gelaufen ist.
see ya,
Morgan:D
Dagobert27
06-03-2001, 13:52
Jo! Nanophase (WKN 910 885) ist ebenso wenig verschont geblieben wie andere Unternehmen aus diesem Sektor.
Heute konnte das Unternehmen 12% aufgrund einer techn. Reaktion wieder gut machen. Welch Trost.
Trotzdem sind die Analyse-Ratings durchgehend von Hold bis Buy. Letztes Statement von The_Bulls:
The-Bulls
Nanophase Basisinvestment
Datum : 29.01.2001
Zeit :16:56
Nanophase (WKN 910885) entwickelt und vertreibt nanokristalline Materialien als Zutaten und Komponenten für ein breites Spektrum an industriellen Anwendungen, so die Experten von „The-Bulls“.
Bei einem aktuellen Kurs von ca. 10,75 USD weise der Nanotech-Pionier lediglich eine Marktkapitalisierung von 146,2 Mio. USD auf, der am 30. September 2000 Cash-Reserven in Höhe von 18,6 Mio. USD gegenübergestanden haben. In den ersten neun Monaten sei es außerdem gelungen, den Nettoverlust im Vorjahresvergleich von 4,4 Mio. auf 3,4 Mio. USD zu reduzieren.
Angesichts dieser Tatsachen bestehe aus finanzwirtschaftlicher Perspektive keinerlei Konkursrisiko.
Ein Nanospray für hitzeresistente Beschichtungen, auf Nanopartikel basierende funktionale Beschichtungen, zahlreiche Anwendungen in den Bereichen Umwelttechnik, Automobil und Kosmetik sowie die Tatsache, dass das Unternehmen im dritten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres die Produktionskosten im Vorjahresvergleich um 22,8% gesenkt habe, würden für ein Engagement in diesen wachstumsstarken Branchenpionier sprechen, der aufgrund einer unerwartet starken Nachfrage nach Zinkoxid-Materialien für Sonnenschutzprodukte den Umsatz um 271% auf 1,36 Mio. USD habe steigern können.
Im dritten Quartal 2000 habe Nanophase deshalb erstmals einen positiven Bruttogewinn erwirtschaften können. Doch die Rentabilität werde sich weiter verbessern. Bis Jahresende 2000 habe das Management geplant, die Produktionskosten gegenüber dem Vorjahr um 30% und bis Juli 2001 um
weitere 25% zu senken. In den ersten neun Monaten sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 202% auf 3,1 Mio. USD geklettert. Da die Zahlen des dritten Quartals über Plan gelegen haben, halte das Management an seinem Jahresumsatzziel von 4,2 Mio. USD fest.
Positiv auf die weitere Umsatzentwicklung würden sich die beiden langjährigen Kooperationsabkommen mit BASF auswirken. Neben einer weltweiten exklusiven Zusammenarbeit beim Einsatz von Zinkoxid-Materialien in Sonnenschutzprodukten sei das bestehende Abkommen zur Finanzierung von
Nanotech's Zinkoxid-Beschichtungsanlage, die bis spätestens Juni 2001 in Betrieb genommen werde, bis Juni 2004 verlängert worden.
Durch diese Kapazitätserweiterung sollte der mit BASF erzielte Umsatz um 55% gesteigert werden. Da es sich bei Nanotechs Beschichtungstechnologie um eine regelrechte Basistechnologie handele, die auch auf zahlreiche andere Anwendungen ausgedehnt werden könne, verfüge das Unternehmen langfristig über ein nahezu astronomisches Umsatzpotential. Konservativen Schätzungen zufolge belaufe sich alleine das mittelfristige Umsatzpotential für Beschichtungen zur
Herstellung kratzfester Böden und Fließen auf 25 Mio. USD.
Noch größer sei das Potential bei Cerium Dioxid Produkten für Autokatalysatoren mit 60 Mio. USD p.a..
Ebenfalls aussichtsreich sei auch der Markt für auf Nanopartikel basierenden funktionalen Beschichtungen für Autoteile, Baumaterialien und elektronische Komponenten, die dazu beitragen würden durch eine Verschleißminderung bei Ersatzteilen die Nutzungsdauer von Maschinen zu verlängern. Für die Mikroelektronik wiederum würden hitzeresistente und
antielektrostatische Nanobeschichtungen entwickelt.
Das Management rechne damit, dass Nanophase in den nächsten Jahren in diesen Anwendungsbereichen Umsätze in Höhe von 50 Mio. USD erzielen werde.
Für zusätzliche Phantasie sollten dann noch hitzeresistente Beschichtungen in Sprayform (Umsatzpotential von 25 Mio. USD) sorgen. In Summe resultiere daraus ein Umsatzpotential von mindestens 160 Mio. USD im Jahr 2006. Unter der Annahme einer gleichbleibenden Aktienanzahl und einer Nettogewinn-Rentabilität von 25% errechne sich daraus ein Gewinn von 2,94 USD/Aktie. Dass Nanophase auf dem Weg zu diesem Gewinn gut im Rennen liege würden alleine schon die Managementerwartungen zeigen, die in jüngster Zeit stets übertroffen worden seien.
Für das laufende Geschäftsjahr werde nämlich der Cash Flow Break Even erwartet, der angesichts der hohen Zuwächse in allen Bereichen in einem der folgenden Quartale für weitere Kurssprünge sorgen sollte. Nanophase stelle deshalb mittel- und langfristig eine aussichtsreiche Geldanlage dar und sollte als Basisinvestment in keinem Nanotech-Portfolio fehlen, denn das fundamentale Kurspotential bis 2002 liege bei über 80 USD und entspreche einer Gewinnchance von 670%.
Weitere Empfehlungen unter: http://aktien.onvista.de/cgi-bin/analysten_empfehlung.mpl?OSI=DE910885
Monentan ist noch keine Trendumkehr zu verzeichnen.
Auf dem jetzigen Niveau ist Nanophase ein spekulativer Kauf.
Kurs heute aktuell: 7.30 E +12,31% (FSE)
http://charts.boersenmagazin.de/jserv/ChartServ?WPK_NR=910885&HAPI=2&DAYS=21&AVG=GD20&AVG=GD38&IND=RSI&IND=MACD
Dagobert27
06-03-2001, 14:08
Was ist Nanotechnologie und wie sind die neuesten
Entwicklungen...
http://wwwex.physik.uni-ulm.de/Vortraege/StudiumGenerale/Nanot_0.htm
http://www.nanonet.de/
http://nanozine.com/
http://www.nanosysteme.de/
http://www.nanoworld.de/
http://www.nanotechnology.de/
Gordon Gecko
21-03-2001, 20:33
wer traut sich denn momentan in eine derartige Zukunftstechnologie zu investieren. Der Sektor ist ja noch sehr weit von Gewinnen entfernt und Verluste lassen sich momentan an der Börse einfach nicht verkaufen.
Normalerweise würde der antizyklische Investor gerade in solchen zeiten zuschlagen. Das Risiko ist meiner Meinung nach jedoch zu hoch, da der Bereich sicherlich noch Finanzierungsrunden benötigt.
Gruß Gecko
schlaubi
21-03-2001, 20:47
hi Gordon
im Augenblick würde ich höchstens eine IBM anfassen. Die haben fast in allen Zukunftstechnologien die Finger drin, auch in der Nanotechnologie.
IBM ist jedem ein Begriff und zudem augenblicklich günstig zu bekommen. Die haben außerdem die Kohle, damit sie kräftig in neue Technologien investieren können um auch in Zukunft an der Spitze zu bleiben.
Was ich schade finde, daß Investoren solche "Gemischtwarenläden" nicht gerne mögen.
By
schlaubi
Gordon Gecko
23-03-2001, 15:08
Diese Firma ist mit Sicherheit erstklassig. Schließlich ist es ja auch der Big Blue!
Ich mag allerdings auch keine so großen Firmen. Man sieht es an Daimler Chrysler und anderen, wird eine Firma zu groß, so ist sie kaum noch steuerbar, Mitarbeitermotivation wird zum großen Problem.
Der einzige, der das meiner Meinung nach im Griff hat ist CEO von General Electric, wie heißt er nochmal? Fällt mir gerade nicht mehr ein.
Gruß Gecko
schlaubi
23-03-2001, 18:30
seh ich auch so,
die großen Firmen sind einfach zu träge. Die Bosse wissen doch oft gar nicht mit was die eigene Firma eigentlich Geld verdient.
Wenn hier mal eine sinnvolle Neuerung beschlossen wird, ist diese längst veraltet bis sie durch die gesamte Führungsetage durch ist.
Ich bevorzuge eigentlich kleine bis mittelgroße Unternehmen, welche bereits eine starke Position in ihrem Bereich aufgebaut haben. Diese Unternehmen erwirtschaften meißt schon Gewinne oder haben einen großen Kundenstamm, wachsen aber noch überdurchnittlich.
In der Nanotechnologie aber gibt es dieses Unternehmen leider noch nicht, außer IBM eben fällt mir keines ein.
Auch wenn IBM nicht in meine Strategie fällt, IBM wird aber immer Big Blue bleiben, da bin ich sicher. Vielleicht bekommt IBM auch einmal einen Ehrenplatz in meinem Depot, als konservative Beimischung.
By
schlaubi
Flinx2000
07-06-2001, 19:18
Technik
Wege zum Nanodesign - Falten und Wickeln [05.06.2001]
Oliver Schmidt vom MPI für Festkörperforschung in Stuttgart hat interessante Techniken erarbeitet, um definierte Geometrien im Nanometerbereich exakt einzustellen. Die Falttechnik beruht auf einem Dreischichtsystem (Substrat - Opferschicht - Nanoschicht) als Ausgangszustand. Wird die Opferschicht selektiv aufgelöst, kann durch die Faltung der Nanoschicht auf die eigene Oberfläche ein Nanoröhrchen hergestellt werden. Für die Wickeltechnik ist als Ausgangszustand ein Vierschichtsystem (Substrat - Opferschicht - untere Nanoschicht - obere Nanoschicht ) notwendig. Als weiteres Kriterium muss die Gitterkonstante der unteren Nanoschicht größer als die der oberen Nanoschicht sein. Damit gelingt die Erzeugung eines Spannungszustandes, der bei der Auflösung der Opferschicht dazu führt, dass sich die Nanoschichten definiert verbiegen und zu einem Röhrchen aufrollen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich durch die Vielzahl existierender Aufdampftechniken Nanoschichten aus unterschiedlichsten Werkstoffen herstellen lassen. Diese Tatsache öffnet vielen neuen Materialien das Tor in die Nano-Welt.
© wissenschaft-online
Quellen:
GIT Laborfachzeitschrift
Gruß Flinx
Flinx2000
12-06-2001, 20:12
Physik, Technik
Nanotransistoren auf dem Weg zur Massenproduktion? [12.06.2001]
Wissenschaftlern des Prozessorherstellers Intel gelang es offenbar, einen winzigen Transistor herzustellen, dessen kleinste Komponente - eine Gate-Elektrode - gerade mal zwanzig Nanometer groß ist. Das Besondere ist, dass diese Struktur nicht mit Hilfe der Elektronenstrahllithographie hergestellt wurde - einem Verfahren, mit dem derart kleine Strukturgrößen leicht zu verwirklichen sind, das jedoch vergleichsweise langsam arbeit. Vielmehr haben die Forscher ein aus der Halbleiterindustrie gängiges photolithographisches Verfahren bei einer Wellenlänge von 248 Nanometern verwandt. Damit wäre auch die Massenproduktion der Transistoren möglich. Laut Rob Willoner aus der Intel-Forschungsabteilung nutzten die Wissenschaftler bei der Herstellung einige "Tricks", die sie jedoch nicht verraten möchten. Noch funktioniert der Transistor ohnehin nicht einwandfrei, denn auch im abgeschalteten Zustand fließt ein kleiner Leckstrom durch das Bauteil.
© wissenschaft-online
Gruß Flinx
Flinx2000
26-06-2001, 20:07
Chemie, Materialwissenschaft, Physik, Technik
Nanoröhrchen zusammengeschweißt [25.06.2001]
Florian Banhart von der Universität Ulm ist es gelungen, zwei Nanoröhrchen mit dem fokussierten Elektronenstrahl eines Rasterelektronenmikroskops zusammenzuschweißen. Dabei dienen Verunreinigungen, die unter anderem Kohlenstoff enthalten und die sich an der Luft auf den Nanoröhrchen ablagern als Lötmittel. Auf diese Weise entstand eine gut leitende Verbindung zwischen den Röhrchen - was sich durch einfaches Übereinanderlegen nicht erreichen lässt. Derartig filigrane Strukturen könnten in Zukunft Schaltkreise im Maßstab einiger Nanometer bilden.
Gruß Flinx
Flinx2000
21-07-2001, 00:11
Experimentelle Krebstherapie
Nanoteilchen im Kampf gegen Hirntumore
Seit Jahrzehnten betreibt die Medizin einen ungeheuren Aufwand im Kampf gegen Krebs. Doch die Fortschritte sind äußerst bescheiden. Noch immer ist die Diagnose bei jedem vierten Todesfall Krebs. Über 200.000 sind es jedes Jahr. Besonders schwierig ist für die Mediziner die Behandlung von Hirntumoren.
Doch eine neue Therapie mit winzigen Eisenpartikeln, die mit Hilfe eines elektromagnetischen Feldes von außen erhitzt werden, verspricht neue Möglichkeiten im Kampf gegen gefährliche und schwer zugängliche Hirntumoren. Die häufigsten Hirntumoren sind die Glioblastome, die ohne Behandlung in nur wenigen Wochen zum Tod führen. Selbst mit der Standardbehandlung, die Operationen Strahlen- und Chemotherapie umfasst, beträgt die mittlere Überlebenszeit gerade mal zwölf Monate. Mit der Computertomographie machen die Mediziner die Glioblastome sichtbar.
Prof. Dr. Klaus Maier-Hauff, Neurochirurg an der Berliner Charité, erklärt die Schwierigkeiten der Behandlung: "Das Problem der Glioblastombehandlung liegt darin, dass einerseits die Tumoren, die in ungünstiger Lage sind, wie im Mittelhirn oder an anderen Stellen, chirurgisch nicht angehbar sind. Zum anderen haben wir das Problem, obwohl wir die Tumoren entfernt haben, dass sie an gleicher Stelle in über neunzig Prozent nachwachsen."
In Zukunft wollen Mediziner einen solchen Tumor mit Hitze angreifen. Doch wie lässt sich ein Tumor mitten im Gehirn durch Hitze zermürben, ohne dass gesundes Gehirngewebe leidet? Eine Berliner Forschergruppe hat für dieses Problem eine Lösung gefunden. Unter dem Mikroskop sieht Dr. Andreas Jordan genau die Oberfläche von Krebszellen, auf der Tausende winzigster Nanoteilchen aus Eisenoxid sitzen: "Mit Hilfe von Nanoteilchen wird es, zusammen mit einem magnetischen Wechselfeld, erstmals möglich sein, kontaktlos von außen gezielt Regionen des Gehirns, vor allem Tumoren, zu überwärmen."
Das Prinzip ist einfach: Nanoteilchen machen eine Flüssigkeit magnetisch. Durch ein starkes Magnetfeld lässt sie sich dann berührungslos erhitzen. Nun muss man nur noch Krebszellen mit solchen Nanoteilchen beladen. Damit die Krebszellen an ihnen Geschmack finden, haben die Forscher sie mit nahrhaften Hüllen umgeben. Die gefräßigen Krebszellen, die für ihre schnelle Teilung einen besonders hohen Energiebedarf haben, verschlingen die Nanoteilchen daher gierig und vererben sie nach der Zellteilung weiter.
Mit diesem Verfahren wird allmählich das ganze Tumorgewebe "magnetisch". So präpariert, kann das Gewebe kontrolliert durch ein Magnetfeld überhitzt werden. Die Krebszellen sterben ab. Im Tierversuch hat das neue Verfahren seine Wirksamkeit bereits bewiesen. Bei Ratten haben die Forscher bei bestimmten Lokalisationen des Tumors bereits Remissionen, also Rückbildungen, beobachten können.
Die winzigen Nanoteilchen in Hirntumoren einzuschleusen, ist für die Wissenschaftler kein Problem, denn das exakte Ansteuern von Zielen im Kopf ist in der Neurochirurgie Standard. Mit Hilfe von "Stereotaktischen Ringen" treffen sie den Tumor punktgenau. Durch dünne Kanülen spritzen die Mediziner dann die Nanoteilchen in die Krebszellen, die diese dann selbst gleichmäßig im Tumor verteilen.
Das Therapiesystem für die neue Krebsbehandlung befindet sich noch im Bau. Der Kopf kommt darin in ein magnetisches Wechselfeld, wobei die gesunden Hirnbereiche die normale Körpertemperatur behalten. Der "magnetische" Tumor hingegen wird auf etwa 43 Grad überwärmt und stirbt in Folge ab. Doch frühestens Anfang nächsten Jahres werden die Berliner Forscher mit einer ersten klinischen Studie mit wenigen Glioblastom-Patienten beginnen.
Sollte sich das Verfahren als erfolgreich erweisen, soll es auch bei anderen "festen" Tumoren eingesetzt werden, überall dort, wo man Magnetit einspritzen und auf einen bestimmten Therapiebereich begrenzen kann.
Gruß Flinx
Flinx2000
22-07-2001, 18:18
Strahlendes Blau
Morpho-Schmetterling übt optische Tricks
Nanostrukturen, nicht Farbstoffe, machen die Flügel so blau.
Der Morpho-Schmetterling ist so blau, dass er sogar im dichten Regenwald - seiner Heimat - aus der Entfernung von einem halben Kilometer zu sehen ist. Wie viele Wissenschafter waren auch die britischen Physiker Roy Sambles und Pete Vukusic von diesem Schmetterling fasziniert. Sie haben deshalb begonnen, die verschiedenen Morpho-Schmetterlinge unter die Lupe zu nehmen. Ihre Entdeckung war unglaublich: Diese Schmetterlingsflügel enthalten kein einziges Farbpigment. Das brillante Blau wird durch optische Tricks aus Licht erzeugt.
Ein Blick durchs Mikroskop zeigt, daß der Morpho-Schmetterling keine glatte, metallische Oberfläche hat. Seine Flügel sind aus Chitin und genauso aufgebaut wie die Flügel jedes anderen Schmetterlings: Sie bestehen aus präzise geordneten Schuppen, die nur einen Zehntel Millimeter groß sind. Bei näherer Betrachtung sind auf den einzelnen Schuppen Rillen zu erkennen, doch erst unter dem Elektronenmikroskop zeigen sich die feinen und entscheidenden Details. Die Rillen sehen aus wie unzählige Reihen von Christbäumen. Zwischen den einzelnen Bäumen ist Luft. Fällt Licht auf den Flügel des Schmetterlings, so wird ein Teil von der obersten Astreihe reflektiert, ein Teil von der nächsten und so weiter. Die Form bestimmt, welche Wellenlänge des Lichts reflektiert wird.
Die Messung der Reflektion durch Laserlicht beweist: Die Christbaum-Struktur des Schmetterlingsflügels reflektiert tatsächlich nur blaues und ultraviolettes Licht, und das in jede Richtung. Um so komplizierter die Struktur, um so brillanter das Blau. "Dieser Schmetterling, der Morpho didius, hat sechs Schichten dieser sogenannten Christbaumäste übereinander“, schildert Pete Vukusic von der Universität von Exeter. „Aber der Morphor rhetenor, das Strahlendste, was die Natur je hervorgebracht hat, hat zwölf Schichten. Dadurch ist die optische Interferenz, also die Verstärkung der Lichtwellen, extrem stark. Die Dicke der Schichten ist genau richtig, um Blau zu reflektieren. Wären sie nur um weniges dicker, würden sie Grün oder Orange reflektieren. Wären sie nur ein bißchen dünner, mehr Ultraviolett als Blau." Roy Samples, ebenfalls von der Exeter-Universität, hofft, die optischen Tricks des Morpho-Schmetterlings eines Tages kopieren zu können: "Wenn wir verstehen könnten, solche Farben zu erzeugen, aus einem Material das frei von giftigen Chemikalien ist, einem einfachen Material. Das wäre fantastisch, zum Beispiel für Bekleidung."
Doch das ist nicht so einfach. Wenn es jedoch eines Tages gelänge, so könnte damit die Fälschung von Kreditkarten oder Banknoten verhindert werden. Neue Lacke, Stoffe, Computermonitore - die optischen Tricks der Schmetterlinge haben die Materialforscher beflügelt. Dabei dient sie dem Morpho-Schmetterling doch nur dazu, von den Weibchen bewundert zu werden.
Gruß Flinx
@Flinx2000
Danke für deine Beiträge!
Ich habe sie sehr interessant gefunden!
cu
seeker
Flinx2000
22-07-2001, 18:46
THX,
Gruß Flinx
Flinx2000
23-07-2001, 23:06
Nano-Sonnencreme
Kleinste Partikel schützen vor schädlichen Sonnenstrahlen
Endlich kann dem bleichen Winterteint der Kampf angesagt werden. Doch wie jedes Jahr warnen auch jetzt Hautärzte vor der Gefahr, die durch die schädliche UV-Strahlung droht. Sonnenbrand, Hautalterung und sogar Hautkrebs sind die Kehrseite übermäßiger Sonnenbäder. Deshalb sollte jeder seine Haut durch möglichst starke Sonnencreme schützen. Jede Menge Wissenschaft spielt eine Rolle, wenn sich schöne Körper bräunen.
Zuallererst tut Sonne natürlich gut. Im Körper werden Glückshormone ausgeschüttet. Doch sorgloses Sonnenbaden war früher. Wer heute nicht auf das warme Gefühl auf der Haut verzichten will, greift zur Sonnencreme. Wie gut uns die Creme vor der schädlichen UV-Strahlung schützt, bestimmt der Sonnenschutzfaktor. Die Zahl auf der Flasche sagt uns, wie viel mal länger wir in der Sonne bleiben können, ohne zu verbrennen. Die ungebräunte Haut ist schutzlos schon nach wenigen Minuten geschädigt.
Besonders Kinder mit ihrer sehr empfindlichen Haut brauchen einen guten Schutz vor der UV-Strahlung. Wie man extrem hohe Sonnenschutzfaktoren erreicht, erforschen unter anderem Wissenschaftler der Firma Beiersdorf in Hamburg. Im eigenen Sonnenlabor testen sie die Wirksamkeit ihrer Cremes. Wenige Minuten intensiver UV-Bestrahlung entsprechen einem sonnigen Nachmittag am Strand.
Schon lange suchen die Wissenschaftler nach dem richtigen Rezept für sogenannte Sunblocker mit einem Sonnenschutzfaktor von 30 bis 40. Früher setzten sie allein auf den Einsatz chemischer Schutzstoffe. Mit diesen Substanzen erreichten die Entwickler aber nie die höchste Sonnenschutzstufe. Den Grund erkennt man erst unter dem Spezialmikroskop auf einem Stück Schweinehaut. Die Creme und mit ihr die Schutzstoffe versickern zu schnell in den Hautfalten.
Die Lösung des Problems kam aus der Nanotechnologie: Die Forscher versuchten es mit winzigen Partikeln aus Titandioxid - demselben Stoff, der auch in Deckweiß enthalten ist. Diese Partikel wehren genau wie ein chemischer Schutzstoff das gefährliche UV-Licht ab. Weil sie nur wenige Millionstel Millimeter groß sind, werden sie Nanopartikel genannt. Wie sie sich auf der Haut verteilen, testen die Wissenschaftler im Selbstversuch. Für die Untersuchung im Elektronenmikroskop müssen sie die Hautfetzen sorgfältig präparieren, denn das Wasser der Hautzellen würde im Ultrahochvakuum des Elektronenmikroskops komplett verdunsten. Deshalb schockgefrieren die Forscher die Probe in flüssigem Stickstoff.
Das Elektronenmikroskop enthüllt das Verhalten der Nanopartikel. Die winzigen Titandioxid-Teilchen fließen nicht mit der Creme ab. Sie sichern auch an den erhöhten Stellen den Schutz vor der UV-Strahlung. Ein Haar ist riesig gegen die Nanopartikel. Durch starke Vergrößerung werden die Titandioxidteilchen sichtbar. 20 Nanometer sind die Partikel klein. Das ist viel kleiner als noch vor einigen Jahren als sie noch 1000 Nanometer groß waren. Die Forscher fanden heraus: Je kleiner die Partikel in der Mischung, desto dichter bedecken sie die Haut und schützen vor der Sonne. Ein weiterer Grund für die Entwickler, die Teilchen immer kleiner zu machen, ist ein richtiger Nano-Effekt. Denn die Partikel sind so klein, dass sie für das sichtbare Licht durchlässig sind. Die Creme ist durchsichtig.
Sind die Partikel allerdings zu klein, lassen sie auch das kurzwellige UV-Licht passieren. Dass die Cremes durchsichtig sind, ist ein wichtiges Verkaufsargument. Dicke weiße Creme verkauft sich nicht so gut, denn Schönheit ist vielen Menschen leider viel wichtiger als ihre Gesundheit. Der beste Sonnenschutz nützt allerdings nichts, wenn er nicht richtig angewendet wird. Neueste Untersuchungen weisen darauf hin, dass viele Menschen schlicht zuwenig Sonnencreme auftragen. Durch diesen Fehler sinkt der Schutz der Cremes durchschnittlich auf ein Drittel der angegeben Stärke. Da helfen dann auch keine Nanopartikel.
Gruß Flinx
@Flinx2000
Hi,
ich interessiere mich schon über einem Jahr für Nanotechnologie und sehe darin eine große Zukunftschance. Börsenmäßig heisst das, es könnte hier einiges auf Sicht mehrerer Jahre gehen.
Kennst du (mal abgesehen von NANO und NANX) noch Werte, die sich sehr mit diesem Gebiet engagieren.
Ist da eigentlich schon was in Entwicklung in Richtung kleinster Bots, die mit künstlicher Intelliegnz ausgestattet in den Blutbahnen schwimmen können um hier z.B. die körpereigenen Abwehstoffe zu unterstützen?
Inwiefern gibt es von Seiten des Militärs hier Forschungsaktivitäten?
Weisst du da was?
Danke schon mal!
cu
Seeker
STOCKGUERRILLA
24-07-2001, 00:50
@ seeker
Du solltest Dir die Ausgabe Nr. 29 von der Zeitschrift "DER AKTIONÄR" besorgen!
Darin findest Du einen mehrseitigen Bericht über Nanotechnologie und die verschiedenen Firmen, die sich damit befassen.
:spin:
Flinx2000
24-07-2001, 10:04
Hallo seeker,
im Moment sammle ich Artikel, aber ich habe noch nicht den Überblick um entscheiden zu können, wer oder was der nächste Star sein wird. Zur Zeit halte ich Entwicklungen in der Gesundheitsbranche für äußerst chancenreich. Aber was in absehbarer Zeit realistisch ist und was nicht, ist schwer zu entscheiden. Mal sehen.
Gruß Flinx
Flinx2000
02-08-2001, 22:11
Hi,
und noch einmal etwas genauer:
Nanopartikel besiegen Krebs
Künstliches Fieber lässt Tumorzellen absterben
Die Nanowerkstoffe des Leibniz-Instituts für Neue Materialien (INM) in Saarbrücken eröffnen jetzt auch für die Heilung von Krebs eine neue frappierende Perspektive: Sie sind der Grundstoff für eine neuartige Krebstherapie, die am Berliner Universitätsklinikum Charité entwickelt wurde und mit der bald verschiedene Tumorarten wirkungsvoller in Kombination mit Operation, Chemo- und Strahlentherapie geheilt werden können. Bereits im nächsten Jahr sollen die ersten Patienten mit bisher unheilbarem Gehirntumor in Berlin auf diese Weise behandelt werden.
Mit der chemischen Nanotechnologie lassen sich nur wenige Millionstel Millimeter große Teilchen ganz gezielt mit bestimmten Materialeigenschaften herstellen. Nanopartikel stellen eine besondere Zustandsform der Materie zwischen dem einzelnen Molekül und dem festen Körper mit neuen Eigenschaften dar. Sie sind nicht nur 10.000 Mal kleiner als der Durchmesser eines Menschenhaares, sie sind auch rund tausend Mal kleiner als rote Blutkörperchen und können deshalb beliebig durch die feinsten menschlichen Blutgefäße strömen und anschließend von Tumorzellen millionenfach aufgenommen werden.
Die von Dr. Andreas Jordan an der Charité entwickelte so genannte Magnetflüssigkeits-Hyperthermie beruht auf einem faszinierenden Prinzip: Durch Injektionen oder über die Blutbahn werden Nanopartikel aus Eisenoxid in die Krebsgeschwulst gebracht. INM-Direktor, Professor Helmut Schmidt, und seine Mitarbeiter können mit der von ihnen entwickelten Technologie solche Nanopartikel nicht nur in industriellem Maßstab herstellen, sondern es ist ihnen auch gelungen, sie an ihrer Oberfläche biochemisch so raffiniert zu gestalten, dass die gefräßigen Krebszellen sie als vermeintlichen Nährstoff in sich aufnehmen. Hat sich die gesamte Krebsgeschwulst schließlich mit Nanopartikeln "vollgefressen", schalten die Mediziner ein neu entwickeltes Magnetfeldtherapie-System ein. Das für den Menschen ungefährliche Magnetwechselfeld erwärmt nur die Nanopartikel - die Krebszellen bekommen gleichsam hohes Fieber und sterben ab. Für ihre Beseitigung sorgt dann der menschliche Körper selbst. Die Nanopartikel werden ausgeschieden und über den normalen Stoffwechsel abgebaut.
Seit gut einem Jahr sind die Nanopartikel des INM zigmal zwischen Berlin und Saarbrücken hin und her geschickt, ausprobiert und ihre Eigenschaften immer weiter optimiert worden, erläutert Schmidt. Mittlerweile sind sie so fortgeschritten, dass sie von den Krebszellen in hoher Zahl aufgenommen werden, ergänzt Jordan, der auch das spezielle Verfahren zur Testung der Teilchen an hochreinen menschlichen Krebszellen im Reagenzglas entwickelt hat.
Gruß Flinx
Nanotechnologie-Kompetenzzentrum baut Chips aus ultradünnen funktionalen Schichten
Fortschritte bei der Anwendung der Nanotechnologie für Chips. Ein Beispiel, das das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum "Ultradünne funktionale Schichten" (Nano-CC-UFS) auf der diesjährigen Messe "Materialica 2001" vom 01.10. - 04.10.2001 in München vorstellt, ist die Realisierung blau-violetter Elektrolumineszenz aus Silizium. Die Lichterzeugung erfolgt dabei aus nur wenigen Nanometer großen Germanium-Nanostrukturen, die in Siliziumdioxid eingebettet sind. Da der Herstellungsprozess vollständig in herkömmlicher Siliziumtechnologie erfolgt, können derartige Lichtemitter direkt in bestehende Prozesse zur Chipherstellung integriert werden.
Wissenschaftlern des Forschungszentrums Rossendorf bei Dresden ist es dabei gelungen, durch Optimierung dieser Lichtemitter einen Wirkungsgrad von 0,5 Prozent zu erreichen - ein Weltrekord für derartige Systeme. "Bereits bei elektrischen Strömen größer 250 nA kann das blau-violette Leuchten mit bloßem Auge wahrgenommen werden", erklärt Thoralf Gebel vom FZ Rossendorf. Und was das menschliche Auge sieht, ist für ein empfindliches elektrisches Empfängerbaulement erst recht erkennbar.
Mit dem Aufbau von Emitter und Empfänger in einem Chip wurde am Forschungszentrum Rossendorf ein integrierter Optokoppler in Siliziumtechnologie realisiert und patentiert. Ein mögliches Einsatzgebiet könnte neben der optischen Informationsübertragung auch bei Anwendungen in biologischen Systemen liegen, da die eingesetzten Materialien vollkommen biokompatibel seien.
Die Nanotechnologie gehört zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Dabei geht es nicht um eine Fortsetzung der Mikrotechnik, sondern um neue intelligente Systeme, die unser gewohntes Umfeld systematisch verändern werden. Bereits jetzt gibt es industriell verfügbare Nanotechnologien und Nanoprodukte. Dabei erfordern zahlreiche technische Anwendungen Werkstoffe, die bei geringstem Platzbedarf komplexe Funktionen zuverlässig erfüllen. Realisierbar wird dies oft nur durch ein ausgeklügeltes "Gefüge-Design", bei dem Grundwerkstoff und fremde Phasen in Größe und Anordnung bis in den Nanometerbereich strukturiert werden können.
oldstein
13-08-2001, 23:28
Selten liest man derart objektiv/kritische Beiträge zu einer Zukunftstechnologie,deren Alltagsbedeutung noch nicht in einem zeitlichen Rahmen faßbar ist.
Für uns/dieses board auch faßt sekundär,sind wir doch primär an der rechtzeitigen Erkennung eines up-moves primär interessiert.
Die mir bekannten Comp.habe ich (ohne Wertung)in einem Chartvergleich zusammengefasst.
Es handelt sich dabei um
Altair ALTI 902 675
Amcol ACO 890234
Cabot CBT
Cabot Micro CCMP
Nanogen NGEN
Nanophase NANX
<http://finance.yahoo.com/q?d=c&c=ACO+CBT+CCMP+NGEN+NANX&k=c1&t=1y&s=alti&a=v&p=s&l=on&z=m&q=l>
Der Sector der noch kl. Branche umfasst insgesamt 16 Comp.,vielleicht ergänzt Ihr die mir namentlich unbekannten.
oldstein
13-08-2001, 23:38
06.11.2000: Nanotechnologie: Gigantische Welten der Märkte von morgen!
Wir bewegen uns in einem Zeitalter, in dem die Erkundung zukunftsweisender Technologien, die unseren Alltag und unser Leben optimieren sollen, auf Hochtouren läuft. Gerade als Wirtschaftsinteressierter ist beispielsweise der Begriff der „Biotechnologie“ schon lange kein Fremdwort mehr. Doch immer mehr gewinnt in letzter Zeit auch der Begriff der „Nanotechnologie“ an Bedeutung. Was ist Nanotechnologie eigentlich?Nanotechnologie ist im Prinzip nichts anderes als ein zusammenfassender Begriff für alle Technologien, die sich in den Dimensionen von einem Nanometer (= 1 Millionstel Millimeter) bewegen. Um den Vergleich der Größen an einem Beispiel einmal näher zu bringen: Ein Nano-Strukturelement verhält sich in der Größe zu einem Fußball wie ein Fußball zur Erde. Der Zugang in den Nanometerbereich liefert der Industrie völlig neue Ansatzpunkte.Welchen Wirtschaftszweigen soll die Nanotechnologie dienen?Erforschung und Einsatz der neuen Technologien betreffen quer durch die Wirtschaft fast alle Branchen. Neue Innovationen sind vor allem zu erwarten in den Bereichen Elektronik, Pharmazie, Medizin, Chemie, Automobilindustrie, Optik, Bauwesen, Maschinen- und Anlagenbau, Energietechnik und Informationstechnologie. Das Phänomen des Alterns wird genauso erforscht wie die Möglichkeit der Herstellung wartungsfreier und langlebiger Beleuchtungsanlagen, die Brennstoffzelle oder die Solarenergie. Viele Bereiche der Biotechnologie, wie z. B. die DNA-Analyse, fallen ebenso unter den Begriff der Nanotechnologie. Für den Gütermarkt bietet Nanotechnologie enorm viele Möglichkeiten. Sie ist zukunftsweisend für die nächsten Jahrzehnte und eröffnet neue Marktpotentiale. In Expertenkreisen und Medien wird sie als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Das Berliner Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie prognostiziert bereits für die kommenden Jahre einen weltweiten Markt nanotechnologischer Produkte im dreistelligen Milliarden DM-Bereich. Genaue Zahlen hinsichtlich des Gesamtmarktes existieren nicht, weil die Anwendungsmöglichkeiten des nanotechnologischen Fortschritts extrem breitgefächert sind.Deutschlandweit wird die Forschung auf diesem Gebiet in Form von Projekten zwischen öffentlichen Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Wirtschaft gefördert und es existieren spezielle Kompetenzzentren an Universitätsstandorten. Risikokapitalgeber beteiligen sich ebenso an der Finanzierung der Projekte wie Bund und Länder.Hauptsächlich konzentriert man sich dabei auf folgende Teilbereiche der Nanotechnologie:Fachbereich AnwendungsbereicheErzeugung und Einsatz lateraler NanostrukturenAnwendung von Nanostrukturen in der OptoelektronikUltradünne funktionale SchichtenFunktionalität durch Chemie Tragbare, intelligente Elektroniken; die Satellitenkommunikation sowie die komplexe DatenverarbeitungProdukte in der Kommunikationstechnik, der Umweltüberwachung; Konsumgüter wie CD-Player, Laser-TV oder Displays. elektronische Bauelemente (neue Speicherchips); Sensoren; Implantate und künstliche Haut; Verschleiß- und Korrosionsschutzschichten Herstellung von Pharmazeutika, Dispersionsfarben; Optimierung von Katalysatoren, Klebe-, Lackier- und Schmierprozessen Allein die Veranschaulichung der Steigerung im Marktvolumen des Teilbereiches ultradünne funktionale Schichten zwischen 1996 und 2001 vermittelt schon das enorme Potential im Nanotechnologiemarkt. Im gesamten Bereich der Nanotechnologien wird grobgeschätzt ein kontinuierliches Marktwachstum von ca. 15% jährlich für die kommenden Jahre erwartet. Auch wenn der Begriff der „Optoelektronik“ unbekannt erscheint, ist diese aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Die Lichtschranke an der Fahrstuhltür, der Laserdrucker oder die Maus unseres Computers, der CD-Player im Wohnzimmer und die Videokamera sind nur einige Beispiele, bei denen optoelektronische Komponenten eine zentrale Funktion übernehmen. Laser begegnen uns heute in vielerlei Form: Gewaltige Hochleistungslaser schneiden zentimeterdicke Stahlplatten, mit Halbleiterlasern werden heute 30000 Telefongespräche gleichzeitig durch eine einzige haardünne Glasfaser übertragen. CCD-Bildsensoren sind das Herz kompakter Videokameras mit hoher Bildschärfe und Farbtreue. Flüssigkristall-Bildschirme (LCD) ermöglichen den Fernseher oder Computer in der Westentasche.Der begeisterte ExperteEiner der weltweit angesehenen Physiker, die auf dem Gebiet der Nanotechnologie die Entwicklung vorantreiben, ist Prof. Dr. phil. nat. Dieter Bimberg von der TU Berlin. Zusammen mit seiner Arbeitsgruppe forscht er speziell im Bereich der Optoelektronik. FN: Die Nanotechnologien werden in Fachkreisen und Medien als Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Wie würden Sie mit eigenen Worten die Rolle der Nanotechnologien in der Zukunft bezeichnen? Prof. Bimberg: Die Nanotechnologien sind zusammen mit der Biotechnologie und der Informations- und Kommunikationstechnik die Schlüsseltechnologien für ökonomischen, ökologischen und sozialen Fortschritt in den nächsten 2 Jahrzehnten. Die Technologien basieren auf uns bekannten Materialien, sind ressourcenschonend, da sehr wenig Material verbrauchend, und erlauben die Nutzung völlig neuartiger Eigenschaften und neuer Funktionen. FN: Könnten Sie kurz an einem Beispiel erklären, inwieweit die Nanotechnologie in 20 Jahren verglichen mit heute unser alltägliches Leben verändert haben könnte/wird? Prof. Bimberg: Durch die Entwicklung von Quantenpunkt-Halbleiterlasern für den grünen und blauen Spektralbereich könnte zusammen mit bereits existenten roten Halbleiterlasern das Großwand-Laserfernsehen zu Preisen, welche geringer sind als jene unserer klassischen Fernsehapparate, das heute übliche Bildschirm-Fernsehen komplett ablösen und uns erstmals eine Bildbetrachtung mit naturidentischen Farben erlauben. Dies wird sicher unser Freizeitverhalten revolutionieren. Wasserstoffspeicherung in Kohlenstoff-Nanotubes (Anm. der Red.: Kohlenstoff-Nanotubes ist die Bezeichnung für ein fasriges optoelektronisches Material, das 1991 von einem japanischen Forscher entdeckt wurde und äußerst interessante elektrische Eigenschaften besitzt) könnte das entscheidende Speicher-, Lager und Transportproblem lösen, eine solarenergiebasierte Wasserstoffnutzung in großem Stil ermöglichen und damit wesentliche Vorraussetzungen zu einer zukünftigen umweltfreundlichen und keine Ressourcen verbrauchenden Energiewirtschaft schaffen. FN: In welchen Bereichen der Nanotechnologie sehen Sie die größten Zukunftschancen? Prof. Bimberg: Nanotechnologien werden wir ebenso wie heute Si-ICs (Anm. der Red.: Si-ICs sind integrierte Schaltkreise mit Silizium) in allen Bereichen des täglichen Lebens nutzen, ohne dies zu wissen oder wahrzunehmen. Dies wird von Arzneimitteln, welche als Nanokapseln verpackt andere Wirkungsmöglichkeiten haben werden als die selbe Arznei in einer klassischen Aufbereitungsform, bis zur Nano-Optoelektronik und Elektronik oder der Energiespeicherung gehen.FN: Können sie abschließend ein/mehrere Unternehmen aus dem Nanotechnologiebereich nennen, die von den neuen Technologien überdurchschnittlich profitieren könnten? Prof. Bimberg: Zuallererst werden dies entweder die Start-Ups der Optoelektronik sein, falls große Firmen wie Infineon, Osram, Opto Semiconductors, Agilent, Marconi, JDS Uniphase, Fujitsu etc. den bereits anfahrenden Zug verpassen. All dies sind Hardware-Provider für Internet und Kommunikation. Dann werden dies Firmen sein, die sich mit Energiespeicherung (z. B. Bosch) oder Präzisionsoptik mit ultraglatten Oberflächen befassen und die Kraftfahrzeugindustrie. Wichtig ist: Nanotechnologien werden keine bestehenden Industriebereiche vernichten, sondern deren Überleben sichern. FazitAls Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts wird Nanotechnologie in Zukunft trendweisend für viele Branchen und Unternehmen sein. Es wird jedoch Branchen geben, wie z. B. der gesamte Elektronikbereich oder die Energietechnik, bei denen sich überdurchschnittliche Möglichkeiten durch die Umsetzung der neuen Technologien ergeben.
Von Petra Sieck, FinanzNachrichten.de-Redaktion.
oldstein
13-08-2001, 23:41
06.11.2000: Nur für Zocker: Nanotechnologie-Firmen mit Potential!
Die amerikanische Lucent Technologies Inc. (NYSE-Code LU, WKN 899.868) und die deutsche Lambda Physik AG (WKN 549.427) zählen zu aussichtsreichen Firmen der Nanotechnologie-Branche. Beide Werte sind für den spekulativ orientierten Anleger als Depotbeimischung geeignet. Lucent Technologies: Ende der Talfahrt?Lucent ist größter nordamerikanischer Telekommunikationsausrüster mit einem Jahresumsatz 1999/2000 von 34,5 Mrd. USD und bisher spezialisiert auf Geschäfte in Festnetz- und Mobilfunkinfrastruktur, Glasfasertechnik, Kommunikationssoftware, Datennetzwerke und Kommunikationshalbleiter. Angeschlagen durch mehrere Gewinnwarnungen musste die Aktie in den letzten Monaten stetig nachgeben. Zuletzt versetzte die Bekanntgabe der Zahlen des Konkurrenten Nortel und der darauf einsetzende Ausverkauf von Glasfaser-Aktien dem Kurs noch den richtigen Schlag gen Süden. Schaut man sich die September-Quartalszahlen von Lucent näher an, so konnten sich die erzielten Einnahmen von 9,4 Mrd. USD mit den Prognosen fast decken. Allerdings verfehlten die Bruttomargen mit einem Wert von knapp 40 % die geschätzten 43 %, was unter anderem Auslöser für den verfehlten Gewinn (18 Cent pro Aktie gegenüber 24 Cent in der entsprechenden Vorjahresperiode) war.Lucent zog fast zeitgleich mit Herausgabe der letzten Zahlen die Konsequenz und trennte sich von ihrem Vorstandschefs Rich McGinn. Diese Meldung wurde von den Anlegern sehr positiv aufgenommen. Unter den Analysten sind die Aussichten auf das weitere Geschäft von Lucent in den kommenden Monaten sehr umstritten. Beispielsweise sprechen die einen im Bezug auf die hohe Personalfluktuation (auch im Vertrieb gab es personelle Veränderungen) von einem sehr negativen Zeichen, von den anderen wird die Umstrukturierung im gesamten Management eher mit positiven Aussichten in Verbindung gebracht. Ziel der neuen Aktivitäten soll übrigens u. a. auch die Erhöhung der Bruttomargen sein.In Zeiten der „Unbescheidenheit“ von Anlegern wird übersehen, dass der Netzwerksektor zu einer der größten Wachstumsbranchen gehört. Eine vor kurzem veröffentlichte Studie von Ryan Hankin Kent, der auf Analysen des Netzwerksektors spezialisiert ist, bestätigt die sehr positiven Aussichten der Branche und den anhaltenden Aufwärtstrend. Auch wenn Lucent Marktanteile an Nortel abgeben mussten, sind sie immer noch an zweiter Stelle marktdominierend und dürften auch von den angehobenen Absatzprognosen für faseroptisches Equipment in Nordamerika profitieren. Jüngst gab das Unternehmen aus Murray Hill in New Jersey eine Kooperation mit dem norwegischen Telekom-Zulieferer Nera ASA bekannt, der sich auf den weltweiten Vertrieb von Sendeanlagen bezieht. Zahlen wurden bislang nicht genannt. Man wird sich aber in Zukunft auch verstärkt dem gegenüber Nordamerika höheren Marktpotential im Asiatisch-Pazifischen Raum widmen, und plant, den Marktanteil dort von derzeit 12-13 % auf über 20 % innerhalb der nächsten 3 bis 5 Jahre zu erhöhen. Dies gab Bob Robertson, ein führender Manager von Lucent, letzte Woche bekannt und ging dabei auch auf Avaya ein, ein durch ein Spin-Off-Verfahren ausgegliedertes Unternehmen des Bereiches Netzwerke. Er bezifferte den weltweiten Telekommunikationsmarkt mit einer Größe von 225 Milliarden US$. Dieser soll in den nächsten 3 Jahren die Billionenmarke erreichen, wovon dem Asiatisch-Pazifischen Raum 20 % zugesprochen werden. Er ließ auch verkünden: „Jetzt ist es Zeit für Handlungen, nicht für Worte“. Neue Phantasie durch geplanten Spin-off?Lucent scheinen jetzt im Zuge des nanotechnologischen Fortschritts auch den sehr aussichtsreichen optoelektronischen Markt für sich entdeckt zu haben. Durch den geplanter Spin-off (Abspaltung) des mikroelektronischen Geschäftsbereiches soll eine neue Firma gegründet werden (Name noch unbekannt), die sich auf die Produktion integrierter Schaltkreise und optoelektronischer Komponenten für die Telekommunikation spezialisieren soll. Das Geschäft wird auf Einnahmen in Höhe von 4 Mrd. Dollar geschätzt. Damit würde Lucent zum führenden Hersteller von Telekommunikationshalbleitern werden. Konkurrenz im optoelektronischen Bereich stellen JDS Uniphase, der Chiphersteller Texas Instruments, Broadcom und ST Microelectronics dar. Lucent macht sich damit startklar für die nächste Internet- und Netzwerkgeneration. Das Spin-Off-Verfahren soll bis zum Sommer nächsten Jahres abgeschlossen sein, 20 % der Aktien sollen an der Börse platziert werden, 80 % sollen in weiterer Folge gratis an die Lucent-Aktionäre verteilt werden.FazitDie Abstrafung der Aktie innerhalb der letzten Monate dürfte mehr als ausreichend gewesen sein. Nach unten scheint der Kurs im großen und ganzen durch die fundamentale Stärke des Unternehmens abgesichert sein. Es bietet sich daher für den erfahrenen IT-Spekulanten, nicht nur unter dem Aspekt des für Phantasie sorgenden Spin-Off-Verfahrens, derzeit eine günstige Gelegenheit zum Kauf der Aktie in ein breit gestreutes Portfolio.Lambda Physik: Laser made in Germany!Das 1971 in Göttingen durch einen Spin-off des Max-Planck-Instituts gegründete Unternehmen ist weltweit an zweiter Stelle in der Entwicklung und Herstellung gepulster UV-Laser, die wiederum im Bereich Halbleiter, Telekommunikation, Mikroelektronik, Automobile oder Medizin eingesetzt werden können. Die Endprodukte, die mit Hilfe der Laser von Lambda hergestellt werden, sind z. B. Tintenstrahldruckköpfe, TFT-Flachbildschirme oder Glasfasernetze. Auch in der Medizin - von der Beseitigung von Geschwüren in der Chirurgie bis hin zur Augenheilkunde - lassen sich Lambdas Laser anwenden. Lambda wurden erst am 21. September von UBS Warburg, Commerzbank, Bank Vontobel und Sparkasse Göttingen zu 35 Euro an den Neuen Markt gebracht Das aus dem Emissionserlös stammende Kapital soll u. a. zum Ausbau der Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie zum Bau einer neuen Produktionshalle genutzt werden. Das Unternehmen arbeitet bereits profitabel und hat einen renommierten Kundenstamm, der aus Unternehmen wie Canon, Carl Zeiss, Lexmark, Toshiba, Samsung, Philips usw. besteht. Die Geschäftaussichten für die kommenden Jahre sind nicht zuletzt aufgrund der stetig steigenden Nachfrage bei Excimer-Lasern (Lithographie) sehr positiv. Mit einer Wachstumsrate von 35% ist dieser Bereich besonders aussichtsreich. Dass sich Lambda auf dem richtigen Weg befindet, wurde auch durch die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen belegt. Der Umsatz kletterte im September-Quartal um 45 % auf 33 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 1999/2000, das am 30. September abgeschlossen wurde, erzielte man eine Umsatzsteigerung um ebenfalls zirka 45 % auf rund 100 Mio. Euro. Der Gewinn lag mit 12 Mio. Euro um 60 %, das Auftragsvolumen mit 134 Mio. Euro um 78 % über dem Vorjahreswert. Mit diesen Zahlen übertrifft Lambda die zum Börsengang angekündigten Erwartungen. Die endgültigen Zahlen will das Unternehmen auf der Bilanzpressekonferenz am 21. Dezember in Frankfurt vorstellen. Vor kurzem erhielten die Göttinger einen Großauftrag vom amerikanischen Scanner-Hersteller Silicon Valley Group über satte 16,9 Mio. USD. Damit hat das Unternehmen den größten Auftrag seit Firmengründung erhalten. Innerhalb der nächsten 4 Jahre ist ein Ausbau des globalen Marktanteiles von derzeit 15 % auf bis dahin 25 % geplant. Schärfster Konkurrent ist das US-Unternehmen Cymer. Ihnen konnten sie innerhalb der letzten 3 Jahre schon diese 15 % Marktanteil abgewinnen und sie wollen den Amerikanern nun auch die Rolle des Weltmarktführers abnehmen.Dank ihrer über 100 ausgereiften Patente wird die Technologieführerschaft bei Excimer-Lasern über die nächsten 10 Jahre gesichert sein. Durch ein gestreutes Produktportfolio sind Lambda weniger abhängig von zyklischen Bedarfsschwankungen.FazitZusammenfassend lässt sich sagen, dass Lambda eine sehr gute Positionierung in einem sehr aussichtsreichen Markt besitzen. Das sind beste Voraussetzungen für eine wachstumsstarke Entwicklung des Unternehmens. Damit dürfte die Lambda-Aktie trotz einer durch 13,25 Mio. Aktien hohen Börsenkapitalisierung von über 800 Mio. Euro ein aussichtsreicher Wert am Neuen Markt sein.Von Petra Sieck, FinanzNachrichten.de-Redaktion.Petra Sieck ist freie Journalistin und Redakteurin von FinanzNachrichten.de. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels besitzt er keine Aktien von Lucent Technologies und Lambda Physik. Dieser Bericht stellt keinesfalls eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Die veröffentlichten Informationen geben lediglich einen Einblick in die Meinung eines Wirtschaftsjournalisten.
Für weitere Fragen steht die Redakteurin via Mail (petra.sieck@finanznachrichten.de) zur Verfügung.
oldstein
14-08-2001, 00:02
Nanotechnologie - die nächste industrielle Revolution oder neues Spielzeug
für Investoren?
PART I
70 Firmen,unterteilt den entsprechenden Forschungsansätzen unterteilt----WER MACHT SICH DIE MÜHE ENTSPRECHENDE CHART-ÜBERLAGERUNGEN ZU ERSTELLEN ????
Die Nanotechnologie wird nicht nur als der nächste mögliche Hype an den
Börsen nach Internet, Telekommunikation und Biotechnologie gehandelt.
Wissenschaftler und andere Experten sehen sie als Auslöser der nächsten
industriellen Revolution. Sie wird Bereiche wie die Medizin, die
Biotechnologie und die Mikroelektronik bzw. die IT-Industrie einschneidend
verändern.
Was ist Nanotechnologie?
Ein Nanometer beträgt ein Millionstel Millimeter. Mit Hilfe der
Nanotechnologie werden Strukturen erzeugt, erforscht und nutzbar gemacht,
die mit 1 bis 100 Nanometern in der Größenordnung von Atomen und Molekülen
liegen. Der Reiz liegt darin, dass sich in diesen kleinen Dimensionen die
Eigenschaften von Stoffen teilweise drastisch verändern. Das gilt für
elektrische, optische, mechanische und auch biologische Eigenschaften.
Beispielsweise wäre ein in Nanodimensionen hergestellter Speicherchip um ein
Vielfaches leistungsfähiger als die Chips von heute.
Kaum jemand weiß allerdings, welche Vielfalt von Einzeltechnologien und
Perspektiven zur kommerziellen Nutzung sich hinter dem Sammelbegriff
Nanotechnologie verbirgt. Das Produktspektrum ist sehr breit: Es reicht von
einfachen Nanopartikeln bis zu Nanocomputern und Nanomedizin. Eventuell wird
es in einigen Jahrzehnten sogar Nanoroboter geben, die - in Heerscharen
eingesetzt - beliebige Güter herstellen könnten und die Medizin
revolutionieren würden.
Quantensprung für die Computerindustrie
Die attraktivsten Aussichten innerhalb von zehn Jahren könnte die
Mikroelektronik (dann Nanoelektronik) bieten. In diesem Bereich ist schon
seit Jahrzehnten ein ungebrochener Miniaturisierungstrend im Gange, der zu
einer stetigen Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Speichermedien und
Prozessoren bei ständig sinkenden Preisen führt. Doch mit der bisher
verwendeten Siliziumhalbleitertechnologie, die mit Strukturgrößen von 130
Nanometern heute schon fast die Dimensionen der Nanotechnologie erreicht
hat, lässt sich der Fortschritt nicht mehr allzu weit vorantreiben. Neue
Ansätze jenseits der Siliziumtechnologie reichen vom Einsatz spezieller
Polymere (Kunststoffe) über biologische und mechanische Ansätze bis zum
Quantencomputer.
Nanomaterialien - Werkstoffe der Zukunft
Marktreife hat die Nanotechnologie bereits im Bereich der Nanomaterialien
erlangt. Hier reicht das Produktspektrum von relativ einfachen Nanopartikeln
und -beschichtungen, die heute schon kommerziell angewendet werden, bis zu
nanostrukturierten Werkstoffen.
Nanopartikel: Seit ca. 100 Jahren wird Ruß als Füllstoff in
Gummierzeugnissen, insbesondere in Autoreifen, eingesetzt. Jetzt soll Ruß
verstärkt durch andere Nanopartikel ersetzt werden, um gegensätzliche
Eigenschaften wie Bremsweg, Verschleißfestigkeit, Rollwiderstand, Gewicht
etc. weiter zu optimieren. Der amerikanische Reifenhersteller Goodyear
stellt erste Reifen mit Partikeln aus Maisstärke her. Fast alle großen
Kunststoffhersteller arbeiten an der Entwicklung von neuen Werkstoffen, um
z.B. Festigkeit, Lichtstabilität und Feuerfestigkeit zu steigern. Noch ist
die Herstellung von Nanopartikeln sehr teuer. Dem hohen Preis stehen aber
große Verbesserungen der Produktqualität gegenüber.
Nanopartikel kommen aber auch in Sonnenschutzmitteln zum Einsatz. Das
US-Unternehmen Nanophase Technologies stellt für BASF spezielle Partikel für
eine durchsichtige Creme mit hohem Lichtschutzfaktor her. Nanopartikel
finden sich aber auch in Farbpigmenten oder Leuchtmitteln wieder.
Nanotubes: Besonders attraktiv als Verstärkung von Verbundwerkstoffen sind
die so genannten Nanotubes, röhrenförmige Moleküle aus Kohlenstoff. Sie
besitzen die größte Zugfestigkeit aller bekannten Materialien und
übertreffen damit hochfesten Stahl um weit mehr als das Zehnfache.
Nanotubes sind ausgezeichnete elektrische Leiter und eignen sich deshalb als
Elektrodenmaterial, u.a. für Brennstoffzellen oder die Meerwasserentsalzung.
Unter bestimmten Bedingungen könnten sie auch als Halbleiter fungieren und
den Bau von extrem kleinen elektronischen Schaltungen ermöglichen. Weiterhin
besitzen Nanotubes eine hohe Aufnahmefähigkeit für Wasserstoff und könnten
als Speichermaterial in Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb genutzt werden. Da
Nanotubes Radarstrahlen absorbieren können, interessiert sich auch das
amerikanische Verteidigungsministerium für ihren Einsatz als Anstrich für
Stealth-Flugzeuge.
Allerdings kommt bei einem Preis von 500 USD pro Gramm Nanotubes, den
spezialisierte Hersteller wie Carbon Technologies heute verlangen, ein
kommerzieller Einsatz nicht in Betracht. Mit Ausweitung der Produktion ist
aber mit einem zügigen Preisverfall zu rechnen.
Nanobeschichtungen: Produkte mit ultradünnen Beschichtungen mit wenigen
Nanometern Dicke befinden sich in einer frühen Phase der Kommerzialisierung.
Mit einem speziellen Verfahren ist es beispielsweise möglich,
Kunststoffgläser mit einer Beschichtung aus Quarzglas zu versehen und ihnen
so eine hervorragende Kratzfestigkeit zu verleihen. Interessant ist auch die
Imitation des so genannten Lotuseffektes. Die Oberfläche der Blätter der
Lotuspflanze ist so strukturiert, dass Wasser und Schmutz abperlen. Diese
Eigenschaft macht sich das deutsche Unternehmen Nanogate Technologies
zunutze und entwickelte eine Beschichtung aus Nanopartikeln für Badkeramik.
Das Ergebnis: Der Reinigungsaufwand wird erheblich reduziert. Das Produkt
verkauft sich erfolgreich.
Eine ganz andere Anwendung liegt in der Computertechnik. Auf Grund
besonderer magnetischer Eigenschaften, die am Forschungszentrum Jülich
entdeckt wurden, werden ultradünne Schichten aus verschiedenen Metallen in
Leseköpfen von Festplatten zur Steigerung der Informationsdichten und
Lesegeschwindigkeiten eingesetzt.
Nanobiotechnologie - große Fortschritte durch kleine Helfer
Großes Potenzial haben medizinische Anwendungen. Doch die
Entwicklungsprozesse sind sehr langwierig. Über den Zeitpunkt des Einsatzes
und der Kommerzialisierung können selbst Experten keine verlässlichen
Angaben machen.
Bioanalytik: Mit Hilfe der Nanobioanalytik lassen sich Nanomaterialien in
den Bereichen Pharma, Medizin, Umwelt, Lebensmittel und Agrarwirtschaft
erfassen. Wesentliche Anwendungsgebiete werden die Proteinanalyse
(Proteomics), die Analyse von Gensequenzen und die Detektion von
Umweltparametern sein. Sensoren und Biochips im Nanomaßstab dürften der
Nanoanalytik erhebliche Wachstumsschübe bescheren. Ziel der Nanoanalytik im
Pharmasektor ist eine schnelle und sichere Entwicklung von Medikamenten.
Dafür müssen große Mengen verschiedenster Substanzen getestet werden (Ultra
High Throughput Screening). Die derzeit angewandten Technologien zum
"Screenen" nach potenziellen Medikamenten sind noch nicht als echte
Nanobiotechnologie zu bezeichnen. Erste Ansätze sind aber z.B. in der
FCS-Technologie (Fluorescence Correlations Spectroscopy) des deutschen
Biotechunternehmens Evotec oder in der Chiptechnologie von Nanogen (USA) zu
erkennen.
Nanobiopharma: Die Forscher der Nanobiopharma suchen Antworten auf die Frage
in den Anwendungsbereichen Drug-Delivery, Drug-Release und Drug-Design: Wie
gelangt der Wirkstoff eines Medikamentes sicher zum Zielort? Medikamente
können in Nanokapseln eingeschlossen werden, um in günstigerer Dosierung und
zeitlicher Verteilung im Körper transportiert zu werden. So werden bei
Krankheiten die Dosierung der Medikamente und die Kosten niedrig gehalten
und gleichzeitig Nebenwirkungen reduziert. Auch neue Verabreichungsformen
ermöglicht Nanobiopharma: Aventis und Inhale Therapeutics (USA) werden bald
inhalierbares Insulin anbieten.
Nanomedizin: Optimisten erwarten von der Nanomedizin mittel- bis langfristig
die Heilung nahezu aller Krankheiten. Die Bekämpfung von Krebs ist ein
erstes Einsatzgebiet von Nanomedikamenten. An der Berliner Charité verwenden
Ärzte zur Krebsbekämpfung Partikel, die sich gezielt in Krebszellen
einlagern. Sie werden dann durch ein von außen erzeugtes magnetisches
Wechselfeld erhitzt und zerstören so die Krebszellen. Insbesondere in der
sehr schwierigen Bekämpfung von Hirntumoren verspricht man sich von dieser
Methode Fortschritte. Schließlich besteht die Hoffnung, dass Nanoroboter im
menschlichen Körper einerseits Viren oder Schadstoffe suchen und unschädlich
machen, andererseits Schäden an Zellen reparieren. Damit wäre im Extremfall
auch das Stoppen des Alterungsprozesses denkbar. Zweifellos ist dies eine
enorm anspruchsvolle Aufgabe, von deren Realisierung wir noch mehrere
Jahrzehnte entfernt sind.
Fazit: zwischen Realität und Science-Fiction
Sicherlich bietet die Nanotechnologie faszinierende Möglichkeiten, die
langfristig die ökonomischen und gesellschaftlichen Realitäten revolutionär
verändern könnten. Bis dahin liegt aber noch ein sehr weiter Weg, von dem
wir erst ein winziges Teilstück zurückgelegt haben. Nüchtern betrachtet
lässt sich festhalten, dass die nahe liegenden Fortschritte eher evolutionär
sind, also in erster Linie Optimierungen bestehender Produkte und
Technologien ermöglichen.
Der teilweise revolutionäre Charakter der Nanotechnologie zwingt viele
etablierte Unternehmen, entweder in die Forschung zu investieren oder
zumindest die Entwicklung aufmerksam zu beobachten, um die Innovationen
anderer Unternehmen rechtzeitig für sich zu nutzen - über Kooperationen oder
Übernahmen der viel versprechenden Pionierunternehmen. Meist im Umfeld von
Universitäten entstehen gegenwärtig immer mehr solche kleinen Unternehmen,
die beginnen, erste Produkte zu kommerzialisieren.
oldstein
14-08-2001, 00:04
PART II
70
Unternehmensübersichten nach Arbeitsgebiet
Nanomaterialien
Nanopartikel
Altair Technologies: http://www.altairtechnologies.com/
Argonide Nanometals: http://www.argonide.com/
Aspen Systems: http://www.aerogel.com/
Feinchemie: http://www.feinchemie.de/
FEW Chemicals: http://www.few.de/
Geltech: http://www.geltech.com/
H.C. Starck: http://www.hcstarck.de/
Invest-Technologies: www.i-t.ru/english
Materials Modification: http://www.matmod.com/
Microparticles: http://www.microparticles.de/
Nanomaterials Research: http://www.nrcorp.com/
NanoPac: http://www.nanopac.com/
Nanophase Technologies: http://www.nanophase.com/
NanoPowders Industries: http://www.nanopowders.com/
Nanoprobes: http://www.nanoprobes.com/
Nanotec Electronic: http://www.nanotec.com/
Nanoval: http://www.nanoval.de/
Nanox: http://www.nanox.co.uk/
NTC Nano Tech Coatings: http://www.ntcgmbh.com/
Plasmachem: http://www.plasmachem.de/
Quantum Dot: http://www.qdots.com/
Shenzhen Junye Nano Material: http://www.junyenano.com/
TAL Materials: http://www.talmaterials.com/
Tetronics: http://www.tetronics.com/
Nanotubes und andere Fellerene
CarboLex: http://www.carbolex.com/
Carbon Nanotechnologies: http://www.carbonnanotech.com/
Hyperion Catalysis International: http://www.fibrils.com/
Materials and Electrochemical Research: http://www.mercorp.com/
Nanolab: http://www.nano-lab.com/
SES Research: http://www.sesres.com/
Nanobeschichtungen
Advanced Refractory Technologies: http://www.art-inc.com/
Alotec: http://www.alotec.de/
Altair Technologies: http://www.altairtechnologies.com/
Bonemaster: http://www.bonemaster.com/
Cleveland Crystals: http://www.clevelandcrystals.com/
Denglas Technologies: http://www.denglas.com/
Lightyear Technologies: http://www.ltyr.com/
Molecular Photonics: http://www.molecular-photonics.co.uk/
Nanogate Technologies: http://www.nanogate.de/
NTC Nano Tech Coatings: http://www.ntcgmbh.com/
Ocean Optics: http://www.oceanoptics.com/
The Welding Institute: http://www.twi.co.uk/
Nanostrukturierte Werkstoffe
Albany International Techniweave: http://www.albint.com/
eSpin Technologies: http://www.nanospin.com/
Hyperion Catalysis International: http://www.fibrils.com/
Minnesota Mining & Mfg. (3M): www.3m.com/ceramics
Nanocor: http://www.nanocor.com/
NANOMAT: http://www.nanomat.com/
NanoPierce Technologies: http://www.nanopierce.com/
Rath Performance Fibers: http://www.rath-usa.com/
Nanobiotechnologie
Biochips, Array-Systeme, Gensensoren
Aclara: http://www.aclara.com/
Affymetrix: http://www.affymetrix.com/
Clondiag CT: http://www.clondiag.de/
Evotec
Febit: http://www.febit.com/
GeneScan Europe: http://www.genescan.com/
Genosensor Consortium
Genosys Biotechnologies: http://www.genosys.com/
Geomatrix: http://www.geomatrix.com/
Hyseq: http://www.hyseq.com/
IBM Research
Microfab Technologies: http://www.microfab.com/
Molecular Dynamics
Motorola BioChip Systems: http://www.motorola.com/
Mycometrix: http://www.mycometrix.com/
Nanion Technologies
Nanogen Incorporated: http://www.nanogen.com/
Nanotronics
Protogene: http://www.protogene.com/
Sequenom Industrial Genomics: http://www.sequenom.com/
Synteni
Triplex Pharmaceutical Corporation
Vysis: http://www.vysis.com/
Nanopharma
Aventis
Inhale Therapeutics
Drug-Delivery-Systeme Capsulatio NanoScience
C Sixty: http://www.csixty.com/
FeRx: http://www.ferx.com/
Knoll: http://www.knoll.de/
Nanosphere: http://www.nanosphere.com/
NanoSystems: http://www.nanosystems.com/
molekulare Medikamentenentwicklung 3 D Pharmaceuticals
Aurora: http://www.aurorabio.com/
Cambridge Drug Discovery: http://www.camdd.co.uk/
Celera: http://www.celera.com/
Curagen: http://www.curagen.com/
Discovery Technologies: http://www.discovery-tech.com/
Evotec: http://www.evotecoai.com/
GPC: http://www.gpc-biotech.com/
IGEN: http://www.igen.com/
LJL Biosystems: http://www.ljlbio.com/
Millennium: http://www.millennium.com/
Oxford Glyco Sciences: http://www.ogs.com/
Pharmacopeia: http://www.pharmacopeia.com/
Proteom: http://www.proteom.com/
Drug Design 3 D Pharmaceuticals
Aguron
Ariad: http://www.ariad.com/
BioCryst Pharmaceuticals: http://www.biocryst.com/
Klinetix (jetzt Amagen): http://www.amagen.com/
Morphochem: http://www.morphochem.com/
Myriad: http://www.myriad.com/
Vertex: http://www.vpharm.com/
Rastersondenmikroskope
Advanced Surface Microscopy: http://www.asmicro.com/
BioForce Laboratory: http://www.bioforcelab.com/
Burleigh Instruments: http://www.burleigh.com/
Digital Instruments: http://www.di.com/
Molecular Imaging: http://www.molec.com/
Nanofactory Instruments: http://www.nanofactory.com/
Nanosurf: http://www.nanosurf.ch/
Omicron Vakuumphysik: http://www.omicron-instruments.com/
Pacific Scanning: http://www.pacificscanning.com/
Photometrics: http://www.photometrics.com/
Quesant Instrument: http://www.quesant.com/
RHK Technology: http://www.rhk-tech.com/
Surface Imaging Systems: http://www.sis-gmbh.com/
Accurion: http://www.accurion.com/
ThermoMicroscopes: http://www.thermomicro.com/
Triple-O Microscopy: http://www.triple-o.de/
WITec (Wissenschaftliche Instrumente und Technologie): http://www.witec.de/
Jost Niggemann
© 2001 Performaxx AG
Flinx2000
14-08-2001, 09:15
Hallo oldstein,
Superliste! Da kann man ja viel recherschieren.
Gruß Flinx
Hi Oldstein,
geniale Zusammenfassung der Branche. Mit einem Übereinanderlegen der Charts kann ich leider nicht dienen, ich habe mir aber mal ein paar angeschaut. Viele sehen ausgebombt oder unentschlossen aus, ein paar allerdings ganz passabel. Was mir ins Auge gefallen ist, war Cabot (CBT). Wenn die die 40 nehmen, siehts richtig gut aus.
Gruß Morgan
Flinx2000
17-08-2001, 22:46
Chemie, Materialwissenschaft, Physik, Technik
Dreidimensionale Nano-Objekte [17.08.2001]
Miniatur-Bulle
Satoshi Kawata und seinen Kollegen von der Osaka University gelang mithilfe von Lasern die Herstellung dreidimensionaler Objekte in der Größenordnung von zehn Mikrometern. Als Ausgangsmaterial diente ein Flüssigharz, welches nur dann aushärtet, wenn es gleichzeitig von zwei Laserstrahlen getroffen wird. Die so genannte Zwei-Photonen-Mikropolymerisation ist ein wichtiges Werkzeug bei der Entwicklung von Nano-Maschinen.
© wissenschaft-online
Gruß Flinx
@oldstein
SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... SPITZE ... :)
DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ... DANKE ...
...wirklich sehr guter Beitrag, sowas suche ich schon seit Ewigkeiten!
cu
seeker
Flinx2000
25-08-2001, 18:34
Wissenschaftlern von der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist es gelungen, eine Art elektromechanischen Transistor herzustellen. Das Herzstück des Bauelements besteht aus einem winzigen Silicium-Pendel, auf das die Forscher eine kleine Metallinsel aufgebracht haben. Das Pendel schwingt wie der Klöppel einer Klingel zwischen zwei Elektroden hin und her und schaufelt so einzelne Elektronen von einer Elektrode zur anderen. Dabei bewegt sich das Pendel mit einer Frequenz von 100 Megahertz - also im Bereich von Radiowellen.
Das Bauelement würde sich prinzipiell dazu eignen, hochpräzise Strommessungen durchzuführen. Auch als sehr empfindlicher Gas- und Kraftsensor könnte es dienen, da es feinfühlig auf Umwelteinflüsse reagiert.
© wissenschaft-online
Gruß Flinx
bei deinen Chartüberlagerungen sind
Cabot CBT
Cabot Micro CCMP
wohl die stabilsten.
Wie unterscheiden sich denn die beiden Werte voneinander ? (haben denselben Anfangsnamen. Selbe Firma ?)
Nanotechnologie: Henkel und Degussa profitieren am meisten
Die Nanotechnologie gehört zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und wird der nächste große Wachstumsmotor in der Chemieindustrie," schreibt das Research der DG Bank - GZ-Bank in einer aktuellen Studie. Chemieunternehmen stellen schon seit Jahrzehnten Produkte aus winzigen Teilchen her (Lacke, Katalysatoren, Pigmente) und generieren damit Milliardenumsätze. Neben dieser "traditionellen Nanotechnologie" entsteht in der Chemie nun die "moderne Nanotechnologie", mit der es möglich ist, nahezu jedem Material neuartige Eigenschaften zu verleihen.
Der Nanotechnologie-Markt insgesamt hat heute bereits ein Umsatzvolumen von rund 54 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2010 erwartet das Research-Team eine durchschnittliche Wachstumsrate von 17 Prozent auf dann 220 Mrd. Euro, die vornehmlich durch Innovationen und neue Anwendungsgebiete getrieben wird. Die Chemieunternehmen decken rund ein Viertel des Marktes ab und haben sich damit bereits einen Massenmarkt erschlossen. Auf Grund dieser etablierten Position kann die Chemie zeitnah und stärker als andere Branchen von der erwarteten dynamischen Wachstumskurve in der ?modernen Nanotechnologie? profitieren. Zu den Vorreitern in der Erforschung dieser Technologie zählen Degussa und Henkel, aber auch BASF, Bayer und Celanese. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Nanotech-Unternehmen, die durch öffentliche Fördergelder und Venture-Capital-Fonds finanziert werden. Sowohl große Konzerne als auch Nischenplayer werden in diesem Markt vertreten sein.
Henkel und Degussa haben "add on" verdient
Durch das erwartete starke Wachstum dürfte die ?moderne Nanotechnologie? schon in einigen Jahren einen signifikanten Anteil am Konzernumsatz ausmachen. Von den großen deutschen Chemieunternehmen haben sich Henkel und Degussa am besten positioniert. Die Analysten der DG BANK/GZ-Bank sehen daher ein "add on" von 3 Prozent auf das Kurspotenzial der jeweiligen Aktien als gerechtfertigt an. Sowohl bei Degussa als auch bei Henkel könnten Börsengänge im Sektor Nanotechnologie möglicherweise in drei Jahren erfolgen.
Damit steigt Henkels Kurspotenzial von 5 Prozent auf 8 Prozent; das Anlageurteil bleibt bei Akkumulieren. Dagegen steigt Degussas Kurspotenzial von 10 Prozent auf 13 Prozent, wodurch sich das Anlageurteil von Akkumulieren auf Kaufen erhöht. (as)
Könnte ja sein dass sich Jemand für die Studie interessiert.
Teil aus Artickel aus F.u.W.
Der SWX New Market hat nun eine Studie erstellen lassen, die etwas mehr Licht ins Halbdunkel bringt. An den First-tuesday-Veranstaltungen wurde das vierzigseitige Papier nun vorgestellt. Ausser einer begrifflichen Definition ist vor allem die Übersicht über die verschiedenen Technologie- und Anwendungsgebiete hilfreich, um die Thematik zu erschliessen.
In der Nanotechnologie dreht sich alles um die Erforschung, die Kontrolle und die Manipulation kleinster Strukturen in der Welt der Atome und der Moleküle. Der Beginn der Nanotechnologie hat Schweizer Wurzeln: Mit der Erfindung des Rastertunnelmikroskops im IBM-Forschungslabor Rüschlikon war es erstmals möglich, einzelne Atome zu sehen.
Die Möglichkeit der Manipulation auf Molekülebene bedeutet, dass sich die Nanotechnologie nicht über Anwendungsgebiete, sondern über technologische Möglichkeiten abgrenzen lässt. Nanotechnologieansätze sind somit sowohl in Kommunikations- und Informationstechnologie als auch in Gen-, Bio- und Medizinaltechnologie und in vielen weiteren Gebieten zu finden.
Gemäss dem Ergebnis der Studie hat die Schweiz gemessen an ihrer Grösse überproportional viele Nanotechnologieaktivitäten vorzuweisen – in Grosskonzernen wie Unaxis oder Swatch, aber auch in mittelgrossen Unternehmen wie Agie, Leica, Disetronic und Sulzer oder in jungen Kleinstbetrieben. Gerade letzteren will der SWX New Market als Finanzierungsfenster dienen und damit den Technologiestandort Schweiz stärken. Zuerst muss allerdings das Vertrauen der Investoren in Anlagen an den Neuen Märkten generell steigen, erst dann können diese Börsen ihre Funktion als Finanzquelle für neue Technologien wahrnehmen. Die Studie ist über www.swx.com\\products\\swxnm_sectorinfo_de.html abrufbar.AM
the mind
12-09-2001, 19:57
hallo zusammen!
aus alten "investor"-zeiten habe ich noch einige nano-links parat, etwas unsortiert, aber bestimmt recht interessant:
www.nanonet.de/nanowork/index.php3
www.homestead.com/nanotechind/companies.html
www.amtexpo.com/nano/links.shtml
www.nanoworld.de
www.fzk.de/int
www.rdrop.com/~cary/html/nanotech.html
http://itri.loyola.edu/nanobase
www.nanotechnology.de/ger/s02.html
www.nanozine.com
www.nanovation.com
www.zyvex.com/nanotech/reactions.html
www.nano.org.uk
gruß
the mind
the mind
14-09-2001, 00:32
hallo zusammen!
es tut sich wieder was im nano-berich:
www.nanobiotec.de
Experten der Nanotechnologie treffen sich in Münster
Über den künftigen Einsatz der Nano- und Biotechnologie werden auf der zweiten NanoBioTech-Messe in Münster vom 24. bis 27. September etwa 500 Experten aus aller Welt beraten. Das kündigte der Mitveranstalter, das Center for Nanotechnology (CeNTech) GmbH Münster, am Mittwoch in Münster an. In fünf Foren wollen die Wissenschaftler über NBT und Informationstechnologie, Selbstorganisation oder den Einsatz der Nanotechnologie in der Medizin und der Pharmazeutik diskutieren. Zudem präsentierten etwa 45 Aussteller den Chemikern, Biologen und Ingenieuren den aktuellen Stand dieser noch jungen Wissenschaft.
Nanotechnologen arbeiten nach Darstellung des Messe-Koordinators Tim Waterboer unter anderem an der Behandlung von bisher unheilbaren Gehirntumoren. Dabei würden die winzigen Partikel in die Zellen gespritzt und zerstörten später die Krebszellen. Zu den Visionen dieser Technologie zähle etwa auch der Bau eines molekularen Motors, der lediglich einen Durchmesser von zwei Nanometern habe. (wst/c't)
gruß
the mind
Nanobarcodes:
http://www.wired.com/news/technology/0,1282,47317,00.html
oldstein
08-10-2001, 03:27
@
Danke für den link www.nanobiotec.de
Habe bei dem Ausrichter nachträglich um 1 Aussteller-Katalog gebeten.
Leider gibt die Liste der Sponsoren nicht viel her :
Bio-Gen-Tec-(=Kongress-Name-der Dt.Gesellschaft f. Biophysik e.V.) NRW
The Boston Consulting Group
Kompetenzzentrum Nanoanalytik
Sparkasse Münsterland Ost Münster - Warendorf
Stadt Münster
Technologiepark Münster GmbH
Verein Deutscher Ingenieure Kompetenzfeld
Anhand der Referenten
Invited speakers:
J. Reißenweber, Universität Witten/Herdecke
J. Wiskirchen, Universität Tübingen
H. Schnittler, TU Dresden
M. Radmacher, Universität Göttingen
C. Griesinger, MPI Göttingen
J. C. Smith, Universität Heidelberg
A. Wittinghofer, MPI Dortmund
K.P. Hofmann, Humboldt-Universität Berlin
U. Seifert, MPI Golm
C. Steinem, Universität Regensburg
E.-L.Florin, EMBL Heidelberg
H.-J. Butt, Universität Gesamthochschule Siegen
weiss man zumindest,an welchen Uni`s dieses Thema verfolgt wird.
Die Kongressthemen selbst geben erwartungsgemäss für boardler nichts her:
Morning Sessions Afternoon Sessions Exhibition
Monday,
September 24th Influence of
electromagnetic
fields on biological
systems
Cell biophysics,
biochips and medical applications Protein structure, dynamics and function Open for participants of congress only.
Tuesday,
September 25th Pumps, receptors,
signal transduction
Membrane biophysics Scanning probe
microscopy and Single molecule
oldstein
08-10-2001, 03:51
Wer`s online lesen mag und 69 $ sparen möchte - hier sind die Zugangsdaten zu :
NANOMEDICINE, Volume 1: Basic Capabilities
Robert A. Freitas Jr. Research Scientist, Zyvex Corp., Richardson, Texas Research Fellow, Institute of Molecular Manufacturing, Palo Alto, California.
CONTENTS
The Prospect of Nanomedicine
Pathways to Molecular Manufacturing
Molecular Transport and Sortation
Nanosensorts and Nanoscale Scanning
Shapes and Metamorphic Surfaces
Power
Communication
Navigation
Manipulation and Locomotion
Other Basic Capabilities
<<<<Your The user name and password to unlock this download page, is:
User Name: nanomedicine
Password: ligand
The following link will take you directly to the Nanomedicine login page.
http://www.nanomedicine.com/nanomedicine
Please remember that this password is case sensitive. Please feel free to contact info@eurekah.com should you require technical assistance.
Thank you, once again, for visiting Nanomedicine.com and Eurekah.com.
Don't forget the book is now available on CD for $69 + shipping.>>>>
oldstein
08-10-2001, 04:08
@ the mind
Danke für Deinen link : www.nano.org.uk
Nano-Projekte+Beteiligte im UK--die unendliche Liste der letzteren lässt eine Beobachtung unmöglich erscheinen.....
MAIN CENTRES OF NANOTECHNOLOGY EXPERTISE IN THE UK
Universities and other Centres, including spin-outs.
CONTENTS
Introduction to Nanotechnology in the UK
General Introduction to Nanotechnology in the UK
Profiles
Departments involved with nanotechnology
RAE (Research Assessment Exercise ) Ratings
QAA(Quality Assurance Agency for Higher Education)Ratings
Main Contact
Email
Web Page address
Areas of research focusing on Nanotechnology
Sub groups within the department involved in Nanotechnology
Sources of funding for research involving Nanotechnology
Departmental links with Industry
Commercial spin-outs
Universities and other Centres
Daresbury Lab
Heriot Watt University
Hull University
Imperials College of Science,Technology And Medicine
Lancaster University
Robert Gordon University
Rutherford Appleton Laboratory
Queens's University
University College London
University of Aberdeen
University of Bath
University of Birmingham
University of Bristol
University of Cambridge
University of Cranfield
University of Dundee
De Montfort University
University of Durham
University of Edinburgh
University of Exeter
University of Glasgow
University of Kent
University of Leeds
University of Leicester
University of Liverpool
University of Manchester
University of Newcastle Upon Tyne
University of Northumbria
University of Nottingham
University of Oxford
University of Paisley
University of Portsmouth
University of Reading
University of Southampton
University of Sheffield
University of St Andrews
University of Strathclyde
University of Surrey
University of Sussex
University of Swansea
University of Teeside
University of Ulster
University of Wales Aberystwyth
University of Warwick
University of York
" MAIN CENTRES OF NANOTECHNOLOGY EXPERTISE IN THE UK" is available online, electronically and hard copy.
oldstein
08-10-2001, 04:21
" The International Technology Service Missions on Nanotechnology to Germany and the USA"
Each of these countries has a stated political objective to support nanotechnology research and development, reinforced by large investment in infrastructure and research funding. The aim of the Missions was to enable UK academics, industrialists and policy makers to meet those engaged in formulating best practice policy and R&D in nanotechnology and to determine from their experience what lessons might be learned in the framing of UK policy in this area.
This publication is free with the following charges for postage + packaging. International Postage charges will be higher depending on postal address:
1-5 booklets £5
6-10 booklets £8
Please state number of copies:
" Nanotechnology: The huge opportunity that comes from thinking small. "
Why Uk manufacturing should embrace the technological revolution that will affect every aspect of our lives.The purpose of this publication is to provide an indication of some of the more readily applicable technologies that owe their existence to nanoscale science and technology.
This publication is free with the following charges for postage + packagingInternational Postage charges will be higher depending on postal address:
1-5 booklets £5
6-10 booklets £8
Please state number of copies:
oldstein
08-10-2001, 04:24
http://www.nano.org.uk/links.htm
Wissentschaftliche (ausschliessliche ? <habe ich nicht nachgprüft > LINKS
Applied Computational Research Society
Argonide
ATIP
Atomasoft
Centre for Self-organising Molecular Systems, Leeds, U.K.
Centre for Nano-Device Modelling, Leeds, U.K.
Center for Nanotechnology, University of Washington
Centre for Molecular and Nanoscale Electronics, Durham
Centre for Molecular and Biomolecular Electronics, Coventry University
The Center for Near-field Atom-Photon Technology
ExPASy Molecular Biology Server, U.S.A.
IBF CITBB
Institute of Physical and chemical research, Riken, Japan
International Society for Molecular Electronics and BioComputing
Materials and Process Simulation Center, The Beckman Inst.,Caltec, U.S.A.
Materials Research Society, San Francisco, U.S.A.
MEMS (Microelectromechanical Systems), USC, CA., U.S.A.
Micro World News
Mikromasch
Molecular Dynamics
Molecular Simulations Inc., U.S.A.
The Nanoscale Physics Research Laboratory
Nanobionet
Nanocentre at Newcastle
Nanofactory
Nanogate Germany
Nano Science and Technology Center of Chinese Academy of Sciences
National Nanotechnology Initiative
NanoLab Inc.
Nanomagnetics
Nanomanipulator Project, UNC, CA., U.S.A.
NanoStructures Lab(NSL)
Nanotechnology at About.com
NASA
PNNL Nanoscience, Nanoengineering and Nanotechnology
Royal Academy of Engineering
University of Bristol Scanning Probe Microscopy (SPM) Group
oldstein
08-10-2001, 04:48
Im besten US online Wissenschaftsverlag <RAND> finden sich keine Companys-Auflistungen,aber diese 2 hints :
2 Matches for "nanotechnology"
http://www.rand.org/cgi-bin/Abstracts/abdb.pl
1.)2000 RP-888 Thinking Small: Technologies That Can Reduce Logistics Demand.
2.)The Global Technology Revolution:
Bio/Nano/Materials Trends and Their Synergies with Information Technology by 2015
Philip S. Antón, Richard Silberglitt, and James Schneider
Prepared for the National Intelligence Council.
wovon diese Nano-Umsetzung bis 2015 als online Buch kostenlos ! zu downloden ist-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
$12.00 (paperback, 92 pp.)
ISBN: 0-8330-2949-5
MR-1307-NIC, © 2001
--------------------------------------------------------------------------------
The contents below are html files.
The book is also available as a free, downloadable PDF file.
You will need Adobe Acrobat Reader to view the PDF.
--------------------------------------------------------------------------------
Contents
Preface
Figures
Tables
Summary
Acknowledgments
Acronyms
Chapter One: INTRODUCTION
The Technology Revolution
Approach
Chapter Two: TECHNOLOGY TRENDS
Genomics
Therapies and Drug Development
Biomedical Engineering
The Process of Materials Engineering
Smart Materials
Self-Assembly
Rapid Prototyping
Buildings
Transportation
Energy Systems
New Materials
Nanomaterials
Nanotechnology
Integrated Microsystems and MEMS
Molecular Manufacturing and Nanorobots
Chapter Three: DISCUSSION
The Range of Possibilities by 2015
Meta-Technology Trends
Cross-Facilitation of Technology Effects
The Highly Interactive Nature of Trend Effects
The Technology Revolution
The Technology Revolution and Culture
Conclusions
Suggestions for Further Reading
Bibliography
Back Cover Abstract
oldstein
08-10-2001, 05:30
http://
Degussa-Hüsa AG
Ansprechpartner: Dr. Andreas Gutsch
International tätiges Unternehmen der Spezialchemie, das in der Produktion von hochdisperser Partikeln (Metalle, Metalloxide, Kohlenstoff) weltweit führend ist. Pigmente, Lackrohstoffe, Oberflächen, modifizierte Füllstoffe und Chemiekatalysatoren gehören ebenso zur Anwendungspalette von Degussa-Hüls wie Dentalwerkstoffe. Pyrogene Metalloxide (Aerosil) dienen als Füllstoffe für Silikonkautschuk, Kunststoffe sowie Farben und Lacke. Das Anwendungsspektrum der Lackrohstoffe reicht von der Lack- und Farbenindustrie über technische Kunststoffe für die Wachstumsbranchen Automobilindustrie, Elektroindustrie und Telekommunikation bis zu Farbpigmentdispersionen für Industriefarben und dekorativen Gebäudeanstrich. Bei den Füllstoffsystemen und Pigmenten bietet Degussa-Hüls mit Gummirußen, Gummisilanen und gefällten Kieselsäuren als einziges Unternehmen alle drei Komponenten für den rollwiderstandsreduzierten "Grünen Reifen" an.
Was steckt dahinter?
Projekthaus Nano-Materialien
Leiter Dr. Andreas Gutsch, Degussa-Hüls AG
Das DFG-Projekt "Maßgeschneiderte Partikeln - Synthese, Konditionierung, Anwendung"- unter Federführung der Degussa-Hüls AG und Fraunhofer IKTS mit Beteiligung von 7 Universitäten (als NanoMat-Partner dabei die Degussa-Hüls AG, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Sinterwerkstoffe sowie die Universitäten Darmstadt und Karlsruhe) hat bereits jetzt deutliche Akzente gesetzt. Es unterstützt maßgeblich den Transfer von Forschungsergebnissen aus den Hochschulen für die wirtschaftliche Verwertung, indem es die Technika der Degussa-Hüls AG für interdisziplinäre Forschergruppen öffnet, um so - durch effektive Nutzung der vorhandenen Ressourcen an apparativer Ausstatttung und vorhandenem Know-how - neue Systemlösungen und die Entstehung innovativer Technologien zu begünstigen. Das Ziel sind maßgeschneiderte Werkstoffe, die in einer Kreislaufwirtschaft verwendet werden. Existierende Normvorschriften werden in der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt. Die Kosten des Projekts betragen rund 24 Mio DM.
Von der Industrie erwarten die Kunden Produkte, die Ihren Anforderungen und Bedürfnissen möglichst genau entsprechen. Einige Beispiele verdeutlichen dies:
Einen tiefschwarzen und zugleich matten Lack bringt eine Kombination aus schwarzen Rußpartickeln und Partickeln weißer Kieselsäure.
Eine Oberfläche, die gleichzeitig kratzfest und transparent ist, ermöglicht einen Lack, der wenig verzweigte, kugelförmige Nanopartikel enthält.
Der bei Sonnenschutzmitteln erwartete hohe Lichtschutzfaktor wird durch feinteiliges Titanoxid realisiert.
Handy oder Computer sollen immer leistungsfähiger und zugleich kleiner werden. Voraussetzung: die Bauteile müssen immer kleiner werden. In möglichst kleinen Kondensatoren dienen Nanopartikeln dabei heute schon als Isolatoren.
Hochmoderne Anwendungen von Aerosil sind das Polieren von Wafern, aus denen die Computerchips entstehen, sowie die Herstellung von Lichtwellenleitern.
Bei allen diesen Anwendungen kommt es neben der chemischen Zusammensetzung vor allem auf Größe und Form der Partikeln an.
Folgendes Beispiel macht dies sehr deutlich:
Mit kugelförmigen Nanopartikeln erhält man einen Lack, der kratz- und stoßfest ist. Auf die geeignete Lackkonsistenz haben die kugelförmigen Nanopartikeln wenig Einfluß - auch keinen negativen. Die Viskosität von Lacken kann man jedoch mit eher kettenförmig verzweigten Nanopartikeln einstellen.
Keramische Pulver sintern um so schneller zusammen, je kleiner die Partikeln sind. Durch die Steuerung der Partikelgröße können unterschiedliche Keramikpulver gleichzeitig zu neuen Bauteilen, zum Beispiel Sensoren, verarbeitet werden.
Ziel ist es, Nanopartikeln in möglichst genau definierter Größe und Form zu erzeugen und damit nun Produkte für einen innovativen Markt und neue Anwendungen maßzuschneidern. Wenn verstanden wird, wie sich die Partikeln bilden, unter welchen Bedingungen sie wie größer werden und wann sie eher kugelförmig und wann eher verzweigt sind, dann kann der Herstellungsprozess gezielt beeinflusst werden. Genau das ist Ziel des Projekthauses. Und genau hier treffen die Interessen der Hochschulen und der Degussa-Hüls aufeinander.
Die millionenfache Vergrößerung eines Rußpartikels
Nanopartikel-Synthese
Der Erzeugung von Nanopartikeln und feinteiligen Stoffen ist eines gemeinsam: Die Teilchen werden aus einzelnen Molekülen aufgebaut. Diese Moleküle entstehen zum Beispiel bei der Verbrennung von Naphthalin für die Erzeugung von Ruß. Die Ausgangsmaterialien werden in Gasphasenreaktoren bei Temperaturen von bis zu 2.400 Grad Celsius verbrannt. In diesen Gasphasenreaktoren kondensieren die einzelnen Moleküle zu Partikeln. Wieviele das tun und wie sie das tun, bestimmt dann die Form der Teilchen.
Gasphasenprozesse sind in der Regel reiner als naßchemische Routen.
Aerosolprozesse haben das Potential, komplexe chemische Strukturen auszubilden.
Prozeß und Produktkontrolle basieren in Aerosolprozessen auf einem hohen Niveau.
Partikelgröße, Kristallbildung, Agglomerationsgrad, Porösität, chemische Homogenität, Stöchiometrie können in der Regel eingestellt und kontrolliert werden.
Ein Aerosoltröpfchen ähnelt einem sehr kleinen Reaktor, so daß gebildete Phasen im Partikel eingeschlossen sind.
Gasphasenprozesse sind in der Regel kontinuierliche Prozesse, so daß eine gleichbleibende Pulverqualität gewährleistet werden kann.
Lit.: F. Eimar Kruis, Heinz Fissan, Aaron Peled, Journal Aerosol
Sci. Vol.29, No 5/6: 511-535, 1998
Im Entstehungsprozeß sind zwei konkurrierende Mechanismen, die Koagulation und die Koalleszenz, von entscheidender Bedeutung. Dominiert die Koagulation, entstehen feinstrukturierte Aggregate, während bei koalleszenz-dominierten Prozessen unter Einwirkung hoher Temperaturen kompakte Partikeln produziert werden. Die Partikelbildung in einer "cooling flame", d.h. die Temperatur sinkt während der Partikelverweilzeit im Reaktor, kann in drei Phasen untergliedert werden. Erstens coagulationskontrolliertes Regime, zweitens coaleszenz-controlliertes Regime und drittens eine kurze Übergangszeit, in der Koagulation und Koaleszenz gleichzeitig auftreten (Abbildung a).
Nanopartikelsynthese (a) "cooling flame"; (b) "heating flame".
Bei einer "heating flame" Umgebung, d.h. die Temperatur steigt mit der Partikelverweilzeit (Abbildung b) kann das Partikelwachstum eine oder alle Phasen der "cooling flame" durchlaufen, je nach den Heizraten und der Umgebungstemperatur. Wenn die Verweilzeit ausreichend lang ist, können kugelförmige Partikeln entstehen, da die Temperatur die Schmelztemperatur erreicht und dadurch alle Aggregate kollabieren. In beiden Fällen sind die Partikeln in der Anfangsphase isoliert und kugelförmig, Dieser Zustand ist charakterisiert durch Koagulation mit unmittelbarer Koaleszenz, das heißt koagulationskontrolliert.
Lit.: Yangchuan Xing, Daniel E. Rosner, Journal of Nanoparticle
Research 1:277-291, 1999
In den Gasphasenreaktoren erfolgt die Partikelbildung innerhalb weniger Millisekunden. Diese kurze Zeit und die hohen Temperaturen machen es so schwierig, die Wachstumsmechanismen der Partikeln zu untersuchen. Die Mechanismen, die zu unterschiedlichen Teilchenformen und -größen führen, sollen hinreichend verstanden werden. Darauf aufbauend sollen Konzepte zur gezielten Beeinflussung der Partikelform und -größe entwickeln werden.
Degussa-Hüls wird gemeinsam mit den Hochschulen mehrere völlig neue Gasphasenreaktoren für die Bildung von Nanopartikeln aufbauen und testen. Zugleich werden für die Forschungsarbeiten die bereits in Hanau-Wolfgang vorhandene Pilotanlage der Degussa-HüIs genutzt. Mit Hilfe modernster Messtechnik der Hochschulen sollen grundlegende Untersuchungen durchgeführt werden. Diese Erkenntnisse fließen in die Gestaltung der neuen Gasphasenreaktoren ein. Mit Hilfe der neuen Erkenntnisse und Techniken werden bei Degussa-Hüls neue Produkte für neue Anwendungen in hochinnovativen Märkten maßgeschneidert, gemeinsam mit den Kunden dicht an deren Bedürfnissen orientiert.
win-win Situation
Die intensive Art der Zusammenarbeit ist für Degussa-Hüls ebenso wie für die Hochschulprofessoren und die DFG neu. Die Hochschulen gehen mit ihrer Grundlagenforschung in die Industrie und Degussa-Hüls öffnet ihre Technika für die Wissenschaftler von den Universitäten. Profitieren werden wir alle davon.
Die Hochschulwissenschaftler können ihre wissenschaftlichen Ergebisse direkt in einer Pilotanlage testen. Sie gewinnen zum einen neue Erkenntnisse für die Grundlagenforschung und zum anderen erleben sie die Anwendungsnähe ihrer Arbeiten. Degussa-Hüls profitiert von dem direkten Zugang zu den Ergebnissen der Grundlagenforschung. Das Unternehmen will damit Entwicklungszeiten zu innovativen Produkten, die auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind, deutlich verkürzen.
Am Standort in Hanau-Wolfgang werden in den kommenden drei Jahren regelmäßig Wissenschaftler der Hochschulen ihre Experimente durchführen. "Wir haben das nötige Know-how, wir haben durch die Kooperation mit unseren Hochschulpartnern Zugang zur Grundlagenforschung, wir haben die nötige Markterfahrung, und wir haben einen hochinnovativen Markt mit attraktiven Wachstumsraten. Ich finde, die Bedingungen könnten nicht besser sein", kommentiert Dr. Alfred Oberholz, Vorstand der Degussa-Hüls AG.
"Wenn ich sage, wir haben das nötige Know-how, so meine ich, dass der Umgang mit kleinen Teilchen für Degussa-Hüls seit vielen Jahren zum Alltag gehört. Aerosil und Ruß, keramische Farben, Chemie- und Autoabgaskatalysatoren sind nur einige Beispiele aus unserem Konzern für solch kleine Teilchen. In nahezu allen diesen Gebieten sind wir weltweit der führende Anbieter und blicken auf jahrzehntelange Erfahrung bei der Produktion und Vermarktung dieser Produkte zurück. Es lag daher nahe, diese Erfahrung im Projekthaus Nanomaterialien zu bündeln und den Blick auf die Gemeinsamkeit dieser zum Teil sehr unterschiedlichen Produkte zu richten: auf die Größe der Partikeln und die Herstellverfahren", so Oberholz weiter.
Das Ergebnis: Chemiker, Materialwissenschaftler, Verfahrensingenieure und Betriebswirte aus unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Konzernbereichen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Blickwinkeln werden im Projekthaus interdisziplinär zusammenarbeiten. Anders ausgedrückt: Im Projekthaus werden die Experten zu einem Team zusammengeführt. Dies ist die Grundlage, auf der neue Produkte entwickelt und bestehende Produkte weiterentwickelt werden.
Die enge Kooperation mit den beteiligten Universitäten garantiert exzellente Grundlagenforschung, die eine wichtige Voraussetzung für die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung ist. Innovative Forschungsergebnisse werden schnell ausgetauscht und beschleunigen so Entwicklungsprozess und Markteintritt.
Profitieren werden davon beide Seiten:
Die Hochschulen, weil sie Ihre Ergebnisse aus der Grundlagenforschung im Pilotmaßstab erproben können. Der Degussa-Hüls-Konzern, weil er unmittelbaren Zugang zu den neuesten Ergebnissen der Hochschulforschung hat und zugleich die Produktionstauglichkeit der Entwicklungen prüfen kann. Es gibt Ihnen zugleich einen kleinen Einblick, wie bei Degussa-Hüls geforscht und entwickelt wird und wie ein effizientes Projektmanagement zum Ziel führt.
Mit der Markterfahrung der Degussa-Hüls wird sicher gestellt, dass die Forschungsarbeiten im Projekthaus sich am Markt und am Bedürfnis der Kunden orientieren, denn zum Wesen der Innovation gehört der Erfolg am Markt.
Allein für das Jahr 2001 wird das Marktpotenzial für Produkte, deren Gebrauchseigenschaften auf den speziellen Eigenschaften von feinen Teilchen beruhen, bereits auf rund 25 Milliarden DM geschätzt.
Für Nanomaterialien werden stark wachsende Märkte erwartet. Die Liste reicht vom Polieren von Wafern, Metallen, Glas und Schmuck über Kondensatoren für die Elektrotechnik und Katalysatoren für die Chemie und für Automobile bis hin zur Herstellung von Lacken, Kunststoffen, Klebstoffen und Pigmenten.
oldstein
08-10-2001, 06:00
Wir alle wissen -in etwa-von dem anstehendem Potential der Nanotechnologien.
Die uns bisher bekannten Fa`s/Company`s sind entweder Garagenbuden oder Weltfirmen bei denen uns die inhaltlichen Zielsetzubgen unisno kaum bekannt sind,so dass deren zukünftige Bedeutung in diesem Markt uns nicht zugänglich ist.
So versuche ich-beginnend mit der Degussa ,deren Tätigkeitsbereich dem Forschungsziel gegenüber zustellen :
Tätigkeitsbereich:
Spezialchemie-International-weltweit führend in der Produktion von :
1-hochdisperser Partikeln (Metalle, Metalloxide, Kohlenstoff)
für Pigmente, Lackrohstoffe, Oberflächen, modifizierte Füllstoffe.
2-Chemiekatalysatoren,Dentalwerkstoffe.
zu 1-Pyrogene Metalloxide (Aerosil)=Füllstoffe für Silikonkautschuk, Kunststoffe sowie Farben und Lacke. Lackrohstoffe für Farbenindustrie u. technische Kunststoffe für Automobil-, Elektroindustrie und Telekommunikation.
Als einziges Unternehmen alle drei Komponenten=
Füllstoffsystemen/Pigmente für den rollwiderstandsreduzierten "Grünen Reifen".
Forschungsziele :
1-f.Lacken, Kunststoffen, Pigmenten.
2-f.Katalysatoren für die Chemie und für Automobile.
3-f.Polieren von Wafern, Metallen, Glas
4-f.Rollwiderstandsminderung/Reifen
5-f.kariesverhindernden Zahnlack
6-f.Verschmutzungsverhindernden Arztinstrumentenüberzug
7-f....
Fazit : Nano-Potential ist riesig
oldstein
08-10-2001, 06:57
2.ter Teil +Schluss
Universität Karlsruhe (TH) Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gerhard Kasper
Nanostrukturierte Materialien und deren Anwendungen , nanostrukturierte Funktionselemente und Rastersondentechniken zur Nanostrukturierung sind die Schwerpunkte der Universität Karlsruhe. Prozeßführung zur definierten Herstellung und Konditionierung aus der Gasphase, online-Meßtechniken zur Optimierung oder Prozeßüberwachung , Abscheidung von Partikeln aus der Gasphase mit Druckstoß-regenerierten oder Elektrofiltern und Katalyse an nanoskaligen Systemen in der Gas- und Flüssigphase sind ebenso Themenschwerpunkte wie Funktionselemente für ultraschnelle Logiken (40 GHz), Höchstfrequenz-Sendeempfangseinheiten und Singleelektronen-Transistoren.
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Universität Konstanz Ansprechpartner:
Prof. Dr. Paul Leiderer
Herstellung von lateralen Strukturen im Submikrometerbereich mit neuartigen, unkonventionellen Methoden: Unter Verwendung von Masken bei der Atom- und Kolloid-Lithographie, durch Selbstorganisation und spontane Strukturbildung in dünnen Filmen, oder durch Wachstum an vorgegebenen Nukleationszentren. Es interessiert die gesamte Palette von mechanischen, elektrischen, magnetischen und optischen Eigenschaften derartig erzeugter Strukturen.
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Universität des Saarlandes Ansprechpartner:
Prof. Dr. Rolf Clasen
Die spezifischen Nanotechnologie-Kompetenzen sind die chemische Synthese von funktionalen nanoskaligen Pulvern und Schichten , die Charakterisierung der nanostrukturierten Materialien mit Streumethoden und Rastersondenverfahren, die Herstellung von nanokristallinen Festkörpern, Schichten und endmaßnahen Glas- und Keramikformkörpern aus nanoskaligen Teilchen . Durch Sinterung von Grünkörpern aus diesem nanoskaligen Pulver ist die pulvertechnologische Formgebung bei Raumtemperatur gegeben und eine Vielzahl von Formen kann ohne technische Nachbearbeitung hergestellt werden .
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Universität Stuttgart Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hans-Eckhardt Schaefer
Nanokristalline Metalle, Legierungen, intermetallische Phasen, Kompositwerkstoffe, Keramiken, Halbleiter und Kohlenstoff-Nanostrukturen werden synthetisiert, charakterisiert und hinsichtlich neuer Eigenschaften untersucht. Dabei interessieren besonders Grenzflächenstruktur, Leerstellen und atomare freie Volumen, Diffusionsprozesse und magnetische Eigenschaften für Sensoranwendungen . Spezifische Untersuchungen werden mit nuklearen atomaren Sonden, Elektronenmikroskopie mit atomarer Auflösung und Tracerdiffusion ausgeführt.
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Universität Ulm Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hans-Jörg Fecht
Die Projekte im Bereich Nanomaterialien/Nanotechnologien umfassen die Präparation und Charakterisierung nanostrukturierter Metalle und Verbundwerkstoffe sowie die Anwendung von Nanowerkstoffen in der Leistungstechnologie, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnologie sowie bei Korrosions- und verschleißresistenten Schutzschichten . Metallische Massivgläser - sogenannte Supermetalle - sind Komposite aus Keramikfasern in einer metallischen Glasmatrix, die neben ihrer ultrapräzisen Formbarkeit auch hervorragende mechanische Eigenschaften bei minimalem spezifischen Gewicht besitzen. Für den Einsatz in der Mikrosystemtechnik wird eine Materialdatenbank erstellt , die es erlaubt, die Auslegung von Mikrosystemen im Hinblick auf die Lebensdauer zu optimieren. Ein wesentliches Ziel ist auch die Verbesserung der Verschleißbeständigkeit und Verhinderung der Verriffelung von höchstbeanspruchten Oberflächen, z.B. beim Rad-Schiene-Kontakt im ICE-Hochgeschwindigkeitsverkehr
Fazit : die aufgezeigten Forschungs-Bereiche,wie auch die -Ziele offenbaren einen der Microelektronik ensprechenden (revolutionierenden) Wissenschaftsfortschritt.
oldstein
08-10-2001, 07:34
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...und die Inhaltsseite der aktuellen Ausgabe sieht soooo aus :